Ich gestehe: ich werde kein Coelho-Fan. 11Minuten fand ich noch ganz ok, Krieger des Lichts und Alchemist an vielen Stellen super. Mit Aleph kann ich gar nichts anfangen. Ich finde die Rahmenhandlung phantastisch: eine Reise durch Russland mit der Transsib, eine Reise, in der man sich über sich selbst, seine Ziele und Motive klar wird, immer in Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld, welches im Zug einem kleinen Soziotop gleicht. Allerdings, und da ist der Haken, verbindet es Coelho mit der Reise durch die Zeit, mit seinen früheren Existenzen. Und genau das ist der Punkt, an dem es für mich unnachvollziehbar wird: mir fehlt der Glauben an frühere, erinnerbare Existenzen. Schade schade, das minimierte das Lesevergnügen ungemein.

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