Categotry Archives: gelesen

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freie Unterrichtsmaterialien finden, rechtssicher einsetzen, selbst machen und teilen …

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Jöran schrieb ein interessantes Buch zu OER. Jedenfalls fand es in unserem Lehrerzimmer jemand so interessant, dass mein Exemplar inzwischen nicht mehr dort liegt…

Eigentlich sollten die Steckbriefe von OER-Praktikern mit ins Buch, dafür war dann aber kein Platz mehr. So wurden sie in den letzten Wochen online auf der Buchwebseite veröffentlicht. Ein Blick lohnt sich sowohl auf das Buch als auch auf die anderen OER-Praktiker. (hier ist mein Steckbrief)

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gelesen: Wut und Sinnsuche

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Diese beiden gehören irgendwie zusammen und ich habe sie nacheinander gelesen. Im Buch „Wut ist ein Geschenk“ schildert der Enkel von Mahatma Gandhi Anekdoten und Erlebnisse aus seiner Zeit, als er bei ihm im Ashram lebte. Da war er 12 und es hat ihn anscheinend sehr stark geprägt. Manche Erlebnisse sind sehr beeindruckend und so beschrieben, als wäre man selbst dabei und würde die Lektionen mitbekommen. Ich habe es mir frontal ins Regal gestellt, damit ich es immer wieder mal in die Hand nehme.

„Das Café am Rande der Welt“ schildert einen Cafébesuch, bei dem hauptsächlich die Frage nach dem Sinn des Lebens (im Buch: ZDE =  Zweck der Existenz) erörtert wird. Da es sehr philosophisch klang und auf der Spiegel-Bestseller-Liste steht, kaufte ich es und las es auch gleich. Es ist sehr dünn und ist rasch durchgelesen. Es ist eher pseudo-philosophisch und bedient wohl eine Art Massengeschmack. Ich werde es frei lassen.

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das war 2017 – Rückblick

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Der Januar begann mit den Vorbereitungen zu einem Seminar zu digitalen Medien im Unterricht. Außerdem war ich beim ersten Treffen des Bündnis freie Bildung in Frankfurt, bei dem auch ein Podcast über das Bündnis entstanden ist. Im März durfte ich im Rahmen der GEW-Tagung zur Arbeit mit Wikis und Etherpads referieren, anschließend im Barcamp noch zur Vernetzung von Lehrern via Twitter. Zusätzlich war ich im März beim ZUM-Workshop, der zusammen mit einem Hackathon von Edusharing veranstaltet wurde, in Frankfurt. Im April fand das Educamp in Bad Wildbad statt. Im Mai habe ich beim COER 17 mit gemacht. Kurz vor dem Beginn meines Mutterschutzes in den Pfingstferien warteten noch zwei größere Ereignisse auf mich: wir waren zu fünft in London. Dort waren wir u.a. am Themse-Flutwehr und selbstverständlich beim Nullmeridian in Greenwich. Außerdem wurde ich zur Oberstudienrätin ernannt. Im Juli nahm ich noch mündliche Abiturprüfungen ab, dann kam der Abiball und 3h nach meiner Rückkehr von selbigem machte sich K4 auf den Weg. Der Sommer stand ganz im Zeichen von #Kind4. Im September fuhren dann nur wir zwei nach Frankfurt zum Dalai Lama. Ab Ende September war ich wieder in Teilzeit arbeiten: meine beiden Ethik-Oberstufenkurse sowie die AG Schülerzeitung. Ich bloggte über meine digitale Unterrichtsvorbereitung seit 2012. Im November fand das 20. Jubiläum der ZUM statt und einige der ZUM-Projekte erhielten einen OER-Award bzw. Nominierungen. Nebenbei habe ich viel genäht, gestempelt und gebastelt.

2017 war für mich/uns ein ereignisreiches und gutes Jahr.

gelesen:

Kino/Serie/Podcasts:

  • haha, allein für Kino lohnen sich die Aufzählungszeichen gar nicht. Immerhin war ich ein Mal im Kino: zum Marx-Film. Philosophenkino. Leider ohne so viel Tiefe wie der Hannah-Arendt-Film
  • The Grown (Netflix, Staffel 1&2)
  • The Big Bang Theory (bis einschl. Staffel 9)
  • Dr. Who (ich weiß nicht mehr, bis zu welcher Staffel, 5 oder 6)
  • fast jede Folge der Lage der Nation gehört. Der Weihnachtsmann brachte mir ein Abo.

Entdeckung des Jahres:

  • Schneegestöber und Schneemannsuppe
  • mein Bullet Journal. Ich führe es seit April und bin sehr begeistert. Ich habe mehr Überblick über wichtiges / to dos und Termine, weil wirklich alles an einem Platz steht und ich vieles auch wieder finde. Außerdem kann ich dort auch ein wenig rumkritzeln (s.u.).

Ausblicke:

Ich merke, dass mir zur Zeit die Energie und auch die Zeit für größere Projekte, auch z.B. für Artikel in Zeitschriften fehlt – und dass ich tatsächlich auch mal ablehnen kann. Ein paar Sachen habe ich mir aber dennoch vorgenommen: ich möchte Handlettering üben, mehr lesen und meine Nähliste wächst auch schneller als ich sie abhaken kann. Wenn K4 ein Jahr alt ist, gehe ich wieder mehr arbeiten (ok, nur 3 Wochen erstmal, dann sind Sommerferien 😉 – aber dann ab September so richtig, 75%. Außerdem werkeln wir bei der ZUM am neuen Wiki, was auch zunehmend mehr Aufmerksamkeit fordert – aber dann hoffentlich gut wird 🙂

Rückblicke: 2016, 2015 (in Bildern und in Worten), 2013, 2012

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ohne Religion heißt nicht: ohne Werte

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Über globale Ethik & die Umsetzung im Alltag

 

Im September kommt der Dalai Lama nach Frankfurt. Aus diesem Anlass rief das Blog ethik-aktuell.de zu einer Blogparade mit dem Thema „Wir brauchen eine globale Ethik“ auf. (Einsendeschluss ist heute.)

Anfang des Jahres las ich das Gespräch zwischen Franz Alt und dem Dalai Lama „Ethik ist wichtiger als Religion“ (als vollständiges pdf verfügbar). Bereits der vorausgehende Appell enthält alle wesentlichen Thesen, das Interview selbst ist sehr vergnüglich. Es geht genau wie im Aufruf zur Blogparade um die Frage, welche Werte unsere Gesellschaft und unser alltägliches Handeln prägen (sollen). Außerdem geht es darum, in welchem Verhältnis die Religionen zueinander stehen bzw. welche Rolle sie spielen sollten, damit ein friedliches Zusammenleben möglich ist. Beide Fragen beschäftigen mich (nicht nur berufsbedingt) natürlich sehr und ich habe das große Glück, sie in die Schule zu tragen und mit meinen Schülern diskutieren zu dürfen (und diese weiter im Ethikblog). Die Frage nach dem Verhältnis der Religionen lasse ich in diesem Beitrag etwas außer Acht, denn das wäre einen eigenen Blogbeitrag wert.

Die Werte, die der Dalai Lama für das Zusammenleben fordert sind Güte, Achtsamkeit, Nachhaltigkeit, Gewaltfreiheit, Mitgefühl, Fürsorge, Respekt vor anderen Lebewesen sowie Friedenswille. Diese leitet er aus dem gesunden Menschenverstand sowie aus den verschiedenen Religionen ab. Hans Küng geht mit seinem Projekt Weltethos ähnlich vor. Er untersuchte die Gemeinsamkeiten der Religionen und stellte einige grundlegende Regeln auf, denen alle Menschen zustimmen müssten – und wenn sie danach leben, es weniger Konflikte geben müsste. Auch er spricht von Ethos / Ethik. Kurze Begriffsklärung: Ethik kommt aus dem Griechischen. Dort gibt es zwei Bedeutungen, je nachdem mit welchem e man es am Anfang schreibt. Die eine Schreibweise (ἦθος) bedeutet Charakter – also, mit welchem Motiv, welcher Haltung ich Handlungen ausführe. Die zweite Schreibweise (ἔθος) meint mit Gewohnheit, Brauch die überlieferten Traditionen. Im Lateinischen entspricht dieser Schreibweise „mos“, aus dem unser „Moral“ hervor ging. Diese Moral sind also die gelebten Werte bzw. deren Überlieferung von einer Generation zur nächsten. Ethik dagegen steht für eine individuelle Entscheidung so und nicht anders zu handeln und sich dessen auch bewusst zu sein. Das Projekt Weltethos und auch die globale Ethik des Dalai Lama stehen also für eine konkrete Entscheidung jedes einzelnen. 

Für mich haben die vom Dalai Lama angesprochenen Werte noch eine andere Dimension. Sie können der Pluralität der Werte und der damit verbundenen scheinbaren Willkürlichkeit entgegengesetzt werden. Denn: ohne Religion heißt nicht: ohne Werte. Das wird auch in dem oben verlinkten Text sehr deutlich (jetzt bin ich doch beim Thema Religion…). Auch Atheisten wie ich leben Werte, die das Handeln leiten. Gerade den Alltag mit Kindern (in der Schule und eigene) begleiten oft Fragen, auf welchen Grundlagen Entscheidungen getroffen werden, welche Haltungen  (ἦθος) ich vermitteln und weitergeben möchte. Ganz praktisch ist es bei mir beispielsweise die Entscheidung, saisonal, regional und bio (Priorisierung nach Reihenfolge.) zu kaufen um den Planeten auch für die Urenkel noch lebenswert zu hinterlassen. Damit bin ich ganz nah bei Hans Jonas und seinem ökologischen Imperativ. Auch alle anderen angesprochenen Werte finden Begründungen in der Philosophiegeschichte. Ich muss sie für mich und meinen Alltag anwendbar machen – und das ist Arbeit: Denkarbeit, Lebenserfahrung, praktisches Ausprobieren. Anders als die Religionen, die die praktische Anwendung oft bereits mitliefern. Insofern bietet der Dalai Lama mit seinen Anregungen und Appellen einen Mittelweg zwischen Philosophie und Religion.

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gelesen: alle Toten… Teil 1 & Kundera

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Zum Inhalt möchte ich diesmal gar nichts sagen. Beide Bücher waren gut zu lesen, Kundera bot erwartungsgemäß mehr Genuss bei der Geschichte und wie sich am Ende alles zusammen fügt. Meyerhoff brachte dagegen öfter mal ein Schmunzeln ob der abstrusen Geschichten, die durchaus möglich sind. (Wie auch schon bei Teil 2)
Worüber ich lieber kurz berichten will: das eine las ich analog (so richtig oldschool auf einem Bücherflohmarkt gekauft), das andere digital. Für mich macht es inzwischen keinen Unterschied mehr, welches Medium den Lesestoff trägt. Das finde ich eine gute Entwicklung. Ich gebe zu, ich ,süßte mich erst daran gewöhnen, am Kindle genauso konzentriert zu lesen. Oft las ich bei früheren Büchern Seiten doppelt, weil ich sie nicht wirklich gelesen hatte. Das passiert mir bei analogen Büchern nicht.

Außerdem bin ich etwas verblüfft, dass ich trotzdem noch zum Lesen komme. Seit einem Monat ist #Kind4 da und ich kann mit ihm im Arm draußen im Liegestuhl sitzen und lesen. Gelegentlich bringt mir #Kind3 ein Vanilleeis aus dem Sandkasten vorbei, aber meist spielt er mit anderen Kindern. Und ich darf lesen. Bisher in meiner Mutterkarriere dachte ich, dass ich meine Lesezeit auf unbestimmt aufgegeben habe … aber siehe da: dieser Sommer wird als mein Lesesommer in meinen Erinnerungen bleiben! (Und ich habe noch einige ungelesene Bücher im Regal stehen…)

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gelesen: das kurze Leben der Sophie Scholl & Einbruch der Wirklichkeit: auf dem Flüchtlingstreck durch Europa

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Das kurze Leben der Sophie Scholl von Hermann Vinke und Inge Aicher-Scholl (Kindle-Version)

Das Buch habe ich ohne großes Vor-Interesse ausgewählt. Ich wusste lediglich von einem Kollegenausflug, dass die Freundin von Sophie Scholl eine Zeit lang im Nachbarort wohnte und Sophie demnach auch gelegentlich hier in der Gegend war. Dennoch habe ich das Buch recht schnell gelesen. Die Stimmung beim Lesen wechselte zwischen aufrichtiger Bewunderung und Entsetzen über die ungerechten Zustände. Das Buch geht chronologisch vor: von der unbeschwerten Kindheit und der Suche nach eigener Identität über die Schulzeit in Ulm und die beginnende Studienzeit in München bis hin zur Verhaftung, Verhandlung und Hinrichtung. Durch die verschiedenen Personen, die über Sophie berichten (teils aus dem Archiv, teils aus Interview nur für das Buch, teils aus Briefen), bekommt man immer wieder neue Einblicke in ihr Leben, ihre Gefühls- und Gedankenwelt. Hinzu kommt, dass sie wohl eine gute Zeichnerin war. Es sind einige im Buch enthalten. Das Buch brachte mir auch die „weiße Rose“ näher, denn natürlich lässt sich das Leben von Sophie Scholl nicht unabhängig von ihrem Bruder Hans erzählen.

Über Inge Aicher-Scholl bin ich auf den Podcast vom 27.3.17 mit ihrem Mann: Otl Aicher gestoßen, der für viele der gängigen Piktogramme verantwortlich ist.

Navid Kermani: Einbruch der Wirklichkeit: Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa

Das zweite Buch von Kermani, das ich las. Und wieder: aufwühlend und ernüchternd. Ich mag seinen Stil, die Dinge schonungslos zu beschreiben, andere durch Leerstellen bewusst interessant und nachdenklich zu hinterlassen. Er beschreibt im Buch Stationen der Flüchtlingsroute über den Balkan, wobei er in entgegengesetzter Richtung reist. Erschreckend, bedrückend, verständnislos, warum Menschen so etwas zugemutet wird.

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gelesen: Kermani: Ausnahmezustand – Reisen in eine beunruhigte Welt

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DSC_5291Ferienzeit ist Lesezeit 🙂 Das ist mein erstes Buch, das ich komplett auf dem Kindle gelesen habe. Am Anfang war es etwas ungewohnt und ich musste mich wirklich konzentrieren, zumal ich oft nur kurze Zeiten am Stück lesen konnte. Mit wachsender Zeit wurde es dann auch merklich besser mit dem Lesevergnügen. Ich habe mir auch direkt das nächste Buch für den Kindle gekauft 😉 Aber zum Buch von Navid Kermani: Das Buch ist eine Zusammenstellung von Reisereportagen in Krisenregionen der Welt. Es ist schon sehr beeindruckend, wie nah er berichtet und in welche Gefahren er sich z.T. begibt. Für mich war es sehr interessant zu lesen, welche anderen Sichtweisen gezeigt werden, aber auch wie das Leben im Ausnahmezustand organisiert wird.

Was an diesen E-Books schade ist: ich kann es nicht verleihen.

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gelesen: Die Nacht und Der Mann, der das Glück bringt.

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Ferienzeit ist bei mir Lesezeit. Im Schwarzwald-Urlaub habe ich diese beiden Bücher gelesen.

Catalin Dorian Florescu: Der Mann, der das Glück bringt

Die Geschichte erzählt die Lebensgeschichte von zwei Personen, einem Großvater und einer Mutter, Elena. Ich dachte lange Zeit, dass es dieselbe Familie wäre und fragte mich, wie die Geschichte des Großvaters (dessen echten Namen man nicht erfährt) in New York mit der Geschichte der Mutter im Donaudelta verbunden ist. Am Ende ist alles ganz anders und zwei Welten treffen sich und schreiben ihre eigene Geschichte fort.

Was ich ganz spannend fand: Als Leser erfährt man viel über das Leben im Ghetto von New York zur Jahrhundertwende, wo die Zeit niemals still steht und man durch das Leben hetzt. Als Kontrast dazu steht das Leben im Donaudelta, wo alles immer so ist, wie es immer schon war und sich scheinbar niemals etwas ändern wird.

Elie Wiesel: Die Nacht

Ein Zufallsfund beim Stöbern im Buchladen. Den Namen kannte ich, habe aber noch nie etwas von ihm gelesen. In diesem Buch beschreibt er die Deportation und sein „Leben“ in Auschwitz, Birkenau und Buna. Sehr erschreckend zu lesen und sehr traurig.

Gerade am Anfang dachte ich oft so bei mir, wie sich aus kleinen Gesten, kleinen Ungerechtigkeiten allmählich eine Haltung entwickelt, deren Konsequenzen man irgendwann nicht mehr aufhalten kann. Verglichen mit der heutigen Zeit machte mich das sehr nachdenklich.

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gelesen: „Das Tiefland“ sowie „Ich und Kaminski“

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Ich und Kaminski:

Zu dem Buch gibt es auch einen Film, den ich aber nicht kenne. Das Buch habe ich eigentlich nur zu Ende gelesen, weil es mich gewurmt hätte, wenn ich so ein schmales Bändchen ungelesen zurück in den Schrank gestellt hätte. Es geht um einen arroganten Journalisten, der über einen alten, fast vergessenen Künstler namens Kaminski eine Biographie schreiben soll, die dann (so der Plan) nach dem Tod des Künstlers publiziert werden kann um möglichst viele Käufer zu finden. Der Journalist geht dabei so egozentrisch und selbstherrlich vor, dass ich mich beim Lesen fremd schämte. Kaminski und seine Tochter sind dabei allerdings auch keine Sympathieträger. Ein langweiliges Buch.

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Das Tiefland:

Nachdem ich die Begeisterung im Blog „draußen nur Kännchen“ für dieses Buch gelesen habe, wollte ich es auch haben. Am Anfang habe ich mich etwas schwer getan mit der Geschichte, da es recht viele Personen und Orte gibt, die erst alle vorgestellt und beschrieben werden mussten. Die Geschichte spielt in Indien und in den USA, hauptsächlich in den 60er und 70er Jahren. Es geht um zwei Brüder, ihre Eltern sowie die Schwiegertochter und deren Tochter. Von der Geschichte erzähle ich nicht so viel, die könnt ihr selber lesen. Gut fand ich jedenfalls, dass ich einiges über die Geschichte Indiens erfahren habe.

Beide Bücher lasse ich frei.

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Rezension: Iss was?! – Tiere, Fleisch & ich

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Das Buch „Iss was?!“ der Heinrich Böll-Stiftung wurde im März 2016 veröffentlicht. Es ist, anders als der jährlich heraus gegebene Fleischatlas, an Kinder und Jugendliche gerichtet, die sich über Fleisch und unser Verhältnis dazu informieren wollen. Es gibt 63 Fragen rund um dieses Thema, die in Infografiken und kurzen und auch mal längeren Texten beantwortet werden. Es überwiegen großformatige Grafiken, es gibt aber auch interessante kurze Texte.
Auf dem Bild sind die 63 Fragen.

 

Die Fragen besitzen keine sichtbare Sortierung. Grob kann man sagen, dass die ersten 19 Fragen sich um den Fleischkonsum drehen. Bis Frage 38 geht es um die Haltung von Tieren und ihre Schlachtung, wobei die Frage 35 auf meine Beziehung zu Tieren und Nutztieren eingeht. Die Fragen 37 und 38 drehen sich um das Sozialverhalten der Tiere. Ab Frage 39 geht es um den Konsum und globale Verflechtungen. Außerdem werden Akteure dargestellt, die, neben den Landwirten, Einfluss auf das Tierhaltung und Konsum haben (Politik, NGOs).

 

Die Antworten sind dabei teilweise sehr informativ und gut zusammengefasst. Beispielsweise bei der Frage 39: Was erfahre ich vom Fleischetikett? Die linke Seite beantwortet die Frage, die rechte Seite wirft viele neue Fragen auf.

Andere Antworten sind dagegen eher zu sehr reduziert, z.B. die Frage 47 Wie funktioniert der Regenwald? Die linke Seite stellt eine sehr einfache Version des kurz geschlossenen Nährstoffkreislaufs des Regenwaldes dar. So reduziert würde ich das nicht mal in Kl. 7 verwenden, eher in der Grundschule. Die rechte Seite geht, ebenfalls sehr stark vereinfacht, auf die Nutzung der gerodeten Flächen ein. Diese Doppelseite ließ mich sehr stark an der Zielgruppe „Jugendliche“ zweifeln. Andererseits sind andere Seiten so komplex, dass sie für Grundschüler auf alle Fälle zu schwierig zu verstehen sind. Ein Beispiel dafür ist die Frage 44: Wieviel Land geht ist in meinem Essen? Sie zielt eindeutig auf den ökologischen Fußabdruck, doch davon steht nichts drin. So allein wirft die Darstellung so viele Fragen auf, dass ich sie eher mit Mittel- oder Oberstufenschülern besprechen würde.

Generell denke ich, dass die Anschaffung im Klassensatz sich für Schulen sehr lohnt, da es das Thema recht umfangreich und gut aufbereitet. Wie vorausgeschickt, sollte man sich als Lehrer genau überlegen, in welcher Klassenstufe man die Seiten einsetzt und was an Zusatzinformationen noch nötig ist.

Der Versand erfolgt gegen Kostenbeteiligung (für Porto, Verpackung, Bearbeitung) und zwar in Höhe von: Einzelexemplar je 3 Euro, ab dem 5. Exemplar je 2 Euro.

 

Das Buch folgt dem Doppelseitenprinzip vieler Schulbücher: jede Doppelseite steht für sich und kann unabhängig von den anderen genutzt werden. Es hat ein sehr schönes Format: es ist kleiner als A4, aber etwas breiter als A5 (siehe Bild). Es liegt dadurch sehr gut in der Hand.

Das Buch hat die Lizenz CC-by-nc-nd 3.0. Das heißt, streng genommen ist es kein OER, da es nicht bearbeitet werden darf. Ich kann mir die Datei des Buches herunterladen, darf aber die Grafiken nicht bearbeiten und wieder hochladen. Der Remix-Aspekt, den OER ausmacht, fällt komplett weg. Durch den Zusatz NC (non commercial) dürfen wir aus dem Buch auch keine Grafiken z.B. im ZUM-Wiki  verwenden, da wir die Seite über Werbung finanzieren. Damit wäre es nicht mehr NC. Schade!
Dieser Artikel erschien zuerst im ZUM-Blog.
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