Categotry Archives: Gedanken

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Sozialisationsinstanzen

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Mein Sohn, zieh dein Grinsen aus, lass uns kämpfen wie Männer

Manchmal denke ich, ich hätte Gundemann gern eher kennen gelernt. Aber dann ist es mir wieder, als hätte er bzw. seine Musik mich schon über weite Teile meines Lebens begleitet, ohne dass ich es wußte. Seltsam und auch schön. Ich denke oft an einzelne Lieder/Texte.
Letzte Woche jährte sich übrigens sein 10. Todestag. Aber, wissen Sie, immer wieder wächst das Gras…

(und jetzt geh ich in mein Kämmerlein und knieper für mich allein)

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Die Konjunktur der Ängste

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nsere Risikowahrnehmung unterliegt starken Schwankungen. Waldsterben und Vogelgrippe sind out, jetzt reden alle über Klimawandel und die Gefahren der Ernährung. Eine Analyse des Wechselspiels zwischen Wissenschaft, Medien, Politik und unserem kollektiven Bauchgefühl

Ich habe mich neulich auch gefragt, was wohl aus der Vogelgrippe geworden ist. Von wegen Pandemie und so… interessanter Artikel jedenfalls aus dem das obige Zitat stammt, in der ZEIT

Risikosoziologin klingt auch nach einem aufregenden Job 😉

und noch ein Zitat aus dem Artikel – die These lautet: wir ängstigen uns immer vor den falschen Sachen

Die Vertreter dieser These rechnen uns genüsslich vor, dass, statistisch gesehen, eine Flugreise ungefährlicher sei als die Taxifahrt zum Flughafen. Oder dass pro Jahr nur zehn Unglückliche einem Hai zum Opfer fallen, aber 14000 Menschen durch Bienen- oder Wespenstiche ums Leben kommen. Und wovor ängstigen wir uns? Vor Flugzeugabstürzen und Haiattacken!

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Geschichte der Brille

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Ende des 13. Jahrhunderts gab es die ersten Brillen. Das und noch viel mehr weiß die Seite Geschichte der Brille, leider mit sehr unaktuellem Weblog.

Neulich sagte eine Frau, die mich oft sieht, zu mir: „oh, eine neue Frisur, die Haare sind ja jetzt ganz kurz“, ich sagte „ehrlich gesagt, sind die Haare schon ganz schön lang wieder, ich habe sie sonst kürzer“. Betretenes Schweigen.

Hinterher ist mir eingefallen, was so anders war: eine neue, randlose Brille.

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schlecht geplant

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Liebe Natur,

du hast doch sonst alles so gut durchdacht, zum Beispiel dass man mehr auf sich und sein Bauchgefühl hört, wenn man Mutter ist/wird oder dass die Marienkäfer so schön rot sind, damit jeder Vogel gleich von weitem sieht, dass sie giftig sind. Oder das man manchmal denkt, es geht nix mehr und dann öffnet sich woanders eine Tür. Oder auch das bei einem menschlichen Körper alles was doppelt ist, außen rum an der Seite und alles was nur einmal da ist, in der Mitte angeordnet ist. All das und noch viel mehr könnte ich aufzählen, sind gute Beispiele dafür, dass du dir echt was denkst bei der Planung von alle dem.

Aber das Mütter krank werden – das dürfte echt nicht sein!

aber echt.

mit besten Grüßen

ma.y

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vorläufiger Plan

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neulich im Traum:

Ich denke über den Sommer nach und über die Hitze. Mit einem Mal wird mir schlagartig die Lösung des Problems klar: wir passen uns an. Im Mittelmeerraum sind solche Temperaturen normal, also schauen wir uns dort was ab. Am Besten beginnen wir mit der Siesta. Das gefällt mir.

Aber das ist noch nicht alles. Die Häuser. Ja, die Häuser sehen doch auch ganz anders aus. Also werden in sämtlichen mitteleuropäischen Städten alle Häuser abgerissen und nach mediterranen Vorbild wieder aufgebaut. Und wie ich da so in meinem Bett liege und darüber träumend nachdenke kommt mir in den Sinn, was wohl aus den alten Stadtkernen wird – denn die müssen ja auch abgerissen werden. Oder ob es da Übergangslösungen gibt? Und was machen wir mit Menschen, die sich weigern, ihr Haus abzureißen?? Darf die Frauenkirche in Dresden stehen bleiben oder wird die auch wieder abgerissen?

Ich wache mit dem Gefühl auf, einen tollen Plan zu haben, der aber noch etwas modiziert werden müsste.

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abhängig

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Ein Mitbewohner in der WG damals sagte mal „man soll sein Herz nicht so an materielle Dinge hängen“. Meist sagte er das, wenn etwas zerbrochen war: ein Glas, eine Lieblingstasse oder ien Teller. Gelegentlich brachte ich diesen Satz dann auch an, oder dachte ihn bei mir, wenn MIR etwas lieb gewonnenes zerbrach.

Heute dachte ich wieder oft an diesen Satz. Ich vermißte mein Portemonaie. Im Kopf rechnete ich mir schon die jeweiligen Trottelgebühren zusammen, die ich für die Neuerstellung sämtlicher Dokumente zahlen mußte. Ich haßte die übereifrige Postfrau, die mir mein bereits für gestern erwartetes Päckchen (PAKET!!) nur gegen Vorlage des Personalausweises geben wollte, usw.
Am Abend dann ging ich sogar nochmal den gestrigen Weg lang. Wo könnte es sein? Ich wollte gerade bloggen: Wo würden SIE ihr Portemonaie hinlegen, wenn sie nach Hause kommen??? Ich war mir nicht mal sicher, dass ich es gestern abend in der Wohnung noch hatte. Aber wenn man sowas draußen verliert, merkt man das doch, oder???

Ein letztes Mal suchte ich die Wohnung ab, diesmal allerdings nicht aus meiner Perspektive – denn all die Plätze, wo ICH es hinlegen würde, waren leer. Nein, ich krabbelte auf allen vieren … und siehe da: neben der Heizung UNTER einer lange nicht mehr benutzten Tasche lag es und wartete schon auf mich. Der Franz wars.

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5 Jahre Weblog

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Wie alles begann:
ich saß in der Bibliothek und schrieb eine von meinen fünf Hausarbeiten, die man eben so im Hauptstudium schreiben muss (und nicht erst im letzten Semester…) bzw. lernte für Prüfungen – von früh bis spät. Die Bibo-Kontakte waren soweit aufgebaut, dass immer jemand zum Mittagessen und zum Käffschen trinken da war, dazwischen wurde geschlummert gearbeitet. Bei der Recherche saß ich notwendigerweise an einem Computer, vorzugsweise einer mit Internet. Dabei las ich auch immer in Sophias Weblog (das es schon laaaange nicht mehr gibt, sonst wärs verlinkt, liebe Leute). Selbige hatte in DD studiert und ist dann über New York nach Berlin gezogen. Ich kommentierte fleißig und an einem trüben Tag im Oktober entschloss ich mich, selbst ein Weblog einzurichten. (Eine eigene Homepage hatte ich schon in den 90ern) Die ersten Schritte waren holprig, zumal es nur wenige Anbieter gab und ich mich natürlich für einen englischsprachigen entschieden hatte. Es wuchs und wurde mein treuer Begleiter. „Ich blog das“ bekam gelegentlich sogar Drohcharakter. Zwischenzeitlich wurde Gestricktes, Gefilztet, Geköcheltes und Gebackenes ausgelagert. Gefolgt von Cleos Weblog, welches ja in diesem Jahr Zuwachs bekam.
Mit Freuden blättere ich im Archiv :-), erinnere mich gern an Sätze wie „Das waren Kosten, die mußten nicht sein“ oder „Ich kauf mir morgen Zink“. Hach ja 🙂 5 Jahre (das ist manchen sein ganzes…).
Liebes Publikum, ich weiß, dass es euch tatsächlich noch gibt ;-), habet Dank für einige nette Kommentare, gelegentliche Diskussionen und für vorbildliche Zurückhaltung (das erspart mir ungemein Arbeit) 🙂 Ich freue mich, Sie bald wieder hier begrüßen zu dürfen.
(wir kommen hier von einer Feierei zur nächsten)

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