Categotry Archives: Schule

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digitale Medien im Ethik-Unterricht

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Heute hielt ich bei der Jahrestagung des Landesverbands einen kurzen Vortrag zum Thema

„Wider die digitale Unmündigkeit! Multiperspektivität, Kooperation und Individualisierung durch digitale Medien im Ethikunterricht“

Ich versprach, die genannten Links hier zum Anklicken bereit zu stellen. Hier ist außerdem der Link zu meiner Präsentation.

Einleitung

Lehrer und Schüler als Konsumenten

Lehrer und Schüler als Produzenten Bildschirmfoto 2016-06-01 um 22.49.42

Lehrer kooperieren und bilden sich fort

  • ZUM-Wiki für Ethik zur Bereitstellung sowie zur gemeinsamen Entwicklung von freien Bildungsmaterialien (Open Educational Resources = OER)
  • der Edu-Chat für Lehrer: edchatde bei Twitter, Dienstags 20-21 Uhr, hier der Link zum Weblog, das einige Informationen und die Themen für die nächste Woche enthält.
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Educamp Leipzig #ecle16

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Wegen des riesigen Korrekturstapels auf einem Schreibtisch rang ich mich dazu durch, nur einen Tag beim Educamp in Leipzig zu verweilen. Ganz verzichten wollte ich jedoch nicht.
Das Educamp war mein drittes, nach Ilmenau und Stuttgart.  Es war mein xtes Barcamp.
Die Location in Leipzig war sehr schön – wobei ich wirklich nur den Samstag, also nur den offiziellen Teil besucht habe. Die Veranstaltungen fanden zum Teil in der Zentralbibliothek und zum anderen Teil im Institut für Geisteswissenschaften direkt gegenüber statt. Ich muss zugeben, trotz dass ich drei Jahre in Leipzig gelebt habe und dort auch mein Referendariat gemacht habe, war ich noch nie in diesen zwei Gebäuden. Sehr eindrucksvoll waren sie jedenfalls. Das Finden der Räume war nicht ganz so einfach, da vor allem das Institut natürlich seine eigenen Abkürzungen und Systematiken pflegt.

Gegenüber den anderen beiden Educamps, die ich besuchte, war das in Leipzig weniger durchgestylt und insgesamt graswurzeliger. Das fand ich persönlich sympathischer. Gleich zu Beginn durfte jeder im Foyer des Instituts selbst kreativ werden und sich aus den an Unis im Überfluss vorhandenen kostenlosen Postkarten ein Namensschild basteln.
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Anschließend ging es zur Begrüßung, Vorstellungsrunde und Sessionplanung in einen großen Saal der Bibliothek. Kristin Narr führte souverän durch die anstehenden Programmpunkte. Auch ich konnte schlecht schätzen, ob die anvisierten 90 Teilnehmer auch wirklich da waren. Es gab jedenfalls sehr viele Sessionangebote und ich habe mich gefühlt bei 20 Sessionvorstellungen gemeldet, weil sie alle interessant klangen. Letztlich kann man sich nicht zerteilen und muss immer eine Auswahl treffen. Das finde ich immer wieder am blödesten an Barcamps 😉 Ich habe folgende Sessions besucht:
  • Storytelling und Minecraft
    • Da ich gar keine Ahnung von Minecraft habe, aber immer wieder davon höre, setzte ich mich dazu und lauschte. Ich erfuhr, was Minecraft ist und wozu es einige Kollegen im Unterricht sowie in der außerschulischen Bildung nutzen. Es waren einige begeisterte Spieler da, die über die seltsam anmutende Grafik und deren Vorteile sprachen. Wenn ich mal Zeit habe, schaue ich mir das etwas genauer an, Ideen für meinen Unterricht hätte ich 😉
  • OER mit und ohne Geld
    • Das war meine eigene Session und es waren einige interessante Sessions parallel, die ich selbst gern besucht hätte. Meine Session war sehr überschaubar, wir waren zu viert. Ich wollte eine Diskussionsrunde mit Erfahrungsberichten starten. Die anderen Teilnehmerinnen waren alle aus unterschiedlichen Kontexten mit verschiedenen Erfahrungen. Das war sehr spannend. Gemeinsam stellten wir fest, dass OER aus reinem Idealismus und ganz ohne Geld nicht geht. Auch die ZUM hat beispielsweise den technischen Support professionalisiert und an Idea Sketch ausgelagert. Zur Finanzierung nutzen wir Werbung und Spenden. Andere Ideen, die angesprochen wurden, Geld zu bekommen: Förderung durch EU (Erasmus plus) und BMBF, außerdem durch Spendenaufrufe auf Startnext etc. oder Wirtschaftsförderung. Strukturen im OER-Bereich gibt es keine, jeder wurschtelt so vor sich hin. So war zumindest auch nach der Session mein Eindruck.
  • OER mit und für Studenten
    • Bei der Session wurde das Projekt Histo-digitaLE vorgestellt. Dabei werden jedes Semester mehrere Partner mit Quellen einbezogen: Museen, Archive, etc. Sie stellen einige Quellen unter einer freien Lizenz zur Verfügung. Die Studenten bekommen die Aufgabe, daraus in Gruppen Unterrichtsideen zu entwickeln. Lehrer können diese dann im Unterricht einsetzen und den Studenten über die Kommentare Rückmeldung geben. Das war genau die Idee, mit der wir im Arbeitskreis damals angetreten waren: praktische Einheiten entwickeln, die wir praktisch nutzen können. Anja macht das Ganze noch mit OER-Materialien und stellt es in einem WordPress-Blog den Lehrern zur Verfügung. Schöner wäre es natürlich, sie würde die Ergebnisse ins ZUM-Wiki setzen, so wie wir damals mit unserem Web 2.0-Seminar 😉
  • Bildung 4.0
    • Hier war ich tatsächlich in der falschen Session. Es ging um den Bildungsbegriff (im Unterschied zu Ausbildung) und was Schule leisten muss / sollte. Ich diskutiere das gern anhand von Bieri mit meinen Schülern. In der Session kam leider nichts neues dazu.

  • code your life – Programmieren mit Kindern ab 10 Jahren
    • Bevor mein Zug abfuhr hatte ich noch 30 Minuten für eine Session Zeit und entschied mich für diese. Es wurde Code your life vorgestellt. Alles sehr spannend, wenn ich mal Zeit habe…

Zusammenfassend für mich ein sehr schönes Educamp. Schade, dass ich nur einen Tag dabei sein konnte. Auch am Sonntag waren einige interessante Sessions im Plan.

Ich habe mich sehr gefreut, einige bekannte Gesichter wieder zu sehen und ein paar Edchater neu kennen zu lernen:

Meine Twitter-Timeline ist auch um einige neue Gesichter bereichert worden 😉

Auffällig war, dass ganz selbstverständlich viele Kinder beim Educamp dabei waren, auch in Sessions und im Foyer. Nebendran gab es auch noch eine nette Kinderbetreuung in einem Raum, der als Chill-Ecke auch von den Erwachsenen genutzt wurde, sodass die Kinder nicht separiert waren, sondern immer mittendrin 🙂 Bleibt nur noch eins zu sagen:

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Rezension: Iss was?! – Tiere, Fleisch & ich

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Das Buch „Iss was?!“ der Heinrich Böll-Stiftung wurde im März 2016 veröffentlicht. Es ist, anders als der jährlich heraus gegebene Fleischatlas, an Kinder und Jugendliche gerichtet, die sich über Fleisch und unser Verhältnis dazu informieren wollen. Es gibt 63 Fragen rund um dieses Thema, die in Infografiken und kurzen und auch mal längeren Texten beantwortet werden. Es überwiegen großformatige Grafiken, es gibt aber auch interessante kurze Texte.
Auf dem Bild sind die 63 Fragen.

 

Die Fragen besitzen keine sichtbare Sortierung. Grob kann man sagen, dass die ersten 19 Fragen sich um den Fleischkonsum drehen. Bis Frage 38 geht es um die Haltung von Tieren und ihre Schlachtung, wobei die Frage 35 auf meine Beziehung zu Tieren und Nutztieren eingeht. Die Fragen 37 und 38 drehen sich um das Sozialverhalten der Tiere. Ab Frage 39 geht es um den Konsum und globale Verflechtungen. Außerdem werden Akteure dargestellt, die, neben den Landwirten, Einfluss auf das Tierhaltung und Konsum haben (Politik, NGOs).

 

Die Antworten sind dabei teilweise sehr informativ und gut zusammengefasst. Beispielsweise bei der Frage 39: Was erfahre ich vom Fleischetikett? Die linke Seite beantwortet die Frage, die rechte Seite wirft viele neue Fragen auf.

Andere Antworten sind dagegen eher zu sehr reduziert, z.B. die Frage 47 Wie funktioniert der Regenwald? Die linke Seite stellt eine sehr einfache Version des kurz geschlossenen Nährstoffkreislaufs des Regenwaldes dar. So reduziert würde ich das nicht mal in Kl. 7 verwenden, eher in der Grundschule. Die rechte Seite geht, ebenfalls sehr stark vereinfacht, auf die Nutzung der gerodeten Flächen ein. Diese Doppelseite ließ mich sehr stark an der Zielgruppe „Jugendliche“ zweifeln. Andererseits sind andere Seiten so komplex, dass sie für Grundschüler auf alle Fälle zu schwierig zu verstehen sind. Ein Beispiel dafür ist die Frage 44: Wieviel Land geht ist in meinem Essen? Sie zielt eindeutig auf den ökologischen Fußabdruck, doch davon steht nichts drin. So allein wirft die Darstellung so viele Fragen auf, dass ich sie eher mit Mittel- oder Oberstufenschülern besprechen würde.

Generell denke ich, dass die Anschaffung im Klassensatz sich für Schulen sehr lohnt, da es das Thema recht umfangreich und gut aufbereitet. Wie vorausgeschickt, sollte man sich als Lehrer genau überlegen, in welcher Klassenstufe man die Seiten einsetzt und was an Zusatzinformationen noch nötig ist.

Der Versand erfolgt gegen Kostenbeteiligung (für Porto, Verpackung, Bearbeitung) und zwar in Höhe von: Einzelexemplar je 3 Euro, ab dem 5. Exemplar je 2 Euro.

 

Das Buch folgt dem Doppelseitenprinzip vieler Schulbücher: jede Doppelseite steht für sich und kann unabhängig von den anderen genutzt werden. Es hat ein sehr schönes Format: es ist kleiner als A4, aber etwas breiter als A5 (siehe Bild). Es liegt dadurch sehr gut in der Hand.

Das Buch hat die Lizenz CC-by-nc-nd 3.0. Das heißt, streng genommen ist es kein OER, da es nicht bearbeitet werden darf. Ich kann mir die Datei des Buches herunterladen, darf aber die Grafiken nicht bearbeiten und wieder hochladen. Der Remix-Aspekt, den OER ausmacht, fällt komplett weg. Durch den Zusatz NC (non commercial) dürfen wir aus dem Buch auch keine Grafiken z.B. im ZUM-Wiki  verwenden, da wir die Seite über Werbung finanzieren. Damit wäre es nicht mehr NC. Schade!
Dieser Artikel erschien zuerst im ZUM-Blog.
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Es tut sich was, im UnivOERsum: der OER-Atlas #OERAtlas und #OERde16

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(Dieses Wortspiel hatte ich bis dato noch nicht gelesen. Der nOERd ist ja allseits bekannt.)

Seit gestern findet in Berlin (bOERlin ;)) das OER-Festival statt. In diesem Rahmen gab es u.a. einige Veröffentlichungen und besondere Veranstaltungen, auf die ich kurz hinweisen möchte.

Der OER-Atlas, mit vielen deutschsprachigen Initiativen, Blogs, Wikis, etc. die deutschsprachige OER bereit stellen. Der Atlas enthält zunächst ein Vorwort und eine statistische Auswertung der Einreichungen. Anschließend werden die Einreichungen, geordnet nach Bereichen: Bereichsübergreifend, Schule, Hochschule, Aus- und Weiterbildung sowie Non- und informale Bildung vorgestellt.

Die ZUM ist dabei recht oft vertreten. Im unten stehenden Screenshot habe ich die Projekte der ZUM in einem Teil des Inhaltsverzeichnisses unter dem Punkt „Schule“ markiert. Es gibt noch eine zweite Seite Inhaltsverzeichnis in diesem Bereich, in dem auch noch zwei weitere ZUM-Projekte zu finden sind. Einige weitere Bereitsteller von Services sind ZUM-Mitglieder oder Partner der ZUM. Ich finde das auf der einen Seite sehr beachtlich. Allerdings zeigt es auch, dass momentan noch recht viel ehrenamtlich und „nebenbei“ läuft. Ich bin gespannt, wie die zugesagten Fördergelder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Beispiel) in nächster Zeit diese Landschaft verändern werden.

OER-Atlas Schule

Da ich seit November 1. Vorsitzende der ZUM bin, verzerrt der OER-Atlas etwas die geographische Vielfältigkeit seiner Akteure. Viele der Einreicher aus der ZUM haben meine Adresse als Kontaktadresse angegeben. So sieht es nun auf der Karte, die das Titelbild des OER-Atlas ziert, so aus, als würden im Nordosten von Baden-Württemberg, im kleinen Städtchen Gerabronn, das kaum 5000 Einwohner hat, ein Großteil der OER für Deutschland erstellt. Dem ist natürlich nicht so. Die aktiven nOERds sitzen überall in Deutschland 🙂

 

Im Rahmen des OER-Festivals gibt es zahlreiche Veranstaltungen. Karl Kirst, unser ehemaliger 1. Vorsitzender, ist für die ZUM vor Ort und nimmt viele Termine wahr. Eine Übersicht seiner Auftritte findet ihr hier.

Außerdem sind wir gespannt, wer den fOERderAward bekommt und wer den OER-Award in den verschiedenen Kategorien mit nach Hause nehmen darf. Ich war Teil der Jury, der oer.acadamy, die durch die phantastische Organisation von Anja Lorenz sehr professionell gearbeitet hat. Aber auch ich als Jurymitglied weiß noch nicht, wer letztlich gewonnen hat. (Es gab übrigens auch eine Befangenheitsregel, sodass ich selbstverständlich keine ZUM-Projekte nominieren konnte.)

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Rückblick 2015

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2015 war ein gutes Jahr. Auf Grund der Elternzeit mit K3 habe ich recht viel freie Zeit und Muße, um verschiedene Projekte anzugehen, die sonst länger liegen geblieben wären. Teilweise war auch etwas äußerer Zwang da, aber das ist ja bekanntlich ein guter Motivator.

Scribus. Ich habe mich in Scribus eingearbeitet und dort erste Dokumente zur Veröffentlichung erstellt. So ist beispielsweise unsere erste Schülerzeitung und ein Display für die ZUM entstanden.

Apropos ZUM. Da wir bei Tagungen, z.B. bei Educamps oder bei anderen Zusammentreffen, häufiger Missverständnisse ausräumen müssen, wie die ZUM funktioniert und wie wir arbeiten, habe ich dieses Jahr begonnen, Interviews mit ZUMlern zu führen. Inzwischen sind 33 Interviews erschienen und alle sind lesenswert! Sie machen deutlich, dass jeder eine andere Motivation hat, Unterrichtsmaterialien online zu stellen und dass jeder einen anderen Kontext hat, in dem er das tut. Für alle gilt: jeder arbeitet ehrenamtlich, neben seinem Job – meist als Lehrer oder Dozent an einer Uni. Wir haben kein Büro, sondern arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus. Diese Reihe wird in loser Folge auch im nächsten Jahr fortgesetzt.

Und nochmal ZUM: Im November wurde ich zur 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Ich bin seit 6 Jahren im Vorstand und arbeite seit 10 Jahren im Wiki. Jetzt eine größere Verantwortung zu übernehmen, war ein großer Schritt für mich. Wir werden sehen, wie die Bilanz in 2 Jahren aussieht und ob ich mich dann soweit organisiert habe, dass meine Arbeit für die ZUM effektiver läuft als bisher. Dadurch bin ich in die Zusammenarbeit mit dem Bündnis freie Bildung sowie dem OER-Award hineingestolpert. All diese spannenden Entwicklungen hätte ich Anfang des Jahres nicht für möglich gehalten.

Seit September leite ich die AG Schülerzeitung meiner Schule. Das war der Hauptgrund für die Einarbeitung in Scribus. Bisher hatte ein Kollege den Hut auf, der die Schule im letzten Schuljahr verließ. Mit ihm verließ fast das gesamte Team mit ihrem Abi im Gepäck die Schule. Die neue Redaktion fand sich in den 6. Klassen. Ich bin überrascht und erstaunt, wie motiviert die Kinder schreiben, wie gut sie in Teams arbeiten können, wie elegant sie auch schon (mit etwas Hilfe) formulieren können. Vor Weihnachten wurde die erste Ausgabe verkauft und es ist kein Exemplar mehr übrig.

Überhaupt, das Schreiben. Ich habe in der Elternzeit wieder einiges selbst geschrieben: einen Artikel, zusammen mit Donat Schmidt, über digitale Medien im Ethikunterricht für das Handbuch Philosophie und Ethik. Nächstes Jahr wird außerdem ein weiterer Artikel von mir allein in einem ähnlichen Buch zum selben Thema erscheinen. Dafür habe ich vor Weihnachten die letzten Korrekturen fertig gestellt. Alles sehr aufregend! Schön zu sehen, dass das Thema endlich Eingang in die Fachdidaktik findet. Im Juni werde ich dazu einen Vortrag bei der Tagung des Landesverbandes Ethik halten.

Neben dem Schreiben habe ich auch viel gezeichnet. Ich steckte meine Familie mit Sketchnotes an. Wir haben 2 Urlaubsbücher mit Sketchnotes illustriert. Dazwischen kleben inzwischen Fotos. Eine schöne Erinnerung.

Geredet habe ich auch, z.B. mit Jöran Muuß-Merholz. Er hat daraus einen Artikel für eine 10-teilige Reihe über „Chancen der Digitalisierung für individuelle Förderung im Unterricht – 10 gute Beispiele aus der Praxis“ gemacht. Und ich bin eins von diesen Beispielen.

Versteckt wurde gerade in den letzten Wochen einiges: ich habe nicht nur Geocaches gesucht, sondern auch inzwischen insgesamt 9 hier in der kleinen Stadt versteckt. Bisher war hier nur einer. Dabei gibt es durchaus viele Ecken, die man sich anschauen kann.

Gesammelt habe ich auch einiges, z.B. die Tweets des Edchatdes im Team Saar+.

Mein Plan, in der Elternzeit Teilzeit arbeiten zu gehen hat sehr gut funktioniert. (Ich habe darüber schon etwas ausführlicher geschrieben.) Für mich, für meine Familie war es ganz gut, dass ich noch weitere Aufgaben hatte. Ganz beiläufig habe ich die Devon Think – Datenbank für Geographie für mich sinnvoll aufgebaut und damit zu arbeiten geschätzt. (Ethik steht noch aus.). Ich genieße die Zeit mit meiner Familie und freue mich auch auf die Unterrichtsstunden bei meinem Abikurs. Und überhaupt: K3 läuft und erobert die Welt. Das ist soooo schön zu erleben und anzuschauen! Nebenbei habe ich genäht, die Geheimnisse des Fotografierens erforscht (wird fortgesetzt) und die Organisation unserer Familientermine optimiert. Wie gesagt: ein gutes Jahr. Ich freue mich, wenn es einfach so weitergeht und ich etwas von dem Schwung in die arbeitsreiche Zeit ab Februar (Ende der Elternzeit) mitnehmen kann.

Pläne für 2016 habe ich auch einige. Ich habe beispielsweise angefangen, für die hiesige Flüchtlingshilfe ein Blog aufgesetzt, das gefüllt werden will. Geschrieben wird auch wieder und natürlich geredet. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit bei der ZUM sowie auf das Educamp in Leipzig.

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Conceptboard, Wikis und Weblog zur Individualisierung im Unterricht

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Im Sommer habe ich sehr ausführlich mit Jöran Muuß-Merholz über Individualisierung und Digitalisierung gesprochen. Daraus hat Jöran dann im Rahmen einer Case-Study einen Text gemacht. Dieser ist einer von 10 Einzelvorstellungen, bei denen es darum ging, wie heute schon im Alltag digitale Medien zur Individualisierung eingesetzt werden. Zusammen mit einer ausführlichen Studie zum Thema erschienen die Texte in folgendem Buch:DSC_0642

Hier die 10 Beiträge:

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Und so sieht der Text über meinen Einsatz gedruckt aus:DSC_0644

Der Text ist unter CC-by-SA 4.0 und ist komplett im Weblog von Jöran nachzulesen. Die anderen Beiträge erscheinen wöchentlich im Blog von Jöran und lohnen zu lesen.

 

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Blogstöckchen: Kostenloskultur in der Bildung #edchatde

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Anja Lorenz und Andreas Wittke forderten im Rahmen der Vorbereitung des nächsten #edchatde auf, ihre Fragen zum Thema „Geiz ist geil? – Kostenloskultur in der Bildung“ zu beantworten. Ich fing das Stöckchen von Kai Obermüller, der von mir eine andere Sicht erwartet, wegen #ZUM und #LebenmitKindern (dazu später ;)).

Das Stöckchen funktioniert so: jeder der die Fragen beantwortet, verlinkt den Ursprungsbeitrag und nominiert 3 weitere Menschen. Für dieses Stöckchen gibt es eine Deadline: 24.8., da am 25.8. der #edchatde zum Thema ist. Deshalb schreibe ich dazu sofort, besonders weil ich schon beim ersten Nachdenken feststellte, dass ich dazu viel zu viel schreiben könnte (auch dazu später noch was).

Also los:

  • Was waren die letzten 3 Bildungsressourcen (Materialien, Bücher, Kurse, Workshops, Konferenzen, Devices/Hardware…), die Du kostenlos bekommen und verwendet hast?
    • Etwas für mich ganz neues: Scribus. Das ist eine Software um ein schönes Layout für Druckerzeugnisse hinzubekommen. Die Software ist Open Source und das zugehörige Tutorial ist unter GNU lizenziert. Ich werde mich damit auseinandersetzen, da ich die SchülerzeitungsAG im nächsten Schuljahr übernehme.
    • Etwas sehr schönes: ich war vorgestern in der OpArt – Kinetik – Licht-Ausstellung in der Kunsthalle Würth in Schwäbisch-Hall. Die Ausstellung war sehr überraschend und wirkte. In meiner Philosophiedidaktikprüfung zum 1. Staatsexamen hatte ich mich mit Bildern, Erkenntnis, Wahrnehmung, etc. beschäftigt. Ich erinnerte mich beim Rundgang plötzlich an vieles davon. Der Eintritt ist immer kostenlos (die vielen schönen Dinge im Museumsshop leider nicht ;)).
    • Etwas für mich ganz anderes: 30 Tage Sketchnotechallenge. Frau Hölle gab im Mai 30 Anregungen für kleine gezeichnete Bildchen. Ich habe mitgemacht und viel für mein visuelles Alphabet gelernt.
    • Bonus: klar, dass 3 nicht reichen, oder? Also: ZUM-Mitgliedertreffen, #edchatde, diverse Podcasts, der MOOC „mein digitales Ich“, meine Twitter-TL.
  • Und was waren die letzten 3 Bildungsressources, für die Du (oder Dein/e Arbeitgeber/in) Geld ausgegeben hast?
    • Etwas notwendiges: diverse Lehrbücher und Zeitschriften (Hohe Luft, PhilosophieMagazin, Praxis Philosophie und Ethik, etc.). Bei den Lehrbüchern bin ich immer etwas enttäuscht, weil die Ankündigungen so wunderbar klingen, aber dann doch kaum was neues drin steht.
    • Etwas schönes: ich habe mir ein dickes Buch über Fotografie gekauft. Darin lese ich gelegentlich und übe.
    • Etwas für mich ganz anderes: das Sketchnotes-Arbeits- und Lehrbuch. Auch daran übe ich.
  • Betrachte diese 6 Punkte und überlege, ob es für Dich einen Unterschied macht, ob Du für etwas im Bildungsbereich Geld investiert hast oder nicht.
    • nein. Ich denke, es hängt immer von der inneren Einstellung zu den Dingen an. Wenn sie mir wichtig sind und ich es ernst nehme, ist es unerheblich ob es Geld kostete oder nicht. Andersrum genauso.
  • Wann gibst Du für etwas Geld aus? Wann sind für Dich kostenlose Bildungressourcen die bessere Lösung?
    • Bob Blume schrieb, dass es wenige Überblicke und Einführungen kostenlos / OER gibt, sondern eher kleinere und detaillierte Happen. Diese Beobachtung teile ich. Ich wünsche mir, dass kostenlose Ressourcen in dem Bereich irgendwann nachziehen können.
  • Hast Du selbst schon OER oder kostenpflichtige Lerninhalte ins Netz gestellt?
    • OER: klaro: ZUM-Wiki 🙂 und dieses Blog hier.
    • kostenpflichtige bisher nur Print (einzelne Kapitel in Sammelbänden)

Ich nominiere

  1. mich: Leben mit Kindern (ja, das ist geschummelt, so darf ich noch mal 2×3 Sachen mit etwas anderem Schwerpunkt aufschreiben. Das ist aber auch schwer sich zu begrenzen! ;))
  2. Corinna Lammert @lammatini
  3. Norman Beyer @waroberg
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warum digitale Medien nutzen?

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Ich sitze gerade über einem Artikel zur Nutzung digitaler Medien im Ethikunterricht. Es fällt mir leicht zu erklären, wie ich digitale Medien nutze, welche Tools ich einsetze, etc. Probleme habe ich zu erläutern, warum ich sie nutze. Für mich ist es einfach selbstverständlich.

Also fragte ich heute Nachmittag meine Twitter-Timeline. (Klar, oder?)

Das war meine Frage:

Nach kurzer Zeit bekam ich die ersten Antworten:


Nach und Nach wurden es immer mehr:

Vielen Dank für euere tollen Antworten! Leider passen sie nicht so richtig in den Kontext meines Artikels, da mir erst später aufgefallen ist, das ich meine Frage unpräzise gestellt habe. Aber nun fühle ich mich immerhin mehr bestätigt, gute Argumente zu finden um noch mehr Lehrer, Studierende, Referendare zu motivieren digitale Medien im Unterricht einzusetzen 🙂

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10 Jahre im ZUM-Wiki

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Seit 10 Jahren arbeite ich im ZUM-Wiki. Genau gestern war mein Jubiläum. Da alle Änderungen im Wiki dokumentiert werden, lässt sich das recht gut nachvollziehen. Bei jedem Benutzer kann man im linken Menü auf „Benutzerbeiträge“ klicken und dort kann man sich die Frühesten anschauen. Mein erster Beitrag war demnach am 10. Juni, 18:39 Uhr:

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Ich begann in der Elternzeit von meinem 1. Kind mich umzusehen und hing dann im Wiki fest. Zunächst unter meinem Benutzer: ma.y vervollständigte ich hauptsächlich die Ethikseiten. Später arbeitete ich als FrauSchütze mit Schülern im Wiki. Als ma.y habe ich knapp 6000 und als Frau Schütze knapp 1000 Änderungen an Wikiseiten.

Und ich muss sagen: Wiki und Bildung – das gehört einfach zusammen!

Dass ich bei der Wikiarbeit viel dazu gelernt habe, sieht man an meiner Benutzerseite: so sah meine Benutzerseite zu Beginn aus:

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und so sieht sie aktuell aus: es gibt Kategorien, Vorlagen und eine Menüleiste. Diese ist eine wirkliche Arbeitsseite 🙂 ZUM-Wiki 10 Jahre

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Philosophie zum Hören

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Philosophische Texte können ganz schön anstrengend sein … zum Glück (für meine Schüler) gibt es inzwischen immer wieder mal Podcasts, die einem die schwierigen Inhalte durch die Ohren ins Gehirn quasseln. Hier eine (sicher unvollständige) Liste:

  • Soziopod: Grimmepreisprämierter Podcast, leider lässt die Tiefe der angesprochenen Inhalte in den letzten 2-3 Folgen sehr zu wünschen übrig, die einzelnen Episoden sind sehr lang
  • Funkkolleg Philosophie: gut gemachte Sendungen zu vielen Themen der Philosophie und Ethik, jede Folge ist knapp 30 Minuten lang
  • Bayern 2 Radiowissen: Sendung, die jeden Tag auf Bayern2 kommt, gelegentlich sind philosophische Themen oder die Vorstellung von einzelnen Philosophen dabei. Zu einigen der Sendungen gibt es didaktisch aufbereitetes Material. Auch hier sind die Folgen knapp 30 Minuten lang.
  • einfach logisch: Sendung von BR alpha zur Logik
  • Das philosophische Radio: eine Sendung mit Jürgen Wiebicke bei WDR5, in jeder Sendung ist ein Gast mit dem über ein bestimmtes Thema diskutiert wird. Jede Sendung geht 55 Minuten.

Aus den Kommentaren: eine Sammlung von philosophischen Podcasts plus Suchfunktion nach philosophischen Inhalten in allen Podcasts. Danke an Tom!

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