Categotry Archives: digitalWorkflow

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warum digitale Medien nutzen?

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Ich sitze gerade über einem Artikel zur Nutzung digitaler Medien im Ethikunterricht. Es fällt mir leicht zu erklären, wie ich digitale Medien nutze, welche Tools ich einsetze, etc. Probleme habe ich zu erläutern, warum ich sie nutze. Für mich ist es einfach selbstverständlich.

Also fragte ich heute Nachmittag meine Twitter-Timeline. (Klar, oder?)

Das war meine Frage:

Nach kurzer Zeit bekam ich die ersten Antworten:


Nach und Nach wurden es immer mehr:

Vielen Dank für euere tollen Antworten! Leider passen sie nicht so richtig in den Kontext meines Artikels, da mir erst später aufgefallen ist, das ich meine Frage unpräzise gestellt habe. Aber nun fühle ich mich immerhin mehr bestätigt, gute Argumente zu finden um noch mehr Lehrer, Studierende, Referendare zu motivieren digitale Medien im Unterricht einzusetzen 🙂

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10 Jahre im ZUM-Wiki

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Seit 10 Jahren arbeite ich im ZUM-Wiki. Genau gestern war mein Jubiläum. Da alle Änderungen im Wiki dokumentiert werden, lässt sich das recht gut nachvollziehen. Bei jedem Benutzer kann man im linken Menü auf „Benutzerbeiträge“ klicken und dort kann man sich die Frühesten anschauen. Mein erster Beitrag war demnach am 10. Juni, 18:39 Uhr:

Bildschirmfoto 2015-06-11 um 23.44.57

Ich begann in der Elternzeit von meinem 1. Kind mich umzusehen und hing dann im Wiki fest. Zunächst unter meinem Benutzer: ma.y vervollständigte ich hauptsächlich die Ethikseiten. Später arbeitete ich als FrauSchütze mit Schülern im Wiki. Als ma.y habe ich knapp 6000 und als Frau Schütze knapp 1000 Änderungen an Wikiseiten.

Und ich muss sagen: Wiki und Bildung – das gehört einfach zusammen!

Dass ich bei der Wikiarbeit viel dazu gelernt habe, sieht man an meiner Benutzerseite: so sah meine Benutzerseite zu Beginn aus:

Bildschirmfoto 2015-06-11 um 23.47.49

 

und so sieht sie aktuell aus: es gibt Kategorien, Vorlagen und eine Menüleiste. Diese ist eine wirkliche Arbeitsseite 🙂 ZUM-Wiki 10 Jahre

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Philosophie zum Hören

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Philosophische Texte können ganz schön anstrengend sein … zum Glück (für meine Schüler) gibt es inzwischen immer wieder mal Podcasts, die einem die schwierigen Inhalte durch die Ohren ins Gehirn quasseln. Hier eine (sicher unvollständige) Liste:

  • Soziopod: Grimmepreisprämierter Podcast, leider lässt die Tiefe der angesprochenen Inhalte in den letzten 2-3 Folgen sehr zu wünschen übrig, die einzelnen Episoden sind sehr lang
  • Funkkolleg Philosophie: gut gemachte Sendungen zu vielen Themen der Philosophie und Ethik, jede Folge ist knapp 30 Minuten lang
  • Bayern 2 Radiowissen: Sendung, die jeden Tag auf Bayern2 kommt, gelegentlich sind philosophische Themen oder die Vorstellung von einzelnen Philosophen dabei. Zu einigen der Sendungen gibt es didaktisch aufbereitetes Material. Auch hier sind die Folgen knapp 30 Minuten lang.
  • einfach logisch: Sendung von BR alpha zur Logik
  • Das philosophische Radio: eine Sendung mit Jürgen Wiebicke bei WDR5, in jeder Sendung ist ein Gast mit dem über ein bestimmtes Thema diskutiert wird. Jede Sendung geht 55 Minuten.

Aus den Kommentaren: eine Sammlung von philosophischen Podcasts plus Suchfunktion nach philosophischen Inhalten in allen Podcasts. Danke an Tom!

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Digitalien gebündelt in einer Stunde #edchatde

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Ich schrieb vor einiger Zeit schon mal über den #EdchatDE, den wöchentlichen Twitterchat für Lehrende, Bildungsinteressierte, Lehramtsstudenten, etc. Inzwischen hat sich der Edchatde etabliert, alle bisherigen Themen und der Ablauf können hier nachgelesen werden. Wöchentlich nehmen zwischen 50 und 75 Teilnehmern / Teilgebern teil (je nach Thema schwankt die Zahl) und schreiben in einer Stunde etwa 800 – 1100 (Rekord gestern: 1155) Tweets.

Um einen Einblick in meine Edchatde-Gewohnheiten zu geben, fotografierte ich gestern kurz nach dem Ende des Edchatde mein Setting zu Hause:

edchatde

 

Ich habe auch schon Edchats nur mit Ipad bestritten, war dann aber regelmäßig frustriert, dass ich nicht mal das Gefühl hatte, irgendwas mitzubekommen. Deshalb also:

  • auf dem großen Bildschirm ist Tweetdeck im Chrome, mit v.l.n.r.: meiner normalen Timeline (@ma_y), der #Edchatde – Suche, dann die @Mentions (beide Accounts in einer Spalte – seeehr praktisch!) und die Timeline von @ZUMTeam, die letzten beiden Spalten sind die Direktnachrichten und meine Favoriten. Alles passt komplett auf den großen Bildschirm.
  • auf dem Laptopbildschirm hatte ich gestern erstmals die Fragen aus dem Edchat-Blog, dazu unten mehr, sonst war dort die Twitterseite vom @Edchatde-Account, weil ich die Fragen sonst im Strom manchmal verpasse.
  • auf dem Ipad habe ich Mitteilungen offen, also auch RTs und Favs. Ist nicht unbedingt nötig, gibt aber einen Überblick über die „stillere“ Interaktion. (das würde ich mir hinterher sowieso anschauen, so erspare ich mir das und sehe es kontextnah).
  • und schließlich das Fairphone, das jedesmal brummt, wenn eine Nachricht rein kommt. Außerdem konnte ich so nebenbei noch mit einem Edchatde-Neuling etwas schreiben 😉
  • Tee und Nüsse müssen sein 😉

Kompletten Überblick habe ich trotzdem nicht, weil ich zwischen 20 und etwa 20:20 mein Kleinvolk ins Bett bringe. Das heißt, alle Tweets, die in dieser Zeit geschrieben werden, gehen an mir vorbei. Wenn jemand auf einzelne Tweets reagiert oder sie retweetet, wenn ich dann am Rechner sitze, sehe ich zumindest einen Teil. Gelegentlich lese ich die Tweets nach, meist schaffe ich das aber nicht.

Für mich war es deshalb gut, dass die Fragen vorher schon veröffentlicht waren. So konnte ich wenigstens meine (von @ma_y und gestern auch, da thematisch sehr passend, von @ZUMTeam) Antworten auf die konkreten Fragen vorher posten und zeitlich vorplanen. Auf Reaktionen darauf konnte ich dann später eingehen. Leider fehlen mir so aber die Tipps und Tricks der anderen aus den ersten 15-20 Minuten, außer sie wurden retweetet oder jemand fragte nach, etc.

Eine weitere Unterbrechung im Nachrichtenstrom, die dem Überblick entgegenwirkt, sind Gespräche. Sobald ich auf einen Tweet klicke, um zu antworten, kann ich dem Tweetstrom an sich nicht mehr folgen. Ich habe mich entschieden, diese Lücken zu akzeptieren und trotzdem nehme ich noch eine Menge aus dem Edchatde mit. Schon allein die Tatsache, dass auch andere mit digitalen Medien im Unterricht experimentieren lässt mich jede Woche hoffen, dass der Einsatz im Schulalltag bald ganz normal wird. Von gestern habe ich trotzdem noch einige Tabs offen, die ich mir noch anschauen muss.

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Sommerferienprojekt: Digitalisierung des Arbeitszimmers – 2

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Ich digitalisiere gerade mein Arbeitszimmer (ich berichtete). Und so sieht der aktuelle Stand aus:

IMG_20140814_160931Hier oben sieht man die ganzen leeren Ordner, es sind inzwischen noch etwa 5 dazu gekommen. Ich habe viele Blätter weggeworfen, die ich mehrfach oder bereits im Computer hatte, da ich sie selbst erstellte. Den aufzubewahrenden Rest habe ich nach Themen sortiert in Bündeln in die Schule zum Scannen getragen. Dieser Stapen hier drunter links hat etwa 45 Minuten gedauert. Insgesamt war ich für alles etwa 2h beschäftigt.

IMG_20140813_175216Das OCR / Durchsuchungsproblem habe ich noch nicht gelöst. Ich weigere mich dagegen, wie in den 90er Jahren meine Ordner nach Fächern & Themen zu sortieren. Inzwischen müsste die Technik um einiges weiter sein. Ich habe einige Programme getestet, die pdfs durchsuchbar machen, allerdings musste ich feststellen, dass mein Laptop dafür leider zu langsam ist. Inzwischen habe ich technische Unterstützung bekommen und wenn alles glatt läuft, bekomme ich bald eine Lösung (keine perfekte, aber immerhin eine. Ich werde berichten.)

Mein Arbeitszimmer ist jetzt übrigens wieder schön luftig. Schulbücher und Hefte / Zeitschriften habe ich behalten (schade, dass es von den meisten noch keine digitalen Alternativen gibt!). Beim Durchblättern meiner Unterlagen fand ich wahre Schätze, die ich schon lange vergessen hatte und wohl auch seit 10 Jahren nicht angeschaut hatte.

So sieht mein Regal nun aus – das ist eines von dreien. Hier stehen die Schulbücher, zu denen ich im kommenden Schuljahr keine Klassen habe bzw. die Bücher, die in meinem Bundesland nicht zugelassen sind. Ich verwende sie, um gelegentlich andere Herangehensweisen oder Inspirationen zu holen. Gerade in Ethik gibt es viele Möglichkeiten die verschiedenen Themen zu bearbeiten, deshalb nehmen die Ethikbücher auch den größten Raum ein.

Für jedes Fach richtete ich eine Kiste mit Hängeregistern ein. Darin befindet sich bereits vorbereitetes Unterrichtsmaterial, z.B. fertige Stationenarbeiten, die sich als sinnvoll erwiesen haben und die genau so wieder verwendet werden können. Das ist wirklich überschaubar.

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Geschreddert habe ich auch ziemlich viel. Mal sehen, ob uns die Motivation packt und wir schöpfen in den Ferien noch etwas Papier daraus.

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Sommerferienprojekt: Digitalisierung des Arbeitszimmers – 1

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In den Sommerferien habe ich viel freie Zeit. Diese möchte ich jedes Jahr für etwas sinnvolles nutzen. Dieses Jahr digitalisiere ich mein Arbeitszimmer. Ich hatte das schon länger vor, bisher fehlte mir jedoch die Zeit. Insbesondere die Frage nach der sinnvollen Ablage und Durchsuchbarkeit ist noch offen.

Bestandsaufnahme:
Fairphone 197In meinem Arbeitszimmer befinden sich 34 8cm-dicke Ordner und 18 5cm-dicke Ordner voll mit Unterrichtsmaterial (von mir, von ehemaligen Mitreferendaren), Mitschriften vom Studium, Zeitschriftenartikeln, von denen ich dachte, dass sie sinnvoll für meinen Unterricht sind. Ziel ist es, die Ordner auszusortieren und das, was ich wirklich benötige einzuscannen, um digital darauf zugreifen zu können.

Vorgehen:

Schon lange bevor ich anfing, recherchierte ich nach sinnvollen Dokumentenmanagementsystemen. Als ich nicht weiter kam, schickte ich andere Menschen in die Spur. Was ich suche ist aus meiner Sicht recht simpel: ich habe viele Dateien (pdfs, Worddokumente, jpgs, Videos, mp4, etc.) in einem Ordner und will, dass sie durch das System durchsucht werden können und mir situativ angezeigt werden. (jpgs, Videos und mp4 könnte ich verschlagworten, der Text sollte komplett durchsucht werden können). Das heißt: wenn ich eine Unterrichtsstunde zu Nietzsche und Religionskritik mache, möchte ich alle Dokumente dazu angezeigt bekommen. Außerdem wäre es schön, wenn meine Dokumente in sinnvollen Unterordnern automatisch (virtuell) abgelegt werden, z.B. der Nietzsche beim Thema Religionskritik aber auch im Ordner Wahrheit (z.B. meine Notizen zu „Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn“). Beide sollten aufeinander verweisen, das Dokument aber nur an einer Stelle liegen für den Fall, dass ich es bearbeite.

Für Mac gibt es sowas kompaktes, für Windows gab es so etwas bis Februar 2014 (Es hieß Doo und hier ist ein Interview mit dem Chef über die Gründe, warum es eingestellt wurde. Ganz ehrlich: ich hätte auch Geld dafür bezahlt. Schade schade.)  Soweit ich das bisher sehe, bleibt mir nun nur Evernote, was zumindest einen Teil davon kann, was ich will. Allerdings muss ich alle meine Dokumente auf den Evernote-Server schieben und a) meinen Account mit lauter Zeugs belasten, in das ich vielleicht nicht nochmal reinschaue und b) es dann alles online liegt. Letzteres ist auch ein Vorteil, weil ich von überall darauf zugreifen könnte, aber es ist eben auch ein Nachteil aus meiner Sicht.

Soweit also dasFairphone 191 Problem der Archivierung. Mit dem Aussortieren und Einscannen komme ich ganz gut voran. Ich nutze zum Scannen den Kopierer in der Schule, der mir alles in pdfs auf meinen Stick speichert. (Leider ohne Texterkennung, das ist der nächste Schritt oder damit.) Das Scannen geht sehr schnell. Ich muss nur alle Ordner in die Schule tragen und wieder zurück.

Beim Aussortieren fand ich z.B. handgeschriebene Folien zu einem Vortrag, den ich in der Oberstufe über Nietzsche hielt oder auch Mitschriften aus einer Vorlesung über Nikolaus von Kues. Fairphone 192Außerdem die Quellenangabe unter einem Handout (ebenfalls als ich in der Oberstufe war) aus der Zeit bevor das Internet als Quelle schnell und einfach verfügbar war. Vieles davon wandert in die Altpapierkiste, da ich es seit 15 oder 20 Jahren nicht ein Mal angeschaut habe, es nur immer mit mir umgezogen ist. Meine Bücher behalte ich übrigens alle. Im Gespräch mit einer älteren Kollegin heute erfuhr ich, dass sie auch ihren Bücherbestand von Zeit zu Zeit ausmistet. Soweit bin ich aber noch nicht.

Fairphone 199Fazit bisher:

Ich habe bereits sechs dicke Ordner aussortiert, dreieinhalb blieben noch übrig zum einscannen. Drei davon sind bereits eingescannt. Das Problem mit der Archivierung und Wiederfindbarkeit bleibt vorerst bestehen.  

To do:

Ich schaue mir ein paar weitere Dokumentenmanagementsysteme an. Bisher bin ich mit keiner Lösung wirklich zufrieden. Leider erwarten alle, die ich bisher fand, dass ich meine Dokumente dort hochlade (z.B. Filee, Gini). Das möchte ich nicht. Leider sieht es beim Elektronischen Leitzordner nicht so aus, als könne man Dokumente an mehreren Stellen ablegen. Wie macht ihr das mit der Ablage?

 


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Prüfungsvorbereitungs-MindMap zur Sterbehilfe

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In meinen Präsentationsprüfungen hatte ich dieses Jahr wieder lauter spannende Themen. Die Prüfungen sind nun rum, sodass ich nach und nach meine Vorbereitungen veröffentlichen kann. Meine Mindmaps sind keinesfalls vollständig und umfassend!

Da ich ein großer MindMap-Fan bin, habe ich dieses Jahr erstmals auch mit den Mindmaps von XMind in den Prüfungen gearbeitet. In den letzten Jahren hatte ich immer nur Fragen vorbereitet. Bei den diesjährigen Prüfungen habe ich ganz gute Erfahrungen mit meinen Mindmaps gemacht: Ich habe die Punkte, wenn sie genannt wurden, abgehakt. (Ein weiterer Punkt in meiner Mindmap war noch: „weitere Fragen“, das habe ich fürs Blog raus genommen. Eventuell habe ich das Thema ja nochmal in den nächsten Jahren ;)) Allerdings war die gesamte Mindmap auf ein A4-Blatt gedruckt, sodass ich zwischendurch echt genau schauen musste. Da muss ich mir was anderes überlegen (notfalls groß kopieren, aber evtl. gibt es elegantere Lösungen). Aber jetzt zum Thema Sterbehilfe:

Überblick:

Hier ist meine kurze Zusammenfassung, die ich mir im Vorfeld der Präsentationsprüfung gemacht habe. Die Quellen seht ihr unten.Sterbehilfe2

 

Links/Literatur:

außerdem:

  • Philosophie-Magazin 3/2014
  • Pfeifer, Volker (Hrsg.): ethisch argumentieren, Schöningh 2009
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Rechercheübung

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Zur Vorbereitung der Präsentationsprüfung (bei uns die mdl. Prüfung im Abi) übe ich mit meinem Neigungskurs das Recherchieren. Natürlich haben sie das im Laufe ihres Schullebens schon geübt und kennen die meisten Seiten. Dennoch hat es sich als hilfreich erwiesen, so kurz vor der eigenständigen Erarbeitung der Präsentationsthemen nochmal an die gängigen Recherchetipps zu erinnern.

Zunächst spielen wir ein Google-Quiz, das ich bei Learning-Apps gefunden habe:

Zur Vertiefung habe ich eine Prezi zur Rechercheübung erstellt. Darin werden die gängigen Plattformen gezeigt und anhand des Schnitzel-Beispiels geübt. Die Prezi habe ich nun schon ein paar Mal verwendet und immer wieder verändert. Sicher ist auch diese nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber jetzt kommt sie erstmal ins Blog hier. Die Idee der Schnitzeljad auf Grundlage von Schnitzeln habe ich aus dem COER13 🙂

(Meine Prezi steht unter CC-by-Sa!)


 

 

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Open Street Map in der Projektwoche II

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Nachdem ich mich über Open Street Map (OSM) allgemein schon etwas schlau gemacht habe, tauchten immer mehr Informationen auf.

Schulprojekte

Hilfen für meine Region

Weiterverwendung

See full screen

 

(wird noch ergänzt)

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Open Street Map in der Projektwoche

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Vorbemerkung: Ich habe vor, in der diesjährigen Projektwoche mit den Schülern meiner Gruppe „irgendwas mit“ Open Street Map zu machen. Daher beschäftige ich mich momentan damit. Meine Fortschritte werde ich hier dokumentieren. Neben dem Lesen im Internet sprach ich beim Educamp in Frankfurt mit Chantal Pannacci (@anachorete), die mir ein paar gute Tipps gab.

Was ist Open Street Map (OSM)?

Es ist ein freies Projekt, dass für jeden nutzbare Geodaten sammelt (Open Data) und in Karten darstellt. (In der Wikipedia gibt es einen langen Artikel darüber.) Das spannende daran ist, dass (wie in der Wikipedia auch) jeder mitmachen kann. Man kann sich z.B. genauso wie in der Wikipedia anschauen, wer in welcher Region gearbeitet hat. Das Projekt gibt es seit 2004, mittlerweile gibt es weltweit über 100.00 Benutzer. Die Daten sind als Creative Commons (CC-by-SA 2.0) lizensiert, d.h. man darf sie mit Hinweis auf Quelle, Urheber (OSM) und den Lizenztext unter dieser Lizenz weiter verwenden. Gerade bei Karten gibt es ganz strenge Grenzen hinsichtlich Urheberrecht und Weiterverwendung.

Berichte und Neuigkeiten gibt es im OSM-Blog. Dort werden viele spannende Projekte von anderen OSM-Nutzern sowie Beispiele, wo OSM-Karten verwendet werden vorgestellt. Außerdem gibt es die Termine der OSM-Stammtische in verschiedenen Orten. Ich beobachte das mal, vielleicht gibt es ja einen hier in der Nähe in nächster Zeit.

Wie kommen die Daten in die Karte?

Dafür gibt es grob zwei Möglichkeiten: das reale Abschreiten – also z.B. sehe ich einen Briefkasten oder eine Parkbank und ich trage sie mittels eines Editors (auf dem Smartphone mit GPS-Ortung und Schlagworten (Tags)) ein. Ich habe den Editor Vespucci für Android getestet und komme damit ganz gut zurecht. Eine gute Möglichkeit zum Anfangen ist das Korrigieren von Fehlern – in meiner kleinen Stadt beispielsweise wurde im vergangenen Jahr eine Kreuzung zum Kreisverkehr umgebaut. Der Kreisverkehr ist inzwischen drin, nicht aber der daran anschließende Stadtgarten mit zum Verweilen einladenden Bänken.

Die zweite Möglichkeit ist die Arbeit am Computer. Es gibt frei verwendbare Luftbilder (z.B. von Bing), die in einem OSM-Editor im Browser hinter die Karte gelegt werden können. Daraus kann man z.B. Häuser und deren Umrisse entnehmen und auf der Karte eintragen.

Warum könnte das nützlich sein?

Grundsätzlich ist die OSM-Karte sympathischer als GoogleMaps, da sie neben den reinen Informationen auch so genannte Points of Intrests (POI) zeigt – d.h. Punkte, die für andere Nutzer interessant erscheinen, z.B. die Leerungszeiten des lokalen Briefkastens. Die OSM-Community ist inzwischen auch so groß, dass Fehler recht schnell korrigiert werden. Das Wikipedia-Argument: weil jeder was eintragen kann, ist bestimmt viel falsches drin, ist sowohl bei Wikipedia als auch bei OSM inzwischen überholt.

Die Kartendaten stehen zum Herunterladen bereit, d.h. sie können gut weiterverwendet werden. Eine Möglichkeit wäre, dass die Gemeinde auf Grundlage der Karte eine „Senioren-Karte“ heraus gibt, in der die Parkbänke und die rollator- und rollstuhlgerechten Restaurants eingetragen sind. Ein ähnliches Ziel verfolgt übrigens ein anderes freies Projekt: WheelMap ist eine Karte für rollstuhlgerechte Orte.  Die App Komoot greift z.B. auf OSM zu um Touren in der Umgebung anzuzeigen. (Eine Region kann kostenlos zum Ausprobieren freigeschaltet werden.)

Eine weitere Anwendung findet OSM z.B. in der Entwicklungshilfe. Dazu gibt es einen Beitrag beim DLF. Mit Hilfe von Luftbildern kann auch von zu Hause aus kartiert werden.

Wie bereits erwähnt: im OSM-Blog sind immer auch Verwendungsmöglichkeiten nachzulesen, z.B.:

Gemeinsame Anstrengungen mit rekordverdächtigem Ergebnis – 68 Mappern gelingt es in 29 Stunden die komplette Stadt Mamou mit 20105 Häusern in OSM verfügbar zur machen. Die Karten werden für “Ärzte ohne Grenzen” anlässlich der Ebola-Epidemie in Guinea benötigt.

 

und nun?

Für meine Projekttage bin ich nun schon ein Stück weiter. Ich habe es selbst ausprobiert und festgestellt, dass unsere kleine Stadt kaum kartiert ist. Außerdem kann ich das Projekt zumindest ein Stück weit erklären. Die Fragen, die für mich noch offen sind, ist die grundsätzliche Entscheidung, ob wir eher draußen oder drinnen arbeiten (oder beides) und für welche Klassenstufen ich das Projekt anbiete – ab 5. Klasse oder erst ab z.B. 9. Klasse.

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