Categotry Archives: Gedanken

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#COER13 – Startwoche

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Ich nehme aktuell teil am #Coer13, einem offenen Kurs (MOOC) zum Thema OpenEducationalRessources (OER). In der ersten Woche geht es um die Sondierung der Lage, um Teilnahmebedingungen (es gibt keine), um Voraussetzungen für Leistungsnachweise (ich brauche keine) und mit welchen Plattformen gearbeitet wird (Forum, Twitter, Blogs, die Kursseite).

In der ersten Woche ist die Motivation bekanntlich am größten, deshalb gleich mein erster Blogbeitrag 😉

was ich diese Woche im Rahmen des COER13 getan habe:

  • Ich habe das Programm für diese Woche gelesen und die letzten beiden Videos mir angeschaut (was OER sind und wie die CC-Lizenz zusammengesetzt ist, weiß ich). Das Vorstellungsvideo fand ich zu lang, da war ich versucht zwischendrin abzuschalten. Via Twitter habe ich mich vorgestellt:

  • Ich versuchte, an der Live-Veranstaltung mit Adobe Connect teilzunehmen, nach etwa 20 Minuten habe ich leider aufgeben müssen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass das was ich gehört habe, nicht so interessant war. Es wurden die Badges erklärt und wie man im Forum arbeitet. Ich nehme an, dass ich die Aufzeichnung nicht noch anschauen werde.
  • Nach der Idee von Birgit Lachner habe ich am Dienstag auch einen Aushang im Lehrerzimmer gemacht. Die einzige, die mich bisher darauf ansprach (es aber vorher schon in meinem Twitterstream gesehen hatte) war die netzaffine Kunstlehrerin.
  • Ich las die überaus interessanten Blogartikel von Damian Duchamps: Auf den Punkt gebracht – Warum Lehrer OER nutzen (und erstellen) sollten sowie von Jörg Lohrer bei rpi-virtuell Die Evolution einer neuen Lernkultur im COER13, außerdem den Artikel Offene Bildungsressourcen: frei zurgänglich und einsetzbar von Sandra Schön und Martin Ebner
  • Außerdem habe ich in meinem Weblog die CC-Lizenz eingebunden und mich gefreut, dass die Aussagen zur Lizenz und OER im ZUM-Wiki ganz nach oben gesetzt wurden.
  • Im ZUM-Wiki haben wir inzwischen auch eine Seite zum #COER13. Dort gibt es auch einen Abschnitt, in dem sich ZUMler eintragen können, die am #COER13 teilnehmen, damit auch wir uns etwas besser vernetzen können.
  • In meinen Twittertools habe ich die Suche #COER13 gespeichert und sehr oft darin gelesen.

was ich diese Woche im Rahmen des COER13 gelernt habe:

  • Adobe Connect und meine Internetverbindung scheinen auf Kriegsfuß zu stehen. Der Ton war minutenlang nicht zu hören, danach nur abgehackt. 
  • OER sind im echten Leben / in der echten Schule bisher kein Thema. Das ist schade.
  • Die Menschen hinter #COER13 sind sehr engagiert.

was ich mir diese Woche im Rahmen des COER13 wünsche:

  • dass noch mehr Teilnehmer dem Aufruf folgen und sich vorstellen – sei es durch Twitter oder im Forum. Bisher habe ich nur wenige Lehrer im Beruf (schon gar nicht mit meinen Fächern) entdeckt.

(wird evtl. noch ergänzt)

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Klausur mit Hefter

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Im Fach Ethik geht es um vielerlei Kompetenzen. Es geht um Textrezeption (philosophische Texte) und Textproduktion, reflexive Urteilskompetenz, verschiedene Gesprächsformen, unterschiedliche Varianten des ethischen Argumentierens, kreativer und kritischer Medienumgang und so fort. Ich versuche, so viele wie möglich davon im Unterricht einzuüben. Die logische Konsequenz dessen ist, diese Fähigkeiten auch zu überprüfen. Manche eignen sich dafür mehr, andere weniger. Ein weiteres Hindernis sind die 3 Anforderungsbereiche, die abgedeckt werden wollen.
Um demnach meine Schüler nicht vor unlösbare Aufgaben zu stellen, bin ich dazu übergegangen, vor jeder Klausur anonym im Kursweblog abstimmen zu lassen, ob sie mit oder ohne Hefter geschrieben werden soll. Bei dieser Vorgehensweise können die Schüler den Umfang des Lernstoffs abschätzen und danach entscheiden.
Für den Hefter spricht:

  • kein Auswendiglernen, was nach der Klausur sowieso wieder vergessen wird
  • Die Schüler können ihre Fähigkeiten besser zeigen
  • Die Vorbereitung besteht darin, seinen Hefter durchzusehen, zu ordnen, evtl. eine Zusammenfassung schreiben, auf Vollständigkeit prüfen, wichtiges von unwichtigem trennen, etc.
  • die Verwendung des Hefters verleiht eine gewisse Sicherheit
  • nicht zu unterschätzen ist, dass die Klausuraufsicht für mich entspannter verläuft 😉

Ohne Hefter zu schreiben hat den Vorteil, dass ein Grundsockel an Punkten durch reines Auswendiglernen zu schaffen ist. Weil dafür schon entsprechend Zeit veranschlagt werden muss, bleibt weniger Raum um die Anforderungsbereiche 2&3 abzudecken.

Meine Erfahrungen damit sind sehr unterschiedlich. Im einen Ethikkurs entscheidet sich seit Anfang an die Mehrheit für die Hefterklausur, im anderen Kurs wurde bisher ohne Hefter geschrieben. Vom Durchschnitt her sind die Klausurergebnisse vergleichbar.

In den letzten Wochen hatte ich im Kursraum einen Aushang mit beiden Klausuren und den entsprechenden Vorteilen gemacht, um die Unterschiede zu verdeutlichen. Ich bin gespannt, ob die Abstimmungen bei den nächsten Klausuren anders ausfallen.

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(Dieser Blogartikel wurde notwendig aufgrund eines Tweets von Andreas Kalt und dem daran anschließenden Erfahrungsaustausch.)

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Das Jahr 2012 in Bildern

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Januar 

Winter am Meer, immer wieder toll. #Büsum

1

Februar

Fasching in der neuen Wahlheimat. Da blüht die Stadt auf. 2

März3

April

Hessigheimer Felsengärten
4

Mai

Münster in Ulm. Ich war nur bis zu dieser Aussicht. Gotische Architektur ist gut gegen Wohlfühlgefühl.5

Juni

Projekttage in der Schule. Ich habe filzen angeleitet.6

Juli

K2 ist schon 5

7

August

Kindergeburtstagsparty K1 (8)8

September

Folklorum in Einsiedel9

Oktober

Herbst-Bastelei aus Fundstücken10

November

Adventskalender11

Dezember

Orte mit vielen Erinnerungen #Heimat
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“Wie kommt man nur dazu, Philosophie zu studieren?”

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(dieser Blogbeitrag ist ursprünglich im Weblog für meinen Ethikkurs erschienen)

Diese Frage bekam ich am vergangenen Donnerstag angesichts eines, zugegebenermaßen recht langen, Mill-Textes. Ich habe noch einmal über diese Frage nachgedacht und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass sie -aus meiner Perspektive- falsch herum gestellt ist. Für mich stellt sich nicht die Frage, wie man DAS studieren kann (mit genau der Entrüstung in der Stimme), sondern wie man es nicht kann. Ich meine damit nicht zwangsläufig das Studium, sondern eine Art “philosophischen Blick” auf die Dinge zu haben – wie kann man als Mensch Mensch sein ohne sich darüber (planvoll) Gedanken zu machen, woher man kommt, wie Entscheidungen zustande kommen, seine eigenen Ziele und Handlungsoptionen zu reflektieren, die Entscheidungen sowie Antworten von anderen zu hinterfragen, etc.

Für mich ergab sich daraus gegen Ende meiner Schulzeit die logische Schlussfolgerung, Philosophie zu studieren und mich damit zu beschäftigen, was andere vorher gedacht haben, wie diese Gedanken zustande kamen, welche Folgen sie haben. Das Studium ist keine zwangsläufige Folge, die ein “philosophischer Blick” mit sich bringt, für mich hingegen, war es damals (und auch heute noch) die einzig richtige Entscheidung. Da ich mir das Berufsbild eines Philosophen nur schwer vorstellen konnte und ich zudem auch noch ganz gern unterrichtet hätte, habe ich Philosophie und Ethik auf Lehramt studiert. Die Unterschiede im Studium von Lehramt und Philosophie/Magister im Hauptfach (entspricht, glaube ich, dem heutigen Masterstudium) waren minimal, sodass ich genau das gefunden hatte, was ich wollte. Die langen, schwierigen Texte haben mich übrigens nie abgeschreckt – im Gegenteil! Ich wollte ja gerade mich in Texte hineindenken, die Gedanken nachvollziehen, mit anderen darüber diskutieren – und sei es nur über einen Nebensatz oder eine Fußnote und was der Autor damit gemeint hat bzw. welche Folgen das für die gesamte Theorie hat.

Die Fragen, die ein “philosophische Blick” aufwirft, sind bei mir während des Studiums im Detailreichtum und der Vielfalt aller gelesenen Gedanken in den Hintergrund gerückt. Erst seit ich unterrichte, begegnen sie mir verstärkt wieder – in den Fragen meiner Schüler (und den Fragen meiner eigenen Kinder). Dann merke ich, wie richtig die Entscheidung für mich war, Lehrerin zu werden (-: Nach und nach aber drängten sich diese existentiellen Fragen auch bei mir wieder auf und ich beobachte, wie viel ich durch das Philosophiestudium dazu gewonnen habe. Nicht nur, dass die Fragen sich wiederholen – ich habe eine Fülle von Antworten und weiterführenden Fragen im Kopf.

Ich hoffe, ich kann euch so einen Blick ein Stück weit mitgeben – indem ich euch Anlässe gebe, kurz Distanz zur aktuellen Situation einzunehmen und darüber nachzudenken, Fragen zu formulieren, Antworten gemeinsam im Gespräch oder allein zu finden und diese zu reflektieren.

(Ich hoffe, ich habe die Frage nun hinreichend beantwortet, auch wenn ich weiß, dass sie nicht ganz so ernst gemeint war, wie ich sie nun beantwortet habe.)

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35

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(Rolf Dobelli: Fünfunddreißig. Eine MidlifeStory)

Ein ganzes Buch voll von Erinnerungsfetzen, Vereinfachungen, Erkenntnissen, gemischt mit phänomenologischen Analysen eines verregneten Nachmittags/Abends auf einer Parkbank am Züricher See. Alles nur gedacht vom Protagonisten Gehrer. Ich bin (noch) keine 35, aber in einigen Gedanken fand ich mich doch auch schon wieder…

Hier noch ein Absatz zu Gedanken:

„Alles Denken hilflos. Statt dessen Wiederkäuen von Schon-Gedachtem. Fetzen von Schon-Gehofftem, Schon-Erlebtem. Kaleidoskopische Langeweile auch ohne Symmetrie. Amorphes Denken, richtungslos und öd. Warum Denken, wenn es zu keinen neuen Einsichten führt? Manchmal die bange Frage, wer es ist, der da denkt, wenn er denkt.“

Der Autor, so habe ich gelesen, soll sich an Max Frisch orientieren. Hier noch mehr seiner Bücher.

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Filter, digitale Bevormundung, etc.

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Stefan Schmitt schreibt auf ZEIT-online in seinem Artikel „automatisch vorsortiert“ über die digitale Bevormundung (was für ein schöner Ausdruck!) durch Google und Facebook. Er zeigt, welche Auswirkungen heutzutage Filter haben und wie diese eingesetzt werden. Dass es bei personalisierter Werbung funktioniert, ist bekannt. Dass es aber auch bei einfachen Google-Suchanfragen greift, hatte ich bisher nur geahnt. An einem Beispiel macht er das deutlich: er lässt Kant, Nietzsche und Foucault googlen. Erst suchen sie nach Teilen aus ihren jeweiligen Werken und dann nach alltäglichen Begriffen – die Suchergebnisse sind, da ja unterschiedliche Interessen vorhanden sind – verschieden. Daraus ergibt sich für Schmitt eine logische Konsequenz: wir werden in unserer Freiheit beschnitten: Das Internet wirft uns nur das zurück, was wir auch sehen wollen – wie ein Spiegel.

Cass Sunstein schrieb: »Unerwartete Begegnungen mit fremden, ja irritierenden Themen und Meinungen sind zentral für die Demokratie und die Freiheit selbst.«

Bei diesem Zusammenhang, der logisch folgt, drängt sich mir ein Gedanke auf: ist das eine Herausforderung, die Schule annehmen sollte? Mit neuen Ideen, unerwarteten Zusammenhängen konfrontieren, für Verblüffungen und Horizonterweiterungen sorgen? Das fände ich ganz spannend…

Und natürlich folgt am Ende wieder der Ruf nach einer Medien-/Technikethik: „Das würde bedeuten: Wer filtert, muss es transparent machen. Wer Relevanz definiert, muss es erläutern. Wer weglässt, muss darauf hinweisen.“

Uns erwartet eine spannende Zeit!

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Empört euch!

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Letzte Woche las ich in knapp einer Stunde das Buch „Empört euch!“ von Stéphane Hessel, einem Mitautor der Deklaration der Menschenrechte. Den Tipp dies zu tun entnahm ich einem sehr langen Weblogeintrag von @zellmi über das Buch.

Ich habe an einige Stellen des Buches „gut zitierfähig“ drangeschrieben. Zumindest eine Stelle werde ich abtippen:

„Ich wünsche allen, jedem Einzelnen von euch einen Grund zur Empörung. Das ist kostbar. Wenn man sich über etwas empört, wie mich der Naziwahn empört hat, wird man aktiv, stark und engagiert. Man verbindet sich mit dem Strom der Geschichte, und der große Strom der Geschichte nimmt seinen Lauf dank dem Engagement der Vielen – zu mehr Gerechtigkeit und Freiheit, wenn auch nicht zur schrankenlosen Freiheit des Fuchses im Hühnerstall.“

Dieses Buch fasst relativ kurz zusammen, was in unserer Welt schief läuft und auf fast jeder Seite wird klar, das und was sich ändern sollte/muss. Für mich stellte sich die Frage, ob wir, meine Generation oder meine Kinder, die nächste Generation, je diese Probleme lösen können. Wichtig sind in jedem Fall neue Ideen, neue Wege. Ich habe für mich entschieden, dass ich meine Schüler (und auch meine Kinder) auf Missstände aufmerksam mache und ev. Alternativen zeige – eine andere Welt ist möglich, die Augen davor zu verschließen halte ich für grundsätzlich falsch.

Am liebsten möchte ich meinen Schülern zurufen: Empört euch!

 

(Anmerkung: übrigens sehr viele Verweise auf französische Existentialisten im Buch)

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neues Projekt: Papierreduktion in der Schultasche

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Ich habe mir folgendes überlegt: Wir leben in einer Wissens- und Informationsgesellschaft. Da müsst es doch möglich sein, die Papierstapel, die ich regelmäßig mit mir rumtrage (zur Schule und zurück sowie innerhalb der Schule) zu reduzieren. Von den umweltschützerischen Gründen einmal ganz abgesehen. (ok, ich verbrauche Strom, aber der ist immerhin von Lichtblick 😉 )

Um die Sache etwas organisiert anzugehen, dachte ich nach, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten:

  1. Links im Internet zu ähnlichen Projekten suchen und aus deren Erfahrungen lernen (nützliche Tools, etc.)
  2. meine Schüler darauf hinweisen, mir ihre Arbeitsergebnisse (Essays, etc.) lieber per Mail zu schicken, statt extra auszudrucken bzw. Arbeitsergebnisse direkt online erbringen lassen
  3. ein kleines, leichtes, handliches Notebook kaufen, welches ich problemlos mit mir rumtragen kann
  4. eine Methode finden, meine Unterrichtsvorbereitung sinnvoll und logisch strukturiert im Computer abzulegen (und diese dann auch nutzen)
  5. eine sinnvolle Ordnerstruktur anlegen für zusätzliche Dokumente bzgl. Schule / nützliche Tools einsetzen

Nun arbeite ich schon seit etwa Mitte des letzten Schuljahres daran und bin schon in einem fortgeschritteneren Stadium. Ich gehe mal die einzelnen Punkte durch und schreibe kurz was dazu.

1. Links im Internet zu ähnlichen Projekten suchen und aus deren Erfahrungen lernen: Ich habe festgestellt, dass das A und O sinnvolle Tools sind, sowie eine an den jeweiligen Nutzer angepasste Ablagestruktur. Ein Problem ergab sich beim Sichten der Links allerdings: ich nutze Windows. Das sollte allerdings kein Hinderungsgrund sein, finde ich. (dazu später mehr, erstmal die Links)

2. meine Schüler darauf hinweisen, mir ihre Arbeitsergebnisse (Essays, etc.) lieber per Mail zu schicken, statt extra auszudrucken bzw. Arbeitsergebnisse direkt online erbringen lassen: Das funktioniert ganz gut: etwa die Hälfte der Schüler schicken mir ihre Texte bereits digital zu (mein Problem der letzten Zeit: kein Internet – ist da seeeehr hinderlich!). Die Online-Arbeit (#ethik13: Weblog, #ethikK1: Wiki) verläuft sehr unterschiedlich. Das wäre einen eigenen Blogbeitrag wert.

3. ein kleines, leichtes, handliches Notebook kaufen, welches ich problemlos mit mir rumtragen kann: yeah 🙂

4. eine Methode finden, meine Unterrichtsvorbereitung sinnvoll und logisch strukturiert im Computer abzulegen (und diese dann auch nutzen): Ich nutze OneNote. Ich habe dort Notizbücher für jede Klasse/Kurs (ok, erstmal nur für die Ethikgruppen, Erdkunde folgt) angelegt, da die meisten Themen an eine bestimmte Klassenstufe gebunden sind. Also hab ich eins für Ethik9, eins für Ethik10 und eins für die Oberstufe (zusammengefasst, da ich die Reihenfolge der Themen innerhalb der zwei Schuljahre variiere). Innerhalb der Notizbücher habe ich für jedes Thema einen eigenen Abschnitt und in diesem Abschnitt eigene Seiten für die unterschiedlichen Unterthemen. Diese Unterthemen beinhalten meist die Planung für eine oder zwei Doppelstunden, bei größeren Projekten auch entsprechend längere Zeitabschnitte. Wie gesagt: darin plane ich meine Stundenabläufe, lege mir das entsprechende Material daneben ab. Darunter folgt dann ohne grobe Sortierung weiteres gutes Material (hier liegt das Augenmerk auf gut (!), also solches welches ich direkt oder mit kleinen Abwandlungen auch im Unterricht einsetzen könnte. (Dokumente, Podcasts, Links, Kurzfilme, …)

In meiner aktuellen Planung überschneiden sich die Themen der beiden Oberstufenkurse bereits und ich stelle erfreut fest, dass diese Art der Ablage und Dokumentation für mich sehr sinnvoll ist. Ich habe einen Pool von gut sortiertem Material (Was ich auch relativ schnell finde) und kann meine Kommentare direkt dazu schreiben. Außerdem kann ich für mich eine gewisse Flexibilität erzeugen: wenn eine Unterrichtsstunde durch Schülerbeiträge eine überraschende Wende nimmt, kann ich spontan mit weiterführendem Material darauf reagieren (und dieses für mich auch dokumentieren). – letzteres zumindest theoretisch, das muss ich erst noch ausprobieren.

Als ein Problem im letzten Schuljahr hat sich herausgestellt, dass ich mich manchmal wirklich zwingen muss, meinen Unterricht digital zu planen. Es ist viel einfacher, ein Blatt zu nehmen und den Ablauf kurz aufzuschreiben. Als Mittelweg habe ich für mich erstmal entschieden, die Stunden dann, wenn ich etwas mehr Zeit habe im Nachhinein kurz in Onenote festzuhalten – wirklich nur minimal, aber immerhin etwas auf das ich nächstes Jahr aufbauen kann.

5. eine sinnvolle Ordnerstruktur anlegen für zusätzliche Dokumente bzgl. Schule / weitere nützliche Tools: Wie bei Onenote auch, habe ich für jedes Fach einen Ordner, dieser ist nach Klassenstufen sortiert. Einzige Ausnahme sind hier die Philosophen. Texte/Materialien zu/von einzelnen Philosophen sind im Ordner „Philosophie“ gespeichert, da die Philosophen in verschiedenen Klassenstufen immer mal wieder auftauchen. In diesen Ordnern ist wahllos alles drin, was irgendwie zum Thema gehört. Wirklich sortiert/strukturiert wird es erst in Onenote.

Außerdem habe ich einen Ordner für das aktuelle Schuljahr in den eben aktuell notwendige Sachen kommen: Einladungen zu Elternabenden, Gesprächsnotizen, Fotos von einzelnen Klassen, etc. Diesen Ordner „miste“ ich am Ende des Schuljahres aus und lösche die nicht mehr benötigten Dateien.

Weitere Tools, die ich benutze: die Notenbox für die Notenübersicht, außerdem die Dropbox um am Schulrechner Zugriff auf meine Arbeitsblätter/Texte zu haben und diese auszudrucken, sowie die Onenote-Ordner auf meinen beiden Computern zu synchronisieren.

Soweit die Vorarbeit. Ab nächster Woche werde ich meinen Versuch in der Praxis starten und hoffentlich meine Papierstapel in meiner Tasche reduzieren.

Papier, was ich so schnell nicht umgehen kann:

  • meinen Kalender – ich habe zwar den Lightning im Thunderbird, aber mein echter Kalender bietet doch mehr Überblick, vielleicht finde ich dazu auch noch eine Lösung
  • Lehrbücher – einige Klassen (die Erdkundeklassen sowie #ethikK1) haben ein Lehrbuch, was ich natürlich auch mitnehmen muss, wenn ich es im Unterricht verwenden will
  • die Zettel, die ich in der Schule in meinem Fach liegen habe: Infos von anderen Lehrern/von der Schulleitung oder aus dem Sekretariat – ich versuch die aber in der Schule zu lassen.
  • einige Arbeitsmaterialien von Verlagen sind nicht digital verfügbar, diese trage ich auch mit mir rum
  • Klassenarbeiten / Tests werden auf Papier bleiben
  • Arbeitsmaterialien für die Schüler: Kopien auf denen sie markieren können, Folien für den Projektor, Materialien zur Erarbeitung

Ich versuche die vermeidbaren Papiere nach und nach zu reduzieren, mal sehen wie das klappt.

Um es noch einmal klar zu stellen: ich mag den haptischen Eindruck von Papier, ich mag verschiedene Farben und Strukturen auf Papier – da wir aber die Möglichkeit haben, viel Papier zu nutzen (auszudrucken, zu kopieren oder einfach nur vollzuschreiben) tun wir es auch. Das ist in den meisten Fällen völlige Verschwendung und überflüssig. Ich versuche dem nun etwas entgegen zu wirken und Papier wirklich bewusst einzusetzen und zu nutzen.

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