Nach einigen Wochen Nutzung nun ein paar genauere Angaben, was gut ist und was nicht so gut ist an meinem neuen Fairphone. Gleich vorweg: ich bin immer noch begeistert 😉

Die Android-Version ist wohl ein wenig anders, als es Android-Nutzer gewöhnt sind (ich merkte das, als ein Android-Nutzer mein Fairphone in die Hände bekam und erstmal nicht zurecht kam). Die Knöpfe unten am Telefon sind auch anders verteilt: rechts das Symbol öffnet die Eigenschaften in der jeweiligen App – sofern diese das unterstützt, mit dem mittleren Symbol komme ich zur Hauptseite und mit dem Symbol ganz rechts einen Schritt zurück. Das ist ganz praktisch, denn Android öffnet – ganz im Gegensatz zum iOS die meisten Dateien in der dafür vorgesehenen App. Also, wenn ich z.B. in der Twitter-App einen Link öffne, würde mein Ipad den Twitterapp-internen Browser nutzen, mein Fairphone hingegen öffnet den Link normal im Browser. Mit dem zurück-Pfeil komme ich ganz leicht wieder zu Twitter zurück.
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Bei einigen hellen Seiten (z.B. Feedly oder Twitter) flackerte der Bildschirm – offensichtlich ein generelles Android-Problem mit dem Lichtsensor, der die Helligkeit des Displays regelt. Nach dem Ausschalten der Helligkeits-Automatik war das Flackern weg.

Fairphone hat standardmäßig den Google-Playstore für die Apps vorgesehen. Das ist insofern blöd, als die Zahlungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind.

Ein Mal ist mir in der ersten Woche das Fairphone abgestürzt, beim Lesen von meinen Twitterfeed.

Nach dem ersten Softwareupdate, welches vergangene Woche raus kam, stürzen leider vermehrt einige Apps ab, z.B. die Kamera oder das Handy startet von sich aus neu. Hoffentlich wird das bald behoben.

Das Gerät ist mir auch schon einmal runter gefallen, auf Laminatboden. Die Abdeckung hinten sowie der Akku fielen raus. Ansonsten gab es keine Verluste.

Häufig nutze ich zur Zeit folgende Apps: Wecker, GooglePlus, Dropbox, WordPress, Kalender, Kamera, Instagram und Twitter, Feedly und den Browser, außerdem das Mailprogramm. Mit Evernote auf dem kleinen Bildschirm konnte ich mich noch nicht so richtig anfreunden. Bisher schaue ich nur in Notizen nach oder schiebe Fotos rein – schreiben finde ich recht anstrengend. Die Möglichkeit gesprochene Notizen in schriftlichen Text umzuwandeln finde ich sehr spannend, habe es aber bisher noch nicht genutz. Bisher nutze ich also fast nur Apps, die ich vom iPad her kenne. Die einzig neue ist Lux Lite – sie sorgt dafür, dass mein Display abends und nachts einen Rotstich bekommt und ich beim Lesen nicht wacher werde.

Leider habe ich noch nicht herausgefunden, wie man Screenshots macht. Die üblichen Methoden, die bei den gängigen Fabrikaten gehen, funktionieren bei meinem Fairphone leider nicht. Falls ihr hier Tipps habt, nehme ich sie gern.

Nett ist, dass sich der Bildschirm je nach Akkustand von blau (viel) über grün zu rot (wenig Strom) verfärbt.