Categotry Archives: Medien

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Das Ende des Frontalunterrichts?

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Bildung im Web 2.0 – Interessanter Artikel in der taz.

Ab nächster Woche startet das Seminar „Ethikunterricht im Web 2.0“ an der TU Dresden. Es ist ein virtuelles Seminar, d.h. es gibt lediglich eine Präsenzveranstaltung, ansonsten läuft alles im Internet ab. Vorrangiges Ziel ist es, die Studierenden mit einzelnen Plattformen/Anwendungen vertraut zu machen und Potentiale für den Ethikunterricht aufzuzeigen bzw. zu entwickeln und zu diskutieren. Wie ausschweifig und weitreichend das getan wird, entscheidet sich in den ersten beiden Seminarwochen, wenn ungefähr klar wird, welche Vorraussetzungen die Seminarteilnehmer mitbringen. Ich werde von LE aus etwas mitmischen 😉

Seminarweblog, Twitter/philoweb

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Weblog-Experiment

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Seit Anfang des Schuljahres experimentiere ich mit Weblogs im Unterricht. Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen.

1. Als begleitendes Weblog, das ausschließlich von mir gefüllt wird, hatte ich das GK-11-Blog angelegt. Ich habe dort weiterführende Links, Material aus dem Unterricht (das digital verfügbar war und nicht abgeschrieben werden musste), den Kurzfilm Balance (der im UR angeschaut und mit dem gearbeitet wurde) sowie Anregungen zum Weiterdenken verlinkt. Wie gesagt: es war von vornherein klar, dass nur ich dort rein schreibe und die Schüler konsumieren. Inzwischen finde ich das etwas schade, denn der interaktive Charakter geht dadurch verloren. Ich bekam vor oder nach dem Unterricht gelegentlich die Rückmeldung, dass es gelesen/genutzt wurde. Das finde ich mittlerweile etwas wenig. Beim nächsten Mal muss ich unbedingt die Schüler mehr mit einbeziehen! (ich unterrichte nicht mehr in dem Kurs)

2. Im Weblog der Klasse 7 wird richtig gearbeitet! Zu jeder Stunde muss ein Schüler ein Ergebnisprotokoll schreiben. (das hängt gerade etwas – ich hoffe die fehlenden folgen bald!) Außerdem soll jeder mindestens 5 Kommentare (kommentierte Links, eigene Gedanken, etc.) schreiben. Daraus ergibt sich dann eine Note. Bis zum 26.2. haben die Schüler eine langfristige Hausaufgabe auf: die Mehrheit der Klasse stellt eine christliche Persönlichkeit (jeder eine andere, versteht sich), ein Kloster oder eine andere Ausprägung christlichen Lebens vor. 9 Schüler haben die Aufgabe, bei mindestens zwei Beiträgen zu kommentieren. Dadurch soll z.B. direkt Lob oder Kritik geäußert werden. Die Aufgabe steht seit über einer Woche – bis jetzt tut sich leider noch nicht so viel.

Es sind auch noch immer nicht alle Schüler angemeldet – bei dem einen funktioniert dieses nicht, bei dem anderen jenes. In der letzten Stunde hatte ich während des normalen Unterrichts den Computer an (der seit neuestem in unserem Ethikzimmer steht), sodass immer ein Schüler sich mit meiner Hilfe anmelden konnte (nebenbei habe ich normal unterrichtet) – plötzlich ging es weitgehend problemlos…

Ein schönes Erlebnis war, als die Schüler die Hausaufgabe hatten, folgenden Satz zu ergänzen „Es gibt (k)einen Gott, weil…“ Ich hatte die Aufgabe getwittert, sodass sich dort viele viele Kommentare fanden, die nicht von Schülern stammten. Auch wenn meine Schüler nicht auf die Kommentare eingegangen sind, so haben viele sie doch gelesen. Entscheidend ist aber die Erkenntnis, dass es ein öffentliches Weblog ist. Das hatte ich gefühlte 138 Mal gesagt, aber so richtig verstanden haben es anscheinend die wenigsten. Bei der Auswertung dieser Hausaufgabe wurde das sehr deutlich! (ich wollte mit der Hausaufgabe vorrangig erreichen, dass die Schüler sich argumentativ äußern – die meisten haben das gut gemeistert!).

Insgesamt bin ich mit der Weblogarbeit bisher zufrieden. Es läuft über das ganze Schuljahr. Der letzte Lernbereich heißt „Medien – ein Spiegel der Wirklichkeit“ – dort werde ich das Weblogexperiment nochmal gezielt auswerten, momentan sind es im Unterricht immer nur kleine Zwischenauswertungen zum Stand der Dinge und den Erfahrungen damit. Sicherlich würde der Weblogeinsatz bei derselben Klasse im nächsten Schuljahr richtig Spaß machen, weil sie dann daran gewöhnt sind und sich gut auskennen. Gegenwärtig habe ich das Gefühl, noch zuviel dafür kämpfen zu müssen.

Positiver Nebeneffekt: Mein Problem von Anfang an war, dass ich die Ethikklassen nur EIN MAL für 45 Minuten pro Woche sehe. Durch die Arbeit mit dem Weblog ist die Klasse mir viel präsenter als die anderen. (ob das umgedreht bei dem einen oder anderen auch so ist?).

Negative Einsicht: Eigentlich wollte ich das Weblog in meinen beiden 7. Klassen einsetzen, damit diese auch untereinander interagieren. Leider hat sich das als nicht umsetzbar erwiesen, da die zweite 7. weder an Schule noch an sonstigem interessiert scheint. Sie ist ohne Motivation und Lernkultur: cool ist, wer fünfen und sechsen bekommt… Ich hatte zuviel Bammel, dass ich dann nur noch mit dem Löschen von unsinnigen Einträgen beschäftigt bin. Deshalb also nur mit einer 7. Klasse.

Übrigens finde ich es immer wieder interessant bei den Protokollen, was für die Schüler in der Stunde am wichtigsten bzw. einprägsamsten war… Ich bereite meine Stunden am Schreibtisch vor und überlege bereits, wie die Klasse darauf reagiert bzw. wie ich sie motivieren kann etc. Wie das bei den Schülern ankommt, kann ich dann im Protokoll nachlesen – auch mal ganz nett, denn als Lehrer bekommt man selten so ein direktes Feedback.

Also insgesamt ein positives Zwischenfazit – es gibt noch viel zu verbessern, aber es etabliert sich langsam 🙂

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Meißen: Ethik-Fobi

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Ich wurde kurzfristig (Mitte Dezember) gebeten, die Fortbildung für Fachberater mit anzubieten. Das Thema wurde daraufhin in „Neuere Medien im Ethikunterricht“ geändert. In Absprache mit Herrn Schmidt hatten wir also die Themen Web 2.0 und Spiel- und Kurzfilme (plus deren Analyse) auf dem Programm. Trotz 8 Anmeldungen waren am Ende nur 3 Teilnehmer anwesend. Das fand ich etwas enttäuschend, zumal wir mit solch einer Anzahl auch keine unserer schön vorbereiteten Methoden durchführen konnten…. Mit meinen Ausführungen zum Mitmachnetz konnte ich kaum jemand hinter dem Ofen hervorlocken. Trotz schöner Beispiele und praktischer Einsatzmöglichkeiten ist die Hemmschwelle so etwas im Unterricht zu nutzen immer noch sehr hoch (und das, nachdem das WWW inzwischen älter ist als alle Schüler, die bei uns in der Schule sitzen). Es scheint so, als ob es immer noch die Nerd-Nische gibt, die sich zweifelhaft vergrößert, aber es ist eben noch kein „Mainstream“. E-Mail: ja, aber mehr nicht.

Fast denke ich, als wäre es so ähnlich wie das Sein/Sollen-Problem: nur weil jemand weiß, wie wichtig (Medienkompetenz!!!) und praktisch etwas ist, muss es noch lange nicht umgesetzt werden.

Im zweiten Teil stießen wir dann auf mehr Begeisterung: Kurzfilme. Spielfilme ließen wir gleich sausen. Die Gruppenarbeiten und Workshops zu den Kurzfilmen waren hinfällig, sodass wir zu den jeweiligen nur Einsatzmöglichkeiten im Unterricht diskutierten.

Zwischendrin hatten wir einen Vortrag zum Thema Medienrecht von Herrn Hickfang vom MPZ Leipzig. Er war sehr interessant und wichtig.

Außerdem konnten der Herr Schmidt und ich die Chance nutzen und das eine oder andere Gläschen Wein im Schlosskeller trinken. Nebenbei stormten unsere Gehirne und spukten einen gar wundervollen Semesterplan aus 🙂

m1Inhaltliches gibts im Fobi-Blog, eine kleine Nachbetrachtung im Blog von Donat.

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ne.xt generation

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Cleo (viereinhalb) hat entdeckt, dass man mit dem Computer AUCH malen kann… sie malt grad mit Vorliebe paint-Bilder. Es übt die Koordination von Hand und Auge (Mauszeiger führen, an der richtigen Stelle klicken, etc.). Sie übt den selbständigen Farbenwechsel – ist gar nicht so einfach!
Es stellte sich heraus, dass ihre Gruppe im Kindergarten auch schon zweimal im Computerraum war und solche Bilder gemalt hat…

zweites

Lassen Sie mich an Ihren Erfahrungen teilhaben: gibt es Computerspiele für so kleine? Welche sind empfehlenswert? Oder lieber noch warten mit sowas?

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neidlos

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Nachdem Kadda gestern vorgestern dieses wunderbare Video vorgestellt hat (das anscheinend bereits ein Internet-Hit ist, aber bisher an mir vorbeiging…), habe ich mir auch einige andere Lieder angehört und bin schon sehr begeistert. Hier zum Beispiel: Neidlos (jaja, ich bin alt bereits mit einiger Lebenserfahrung gesegnet 😉 ….)

Sicherlich trägt zur Bekanntheit auch die Art der Videos bei: man wird als Zuschauer durch den ausgiebigen Blickkontakt direkt mit reingezogen. Man kann nur schwerlich wegschauen, schließlich sieht es so aus, als sänge er hier direkt für sein Publikum. Das Medium wird also perfekt genutzt und umgangen. (das klingt paradox, ich weiß, aber besser kann ich es grad nicht ausdrücken)

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