Categotry Archives: Ethik-Unterricht

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Links der Woche 4.3.-10.3.2013

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4. Woche Linksammelei. Läuft.

Bildung

Geographie

  • Glazialmorphologie – eines der Themen (mit vielen Unterthemen), denen sich die FU-Berlin in ihrem Einführungsmodul zur Physischen Geographie widmet
  • der interaktive Europaatlas– er zeigt verschiedene aktuelle Statistiken, im Überblick für ganz Europa und zum reinzoomen

Philosophie

  • Philosophisches Experiment – tiefgründige Dialoge zu philosophischen Problemen aus Freiburg. Die aktuelle Folge ist sogar visuell.

sonstiges

Da ich recht viele Geräusche im normalen Alltag habe, höre ich kein Radio. Dieses Nebenbeigedudel sowieso nicht. Vor einiger Zeit habe ich angefangen, Podcasts zu hören. Deshalb kommen hier einige, die ich grad gern höre.

  • Soziopod – Gespräche zwischen Dr. Köbel und Herrn Breitenbach jeweils über ein Thema. Kann man nicht nebenbei hören.
  • Staatsbürgerkunde – Gespräch von Martin Fischer, meist mit seinen Eltern, über jeweils ein Thema zur DDR-Alltagsgeschichte.
  • Hoaxilla – neu entdeckter Podcast über (urbane) Mythen und para- und pseudowissenschaftliches Zeugs.
  • Hinterfragt, der Ethik – Podcast, kürzer als die anderen (meist nur etwa 30′) und mit gern gehörtem Dialekt.
  • Wrint – Holger Klein telefoniert mit interessanten Menschen, u.a. mit Jürgen Domian, Sina Trinkwalder (Manomama)
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Klausur mit Hefter

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Im Fach Ethik geht es um vielerlei Kompetenzen. Es geht um Textrezeption (philosophische Texte) und Textproduktion, reflexive Urteilskompetenz, verschiedene Gesprächsformen, unterschiedliche Varianten des ethischen Argumentierens, kreativer und kritischer Medienumgang und so fort. Ich versuche, so viele wie möglich davon im Unterricht einzuüben. Die logische Konsequenz dessen ist, diese Fähigkeiten auch zu überprüfen. Manche eignen sich dafür mehr, andere weniger. Ein weiteres Hindernis sind die 3 Anforderungsbereiche, die abgedeckt werden wollen.
Um demnach meine Schüler nicht vor unlösbare Aufgaben zu stellen, bin ich dazu übergegangen, vor jeder Klausur anonym im Kursweblog abstimmen zu lassen, ob sie mit oder ohne Hefter geschrieben werden soll. Bei dieser Vorgehensweise können die Schüler den Umfang des Lernstoffs abschätzen und danach entscheiden.
Für den Hefter spricht:

  • kein Auswendiglernen, was nach der Klausur sowieso wieder vergessen wird
  • Die Schüler können ihre Fähigkeiten besser zeigen
  • Die Vorbereitung besteht darin, seinen Hefter durchzusehen, zu ordnen, evtl. eine Zusammenfassung schreiben, auf Vollständigkeit prüfen, wichtiges von unwichtigem trennen, etc.
  • die Verwendung des Hefters verleiht eine gewisse Sicherheit
  • nicht zu unterschätzen ist, dass die Klausuraufsicht für mich entspannter verläuft 😉

Ohne Hefter zu schreiben hat den Vorteil, dass ein Grundsockel an Punkten durch reines Auswendiglernen zu schaffen ist. Weil dafür schon entsprechend Zeit veranschlagt werden muss, bleibt weniger Raum um die Anforderungsbereiche 2&3 abzudecken.

Meine Erfahrungen damit sind sehr unterschiedlich. Im einen Ethikkurs entscheidet sich seit Anfang an die Mehrheit für die Hefterklausur, im anderen Kurs wurde bisher ohne Hefter geschrieben. Vom Durchschnitt her sind die Klausurergebnisse vergleichbar.

In den letzten Wochen hatte ich im Kursraum einen Aushang mit beiden Klausuren und den entsprechenden Vorteilen gemacht, um die Unterschiede zu verdeutlichen. Ich bin gespannt, ob die Abstimmungen bei den nächsten Klausuren anders ausfallen.

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(Dieser Blogartikel wurde notwendig aufgrund eines Tweets von Andreas Kalt und dem daran anschließenden Erfahrungsaustausch.)

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“Wie kommt man nur dazu, Philosophie zu studieren?”

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(dieser Blogbeitrag ist ursprünglich im Weblog für meinen Ethikkurs erschienen)

Diese Frage bekam ich am vergangenen Donnerstag angesichts eines, zugegebenermaßen recht langen, Mill-Textes. Ich habe noch einmal über diese Frage nachgedacht und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass sie -aus meiner Perspektive- falsch herum gestellt ist. Für mich stellt sich nicht die Frage, wie man DAS studieren kann (mit genau der Entrüstung in der Stimme), sondern wie man es nicht kann. Ich meine damit nicht zwangsläufig das Studium, sondern eine Art “philosophischen Blick” auf die Dinge zu haben – wie kann man als Mensch Mensch sein ohne sich darüber (planvoll) Gedanken zu machen, woher man kommt, wie Entscheidungen zustande kommen, seine eigenen Ziele und Handlungsoptionen zu reflektieren, die Entscheidungen sowie Antworten von anderen zu hinterfragen, etc.

Für mich ergab sich daraus gegen Ende meiner Schulzeit die logische Schlussfolgerung, Philosophie zu studieren und mich damit zu beschäftigen, was andere vorher gedacht haben, wie diese Gedanken zustande kamen, welche Folgen sie haben. Das Studium ist keine zwangsläufige Folge, die ein “philosophischer Blick” mit sich bringt, für mich hingegen, war es damals (und auch heute noch) die einzig richtige Entscheidung. Da ich mir das Berufsbild eines Philosophen nur schwer vorstellen konnte und ich zudem auch noch ganz gern unterrichtet hätte, habe ich Philosophie und Ethik auf Lehramt studiert. Die Unterschiede im Studium von Lehramt und Philosophie/Magister im Hauptfach (entspricht, glaube ich, dem heutigen Masterstudium) waren minimal, sodass ich genau das gefunden hatte, was ich wollte. Die langen, schwierigen Texte haben mich übrigens nie abgeschreckt – im Gegenteil! Ich wollte ja gerade mich in Texte hineindenken, die Gedanken nachvollziehen, mit anderen darüber diskutieren – und sei es nur über einen Nebensatz oder eine Fußnote und was der Autor damit gemeint hat bzw. welche Folgen das für die gesamte Theorie hat.

Die Fragen, die ein “philosophische Blick” aufwirft, sind bei mir während des Studiums im Detailreichtum und der Vielfalt aller gelesenen Gedanken in den Hintergrund gerückt. Erst seit ich unterrichte, begegnen sie mir verstärkt wieder – in den Fragen meiner Schüler (und den Fragen meiner eigenen Kinder). Dann merke ich, wie richtig die Entscheidung für mich war, Lehrerin zu werden (-: Nach und nach aber drängten sich diese existentiellen Fragen auch bei mir wieder auf und ich beobachte, wie viel ich durch das Philosophiestudium dazu gewonnen habe. Nicht nur, dass die Fragen sich wiederholen – ich habe eine Fülle von Antworten und weiterführenden Fragen im Kopf.

Ich hoffe, ich kann euch so einen Blick ein Stück weit mitgeben – indem ich euch Anlässe gebe, kurz Distanz zur aktuellen Situation einzunehmen und darüber nachzudenken, Fragen zu formulieren, Antworten gemeinsam im Gespräch oder allein zu finden und diese zu reflektieren.

(Ich hoffe, ich habe die Frage nun hinreichend beantwortet, auch wenn ich weiß, dass sie nicht ganz so ernst gemeint war, wie ich sie nun beantwortet habe.)

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Filter, digitale Bevormundung, etc.

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Stefan Schmitt schreibt auf ZEIT-online in seinem Artikel „automatisch vorsortiert“ über die digitale Bevormundung (was für ein schöner Ausdruck!) durch Google und Facebook. Er zeigt, welche Auswirkungen heutzutage Filter haben und wie diese eingesetzt werden. Dass es bei personalisierter Werbung funktioniert, ist bekannt. Dass es aber auch bei einfachen Google-Suchanfragen greift, hatte ich bisher nur geahnt. An einem Beispiel macht er das deutlich: er lässt Kant, Nietzsche und Foucault googlen. Erst suchen sie nach Teilen aus ihren jeweiligen Werken und dann nach alltäglichen Begriffen – die Suchergebnisse sind, da ja unterschiedliche Interessen vorhanden sind – verschieden. Daraus ergibt sich für Schmitt eine logische Konsequenz: wir werden in unserer Freiheit beschnitten: Das Internet wirft uns nur das zurück, was wir auch sehen wollen – wie ein Spiegel.

Cass Sunstein schrieb: »Unerwartete Begegnungen mit fremden, ja irritierenden Themen und Meinungen sind zentral für die Demokratie und die Freiheit selbst.«

Bei diesem Zusammenhang, der logisch folgt, drängt sich mir ein Gedanke auf: ist das eine Herausforderung, die Schule annehmen sollte? Mit neuen Ideen, unerwarteten Zusammenhängen konfrontieren, für Verblüffungen und Horizonterweiterungen sorgen? Das fände ich ganz spannend…

Und natürlich folgt am Ende wieder der Ruf nach einer Medien-/Technikethik: „Das würde bedeuten: Wer filtert, muss es transparent machen. Wer Relevanz definiert, muss es erläutern. Wer weglässt, muss darauf hinweisen.“

Uns erwartet eine spannende Zeit!

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Das Ende des Frontalunterrichts?

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Bildung im Web 2.0 – Interessanter Artikel in der taz.

Ab nächster Woche startet das Seminar „Ethikunterricht im Web 2.0“ an der TU Dresden. Es ist ein virtuelles Seminar, d.h. es gibt lediglich eine Präsenzveranstaltung, ansonsten läuft alles im Internet ab. Vorrangiges Ziel ist es, die Studierenden mit einzelnen Plattformen/Anwendungen vertraut zu machen und Potentiale für den Ethikunterricht aufzuzeigen bzw. zu entwickeln und zu diskutieren. Wie ausschweifig und weitreichend das getan wird, entscheidet sich in den ersten beiden Seminarwochen, wenn ungefähr klar wird, welche Vorraussetzungen die Seminarteilnehmer mitbringen. Ich werde von LE aus etwas mitmischen 😉

Seminarweblog, Twitter/philoweb

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Weblog-Experiment

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Seit Anfang des Schuljahres experimentiere ich mit Weblogs im Unterricht. Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen.

1. Als begleitendes Weblog, das ausschließlich von mir gefüllt wird, hatte ich das GK-11-Blog angelegt. Ich habe dort weiterführende Links, Material aus dem Unterricht (das digital verfügbar war und nicht abgeschrieben werden musste), den Kurzfilm Balance (der im UR angeschaut und mit dem gearbeitet wurde) sowie Anregungen zum Weiterdenken verlinkt. Wie gesagt: es war von vornherein klar, dass nur ich dort rein schreibe und die Schüler konsumieren. Inzwischen finde ich das etwas schade, denn der interaktive Charakter geht dadurch verloren. Ich bekam vor oder nach dem Unterricht gelegentlich die Rückmeldung, dass es gelesen/genutzt wurde. Das finde ich mittlerweile etwas wenig. Beim nächsten Mal muss ich unbedingt die Schüler mehr mit einbeziehen! (ich unterrichte nicht mehr in dem Kurs)

2. Im Weblog der Klasse 7 wird richtig gearbeitet! Zu jeder Stunde muss ein Schüler ein Ergebnisprotokoll schreiben. (das hängt gerade etwas – ich hoffe die fehlenden folgen bald!) Außerdem soll jeder mindestens 5 Kommentare (kommentierte Links, eigene Gedanken, etc.) schreiben. Daraus ergibt sich dann eine Note. Bis zum 26.2. haben die Schüler eine langfristige Hausaufgabe auf: die Mehrheit der Klasse stellt eine christliche Persönlichkeit (jeder eine andere, versteht sich), ein Kloster oder eine andere Ausprägung christlichen Lebens vor. 9 Schüler haben die Aufgabe, bei mindestens zwei Beiträgen zu kommentieren. Dadurch soll z.B. direkt Lob oder Kritik geäußert werden. Die Aufgabe steht seit über einer Woche – bis jetzt tut sich leider noch nicht so viel.

Es sind auch noch immer nicht alle Schüler angemeldet – bei dem einen funktioniert dieses nicht, bei dem anderen jenes. In der letzten Stunde hatte ich während des normalen Unterrichts den Computer an (der seit neuestem in unserem Ethikzimmer steht), sodass immer ein Schüler sich mit meiner Hilfe anmelden konnte (nebenbei habe ich normal unterrichtet) – plötzlich ging es weitgehend problemlos…

Ein schönes Erlebnis war, als die Schüler die Hausaufgabe hatten, folgenden Satz zu ergänzen „Es gibt (k)einen Gott, weil…“ Ich hatte die Aufgabe getwittert, sodass sich dort viele viele Kommentare fanden, die nicht von Schülern stammten. Auch wenn meine Schüler nicht auf die Kommentare eingegangen sind, so haben viele sie doch gelesen. Entscheidend ist aber die Erkenntnis, dass es ein öffentliches Weblog ist. Das hatte ich gefühlte 138 Mal gesagt, aber so richtig verstanden haben es anscheinend die wenigsten. Bei der Auswertung dieser Hausaufgabe wurde das sehr deutlich! (ich wollte mit der Hausaufgabe vorrangig erreichen, dass die Schüler sich argumentativ äußern – die meisten haben das gut gemeistert!).

Insgesamt bin ich mit der Weblogarbeit bisher zufrieden. Es läuft über das ganze Schuljahr. Der letzte Lernbereich heißt „Medien – ein Spiegel der Wirklichkeit“ – dort werde ich das Weblogexperiment nochmal gezielt auswerten, momentan sind es im Unterricht immer nur kleine Zwischenauswertungen zum Stand der Dinge und den Erfahrungen damit. Sicherlich würde der Weblogeinsatz bei derselben Klasse im nächsten Schuljahr richtig Spaß machen, weil sie dann daran gewöhnt sind und sich gut auskennen. Gegenwärtig habe ich das Gefühl, noch zuviel dafür kämpfen zu müssen.

Positiver Nebeneffekt: Mein Problem von Anfang an war, dass ich die Ethikklassen nur EIN MAL für 45 Minuten pro Woche sehe. Durch die Arbeit mit dem Weblog ist die Klasse mir viel präsenter als die anderen. (ob das umgedreht bei dem einen oder anderen auch so ist?).

Negative Einsicht: Eigentlich wollte ich das Weblog in meinen beiden 7. Klassen einsetzen, damit diese auch untereinander interagieren. Leider hat sich das als nicht umsetzbar erwiesen, da die zweite 7. weder an Schule noch an sonstigem interessiert scheint. Sie ist ohne Motivation und Lernkultur: cool ist, wer fünfen und sechsen bekommt… Ich hatte zuviel Bammel, dass ich dann nur noch mit dem Löschen von unsinnigen Einträgen beschäftigt bin. Deshalb also nur mit einer 7. Klasse.

Übrigens finde ich es immer wieder interessant bei den Protokollen, was für die Schüler in der Stunde am wichtigsten bzw. einprägsamsten war… Ich bereite meine Stunden am Schreibtisch vor und überlege bereits, wie die Klasse darauf reagiert bzw. wie ich sie motivieren kann etc. Wie das bei den Schülern ankommt, kann ich dann im Protokoll nachlesen – auch mal ganz nett, denn als Lehrer bekommt man selten so ein direktes Feedback.

Also insgesamt ein positives Zwischenfazit – es gibt noch viel zu verbessern, aber es etabliert sich langsam 🙂

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Meißen: Ethik-Fobi

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Ich wurde kurzfristig (Mitte Dezember) gebeten, die Fortbildung für Fachberater mit anzubieten. Das Thema wurde daraufhin in „Neuere Medien im Ethikunterricht“ geändert. In Absprache mit Herrn Schmidt hatten wir also die Themen Web 2.0 und Spiel- und Kurzfilme (plus deren Analyse) auf dem Programm. Trotz 8 Anmeldungen waren am Ende nur 3 Teilnehmer anwesend. Das fand ich etwas enttäuschend, zumal wir mit solch einer Anzahl auch keine unserer schön vorbereiteten Methoden durchführen konnten…. Mit meinen Ausführungen zum Mitmachnetz konnte ich kaum jemand hinter dem Ofen hervorlocken. Trotz schöner Beispiele und praktischer Einsatzmöglichkeiten ist die Hemmschwelle so etwas im Unterricht zu nutzen immer noch sehr hoch (und das, nachdem das WWW inzwischen älter ist als alle Schüler, die bei uns in der Schule sitzen). Es scheint so, als ob es immer noch die Nerd-Nische gibt, die sich zweifelhaft vergrößert, aber es ist eben noch kein „Mainstream“. E-Mail: ja, aber mehr nicht.

Fast denke ich, als wäre es so ähnlich wie das Sein/Sollen-Problem: nur weil jemand weiß, wie wichtig (Medienkompetenz!!!) und praktisch etwas ist, muss es noch lange nicht umgesetzt werden.

Im zweiten Teil stießen wir dann auf mehr Begeisterung: Kurzfilme. Spielfilme ließen wir gleich sausen. Die Gruppenarbeiten und Workshops zu den Kurzfilmen waren hinfällig, sodass wir zu den jeweiligen nur Einsatzmöglichkeiten im Unterricht diskutierten.

Zwischendrin hatten wir einen Vortrag zum Thema Medienrecht von Herrn Hickfang vom MPZ Leipzig. Er war sehr interessant und wichtig.

Außerdem konnten der Herr Schmidt und ich die Chance nutzen und das eine oder andere Gläschen Wein im Schlosskeller trinken. Nebenbei stormten unsere Gehirne und spukten einen gar wundervollen Semesterplan aus 🙂

m1Inhaltliches gibts im Fobi-Blog, eine kleine Nachbetrachtung im Blog von Donat.

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Wechselburg

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3 Tage im Kloster Wechselburg verbracht.Es ist ein Benediktinerkloster, insgesamt leben 6 Mönche dort. Angesichts dieser kleinen Zahl ist es erstaunlich, was sie alles auf die Beine stellen.

Es waren drei arbeitsreiche Tage. Da es die ganze Zeit regnete, war das auszuhalten. Wir waren 5 Referendare (2m, 3w) plus die Ausbilderin. Wir nahmen an Andachten teil, an der Messe, hatten ein sehr interessantes Gespräch mit einem Mönch, lernten viel über das wie und warum, konnten viele Fragen loswerden und erhielten auch einige Antworten. Zum Kloster dazu gehört eine romanische Basilika mit einem gotischen Dach und einem Lettner aus dem 13. Jahrhundert, alle sichtbaren Teile aus Rochlitzer Porphyr, also rot. Das allein schon ist sehr sehenswert! Das dazugehörige Kloster (ursprünglich als Augustiner Chorherrenstift gegründet, zwischendurch lange Zeit Schloss für ortsansässige Adlige, seit 1993 „Außenstelle“ des Klosters Ettal) ist ein Barockschloss, das auf den Grundmauern des alten, romanischen Klosters errichtet wurde.

Nebenbei konnte ich die Seminargruppe besser kennen lernen (ich bin ja die Neue) und einige Tage den Fokus auf etwas anderes richten als auf Alltag/Kinder. Ich bekam viele viele Eindrücke, insgesamt wenig Schlaf, eine gute Einstimmung auf das Thema Christentum (im Lehrplan Ethik Klasse 7 drin, ich unterrichte das also zwei Mal dieses Schuljahr, übernächste Woche gehts los), ich hörte viele Witze (die ich natürlich sofort vergessen habe, bis auf einen – aber Cleo wusste natürlich, dass die Giraffe erst aus dem Kühlschrank raus muss, bevor der Elefant rein kann…ist ja auch logisch ;-)), und und und.

(aus unserem Fenster fotografiert – es regnet, wie die ganze Zeit. Vorn links ist die Basilika, hinten rechts ein Teil des Barockschlosses – Eingang des Jugendhauses.)

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