Categotry Archives: gelesen

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gelesen (noch im alten Jahr):

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Stinas Entscheidung von Marianne Fredriksson:

Es geht um eine Mutter, die mit ihren beiden Töchtern in Schweden lebt. Stina, die Mutter, wird von ihrem Mann geschlagen und vergewaltigt. Noch mit der älteren Tochter im Bauch löst sie sich von ihm durch die Hilfe einer fremden Frau, die eine ihrer engsten Vertrauten wird. Stina baut sich ihr eigenes Leben auf, doch als sie ihre Sachen aus der alten Wohnung abholen will, gerät sie wieder in die Fänge ihres Mannes. Nach einer erneuten Vergewaltigung bekommt sie ihre zweite Tochter. Ihr Mann, der sich als Psychopath mit traumatischen Kindheitserlebnissen herausstellt, kommt hinter Gittern. Einige Jahre später, die große Tochter ist bereits 6 Jahre alt, lebt er wieder auf freiem Fuß in den USA. Seine Schwester, zu der Stina ein sehr gutes Verhältnis hat, übernimmt die Verantwortung und so läßt sie ihre beiden Töchter ihren Vater besuchen. Die Ereignisse spitzen sich zu: auch die ältere Tochter wird eines seiner Opfer. An dieser Stelle des Buches ist man erst knapp über die Hälfte und fragt sich, was wohl noch alles kommen mag! Aber es wird weniger turbulent: es folgen schwierige Gespräche und Versuche, mit dem Kind über das Geschehene zu sprechen und ihr die Wut auf ihre Mutter auszureden.
Insgesamt ein Frauenbuch, schwierig vom Thema her, aber recht flott zu lesen.

(aus der Bibo)

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Martin Suter: Der Teufel von Mailand

Auf dem Einband hinten stand, es sei ein „page turner“ – also ein Buch, was man von vorn bis hinten einfach durchlesen MUSS… und was soll ich sagen: es stimmt 🙂 (auch wenn ich zwischenzeitlich schlecht geträumt habe, denn bei mir lagen ja doch einige Tage zwischen erster und letzter Seite)
Es geht um Sonia, die in einem neuen Hotel in einem Schweizer Bergdorf als Physiotherapeutin zu arbeiten beginnt, um vor ihrem alten Leben zu flüchten. (Scheidung, Drogen) Die meisten Dorfbewohner sind gegen die Wiedereröffnung dieses Hotels gewesen. Und wie sollte es auch anderes sein, passieren die wunderlichsten Dinge im Hotel. Als Sonia auf eine alte Engadiner Sage stößt, passen die Puzzleteile zusammen und sie ahnt das schlimmste. Letztlich bestätigt sich ein Verdacht, den man die ganze Zeit über schon unterschwellig hatte…

(auch aus der Bibo, inzwischen schon das 2. von Martin Suter)

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gelesen:

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Martin Suter – Lila, Lila:
David kellnert und ist sich noch unschlüssig, was er mit seinem Leben anfangen will. Dann trifft er Marie, Literaturstudentin. Zufällig findet er in einem Nachttisch vom Sperrmüll das Manuskript eines Buches aus den 50er Jahren. Um bei Marie Eindruck zu schinden, gibt er es ihr zu lesen – sie ist begeistert, verliebt sich in ihn, da sie ihn für den Autor hält und gibt es an einen Verlag. Das naheliegende geschieht: das Buch wird ein Hit und der echte Autor, der sich inzwischen Jacky nennt, meldet sich und beutet David aus. Das ist natürlich noch nicht alles, denn erst dann spitzt sich die Szene immer mehr zu und die Geschichte von David scheint sich der des Buches anzunähern.
Die tollste Szene fand ich, als David sich ganz fest vornimmt, der Ausbeutung durch (den immer angetrunkenen) Jacky ein Ende zu setzen, ihn auf den Balkon zu lotsen und schwups ihn über das Geländer zu wippen. Als er sich endlich dazu durchgerungen hat und in Jackys Hotel ankam, standen überall Krankenwagen – Jacky war vom Balkon gefallen, das Geländer hatte nachgegeben.

Toni Morrison – Menschenkind:
Die Geschichte einer Frau und ihrer Familie in den Südstaaten Amerikas zur Zeit der Sklaverei. Sie befreit sich und ihre Kinder, hochschwanger. Als ihr ehemaliger „Besitzer“ sie zurückholen will, tötet sie im Wahn ihre zweitjüngste Tochter. Diese treibt 18 Jahre später im Haus ihr Unwesen und treibt die noch verbliebenen in den Wahnsinn. Bis sich die jüngste Tochter aufraffen kann und endlich vor das Haus tritt. Sehr eindringlich beschrieben, ich musste es öfter mal weglegen und mir Zeit dafür lassen.

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gelesen: Geld oder Leben – Birgit Vanderbeke

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Nachdem ich vor einigen Jahren (2000?) Das Muschelessen und Alberta empfängt einen Liebhaber las, nun also mal wieder eins von ihr. Da ich das Buch nicht am Stück lesen konnte, sondern es immer mal wieder weglegen musste, hatte ich jedesmal das seltsame Gefühl, von vorn beginnen zu müssen. Ich konnte mich nie so richtig daran erinnern, was ich als letztes oder was ich überhaupt schon in dem Buch gelesen habe. Auch beim Lesen (an der Stelle wo das Lesezeichen hing) kamen die Erinnerungen nur sehr zögerlich, dafür aber eine besondere Stimmung, die mich immer beim Lesen ergriff. Ich kann sie recht schwer beschreiben: die Sätze schienen mir irgendwie vertraut -und obwohl viele der beschriebenen Situationen neu für mich waren, konnte ich mich sehr gut hineinversetzten. Als würde mir eine Freundin erzählen.
Zudem gab es einige schöne Formulierungen über die Gemeinschaft der Menschen im Konsum-Land und deren gelegentlichen Verweigerung dazuzugehören, doch natürlich hatte ich beim Lesen wieder keinen Stift bei der Hand, sodass ich sie nicht wiederfinde.
Und woran glauben Sie? Geld oder Leben?

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Tagebuch

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»Ein Mann ohne Tagebuch (er habe es nun in den Kopf oder auf Papier geschrieben) ist, was ein Weib ohne Spiegel. Dieses hört auf Weib zu sein, wenn es nicht mehr zu gefallen strebt und seine Anmut vernachlässigt; es wird seiner Bestimmung gegenüber dem Manne untreu. Jener hört auf, ein Mann zu sein, wenn er sich selbst nicht mehr beobachtet und Erholung und Nahrung immer außer sich sucht. Er verliert seine Haltung, seine Festigkeit, seinen Charakter, und wenn er seine geistige Selbständigkeit dahin gibt, so wird er ein Tropf. Diese Selbständigkeit kann aber nur bewahrt werden durch stetes Nachdenken über sich selbst, und geschieht am besten durch ein Tagebuch. Auch gewährt die Unterhaltung desselben die genußvollsten Stunden.«

Wer hat das wohl geschrieben?

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gelesen: Rafik Schami – Die dunkle Seite der Liebe

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Seit Weihnachten lag das Buch hier – angesichts des enormen Umfangs (<1000 Seiten) dachte ich, es würde ewig so bleiben. Nein, in den Winterferien fing ich an zu lesen und konnte gar nicht mehr aufhören … Anfangs eine lose Aneinanderreihung von einzelnen Geschichten, die sich im Verlauf recht chronologisch sortieren und am Ende jedes ein Mosaiksteinchen ergeben um das Rätsel zu lösen 🙂 Zudem erhält man auch noch einen Einblick in die Innenpolitik Syriens der letzten 50 (?) Jahre – und die ist alles andere als langweilig.
Ein wunderbares Buch!

Nun fehlt mir natürlich ein würdiger Lese-Nachfolger. Vorschläge?

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gelesen: Nachtzug nach Lissabon

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Buch
Originally uploaded by ma.y.

Buch über den Weg des Lebens, im Zug und draußen.

die letzten 100 Seiten fand ich etwas anstrengend, weil kaum noch neues, unvorhergesehenes oder wichtiges passierte.
insgesamt fand ich das Buch aber sehr spannend und unterhaltsam. Es las sich auch sehr schnell, trotz des Umfangs.

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