Categotry Archives: Serie

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Blogserie Kurzfilme: Balance

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(hier geht’s zur gesamten Blogserie, dem Wieso und Warum)

Balance ist ein Kurzfilm, den viele kennen. Er ist ebenfalls ein Animationsfilm und geht 7 Minuten. Er gewann 1989 den Kurzfilmoscar.

Der Film zeigt in monochromen Farben sechs androgyne Figuren, die auf einer Plattform stehen, die im Raum zu schweben scheint. Um sie im Gleichgewicht zu halten, müssen sich die Figuren im Gleichgewicht bewegen. Als eine rote Kiste auftaucht, gerät dieses Gleichgewicht mächtig durcheinander.

Ich nutze den Film meist, um ihn bei der Vertragstheorie von Thomas Hobbes (Kl. 10) neu zu drehen. Dazu werden im Unterrichtsgespräch zunächst die verschiedenen Gegenstände und Personen gedeutet (Plattform, Abgrund, Figuren, Kiste). Das ist meist recht spannend, da der Film ganz viele verschiedene Deutungen zulässt: neben Fragen der Gerechtigkeit und der Verteilung kann es auch um technikethische Aspekte gehen. Aber zurück zu Hobbes. Mein Vorgehen zum Drehen eines Kurzfilmes auf Grundlage der Theorie von Thomas Hobbes und Balance beschrieb ich hier schon einmal ausführlich.

Ganz kurz deshalb hier nur die Aufgabenstellung, die nicht den Dreh eines Kurzfilmes erfordert sondern auch eine szenische Umsetzung ermöglicht:

  1. Finden Sie mögliche Deutungen für die 4 Hauptgegenstände des Films (Plattform, Abgrund, Figuren, Kiste)
  2. Beschreiben Sie den Handlungsverlauf des Films. (nach Erarbeitung der Theorie von Hobbes)
  3. Analysieren Sie den Kurzfilm „Balance“ mit Hilfe Ihrer Kenntnisse zu Hobbes.
  4. Erarbeiten Sie zum Kurzfilm Balance einen alternativen Handlungsverlauf auf Grundlage der Theorie von Hobbes. (szenische Umsetzung möglich)

Ebenso ist es möglich, weitere Vertragstheorien auf verschiedene Gruppen zu verteilen, es eignen sich jene von z.B. Jean-Jacques Rousseau oder John Rawls. Die Umsetzung der von den Schülern gedrehten Kurzfilmen reichten von Lego- und Duplo-Männchen über kleine Spielzeugfiguren in Papierkulissen bis hin zum Spiel von echten Menschen, was durch eine Stimme aus dem Off kommentiert wurde.

 

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Blogserie Kurzfilme: das Floß

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(hier geht’s zur gesamten Blogserie, dem Wieso und Warum)

Das Floß ist ein Animationsfilm von 9 Minuten Länge. (Ok, hier doch ein Bezugshinweis: er ist auf der DVD Shocking Shorts 3 drauf.) Es geht um zwei Seefahrer, Ernest und Marty, die einen Schiffbruch auf hoher See überlebt haben. Nun treiben sie, vom Hunger geplagt auf ihrem Floß über den Ozean. Als einer jedoch einen Fisch fängt, bricht ein Verteilungskampf mit tödlichen Folgen aus.

Der Kurzfilm eignet sich u.a. bei Fragen nach der Gerechtigkeit, aber auch zur Unterscheidung von deontologischen und teleologischen Begründungen für Handeln. Meist halte ich genau zu dem Zeitpunkt den Film an, als einer der beiden im Wasser liegt, sich der Hai nähert und gleichzeitig die Möwe auf dem Floß den Fisch stehlen will. Welche Handlungsoptionen bestehen und welche Begründungen könnten dafür gegeben werden? Diese werden auf Kärtchen geschrieben und nach den o.g. Begründungsmodellen geordnet. Die anschließende Diskussion ergibt meist, dass eine ausgewogene Meinungsvielfalt: Freund retten ist genau so vertreten wie Fisch retten.

Weitere Anregungen zur Arbeit mit dem Kurzfilm:

  • Verfasse einen Nachruf auf eine der beiden Hauptfiguren.
  • Versetze dich in die Rolle von Ernest oder Marty. Kommentiere mündlich den Film aus deiner Sicht. Formuliere dabei auch innere Monologe, Bewertungen und Einschätzungen der Handlungen sowie die eigene Rolle und die des Freundes.

 

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Blogserie: Kurzfilme im Ethikunterricht

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Kurzfilme sind kurze Filme. Soweit klar. Aber warum sollte ich sie im Ethikunterricht einsetzen? Fangen wir von vorn an: Laut Definition sind Kurzfilme Filme mit einer Länge bis 30 Minuten (in einigen Definitionen sogar bis 60 Minuten), die meisten sind aber 5-15 Minuten lang. Es gibt bei Kurzfilmen dieselben Gattungen wie bei Langfilmen: Kurzspielfilm, Experimentalfilm, Animationsfilm, Tatsachenfilm, Industriefilm (z.B. Werbung, Musikclips). Für den Unterricht eignen sich Kurzfilme besonders gut, weil sie meist nur einen Erzählstrang haben, diesen kurz und prägnant darbieten. Außerdem wird die normale Aufmerksamkeitsspanne sowie die Unterrichtszeit nicht zu sehr überschritten und es sind bei Bedarf mehrere Wiederholungen möglich. Seit es Youtube gibt, ist die Anzahl der jährlich erscheinenden schier unüberschaubar geworden.

Ich setze Kurzfilme sehr gern ein, v.a. um einen Impuls für eine Diskussion oder Erarbeitung zu geben, um eine Horizonterweiterung oder einen Perspektivwechsel zu erreichen oder um erarbeitetes Wissen an einem anderen Gegenstand anzuwenden (Transfer). Dabei habe ich bisher hauptsächlich Kurzspielfilme und Animationsfilme verwendet.

Allgemeine Infos zu Kurzfilmen erhält man u.a. bei der Kurzfilmagentur Hamburg, bei der AG Kurzfilm und beim Kurzfilmmagazin Shortfilm. Die Frage nach den Bezugsquellen für Kurzfilme ist eher schwierig. Es gibt vom Goetheinstitut zwei sehr gute Kurzfilm-DVDs, die allerdings nur für Deutschlerner im Ausland vorgesehen sind (vielleicht kennt ihr jemanden?). Außerdem gibt es einige DVDs oder DVD-Reihen mit Kurzfilmen, z.B. Shocking Shorts. ARTE und 3sat senden häufiger Kurzfilme oder ganze Kurzfilmnächte. Einige der Filme sind auch bei Youtube zu finden.

Ich werde in nächster Zeit in einigen Blogbeiträgen Kurzfilme kurz vorstellen, die ich im Ethikunterricht einsetze. Auf die Bezugsquellen werde ich dabei nicht mehr eingehen.

Hier die vollständige Liste der Blogbeiträge (nur zu denen mit Links gibt es bisher schon Beiträge, die anderen müssen noch geschrieben werden ;)):

Wenn Ihr Blogeinträge oder Filmtipps habt, immer her damit 🙂 Selbstverständlich lassen sich die Kurzfilme nicht nur im Ethikunterricht einsetzen. Meine Erfahrungen gründen lediglich auf diesem Fach. Wenn du einen Film z.B. in Reli oder in Deutsch eingesetzt hast, freue ich mich auf deinen Erfahrungsbericht.

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Das Jahr 2013 in 12 Bildern

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Januar

Lego – immer wieder Lego.

01-13

Februar

Faschingsumzug in der kleinen Stadt – 2013 zum ersten Mal mit dem Gymnasium und gleich mit Hinweis auf die unbesetzte Schulleiterstelle (nach 1,5 Jahren haben wir nun wieder einen).

02-13

 

März

Erfurt, Neuentdeckung des Jahres

03-13

 

April

Mit Familienbesuch die Sehenswürdigkeiten der Umgebung neu erkundet – hier: St. Michael in Schwäbisch Hall. Immer wieder schön.

 

04-13

Mai

endlich Frühling, der Winter war lang.

05-13

Juni

Daran könnt ich mich gewöhnen – die Abende werden länger und lauer.

06-13

Juli

Baden im nahen Fluß – auch mal schnell abends. Der Sommer kann kommen 🙂

07-13

August

Fühlt sich wie Sommer an – Faßbrause in der Planwirtschaft in Dresden.

08-13

September

Neues Schuljahr, neue Herausforderungen, neue Kraft.

09-13

Oktober

Karstlandschaft wie aus dem Schulbuch – der Blautopf.

10-13

November

Mit der Klasse von Kind1 gefilzt.

11-13

Dezember

Nach Weihnachten nur noch Meer. (Das Bild zeigt den Hang zum wilden Mustermix, der mich dieses Jahr überkommen hat. Außerdem steht der blau gestreifte Rock stellvertretend für die vielen Dinge, die ich dieses Jahr genäht habe.)

12-13

 

(Hier die 12 Bilder von 2012)

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Frühstücksboxen

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Nachdem ich bei Berlin-Mitte-Mom immer ihre Frühstücksboxen bewunderte, habe ich auch angefangen, das Frühstück für meine Ks etwas ansprechender zu präsentieren. Das ist gar nicht so schwer. Leider machen es mir meine Ks nicht einfacher, da sie jeder besondere Extrawünsche haben und: alle Boxen kommen ohne Wurst/Fleisch aus.

Letzte und diese Woche fotografierte ich folgende:

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(weiterlesen im Leben mit Kindern – Weblog)

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Instagram – Oktober

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Die Fotos spiegeln den Monat ganz gut wider (auch die Tage, die recht anstrengend bzw. voller Erlebnisse waren – an denen war keine Zeit, sich über Fotos Gedanken zu machen oder keine gute Gelegenheit). Der Monat bestand aus allerlei kreativem: genäht (ohje, kein Foto in der Übersicht), gestrickt, gefilzt, gestanzt, Fenster angemalt u.ä. Außerdem gab es viel Arbeit: 2 neue Blogs mit allem drum und dran. Mal sehen, was der November bringt 🙂

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Das Jahr 2012 in Bildern

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Januar 

Winter am Meer, immer wieder toll. #Büsum

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Februar

Fasching in der neuen Wahlheimat. Da blüht die Stadt auf. 2

März3

April

Hessigheimer Felsengärten
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Mai

Münster in Ulm. Ich war nur bis zu dieser Aussicht. Gotische Architektur ist gut gegen Wohlfühlgefühl.5

Juni

Projekttage in der Schule. Ich habe filzen angeleitet.6

Juli

K2 ist schon 5

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August

Kindergeburtstagsparty K1 (8)8

September

Folklorum in Einsiedel9

Oktober

Herbst-Bastelei aus Fundstücken10

November

Adventskalender11

Dezember

Orte mit vielen Erinnerungen #Heimat
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Lesetagebuch: Kafka am Strand

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Ich versuche mich an einem Lesetagebuch über Kafka am Strand von Haruki Murakami. Es ist nicht das erste Murakami-Buch, dass ich lese, aber das erste digital (Kindle-App.). Mal sehen, ob ich es durchhalte, gelegentlich über den Fortgang des Buches zu schreiben. Aus der Leseerfahrung heraus weiß ich, dass Murakami-Bücher oft verwirrend sind, aber mächtig in einen Bann ziehen. Mal sehen, ob dies auch digital funktioniert.

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Vorwort und erstes Kapitel: ich habe einen 15jährigen kennengelernt, um den es wohl in der Geschichte geht. Er lebt bei seinem Vater, von seiner Mutter und seiner Schwester spricht er nur in der Vergangenheit. Sein Plan ist es, von zu Hause wegzulaufen. Im ersten Kapitel packt er seine Sachen und überdenkt einiges, was er zurücklässt. Zu seinem Vater hat er wohl kein gutes Verhältnis. Am Tag seines 15. Geburtstages kauft er sich ein Busticket und fährt den ganzen Tag, seinem zufälligen Ziel Shikoku entgegen.
Außerdem gibt es einen Jungen namens Krähe. Dieser wird im Vorwort erwähnt – er scheint so etwas wie eine Leitlinie vorzugeben. Ich bin mir nicht sicher, ob es ihn wirklich gibt. Sie sprechen von einer Prophezeiung, die anscheinend wichtig für die Geschichte ist.

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