Categotry Archives: Philosophie

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Ethik-Links im Mai

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Und sogleich folgen meine gesammelten Links zum Fach Ethik / Philosophie in den letzten vier Wochen.

 

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Rückblick: studentischer Arbeitskreis Ethik

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Im vorherigen Artikel hatte ich den Arbeitskreis Ethik schon einmal kurz genannt. Ich möchte etwas näher beschreiben, was wir dort gemacht haben. Der Arbeitskreis formierte sich aus etwa 10-15 Studenten, als ich im 3. oder 4. Semester im Lehramtsstudium (also so 1999/2000) war. Da das Studium dem des Magisterstudiengangs Philosophie glich, war die Intention gemeinsam Unterrichtseinheiten zu planen, Material zu sichten und Ideen zur Umsetzung zu entwickeln. Das haben wir etwa 1 Semester gemacht. Dann kamen recht schnell größere Projekte, die viel Spaß machten und uns unglaublichen Erfahrungszuwachs hinsichtlich unserer didaktischen Fähigkeiten ermöglichten. Als erstes ergab sich eine Kooperation mit dem Kultusministerium. Wir durften ein 10tägiges Philosophie-Seminar zum Thema „Anthropologie“ für sächsische Schüler in den Sommerferien planen. Das war ein ganz schöner Brocken Arbeit! Die nächsten Jahre veranstalteten wir immer mal wieder Wochenendseminare für Schüler, u.a. am sächsischen Hochbegabten-Gymnasium St. Afra in Meißen. Eine weitere Kooperation führte uns zur AG Kurzfilm, mit der wir zwei Kurzfilmprogramme zu philosophischen Themen zusammenstellten, Material für die Lehrer bereit stellten und den Kinobesuch im Rahmen des Schulkinoprogramms mit Filmgesprächen begleiteten. In meinem letzten Jahr im Arbeitskreis (2005), als ich schon mit dem Studium fertig aber in Elternzeit war, besannen wir uns auf das ursprüngliche Konzept und gestalteten Unterrichtsreihen. Da ich durch die Arbeitskreis-Arbeit viele weitere Ideen hatte, die irgendwo hin wollten, fing ich damals an im ZUM-Wiki zu arbeiten.

Rückblickend habe ich durch diese vielen verschiedenen Projekte sehr viel gelernt und das Lehramtsstudium wurde sehr viel praktischer, als es eigentlich vorgesehen war ;). Für mich war es eine sehr wertvolle Zeit, die ich nicht missen möchte. (und ja, anstrengend war es auch.)

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Handbuch Philosophie und Ethik

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Nachdem ich sonst immer „Gelesen: ….“ vor meine Buch-Überschriften schreibe, müsste ich hier „Geschrieben für: …“ dazu schreiben. Im Band 1 – Didaktik und Methodik ist ein Aufsatz von DonDSC_0150at Schmidt und mir zu digitalen Medien im philosophischen Unterricht erschienen. Das Buch gibt es seit September, herausgegeben von Julian Nida-Rümelin, Markus Tiedemann und Irina Spiegel. Es ist gegliedert in

  1. die theoretisch – konzeptionelle Ebene
  2. die empirisch – kritische Ebene
  3. die methodisch – praktische Ebene.

Der 3. Teil ist nochmals unterteilt in Methoden und Arbeitsschwerpunkte, Medien und Unterrichtsplanung. Neben den digitalen Medien finden sich u.a. auch Essays. Bilder und Comics, Filme, Musik sowie die Klassiker. Ich habe einige der anderen Kapitel bisher nur überflogen, werde aber das eine oder andere noch intensiver lesen.

Donat kenne ich schon seit dem Studium. Wir waren im gleichen Semester und haben im damals schon im Arbeitskreis Ethik oft zusammen gearbeitet. Da wir den Artikel zu zweit geschrieben haben, haben wir uns die zu bearbeitenden Themen etwas aufgeteilt und dann in einem Google Doc immer mal wieder daran geschrieben. Als es an die Fertigstellung ging, nutzten wir Google Hangout um miteinander zu kommunizieren und uns abzusprechen, was rausgekürzt werden solle (denn das war das Hauptproblem).

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Philosophie zum Hören

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Philosophische Texte können ganz schön anstrengend sein … zum Glück (für meine Schüler) gibt es inzwischen immer wieder mal Podcasts, die einem die schwierigen Inhalte durch die Ohren ins Gehirn quasseln. Hier eine (sicher unvollständige) Liste:

  • Soziopod: Grimmepreisprämierter Podcast, leider lässt die Tiefe der angesprochenen Inhalte in den letzten 2-3 Folgen sehr zu wünschen übrig, die einzelnen Episoden sind sehr lang
  • Funkkolleg Philosophie: gut gemachte Sendungen zu vielen Themen der Philosophie und Ethik, jede Folge ist knapp 30 Minuten lang
  • Bayern 2 Radiowissen: Sendung, die jeden Tag auf Bayern2 kommt, gelegentlich sind philosophische Themen oder die Vorstellung von einzelnen Philosophen dabei. Zu einigen der Sendungen gibt es didaktisch aufbereitetes Material. Auch hier sind die Folgen knapp 30 Minuten lang.
  • einfach logisch: Sendung von BR alpha zur Logik
  • Das philosophische Radio: eine Sendung mit Jürgen Wiebicke bei WDR5, in jeder Sendung ist ein Gast mit dem über ein bestimmtes Thema diskutiert wird. Jede Sendung geht 55 Minuten.

Aus den Kommentaren: eine Sammlung von philosophischen Podcasts plus Suchfunktion nach philosophischen Inhalten in allen Podcasts. Danke an Tom!

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Blogserie Kurzfilme: Gregors größte Erfindung

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(hier geht’s zur gesamten Blogserie)

Gregor, Anfang 20, lebt mit seiner betagten Großmutter, der das Laufen langsam immer schwerer fällt, auf einem Grundstück fern ab jeder Zivilisation. Des öfteren bekommt die Großmutter Besuch ihrer 3 Freundinnen, die im Altersheim leben. Immer wieder kommt dabei das Gesprächsthema auf das Altersheim. Die drei Damen wollen überzeugen, dass Gregors Großmutter endlich auch mit ins Altersheim zieht. Doch mit seinen Ideen und Erfindungen schafft es Gregor immer wieder das Leben seiner Großmutter zu erfreuen und erleichtern und sie somit vor dem gefürchteten Altersheim zu bewahren.

Der Kurzfilm geht 11 Minuten und hat ebenfalls einen Kurzfilm-Oscar gewonnen.

Ich setze den Film gern beim Thema Altern ein. Dazu habe ich ein Rollenspiel erstellt, das im Vorfeld gespielt werden kann. Dabei werden die Rollen, wie sie auch im Film auftauchen, an Schüler vergeben und die verschiedenen Argumente werden vorgedacht. Das Publikum sollte dabei eine Liste erstellen, was für und gegen den Einzug in ein Altersheim spricht.

Hier ist der Download für die Rollenkarten: Rollenspiel Altern – Gregors größte Erfindung

Das katholische Hilfswerk hat ebenso Unterrichtsmaterial zum Kurzfilm veröffentlicht, genau so wie das Goethe Institut (Der Film ist wieder auf der Kurz und Gut drauf). Bei letzterem findet ihr auch mein Rollenspiel, welches ebenfalls im ZUM-Wiki zu finden ist.

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Landestagung Ethik: Anerkennung und Gerechtigkeit in der transkulturellen Gesellschaft

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Seit einigen Jahren bin ich Mitglied im Fachverband Ethik in Baden-Württemberg. Es gab früher einen Fachverband in Sachsen, der allerdings vor einigen Jahren einschlief, um so erfreuter war ich, dass der Fachverband sich in BW aktiver zeigt. Bisher nahm ich von diesem Fachverband kaum etwas wahr, bis mich Mitte April eine Mail erreichte, die an die Landestagung erinnerte. Da die Anmeldefrist bereits 2 Wochen später endete, entschied ich mich recht spontan und überwies den Tagungsbeitrag. Im Hinterkopf hatte ich die guten Reader, die die früheren Landestagungen anscheinend begleiteten. Nun liegt die Tagung bereits hinter mir, sie fand gestern und heute im „Haus auf der Alb“ in Bad Urach statt. Vom Haus, einem denkmalgeschützten Haus im Bauhaus-Stil hatte man einen wunderbaren Blick auf den Albtrauf der Schwäbischen Alb.

Albtrauf

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Hobbes in Balance

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Thomas Hobbes beschäftigt uns immer wieder im Ethikunterricht der Klassenstufe 10 (früher 11) mit seinem Leviathan. Es ist eine der ersten Vertragstheorien der Neuzeit, sie ist noch nicht so kompliziert wie die späteren. Wir begeben uns mit ihr an einen Punkt des abendländischen Denkens, (der aus heutiger Sicht) wichtig für nachfolgende Philosophen erscheint. Hobbes lebte im 16. und 17. Jahrhundert, seine Lebenszeit ist einerseits geprägt von Kriegen, andererseits von technischen Fortschritten (und damit einhergehend: Änderungen des Weltbildes).

von Anarkman at fr.wikipedia [Public domain], vom Wikimedia Commons

Zum Leviathan ganz kurz: Ausgangspunkt ist ein (gedachter) Naturzustand, in dem die Menschen zusammenleben. Dieses Leben ist gekennzeichnet von Angst um das eigene Wohl und um das Eigentum, denn jeder hat ein Recht auf alles und kann sich und das Seine verteidigen. Ein Kampf aller gegen alle besteht. Diesem Kriegszustand setzt Hobbes einen Gesellschaftsvertrag entgegen: Jeder gibt sein Recht auf Selbstverteidigung (und in Teilen damit auch seine Freiheit) und und erhält die Garantie seiner Sicherheit sowie das Recht auf Eigentum. Die Menschen geben also ihren Einzelwillen ab und gehen im Gemeinschaftswillen auf. Diese Gemeinschaft wird repräsentiert durch den Leviathan, sehr schön auf dem Deckblatt des Buches als Herrscher über alle Menschen (Köpfe machen den Körper) in weltlicher und kirchlicher Macht dargestellt. Spannend sind auch das Menschenbild (egoistisch, gewalttätig, etc.) und die aus dem Vertrag folgenden ethischen Maßstäbe (ethischer Egoismus).

Die Beschäftigung mit Hobbes lief bisher in meinem Unterricht jedes Jahr anders ab: ein Vortrag, den Text komplett lesen, die Texte in Gruppen lesen, die Radio-Wissen-Sendung von Bayern2 hören, etc. Dieses Jahr probiere ich es mal mit einem Kurzfilm zu Balance (den Film findet ihr auf Youtube unter wechselnden Adressen). Balance ist ein Kurzfilm von 1989, der eine Gemeinschaft von 5 monochromen Personen darstellt, die zunächst in Harmonie leben (dargestellt am Angeln). Eine der Personen angelt eine Kiste, die sich als rotes Musikabspielgerät entpuppt. Der Kampf aller gegen alle beginnt. Das Ende verrate ich euch nicht, der Kurzfilm geht nur 8 Minuten (und hat übrigens sogar einen Kurzfilm-Oscar bekommen) ;). Die Aufgabe, nach der Analyse der verschiedenen Elemente des Films und mögliche Deutungsebenen, besteht für meine Schüler nun darin, die Theorie von Hobbes zur „Lösung“ des Kampfes zu nutzen und neu filmisch umzusetzen. Zunächst zeichnen die einzelnen Gruppen (je 3-4 Schüler) ein Storyboard bevor sie mit dem Filmen beginnen. Dabei nutzen die Schüler die digitalen Endgeräte, die sie sowieso in der Tasche haben.

Die einzelnen Schritte der Aufgabe:

  1. Analysiere die einzelnen Gegenstände sowie deren Bedeutung im Kurzfilm Balance. –> Besprechung im Plenum
  2. Lies den Text zu Hobbes‘ Theorie und ergänze die Übersicht. –> Besprechung in der Gruppe und im Plenum
  3. Informiere dich darüber, wie und warum ein Storyboard gezeichnet wird. 
  4. Sammelt in der Gruppe erste Ideen für euren Kurzfilm (Figuren, Umgebung, Handlung).
  5. Erstellt in der Gruppe ein Storyboard und diskutiert es (einzelne Szenen aufteilen und jeder zeichnet seinen Teil).
  6. Dreht euren Kurzfilm (evtl. Nachbearbeitung am Computer) –> Besprechung und Präsentation im Plenum

Heute, ausgerechnet am Tag des digitalen Lernens steht der letzte Schritt an. Ich bin gespannt! Für mich notiere ich zumindest schon mal eine Aufgabe: ich werde die Möglichkeiten mit dem Ipad kurze Filme zu drehen ausloten. Da gibt es sicher ganz tolle Apps, die ich mir bisher aber noch nicht angeschaut habe.

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Seminarrückblick: Philosophieren mit dem Web 2.0

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Im Wintersemester 2013/14 war ich Teil eines Seminarleiterteams (zusammen mit Donat Schmidt) am Institut für Philosophie der TU Dresden. Unser Seminar hieß Philosophieren mit dem Web 2.0 und beschäftigte sich praktisch und auch etwas theoretisch mit der Nutzung von Social Media im Ethik- und Philosophieunterricht. Grundlage des Seminars waren wöchentliche Aufträge, die die Studierenden im Seminarblog bekamen und allein oder in Gruppen innerhalb einer Woche bearbeiteten. Je nach Aufgabe fassten wir anschließend die Ergebnisse zusammen, gaben Hilfestellungen oder Tipps. Erst ganz am Ende in der letzten Seminarwoche (vorgestern) trafen wir uns „in echt“. Ich werde ein paar Punkte zum Seminar ansprechen, sicher einiges vergessen. Wenn ihr Fragen habt, bitte gern.

Zur Organisation der Seminarleitung: Kurz vorweg: Donat und ich wohnen etwa 350km auseinander, der Weg zur TU ist für mich mit 400km zu veranschlagen. Deshalb nutzten wir natürlich auch modernere Medien um unser Seminar zu organisieren. Wir sprachen uns im Vorfeld über die Themen ab und erstellten mit dem ZUMPad einen ersten Plan. Dieser wurde immer weiter konkretisiert und die Themen auf uns beide aufgeteilt. Anschließend nutzten wir ein Evernote-Notizbuch um für die einzelnen Wochen Links, Aufgabenideen, etc. zu sammeln. Schlussendlich legte einer von uns beiden (wer für das Thema zuständige war) Weblogartikel an und speicherte sie als Entwurf – jeweils einen Aufgabenartikel und einen Zusammenfassungsartikel für die Woche. Das geschah meist am Wochenende, wir mailten oder trafen uns zum Hangout am Montag Vormittag, die Artikel wurden überarbeitet und gingen schließlich am Dienstag früh online. (Der Anspruch war, den Zusammenfassungsartikel VOR den neuen Aufgaben zu veröffentlichen). Um auch einen Kanal für nicht-öffentliche Fragen und Ankündigungen zu haben, gab es neben dem Seminarblog zusätzlich eine Google+-Gruppe. Diese wurde zwar, aber eher selten genutzt. Entweder waren die Aufgaben selbsterklärend oder die Handhabung mit Google+ zu umständlich. Wir hatten auch angeboten bei Problemen Google-Hangouts oder Skypegespräche zu machen. Von diesem Angebot wurde nie Gebrauch gemacht.

Für die Zusammenfassung las ich die Blogs der Studierenden (im Feeedreader Feedly) sowie schaute auf die entsprechenden Plattformen. Da sich die verschiedenen Plätze, wo die Arbeitsergebnisse veröffentlicht werden sollten, in Grenzen hielt, war das ganz gut machbar. Beim letzten Seminar (im Sommersemester 2009) war ein Kritikpunkt seitens der Studierenden, dass wir als Seminarleitung mehr Hilfen und Kommentare abgeben sollten. Es fiel mir damals schon schwer, es nicht zu tun (die Kompetenz der Studierenden sollte mehr genutzt werden), deshalb haben wir das diesmal natürlich geändert – gerade da ich über einige praktische Erfahrung verfüge. Die Zusammenfassungstexte schrieb meist ich und Donat ergänzte bzw. formulierte um.

Am vergangenen Freitag fand die einzige Präsenzsitzung statt. Der Termin wurde in der Google+ – Gruppe nach ein paar Einschränkungen unsererseits festgelegt: 7.2., 9:20-10:50 (2. DS). Dankenswerter Weise wurde ich von meiner Schule für den Tag freigestellt, sodass ich am Donnerstagabend nach Dresden fuhr. Das Seminar schrumpfte während des Semesters bzw. einzelne waren wegen Krankheit verhindert, sodass wir insgesamt zu zehnt waren. Es begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde – Studiengang, Fächer. Anschließend füllten die Studierenden einen Evaluationsbogen aus, auf dem Satzanfänge standen, die ergänzt werden sollten. Außerdem sollten die einzelnen Themen beurteilt werden. Die Satzanfänge bezogen sich sowohl inhaltlich auf das Seminar als auch auf unsere Aktivitäten als Seminarleitung. Insgesamt fiel das Feedback sehr positiv aus (dazu im Seminarblog im Laufe der Woche etwas mehr).

Der Hauptteil der Präsenzsitzung bestand aus der Vorstellung der Arbeitsergebnisse der Projektphase. Es sollten Lernpfade oder Unterrichtsreihen erstellt und bereits von den anderen kommentiert werden. Der / die Ersteller stellten ihre Gedanken und Ideen kurz vor – das half sehr, manche Aufgaben sowie Materialien zu verstehen bzw. Alternativen vorzuschlagen. Vorher dachte ich: eigentlich ist hier eine Dopplung drin – alle sollten sich die Arbeitsergebnisse schon vorher anschauen und auf den Wiki-Diskussionsseiten kommentieren und dann werden sie nochmal vorgestellt und darüber diskutiert. Aber hier zeigte sich der Mehrwert einer Präsenzsitzung: von Angesicht zu Angesicht ist es einfacher, Tipps und Hilfen zu geben, da sie a) weniger Missverstanden wird und b) man die Gedanken des Erstellers dazu hörte. Abgerundet wurde das Seminar (es war dann schon kurz vor halb 12…) von einer Blitzlichtrunde zum weiteren Einsatz von Social Media im Ethikunterricht. Einige Male wurde als grandiose Neuentdeckung das ZUM-Wiki genannt (auch wenn man sich erst in die Syntax einarbeiten muss). Im Großen und Ganzen war diese thematische Rückmeldung geprägt von Neugierde auf die verschiedenen (und auch auf andere) Tools und auch der Wille, diese sinnvoll einzusetzen und auszuprobieren. Und ganz ehrlich: das war das Ziel des Seminars 🙂

Für mich nehme ich die Erkenntnis mit, dass solche Themen an der Uni anscheinend unglaublich zu kurz kommen. Außerdem hat es mir wieder bewusst gemacht, wie gut online-Zusammenarbeit funktioniert (man muss sich nicht real kennen, wenn man ein gemeinsames Thema hat), wie wichtig aber auch echte Begegnungen sind. Wir hatten uns bei der Seminarplanung bewusst gegen eine frühere Präsenzsitzung entschieden, um auszuprobieren, ob online-Zusammenarbeit auch ohne dieses echte Kennen funktioniert (einige der Studierenden kannten sich selbstverständlich). Das echte Zusammentreffen am Ende war jedoch wichtig, könnte jedoch auch 2-3 Wochen früher stattfinden. Jetzt ist das Seminar zu Ende und aus den ZUM-Treffen weiß ich, dass diese realen Treffen meist nochmal Motivation und Ansporn bringen, weiterzuarbeiten. Diese wird bei uns lediglich genutzt, um die Lernpfade und Unterrichtsreihen zu überarbeiten und zu perfektionieren.

Zu guter Letzt nehme ich für mich noch ganz „materiale Dinge“ mit: drei tolle Unterrichtsreihen / Lernpfade, die ich ausprobieren werde.

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Bloggen im Unterricht – 2013/14

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Gerade beantwortete ich per Mail ein paar Fragen von Marburger Studenten zum Bloggen im Unterricht. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich noch gar nicht über die diesjährigen Blogprojekte geschrieben habe. Das werde ich sofort nachholen:

  • Das Weblog Philokurs wird vom K2- Kurs (12. Klasse) weitergeführt. Allerdings habe ich das Schreiben am Weblog freigestellt, d.h. wer der Meinung ist, er braucht die Note zur Aufbesserung von Klausur- und mündlicher Note schreibt, wer nicht, der nicht. Der Kölner Kurs ist aus dem Weblog ausgezogen und schreibt sporadisch im K1-Weblog.
  • Das Weblog des letzten Abijahrganges (Abi 2013) wurde auf den Wunsch der Abiturienten hin beibehalten und von der K1 (11. Klasse) weitergeführt. Ich veränderte das Layout etwas und erstellte eine Karte zur besseren Übersicht über die Schulstandorte der Schreiber. Die Kölner und Dorstener beteiligen sich teilweise nur in den Kommentaren – je nachdem, wie es die jeweilige Lehrerin vorgesehen hat.
  • Die ehemaligen Abiturienten sind weiterhin als Autoren des Weblog Ethik13 eingetragen, d.h. sie können weiterhin Beiträge schreiben und tun das tatsächlich auch – z.B. über den Neuanfang zum Jahresanfang.
  • Da wir uns in der 10. Klasse mit Umwelt- und Naturethik beschäftigten,  nutzte ich den Beitrag im Ethik13-Weblog über Tierversuche und führte die 10. Klasse an das Weblog heran. Sie sollten sich nach einer Auseinandersetzung mit rechtlichen und ethischen Argumenten zu Tierversuchen positionieren  – leider schrieben alle gleichzeitig, deshalb beziehen sich die Diskussionsbeiträge nicht aufeinander. (das lag an meiner Unterrichtsplanung)  Den Schülern fiel es zunächst etwas schwer, ihre Meinung prägnant und logisch zu formulieren – zumal ihnen bewusst war, dass auch andere Menschen diese lesen (können). Die potentielle Öffentlichkeit war Hemmnis und Ansporn zugleich.

Im vergangenen September traf ich die Lehrerin, Anke Heyen, aus Köln (übrigens zum ersten Mal) beim OERCamp in Köln – man sieht uns etwa bei Minute 3:48:

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