Categotry Archives: Bildung

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der gute Lehrer vs. Wissensingenieure

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ZEIT online: Zum Weltkongress der Lehrer in Berlin schreibt Reinhard Kahl über das, was er einen guten Lehrer nennt. Die Forderung, ein Lehrer müsse für seinen „Stoff“ brennen ist weder neu noch als alleiniges Einstellungkriterium besonders alltagstauglich. Die ganze Bildungslandschaft umzukrempeln ist sicher auch eine tolle Idee, aber wohl auch nicht umsetzbar. Insofern: ein netter Artikel voller Ideale. Ich persönlich hoffe schlichtweg auf den Generationenwechsel unter den Lehrern.

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Europarat vs. Europäischer Rat

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whatswhat: „Leicht zu verwechseln:

Europarat
Eine internationale Organisation mit Sitz in Straßburg, die 46 demokratische Staaten Europas umfasst. Ziel des Europarates ist die Förderung der Demokratie sowie der Schutz der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit in Europa.

und

Europäischer Rat
Regelmäßige Zusammenkunft (mindestens zweimal jährlich) der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union zur Festlegung der Gemeinschaftspolitik.“

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Akademische Flirtgruppe AFG

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Ich saß an einem der Tische in der Bibliothek, an denen in normalen Zeiten nur zwei Menschen gegenüber sitzen. Bei herannahender Prüfungszeit kommt es jedoch oft vor, dass sich auf die zusätzlich an die Tische gestellten zwei Stühle noch zwei weitere Lernwillige setzen. So passiert es, dass man neben fremden Menschen sitzen und sich auf das zu Lernende konzentrieren muss. Man läßt den Blick schweifen und schaut mal eben, womit der andere sich daneben beschäftigt.
Nun hatte ich also das Glück, allein an einem solchen Tisch zu sitzen. Mir gegenüber jedoch saßen nebeneinander offensichtlich sich fremde Studenten. Plötzlich unterbrach SIE ihre Arbeit und fragte IHN: „darf ich dich mal kurz stören, ich komme bei der Aufgabe hier überhaupt nicht weiter, ich steh total auf dem Schlauch“. ER widmete sich sofort mit ganzem Ehrgeiz ihrer Aufgabe, denn die umfasste nur 5 Zeilen und kann also gar nicht so schwer sein. Zwischen Rechnungen und Überlegungen tauchten auch persönliche Fragen auf: was studierst du, wievieltes Semester … (sie studierte Berufsschulpädagogik, er Werkstoffwissenschaft) Nach ca. 30 Minuten mußte ich gehen, die beiden hatten die Aufgabe noch nicht gelöst, scherzten jedoch ein wenig über ihre Ratlosigkeit …

(Ich habe SIE heute wieder an einem Tisch – aber alleine – sitzen sehen. Habe mich nicht getraut, sie zu fragen, wie es weitergegangen ist und ob sie die Aufgabe lösen konnten und sie ihn noch zu einem Kaffee eingeladen hat. Na, so weit muß es ja gar nicht gehen: der erste Schritt ist getan, ab jetzt grüßen sie sich wohl und plaudern hin und wieder …)

(weitere Vorschläge für die Überschrift:
Der Akademiker lernt flirten
Flirten Akademiker anders?
Akademischer Flirt
akademisches Flirten
Flirten für Akademiker
danke, Daniel. skype ist toll.)

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Wissensgesellschaft

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„Das Zeitalter der Industriegesellschaft geht dem Ende entgegen; die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die nötig waren, um deren soziale Ordnung zu sichern, verlieren an Bedeutung. Die sich am Horizont abzeichnende Gesellschaftsordnung basiert auf Wissen“

„Moderne Gesellschaften sind Gebilde, die sich vor allem durch „selbst produzierte“ Strukturen und eine selbst bestimmte Zukunft auszeichnen – und damit durch die Möglichkeit, sich selbt zu zerstören“

„Erst Wissen erhört das Demokratiepotenzial liberaler Gesellschaften.“

aus: Nico Steht: Moderne Wissensgesellschaften, in: Aus Politik und Zeitgeschichte 36/2001 –
Interessanter Text, der zunächst versucht, gesellschaftliche Veränderungen zu beschreiben, dann Wissen zu definieren, und anschließend die Risiken und Chancen, die Wissenschaft (die ja das Wissen schafft, aber kein allgemeingültiges, sondern gut begründetete Thesen und vorläufige Erkenntnisse liefert) als bestimmender Faktor in der (zukünftigen (?)) Gesellschaft hat.

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Standortwechsel

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manchmal muss man sich in der Bibliothek einen neuen Platz suchen
zum Beispiel wenn man selbst über Dämonen und der Unterlegenheit der christlichen gegenüber der heidnischen Moralvorstellungen in Machiavellis Buch „Der Fürst“ im Rahmen einer Hausarbeit schreibt und sich ausgerechnet ein Mann in langer schwarzer Kutte am gleichen Tisch gegenübersetzt und die Bibel studiert.

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