Categotry Archives: Projekte

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#COER17

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Ich habe mal wieder bei einem MOOC mitgemacht, dem COER17. Es ging um OER, also Offene Bildungsressourcen. Zugegeben: es war ein Heimspiel und ich habe nicht wirklich viel Zeit investiert – in den 4 Kurswochen etwa 15 Minuten pro Woche. Da ich vor einigen Jahren schonmal am COER teilgenommen habe, hat mich vor allem die Neubearbeitung interessiert. Es sind viele neue Videos gedreht worden und der Focus liegt ganz klar auf den Lizenzen und dem Umgang damit. Das ist sicherlich für Neulinge ganz nützlich und hilfreich. Das Forum finde ich mehr als umständlich, denn man kann keine echten Diskussionen führen, auch wird eine Vernetzung sehr stark erschwert. Für mich ist der „Gewinn“ aus dem Kurs deshalb eher nicht sonderlich groß, aber immerhin habe ich durchgehalten 😉

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gelesen: das kurze Leben der Sophie Scholl & Einbruch der Wirklichkeit: auf dem Flüchtlingstreck durch Europa

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Das kurze Leben der Sophie Scholl von Hermann Vinke und Inge Aicher-Scholl (Kindle-Version)

Das Buch habe ich ohne großes Vor-Interesse ausgewählt. Ich wusste lediglich von einem Kollegenausflug, dass die Freundin von Sophie Scholl eine Zeit lang im Nachbarort wohnte und Sophie demnach auch gelegentlich hier in der Gegend war. Dennoch habe ich das Buch recht schnell gelesen. Die Stimmung beim Lesen wechselte zwischen aufrichtiger Bewunderung und Entsetzen über die ungerechten Zustände. Das Buch geht chronologisch vor: von der unbeschwerten Kindheit und der Suche nach eigener Identität über die Schulzeit in Ulm und die beginnende Studienzeit in München bis hin zur Verhaftung, Verhandlung und Hinrichtung. Durch die verschiedenen Personen, die über Sophie berichten (teils aus dem Archiv, teils aus Interview nur für das Buch, teils aus Briefen), bekommt man immer wieder neue Einblicke in ihr Leben, ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Hinzu kommt, dass sie wohl eine gute Zeichnerin war. Es sind einige im Buch enthalten. Das Buch brachte mir auch die „weiße Rose“ näher, denn natürlich lässt sich das Leben von Sophie Scholl nicht unabhängig von ihrem Bruder Hans erzählen.

Über Inge Aicher-Scholl bin ich auf den Podcast vom 27.3.17 mit ihrem Mann: Otl Aicher gestoßen, der für viele der gängigen Piktogramme verantwortlich ist.

Navid Kermani: Einbruch der Wirklichkeit: Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa

Das zweite Buch von Kermani, das ich las. Und wieder: aufwühlend und ernüchternd. Ich mag seinen Stil, die Dinge schonungslos zu beschreiben, andere durch Leerstellen bewusst interessant und nachdenklich zu hinterlassen. Er beschreibt im Buch Stationen der Flüchtlingsroute über den Balkan, wobei er in entgegengesetzter Richtung reist. Erschreckend, bedrückend, verständnislos, warum Menschen so etwas zugemutet wird.

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Bündnis freie Bildung – gemeinsam für OER

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Als Vertreter der ZUM bin ich beim Bündnis freie Bildung dabei. Dieses Bündnis ist ein loser Zusammenschluss verschiedener Organisationen und Institutionen mit dem Ziel, OER und freie Bildung mehr bei politischen Entscheidungsträgern ins Gespräch zu bringen. Im Januar haben wir uns einen Tag lang in Frankfurt getroffen und die Ziele für 2017 festgelegt. (Ich schrieb darüber.)

Zusammen mit René Pickhardt sprach ich mit Jöran im Anschluss an das Treffen über das Bündnis und die Ziele. Seit heute könnt ihr euch den Podcast anhören. (Ich habe ihn mir noch nicht angehört, möchte lieber nicht hören, was ich da so spontan von mir gegeben habe ;))

Das war übrigens schon das 3. Mal, dass ich mit Jöran sprach (1: Wikis, 2:  ZUM).

 

Bild: Podcast mit René und Jöran (CC BY 4.0 by Valentin Muenscher)

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Seminar: Digitale Medien im Unterricht

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Am 31.1. findet im Rahmen der Ringvorlesung „Schlüsselprobleme“ der Gesellschaft an der TU Dresden eine Vorlesung zum Thema „Big Data, Citizen Science und Crowd Sourcing“ statt. Ich werde das Seminar dazu am 2.2. leiten. Ich verschiebe das Thema in Richtung Digitale Medien im Unterricht, da die Zielgruppe ausschließlich Lehramtsstudenten sind.

Die organisatorischen Voraussetzungen sind folgende: ich werde nicht vor Ort sein, sondern per Hangout zugeschaltet werden. Es gibt eine Todays-Meet-Gruppe, in der die Studierenden direkt Rückfragen stellen können, die ich im Verlauf der Seminarveranstaltung (hoffentlich) beantworten werde. Vor Ort unterstützt mich Josephine Sprawe, die bei der Organisation der Veranstaltung mitgewirkt hat. (Hoffentlich klappt die Technik ;)) Ich gehe davon aus, dass jeder Student* ein digitales Endgerät mit Internetzugang zur Verfügung hat – Smartphone reicht, Laptop ist komfortabler.

Momentaner Stand der Planung zum Ablauf: Ich werde zunächst allgemein etwas zu digitalen Medien im Unterricht sagen. Danach geht es um Lehrer und Schüler als Konsumenten von Webangeboten, anschließend um selbige als Produzenten. Weil letzteres das spannendste ist, werde ich auf diesen Punkt den Focus legen und auch (so hoffe ich) mit den Studierenden ein paar Ideen sammeln für den Einsatz digitaler Medien – natürlich in einem ZUMPad.

Zum Abschluss soll jeder noch in meinem Ethik-Kursblog kommentieren. Dazu habe ich bereits zwei Beiträge vorbereitet. Der erste allgemein zur „Welt von morgen“ ist bereits online, der zweite im engeren Sinn zu Big Data folgt am Samstag Sonntag. Ich werde versuchen, am Montag meine Schüler dazu zu motivieren bereits ihre Gedanken zu den Themen aufzuschreiben. (Ich hoffe, dass Blog hält den Ansturm zum Seminar am Donnerstag aus.)

Meine Prezi verlinke ich nach der Veranstaltung hier. Sie ist noch nicht finalisiert.

*ja, auch die Studentinnen, klaro!

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Rückblick 2016

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2016 war ganz ok.

Im Februar endete meine Elternzeit mit K3. Danach stieg ich wieder mit 18 Unterrichtsstunden ein. Das ging ganz gut, auch wenn die Umstellung am Anfang etwas holprig war. Seit dem neuen Schuljahr habe ich viele viele Freistunden, sodass ich einen Großteil des Unterrichts in der Schule vorbereiten kann. Der Nachteil ist, dass viel Zeit fest verplant und gebunden ist. Meine Unterrichtsvorbereitung geht inzwischen ganz locker flockig mit Evernote (konkrete Unterrichtsstunden) und Devon Think (Materialbox). Da ich die Materialsammlung für Geographie betreue, schreibe ich meinen Kollegen monatlich eine Mail mit den neuangekommenen Sachen sowie tollen Links. Bestes Tool (nicht nur) für letzteres ist für mich nach wie vor Twitter (aktueller Followerstand: 1038).

Dieses Schuljahr unterrichte ich alle Ethikklassen in meiner Schule (7,9,10,11,12) sowie einige in Geographie (5,10,11 (GK),12 (GK)). Dazu kommt, dass ich weiterhin die AG Schülerzeitung leite. Letztes Schuljahr gab es insgesamt 3 Ausgaben, dieses kommen wir, bedingt durch die Dokumentation der Projekttage, wahrscheinlich auf 4. Mit Scribus komme ich inzwischen ganz gut zurecht. Die Erstellung des Layouts dauert trotzdem noch recht lang.

Für die ZUM bin ich weiterhin 1. Vorsitzende. Unseren Rechenschaftsbericht haben wir hier im Rahmen des ZUM-Treffens im November online gestellt. 2017 wird die ZUM 20 Jahre alt. Wir beginnen langsam, dieses Jubiläum vorzubereiten.

Geredet habe ich viel in der Schule. Im Dezember verschlug es mir einige Male die Sprache, was allerdings hauptsächlich an meiner Erkältung lag. Außerdem sprach ich über digitale Medien im Ethikunterricht bei der Landestagung des Fachverbands.

Geschrieben habe ich auch etwas. Mein Vorsatz, jeden Monat wenigstens einen Blogbeitrag zu veröffentlichen hat in 11 Monaten geklappt (wenn ich diesen Beitrag noch im Dezember veröffentliche ;)). Meine Publikationsliste hat auch Zuwachs bekommen: Digitale Medien. in: Pfister / Zimmermann: Neues Handbuch des Philosophieunterrichts, 2016 S. 357 ff. Außerdem habe ich einen Beitrag für die Praxis Philosophie / Ethik geschrieben (Heft Migration und Moral, kommt 2017 raus). Ich merke jedoch, dass das im laufenden Unterrichtsbetrieb ganz schön stressig ist. Im Rahmen der Flüchtlingshilfe hier im Ort habe ich einige Blogbeiträge geschrieben, die meisten jedoch vorgefertigt bekommen und nur noch publizieren müssen. Dafür habe ich bei jedem Treffen der Orga-Gruppe (ca. aller 3 Wochen) das Protokoll geschrieben. Mein Arbeitskreis hat auch ein klein wenig Arbeit geleistet. Beim wöchentlichen Edchatde habe ich schon lange nicht mehr teil genommen, weil meine Kinder erst gegen 20:40 alle im Bett sind. Dann noch reinzukommen, habe ich ein paar Mal versucht, ist aber verdammt schwierig. Dafür habe ich beim Team Saar+ ordnungsgemäß die Tweets eingesammelt. Immerhin etwas Teilgabe.

Gereist bin ich zum ZUM-Workshop, zum Educamp nach Leipzig, zum ZUM-Vorstandstreffen und zum ZUM-Treffen. Virtuell reise ich jeden Monat zum virtuellen Treffen in Form des monatlichen Calls des Bündnis freie Bildung, ein echtes Treffen ist für Januar geplant.

Gelesen habe ich leider wieder nicht so viel. Auf der Gelesen-Liste stehen 9 Bücher, wobei die ersten beiden realistischerweise noch zu 2015 gehören. Viel Spaß macht mir übrigens immer das Lesen der Kommentare zu meinen versteckten Geocaches. Ich habe 13 eigene, davon ein Multi. Mein Ziel war es, 2016 auf 100 gefundene Caches zu kommen. Aktuell habe ich 157. Ziel erreicht 🙂

Ausblick 2017: Ich habe einige Projekte bereits geplant, u.a. einen Wiki-Workshop bei der GEW-Tagung zu digitalen Medien, ein Seminar zu einer Ringvorlesung an der TU-Dresden sowie wieder einen Beitrag für die Praxis Philosophie/Ethik. Außerdem, wenn alles gut geht, wird Ende Juli Kind4 auf die Bühne treten.

Link: Rückblick 2015

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Pläne und Projekte: Schuljahr 2016 / 17

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Das neue Schuljahr steht vor der Tür und schon jetzt wirft es seine Schatten voraus. Ich schreibe hier etwas über meine Pläne und Projekte in diesem Schuljahr, soweit sie jetzt schon fest stehen.

  • Unterrichten: Selbstverständlich steht das an erster Stelle. Ich unterrichte 75%, darunter alle Ethikklassen (7,9,10,11,12) sowie Geographie in Klasse 5, 10, 11 und 12, außerdem führe ich die SchülerzeitungsAG weiter. Meinen Stundenplan habe ich auch schon, er sieht ganz gut aus 🙂
  • Bloggen: Im Rahmen des Unterrichts werden die Ethikblogs weitergeführt, erstmals von beiden Oberstufenkursen. (Auch dieses Blog hier führe ich natürlich weiter. Ich habe aber keinen Redaktionsplan, etc. sondern schreibe, wenn es was zu schreiben gibt.)
  • Schreiben: ein geheimes Buchprojekt, zu dem ich einen klitzekleinen Teil beigetragen habe, außerdem schreibe ich an einem Artikel für eine Didaktikzeitschrift.
  • Vortragen: Eine Seminarveranstaltung im Rahmen einer Ringvorlesungsreihe zu Schlüsselproblemen der Gegenwart für Lehramtsstudenten ist in Planung. Mein Seminar dazu findet im Februar statt.
  • Bewerten: Ich darf Ethik-Referendare und ihre Lehrproben besuchen. Ich bin gespannt!
  • Rumreisen: Ich versuche, zum Frühjahrs-Educamp zu fahren, da es in BW statt findet (trotzdem 2h Fahrt für mich). Außerdem fahre ich natürlich zum ZUM-Mitgliedertreffen.
  • Zumeln: Das ist kein echtes Verb, schon klar – bei uns bedeutet es: ich arbeite für die ZUM. Der 1. Vorsitz bringt einiges an Mailaufkommen, etc. mit sich, sodass ich fast täglich dafür Zeit einplane. Außerdem findet im Oktober unser Mitgliedertreffen statt, s.o., welches sich mit der Vorbereitung des 20. Vereinsgeburtstages beschäftigt. Durch die ZUM bin ich ins Bündnis freie Bildung gerutscht, auch dafür braucht es etwas Zeit.
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digitale Medien im Ethik-Unterricht

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Heute hielt ich bei der Jahrestagung des Landesverbands einen kurzen Vortrag zum Thema

„Wider die digitale Unmündigkeit! Multiperspektivität, Kooperation und Individualisierung durch digitale Medien im Ethikunterricht“

Ich versprach, die genannten Links hier zum Anklicken bereit zu stellen. Hier ist außerdem der Link zu meiner Präsentation.

Einleitung

Lehrer und Schüler als Konsumenten

Lehrer und Schüler als Produzenten Bildschirmfoto 2016-06-01 um 22.49.42

Lehrer kooperieren und bilden sich fort

  • ZUM-Wiki für Ethik zur Bereitstellung sowie zur gemeinsamen Entwicklung von freien Bildungsmaterialien (Open Educational Resources = OER)
  • der Edu-Chat für Lehrer: edchatde bei Twitter, Dienstags 20-21 Uhr, hier der Link zum Weblog, das einige Informationen und die Themen für die nächste Woche enthält.
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Es tut sich was, im UnivOERsum: der OER-Atlas #OERAtlas und #OERde16

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(Dieses Wortspiel hatte ich bis dato noch nicht gelesen. Der nOERd ist ja allseits bekannt.)

Seit gestern findet in Berlin (bOERlin ;)) das OER-Festival statt. In diesem Rahmen gab es u.a. einige Veröffentlichungen und besondere Veranstaltungen, auf die ich kurz hinweisen möchte.

Der OER-Atlas, mit vielen deutschsprachigen Initiativen, Blogs, Wikis, etc. die deutschsprachige OER bereit stellen. Der Atlas enthält zunächst ein Vorwort und eine statistische Auswertung der Einreichungen. Anschließend werden die Einreichungen, geordnet nach Bereichen: Bereichsübergreifend, Schule, Hochschule, Aus- und Weiterbildung sowie Non- und informale Bildung vorgestellt.

Die ZUM ist dabei recht oft vertreten. Im unten stehenden Screenshot habe ich die Projekte der ZUM in einem Teil des Inhaltsverzeichnisses unter dem Punkt „Schule“ markiert. Es gibt noch eine zweite Seite Inhaltsverzeichnis in diesem Bereich, in dem auch noch zwei weitere ZUM-Projekte zu finden sind. Einige weitere Bereitsteller von Services sind ZUM-Mitglieder oder Partner der ZUM. Ich finde das auf der einen Seite sehr beachtlich. Allerdings zeigt es auch, dass momentan noch recht viel ehrenamtlich und „nebenbei“ läuft. Ich bin gespannt, wie die zugesagten Fördergelder des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (Beispiel) in nächster Zeit diese Landschaft verändern werden.

OER-Atlas Schule

Da ich seit November 1. Vorsitzende der ZUM bin, verzerrt der OER-Atlas etwas die geographische Vielfältigkeit seiner Akteure. Viele der Einreicher aus der ZUM haben meine Adresse als Kontaktadresse angegeben. So sieht es nun auf der Karte, die das Titelbild des OER-Atlas ziert, so aus, als würden im Nordosten von Baden-Württemberg, im kleinen Städtchen Gerabronn, das kaum 5000 Einwohner hat, ein Großteil der OER für Deutschland erstellt. Dem ist natürlich nicht so. Die aktiven nOERds sitzen überall in Deutschland 🙂

 

Im Rahmen des OER-Festivals gibt es zahlreiche Veranstaltungen. Karl Kirst, unser ehemaliger 1. Vorsitzender, ist für die ZUM vor Ort und nimmt viele Termine wahr. Eine Übersicht seiner Auftritte findet ihr hier.

Außerdem sind wir gespannt, wer den fOERderAward bekommt und wer den OER-Award in den verschiedenen Kategorien mit nach Hause nehmen darf. Ich war Teil der Jury, der oer.acadamy, die durch die phantastische Organisation von Anja Lorenz sehr professionell gearbeitet hat. Aber auch ich als Jurymitglied weiß noch nicht, wer letztlich gewonnen hat. (Es gab übrigens auch eine Befangenheitsregel, sodass ich selbstverständlich keine ZUM-Projekte nominieren konnte.)

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gelesen: alle Toten fliegen hoch / Amerika & Irgendwo

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Nachdem ich auf die spärliche Ausbeute meiner gelesenen Bücher 2015 schaute, habe ich mir für 2016 vorgenommen etwas mehr zu lesen. Jeden Monat, so dachte ich mir, könnte ich ein Buch lesen. So begann ich gleich im Januar mit Joachim Meyerhoffs „alle Toten fliegen hoch / Amerika“. Auf das Buch kam ich, als ich mich im Blog „Draußen nur Kännchen“ durch ältere 12von12-Beiträge klickte. Dort gibt es einen Lesebefehl zu einem späteren Meyerhoff-Buch. Ich wollte mit einem früheren anfangen und entschied mich für das.

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Sehr schön geschrieben, stellenweise etwas lang. Die Anekdoten aus dem ländlichen Amerika waren allesamt sehr erheiternd. Die Geschichte ist schnell erzählt: ein 17jähriger meldet sich zu einem Amerika-Jahr an. In Deutschland lebt er in einer Kleinstadt mit seinen Eltern und seinen 2 Brüdern. Er will, dass in Amerika alles anders, toller und überhaupt endlich großartiger wird. Seine Gasteltern leben in Wyoming, sehr ländlich und haben 3 Söhne, wobei nur noch einer zu Hause wohnt. Die Enttäuschung ist groß und trotzdem gibt es viele Unterschiede, die teils sehr grotesk, teils sehr verwundert beschrieben sind. Nach etwa 3 Monaten stirbt sein mittlerer Bruder, sodass er durch sein Amerika Jahr auch die Trauer aufschieben kann. Auf alle Fälle werde ich ein weiteres Buch von Meyerhoff lesen.

DSC_1918Im Januar habe ich sogar noch ein zweites geschafft. Mit Agota Kristof kann ich für mich nichts falsch machen. So bestellte ich mir eins, dass ich noch nicht kannte: Irgendwo. Eine Sammlung von Novellen.

Nachdem ich nun schon einiges von Agota Kristof gelesen habe, freue ich mich mich nach solchen Büchern wie das von Meyerhoff richtig auf ihren Stil. Nicht, dass der andere schlecht wäre, aber sie schreibt so nüchtern, so neutral und so karg über teilweise schreckliche und grausame Dinge. Der Kopf ist zur Einordnung so unglaublich gefordert, dass mich dieser Stil jedesmal in seinen Bann zieht und ich sehr schnell lese. Vielleicht auch, um die darin beschriebenen furchtbaren Sachen schnell wieder zu vergessen.

 

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gelesen: Sommernovelle und Willkommen im Meer / Bookcrossing

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Christiane Neudecker: Sommernovelle

Es geht um zwei Mädchen, die Ende der 1980er Jahre zwei Wochen mit Vögelzählen in einer skurrilen Vogelschutzstation am Rand des Wattenmeeres verbringen. Doch eigentlich ist es egal, wo es spielt. Es geht um den einen Sommer, den man als Teenager erlebt und an den man sich immer wieder zurück erinnert. Ein Sommer der Leichtigkeit, der für einen selbst doch so wichtig ist. Für mich war dieser Sommer 1997 nach dem Abi. Mit dem Bummelzug (Wochenendticket) und einem großen Umweg fuhren wir in 10 Stunden zu zehnt auf die Insel Rügen zum zelten. Uns begleitete ANNA von Freundeskreis, wir schliefen in Schlafsäcken am Strand und genossen die Leichtigkeit und Unsicherheit zwischen Abitur und „Ernst des Lebens“ in vollen Zügen. Das Buch löste viele Erinnerungen an diesen Sommer aus.

Meer_Sommernov

Kai-Eric Fitzner: Willkommen im Meer

Twitter machte mich mit #einBuchfuerKai auf das Schicksal des Autors und seiner Familie aufmerksam. Zufällig sah ich das Buch auf dem Weg in den Urlaub auf dem Ponyhof im September in Bremen in einer Buchhandlung, kaufte es und las es innerhalb weniger Tage aus (obwohl es um einen Lehrer geht ;)). Es geht um Tim, der als Lehrer viele Ideale und Wertvorstellungen hat. Diese behauptet er gegen allerlei Widrigkeiten und erhält dabei viel Unterstützung durch seine Familie (ganz toll: Mutter) und seine Schüler. Ein Buch für Menschenfreunde.

 

Beide Bücher gehören noch in die „gelesen:…“ – Statistik für 2015, damit komme ich immerhin auf 5 gelesene Bücher 2015. Das ist im Vergleich zu anderen sehr wenig. Da ich im Familienalltag kaum Zeit zum Lesen habe, lese ich meist nur in den Ferien. Dafür ist es dann wiederum ganz schön viel 😉 Angefangen habe ich noch einige andere Bücher. Da mir aber meine Zeit zu wertvoll ist, haben sie es nicht geschafft mich bis zum Ende zu motivieren.

Letzte Woche habe ich mich bei Bookcrossing angemeldet. Die beiden oben genannten werden wohl die ersten beiden Bücher sein, die ich frei lasse. (Auch deshalb jetzt dieser Blogeintrag, sonst vergesse ich sie womöglich.) Will einer meiner Leser eins der Bücher lesen? Sonst setze ich sie hier in der Umgebung aus.

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