Categotry Archives: seltsames

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Augmented Reality aus Verlagssicht (Seydlitz) #enttäuscht

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Gestern schaute ich mir auf der Verlagsseite zu meinem in diesem Schuljahr neu erschienenen Schulbuch für Geographie, Klasse 5/6 die zugehörigen Materialien an. Ich fand folgende Ankündigung: (nein, ich verlinke das nicht)

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Vor meinem geistigen Auge entstanden plötzlich Profile vom Oberrheingraben, die ich drehen und wenden, von verschiedenen Standorten aus anschauen könnte. Ich dachte an Flüge durch Berlin oder Stuttgart wie bei Google Street View, sodass ich selbst entscheiden könnte, welche ich mir von den unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten zuerst anschaue, dazu Zusatzinfos, kindgerecht, und auch auf Wunsch eine Einfärbung, welche Funktion (wohnen, arbeiten, regieren, etc.) die einzelnen Gebäude im Stadtinneren haben. Außerdem noch eine Zusatzfunktion, die mich durch die Stadt bei Nacht fliegen lässt. Und überhaupt, Deutschland: ich möchte von den Alpen zur Nordsee fliegen und dabei die wichtigen topographischen Einheiten angezeigt bekommen, wenn ich näher ran zoome, möchte ich Fotos gezeigt bekommen und nähere Infos. Ich dachte an einzelne Berge in den Alpen (z.B. das Matterhorn), die ich mir von allen Seiten anschauen könnte -vor 200 Jahren und heute (also mit weniger Eisbedeckung, dafür sieht man die Moränen und Kare – mit Schieberegeler zum direkten Vergleich), ein Profil anschauen (Hilfe beim Zeichnen eines Profils erhalten könnte), einen gezeichneten Querschnitt durch den Berg, die verschiedenen Grenzen (Baumgrenze, etc.) im Modell und in echt mir anschauen könnte, kurze Filme oder Fotos bei der Landwirtschaft am Berg (im Tal und auf der Alm), etc. Auch Spiele und Quizze konnte ich mir gut vorstellen – es gibt so viele Möglichkeiten: Topographie, Bundesländer raten, Wissenquizze, Ratespiele im Stil von „Wer wird Millionär“ etc.

Es gäbe so viele Möglichkeiten, gerade in Geographie, wo wir natürlich nicht alles bereisen können, was es so gibt (und gerade in der 5. Klasse gehe ich nicht davon aus, dass die Schüler schon mal in Berlin, in den Alpen oder an der Nordsee waren). img_2216

Zu Hause lud ich mir die App aufs Ipad und war einigermaßen enttäuscht: ich kann einige der Schulbuchseiten scannen oder mit einem Schieberegeler oben die Seiten auswählen und mir passend Zusatzvideos anschauen. Animationen, wie oben angekündigt, habe ich keine gefunden (oder ich verstehe etwas anderes unter Animationen). Videos gibt es, allerdings teilweise einfach schlecht gemacht – einige wirken wir zufällig ausgewählte Youtube-Videos. Zum Beispiel gibt es ein Mädchen, dass einen Wasserkocher vor sich auf dem Tisch stehenimg_2215 hat, dessen Wasser sie in eine Glasschüssel gießt. dann stellt sie ein weiteres Gefäß rein und darauf eine Schüssel mit Eiswürfeln. Dann sieht man ihr zu, wie sie fast eine Minute wartet … und kaum etwas passiert. Eigentlich heißt das Video: Wie entsteht eine Wolke. hm. Gesprochen wird nicht. In einem weiteren Video mit dem Titel „Wie entsteht eigentlich Wind?“ steht eine Kerze auf dem Tisch, das Mädchen pustet einen Luftballon auf und lässt mit der Luft aus dem Luftballon die Kerze ausblasen. hm. Ganz ehrlich: als Geographielehrer mit Referendariat hat man eine Menge solcher Experimente, die zudem auch noch funktionieren und einleuchtender sind gelernt und setzt diese je nach Gegebenheiten auch ein. Aber dieses Videos sind langweilig und die Übertragung auf die Atmosphäre ist mehr als rätselhaft. Insgesamt sind wir mit dem Wikis um einiges weiter, nur dass sie eben nicht direkt zum Schulbuch passen, sondern man erst zwei, drei Klicks mehr machen muss. Meinen Schülern stelle ich z.B. nach und nach im Laufe des Schuljahres interaktive Übungen und auch mal ein Video zum Üben auf die Wikiseite. Ich könnte das noch nach Seiten zum Schulbuch ordnen und in eine App packen und es wäre hilfreicher. Generell ist mir nicht so ganz klar, wer eigentlich die Zielgruppe des App ist: meine Schüler? ich als Lehrer? Ich als Lehrer, der den Schülern auf einem mobilen Endgerät die App zugänglich mache?

Um meine Enttäuschung noch etwas zu verdeutlichen: hier eine einfache Seite über das Herz oder ein Pferderennen zum Lymphsystemimg_2214 – so etwas für Geographie herzustellen (s.o.) sollte doch für einen Verlag nicht so schwierig sein – oder mangelt es an Ideen?

Ein häufiges Bild ist übrigens das … die App braucht oft einige Zeit, bis sie startklar ist, bis sie mir die Übungen anzeigt oder die Lösungen prüft, etc.

Nun stelle ich mir noch einen Lehrer vor, der vom KuMi hört, er solle „Digitale Bildung“ betreiben und diese App als Standard nimmt…. Ich bin enttäuscht, einfach nur enttäuscht.

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2015 in Bildern

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01-15Das Jahr 2015 in Bildern 🙂 Natürlich schreibe ich auch etwas dazu. Dieser Rückblick ist von etwas privaterer Natur als der Rückblick auf die geleistete Arbeit.

Der Januar begann an der Ostsee, mit K3 noch im Bauch.

 

Im Februar wurde K3 geboren und meiner neu entstandenen Sketchnote-Liebe folgend zeichnete ich die wesentlichen Daten auf ein Plakat, legte K3 in die Mitte und schoss ein Foto. Dieses wurde als Karte an Verwandte und Bekannte geschickt um ihnen die freudige Nachricht zu übermitteln. Bei all den CTG-Terminen sah ich mich verschiedensten Geburtskarten gegenüber und der Wunsch in mir wuchs, eine andere Art zu gestalten ;).02b-15

Im März freuten wir uns auf den Frühling. Bis Anfang März lag fast durchgehend Schnee. Ein wahrlich winterlicher Winter. 03-15

Der April führte uns in die alte Heimat – und gleich mal in den IKEA. (Nur Kleinigkeiten gekauft, klar, oder?)04-15

Mit K3 im Tragetuch ging es außerdem auf die Bastei (durch die Schwedenlöcher) um der Elbe beim Mäandrieren zuzuschauen. Was für ein toller Blick aufs Elbsandsteingebirge!04b-15

 

 

 

 

 

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Im Mai nahm ich an Frau Hölles Sketchnote-Challenge teil. 30 kleine Bildchen entstanden. Zwischenzeitlich zeichnete ich auch manchmal ganze Tageszusammenfassungen.

 

 

06-15Im Juni besuchten wir den Büchermarkt im Schloss zu Kirchberg. Jedes Jahr ein Vergnügen. 06c-15

Außerdem fuhr ich allein mit den Kindern in den Pfingstferien ein paar Tage an den Kaiserstuhl. Ich zeichnete einen Urlaubsplan, nach der Anregung in Mike Rohdes Sketchnote-Buch. Weil hier drumrum zu viel privates stand, hier nur der mittlere Kasten. Der Sommer brachte uns auch Erdbeeren im Schokofondue. Was für eine Schlemmerei!06b-15

Juli: K2 wurde 8. Kindergeburtstag incl. Schatzsuche. 07-15

August: K1 wurde 11. Kindergeburtstag incl. Nachtwanderungsschatzsuche und Übernachtung im Zelt. 08-15

Im September fuhren wir alle auf einen Ponyhof in Ostfriesland und auf dem Rückweg noch bei Freunden am Steinhuder Meer vorbei. Hier wieder ein Teil unserer Urlaubs-Sketchnotes. Wir zeichneten außerdem jeden Tag jeder eine Sketchnote vom Tag in ein A4-Ringbuch (quer), jeder auf einer halben Seite. Dann blieben einige Seiten frei auf die ich später Fotos klebte. So schnell hatte ich noch nie ein Urlaubsbuch fertig!
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Bei unserem Besuch in Ostfriesland machten wir einen Abstecher nach Langeoog und trafen @frandevol 🙂 Schön, Twitterer in echt zu treffen! Am Steinhuder Meer besuchten wir dann auch noch die Dinos09c-15

Der Oktober brachte eine tolle Cachertour und eine Veröffentlichung.10-15 10b-15

 

 

 

 

 

Ende Oktober/ Anfang November fand das ZUM-Mitgliedertreffen statt. Immer wieder ein Erlebnis!

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11-15Die Elternzeit brachte es mit sich, dass der Adventskalender für K1&2 schon eine Woche vor dem 1. Dezember fertig war. Keine Nacht- und Nebel-Aktion wie sonst 😉

 

 

 

12b-15Dezember: Das 1. Weihnachten für K3. Wir feierten nicht wie sonst in der alten Heimat, sondern in der neuen.Anschließend ging es noch an die Wirkungsstätte von Alfred Wegener (wahrscheinlich finden das nur Geographielehrer spannend ;)). Mit Sightseeing und so. Marburg. 12c-15 12-15

Liebe Blogleser und Kommentatoren, ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr 2016. Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren 🙂

früher:

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Mein Bücherregal

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Dies ist ein Beitrag zur Blogparade „Mein Bücherregal“ vom minimamuse-Blog. Ich weiß, ich bin damit zu spät, aber egal 😉

Als erstes ein Blick ins Bücherregal: nicht erschrecken:

Regal 001

Ja, ich habe meine Bücher nach Farben sortiert. Es ist ein Versuch. Bis letzte Woche waren sie nach Autor und etwas nach Genre (Märchen, Romane, Gedichte, etc.) sortiert. Mir gefiel es nicht mehr und ich wusste nicht, wohin ich neue Bücher ordnen soll. Wenn ein Autor z.B. ein Kinderbuch geschrieben hatte UND Romane hatte ich schon ein Sortierproblem. Also ordnete ich neu und entschied mich für für die farbliche Variante. Ich bin gespannt, wie lange es dabei bleibt. (Ganz rechts im Bild in wüster Unordnung die Bücher in A4-Größe, die mir sonst immer den Regalplatz sprengten) Kinderbücher, Geographie-Bücher im weitesten Sinne (also auch Stadtführer, etc.), Fotoalben, Gartenbücher, Spiele und Kochbücher sind jeweils in einem extra Fach gemeinsam. Ein Großteil der Bücher ist in diesem Regal (3 breite Billys nebeneinander), etwa 30% (grobe Schätzung) sind z.T. in andere Regale ausgelagert.

Hier sehen wir noch die Philosophie-Abteilung. Nur der Nietzsche hat sich in den Farbverlauf geschlichen, weil die Höhe der Regalböden gerade dafür gereicht hat. Philosophen sind grob nach Zeit geordnet, Einführungs- und Überblickbücher stehen zusammen, ebenso Bereichsethiken und spezielle Philosophiebücher. Es ist noch etwas Platz…

Regal 002

 

Schulbücher und Verwandtes stehen logischerweise im Arbeitszimmer, die hier fotografierten Regale befinden sich im Wohn-Ess-Spiel-Lebensraum, genannt „Giraffensaal“. Davor steht ein gemütliches Sofa, das zum Lesen einlädt 🙂 Bücher aussortieren und weggeben kann ich nur schwer. Dafür leihe ich mir öfter Bücher aus und kaufe nicht jedes. Mein Blog ist dabei eine gute Gedankenstütze, was ich gelesen habe. (Wobei ich es auch nicht immer schaffe, etwas drüber zu schreiben.) Ich lese gern analoge Bücher (und mache Anmerkungen dran) und ich schaue auch gern in bereits gelesene Bücher nochmal rein. Ich merke, wie ich mich z.B. bei Romanen immer wieder in die beschriebenen Geschichten voll reinziehen lasse. Oft verleihe ich auch Bücher und sehe sie dann nie wieder. Das finde ich (außer bei Philosophiebüchern!!!) gar nicht so schlimm, nur bei manchen fällt es mir später wieder ein.

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Teekesselchen – Fotoprojekt

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Während einer langweiligen Autofahrt spielten wir das Spiel #Teekesselchen suchen. Teekesselchen sind Worte, die mehrere, komplett unterschiedliche Bedeutungen haben. Das Spiel hat sich irgendwie verselbständigt. Wir halten immer mal in Gesprächen inne, um zu sagen „Ich habe ein Teekesselchen!“ – alle denken über die zuletzt gesprochenen Sätze nach und stimmen zu oder streiten über die unterschiedlichen Bedeutungen.
Nun habe ich angefangen, die Teekesselchen zu fotografieren. Das ist gar nicht so einfach, denn viele beziehen sich auf Verben, saisonale oder abstrakte Dinge. Zum Beispiel hat der Fußballschuh unten dran Stollen, aber wo bekomme ich denn jetzt einen Dresdner Christstollen her? Ein Bergwerk ist auch nicht in der Nähe…. (Ich habe schon den Ehrgeiz, die Begriffe selbst zu fotografieren)
Aber: immerhin drei habe ich schon fotografiert. Erkennt ihr sie?

(Ich habe auch noch mehr Ideen und bald auch noch Gelegenheit für mehr #Teekesselchenfotos)

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Wochenende!

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@herrlarbig hatte es am Montag bereits festgehalten:

Die Arbeitswoche ist so losgegangen, als müsste alles bis Mittwoch erledigt sein, weil dann Wochenende ist. Und der Kalender sagt: So ist’s.

(Link zum Tweet)
Genau so ging es mir diese Woche auch. Alles musste bis Mittwoch erledigt werden, terminlich besonders dringend waren die Themenabsprachen für die Präsentationsprüfungen. Nun ist aber alles weitgehend in trockenen Tüchern und wir starten ins Wochenende. (Den unterrichtsfreien, beweglichen Ferientag heute verbrachte ich mit Abi-Zweitkorrekturen.)

Schönes ….!

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Halle / Saale

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Das Bild, welches ich von Halle im Kopf habe, ist folgendes:

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und im Detail hier nochmal der Balkon:

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In Halle gibt es auch andere, schönere Ecken (die ich natürlich nicht fotografiert habe #merde): sanierte Gründerzeithäuserreihen, enge, verwinkelte Gassen, interessante Gebäude, allerdings eben auch die typische sozialistische, inzwischen heruntergekommene Einheitsarchitektur.

Empfehlenswert ist übrigens das Händel-Museum. Es ist in Händels Geburtshaus untergebracht und bietet allerlei gut aufbereitete Informationen über ihn und sein Wirken in Halle, dazu noch eine Instrumentenausstellung. Ich persönlich fand die Abteilung „Händel und Politik“ interessant – es wurde gezeigt, in welchem Kontext und warum Händels Werke in der Gegenwart eingesetzt werden um Macht zu demonstrieren.

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Wenn man schon mal in Halle ist, kommt man an Halloren, der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands, nicht vorbei. Im Schokoladenmuseum waren wir zwar nicht, aber im Galeriecafé. Es bietet eine ganze Wand mit Büchern rund um Schokolade, die man bei Kaffee und Kuchen durchstöbern kann. (Der Fabrikverkauf bietet selbstverständlich viele Leckereien.)

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Grünzeug

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Neulich habe ich im Internet auf einer von diesen Lifestylebloggerseiten (seit wann sind die so zahlreich? Diese Entwicklung ist völlig an mir vorbei gegangen.) gelesen, dass ein großer Trend für 2013 Grünpflanzen in der Wohnung zu sein scheint. Dabei stellten sich mir spontan zwei Fragen: wer dekoriert jedes Jahr nach den neuesten Trends seine Wohnung komplett um? Was passiert mit den Grünpflanzen, wenn sie nächstes Jahr wieder „out“ sind?
Ich mag Grünpflanzen, und um ehrlich zu sein habe ich nicht mitbekommen, dass ich damit altmodisch bin. Wohl auch deshalb, weil mir bis dahin gar nicht bewusst war, dass es einen Modetrend für Wohnungen gibt. Egal wie, meine Pflanzen behalte ich. Erstaunlicherweise gedeihen sie ganz gut.

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gelesen: Max Frisch – Homo Faber

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„Ihre Vermutung, ich sei traurig, weil allein, verstimmte mich. Ich bin gewohnt, allein zu reisen. Ich lebe, wie jeder wirkliche Mann, in meiner Arbeit. Im Gegenteil, ich will es nicht anders und schätze mich glücklich, allein zu wohnen, meines Erachtens der einzigmögliche Zustand für Männer, ich genieße es, allein zu erwachen, kein Wort sprechen zu müssen. Wo ist die Frau, die das begreift? Schon die Frage, wie ich geschlafen habe, verdrießt mich, weil ich in Gedanken schon weiter bin, gewohnt, voraus zu planen. Zärtlichkeiten am Abend, ja, aber Zärtlichkeiten am Morgen sind mri unerträglich, und mehr als drei oder vier Tage zusammen mit einer Frau war für mich, offen gestanden, stets der Anfang der Heuchelei, Gefühle am Morgen, das erträgt kein Mann. Dann lieber Geschirr waschen!“

#großartigesZitat

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