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Sommerferienprojekt: Digitalisierung des Arbeitszimmers – 1

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In den Sommerferien habe ich viel freie Zeit. Diese möchte ich jedes Jahr für etwas sinnvolles nutzen. Dieses Jahr digitalisiere ich mein Arbeitszimmer. Ich hatte das schon länger vor, bisher fehlte mir jedoch die Zeit. Insbesondere die Frage nach der sinnvollen Ablage und Durchsuchbarkeit ist noch offen.

Bestandsaufnahme:
Fairphone 197In meinem Arbeitszimmer befinden sich 34 8cm-dicke Ordner und 18 5cm-dicke Ordner voll mit Unterrichtsmaterial (von mir, von ehemaligen Mitreferendaren), Mitschriften vom Studium, Zeitschriftenartikeln, von denen ich dachte, dass sie sinnvoll für meinen Unterricht sind. Ziel ist es, die Ordner auszusortieren und das, was ich wirklich benötige einzuscannen, um digital darauf zugreifen zu können.

Vorgehen:

Schon lange bevor ich anfing, recherchierte ich nach sinnvollen Dokumentenmanagementsystemen. Als ich nicht weiter kam, schickte ich andere Menschen in die Spur. Was ich suche ist aus meiner Sicht recht simpel: ich habe viele Dateien (pdfs, Worddokumente, jpgs, Videos, mp4, etc.) in einem Ordner und will, dass sie durch das System durchsucht werden können und mir situativ angezeigt werden. (jpgs, Videos und mp4 könnte ich verschlagworten, der Text sollte komplett durchsucht werden können). Das heißt: wenn ich eine Unterrichtsstunde zu Nietzsche und Religionskritik mache, möchte ich alle Dokumente dazu angezeigt bekommen. Außerdem wäre es schön, wenn meine Dokumente in sinnvollen Unterordnern automatisch (virtuell) abgelegt werden, z.B. der Nietzsche beim Thema Religionskritik aber auch im Ordner Wahrheit (z.B. meine Notizen zu „Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn“). Beide sollten aufeinander verweisen, das Dokument aber nur an einer Stelle liegen für den Fall, dass ich es bearbeite.

Für Mac gibt es sowas kompaktes, für Windows gab es so etwas bis Februar 2014 (Es hieß Doo und hier ist ein Interview mit dem Chef über die Gründe, warum es eingestellt wurde. Ganz ehrlich: ich hätte auch Geld dafür bezahlt. Schade schade.)  Soweit ich das bisher sehe, bleibt mir nun nur Evernote, was zumindest einen Teil davon kann, was ich will. Allerdings muss ich alle meine Dokumente auf den Evernote-Server schieben und a) meinen Account mit lauter Zeugs belasten, in das ich vielleicht nicht nochmal reinschaue und b) es dann alles online liegt. Letzteres ist auch ein Vorteil, weil ich von überall darauf zugreifen könnte, aber es ist eben auch ein Nachteil aus meiner Sicht.

Soweit also dasFairphone 191 Problem der Archivierung. Mit dem Aussortieren und Einscannen komme ich ganz gut voran. Ich nutze zum Scannen den Kopierer in der Schule, der mir alles in pdfs auf meinen Stick speichert. (Leider ohne Texterkennung, das ist der nächste Schritt oder damit.) Das Scannen geht sehr schnell. Ich muss nur alle Ordner in die Schule tragen und wieder zurück.

Beim Aussortieren fand ich z.B. handgeschriebene Folien zu einem Vortrag, den ich in der Oberstufe über Nietzsche hielt oder auch Mitschriften aus einer Vorlesung über Nikolaus von Kues. Fairphone 192Außerdem die Quellenangabe unter einem Handout (ebenfalls als ich in der Oberstufe war) aus der Zeit bevor das Internet als Quelle schnell und einfach verfügbar war. Vieles davon wandert in die Altpapierkiste, da ich es seit 15 oder 20 Jahren nicht ein Mal angeschaut habe, es nur immer mit mir umgezogen ist. Meine Bücher behalte ich übrigens alle. Im Gespräch mit einer älteren Kollegin heute erfuhr ich, dass sie auch ihren Bücherbestand von Zeit zu Zeit ausmistet. Soweit bin ich aber noch nicht.

Fairphone 199Fazit bisher:

Ich habe bereits sechs dicke Ordner aussortiert, dreieinhalb blieben noch übrig zum einscannen. Drei davon sind bereits eingescannt. Das Problem mit der Archivierung und Wiederfindbarkeit bleibt vorerst bestehen.  

To do:

Ich schaue mir ein paar weitere Dokumentenmanagementsysteme an. Bisher bin ich mit keiner Lösung wirklich zufrieden. Leider erwarten alle, die ich bisher fand, dass ich meine Dokumente dort hochlade (z.B. Filee, Gini). Das möchte ich nicht. Leider sieht es beim Elektronischen Leitzordner nicht so aus, als könne man Dokumente an mehreren Stellen ablegen. Wie macht ihr das mit der Ablage?

 


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Prüfungsvorbereitungs-MindMap zur Sterbehilfe

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In meinen Präsentationsprüfungen hatte ich dieses Jahr wieder lauter spannende Themen. Die Prüfungen sind nun rum, sodass ich nach und nach meine Vorbereitungen veröffentlichen kann. Meine Mindmaps sind keinesfalls vollständig und umfassend!

Da ich ein großer MindMap-Fan bin, habe ich dieses Jahr erstmals auch mit den Mindmaps von XMind in den Prüfungen gearbeitet. In den letzten Jahren hatte ich immer nur Fragen vorbereitet. Bei den diesjährigen Prüfungen habe ich ganz gute Erfahrungen mit meinen Mindmaps gemacht: Ich habe die Punkte, wenn sie genannt wurden, abgehakt. (Ein weiterer Punkt in meiner Mindmap war noch: „weitere Fragen“, das habe ich fürs Blog raus genommen. Eventuell habe ich das Thema ja nochmal in den nächsten Jahren ;)) Allerdings war die gesamte Mindmap auf ein A4-Blatt gedruckt, sodass ich zwischendurch echt genau schauen musste. Da muss ich mir was anderes überlegen (notfalls groß kopieren, aber evtl. gibt es elegantere Lösungen). Aber jetzt zum Thema Sterbehilfe:

Überblick:

Hier ist meine kurze Zusammenfassung, die ich mir im Vorfeld der Präsentationsprüfung gemacht habe. Die Quellen seht ihr unten.Sterbehilfe2

 

Links/Literatur:

außerdem:

  • Philosophie-Magazin 3/2014
  • Pfeifer, Volker (Hrsg.): ethisch argumentieren, Schöningh 2009
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Barcamp in der Schule

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In der letzten Woche fand der #edchatde zum Thema Barcamps in der Schule statt. Ich finde das Format sehr spannend, deshalb habe ich das schonmal in einer Doppelstunde ausprobiert.
Doch von vorn: was ist ein Barcamp? Ein Barcamp ist eine Art Konferenz, bei der vorher aber keine Redner und Vortragsthemen festgelegt werden, sondern nur Zeiten und Räume. Diese müssen von den Teilnehmern gefüllt werden.

Vorbemerkungen zur Umsetzung in der Schule

Während der Vorbereitung auf die Präsentationsprüfungen müssen die Schüler hier 4 Themen für ein Fach abgeben. Etwa 1 Woche vor der Prüfung bekommen sie ihr Thema genannt und bereiten sich darauf vor: Präsentation erstellen, Vortrag erarbeiten, Kolloquium vorbereiten. In dieser Woche darf der Fachlehrer nicht mehr helfen, deshalb wird es so gehandhabt, dass die Schüler alle 4 Themen grob vorbereiten: Literatur recherchieren, eine Mindmap oder eine Gliederung erstellen und mit dem Fachlehrer besprechen.

Einige Tipps und Hinweise gelten für alle, deshalb habe ich dieses und im letzten Jahr in meinem 4stündigen Geographiekurs nach den schriftlichen Prüfungen einen Block zur Vorbereitung dieser Präsentationsprüfungen gemacht. (Die Idee dazu stammt von Andreas Kalt.)

Umsetzung

Letztes Jahr hatten wir zwischen schriftlichen und mündlichen Prüfungen etwas mehr Zeit, deshalb konnte ich eine Doppelstunde für unser kleines Barcamp nutzen. Da alle Schüler sich auf 4 Themen vorbereitet hatten, sollten sie mindestens eins davon den anderen vorstellen. Es ging darum, a) ein Thema sinnvoll zu strukturieren und in etwa 5 Minuten zusammengefasst vorzustellen (ohne Medien) und b) Fragen und Rückmeldungen zu bekommen, was noch unklar ist. Außerdem konnten die Gruppen gemeinsam sinnvolle Visualisierungsmöglichkeiten diskutieren.

Unser Timetable sah so aus:

Es gab 3 „Räume“ und 4 Zeitslots á 15 Minuten. Zwischen den Slots gab es jeweils 5 Minuten Pause. Vorher war die Erklärung, was wir machen etwas länger (ich hatte 10 Minuten eingeplant), deshalb verschob sich alles etwas nach hinten und die Auswertung wurde etwas kürzer (dafür waren auch 10 Minuten veranschlagt). Die Vortragenden und Zuhörer trafen sich mit ihren Stühlen an den 3 Punkten im Klassenraum. Da es ein kleiner Kurs – 13 Schüler – war, konnte jeder also ein Thema vorstellen. Für einen Zeitslot hatten wir noch einen 4. Ort aufgemacht, damit es aufging. Die Themen, die besprochen wurden, kamen aus allen Fächern – so lernte ich auch gleich noch was dazu 🙂

Als Rückmeldung von den Schülern bekam ich, dass es eine gute Möglichkeit ist, sein Thema einem kleinen Publikum vorzustellen und dadurch seine Gedanken zu strukturieren und zu formulieren. Besser wäre es gewesen, wenn die Schüler schon vorher gewusst hätten, ob und wie sie sich vorbereiten können. Da ich mich recht kurzfristig entschieden hatte, dieses Format auszuprobieren, habe ich meine Schüler vorher nicht informiert (z.T. auch, um den Überraschungseffekt des „anderen“ Unterrichts zu nutzen).

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Landestagung Ethik: Anerkennung und Gerechtigkeit in der transkulturellen Gesellschaft

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Seit einigen Jahren bin ich Mitglied im Fachverband Ethik in Baden-Württemberg. Es gab früher einen Fachverband in Sachsen, der allerdings vor einigen Jahren einschlief, um so erfreuter war ich, dass der Fachverband sich in BW aktiver zeigt. Bisher nahm ich von diesem Fachverband kaum etwas wahr, bis mich Mitte April eine Mail erreichte, die an die Landestagung erinnerte. Da die Anmeldefrist bereits 2 Wochen später endete, entschied ich mich recht spontan und überwies den Tagungsbeitrag. Im Hinterkopf hatte ich die guten Reader, die die früheren Landestagungen anscheinend begleiteten. Nun liegt die Tagung bereits hinter mir, sie fand gestern und heute im „Haus auf der Alb“ in Bad Urach statt. Vom Haus, einem denkmalgeschützten Haus im Bauhaus-Stil hatte man einen wunderbaren Blick auf den Albtrauf der Schwäbischen Alb.

Albtrauf

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Lernen mit Wikis

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Beim Educamp in Frankfurt wurde ich am Sonntag direkt nach der Vorstellungs- und Sessionanpreisungsrunde von Jöran Muuß-Merholz  angesprochen, ob ich mit ihm und Nando Stöcklin für pb21.de über Wikis reden möchte. Da Nando schon mittags wieder fuhr, musste es sofort sein. Das war einerseits ganz gut, denn so konnte ich gar keine Bedenken erst ausbrühten, andererseits hatte ich auch keine Gelegenheit vorher darüber nachzudenken, was ich sagen soll. Da ich einen Tag vorher noch beim ZUM-Wiki-Seminar war, war ich zwar direkt im Thema drin, aber ein paar Gedanken wären wohl schon ganz sinnvoll gewesen…
Hier also der Link zu meinem ersten Podcast.

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Der Weg des Erdbeerjoghurts

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Dass unsere Jeans um die Welt reisen, bis sie bei uns im Laden und schließlich zu Hause im Schrank liegen, ist inzwischen klar. Hier im Kinder-ZEIT-Blog ist das nochmal schön anschaulich und selbst für das Kleinvolk verständlich aufgeschrieben.

Dass aber auch unser Erdbeerjoghurt einiges an Weg zurück legt, bis er im Supermarktregal steht, ist etwas verwunderlicher. Dr. Stefanie Böge untersuchte bereits 1992, welchen Weg die Rohstoffe und die einzelnen Materialien für die Verpackung hinter sich bringen müssen. Hier ist ihre Diplomarbeit zu dem Thema (auf den hinteren Seiten sind schön anschauliche Karten). Später dann (2001) hat sie auch nochmal Äpfel – der Weg zum Standardapfel und Möglichkeiten der Wiedergewinnung von Vielfalt untersucht. Auch interessant.

Zurück zum Erdbeerjoghurt: Die Performancekünstlerin Jekaterina Anzupowa hat die Reise des Joghurts in Deutschland (1992) und schließlich mit allem drum und dran weltweit (2008) als echte Reise unternommen und darüber gebloggt. Leider ist das Blog von 2008 ziemlich leer, es enthält nur den Abflug- und Ankunfts-Beitrag. Aber über die Deutschlandreise 1992 kann man viel lesen.

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gelesen: Das große Heft

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2014-05-02 17.30.52

 

An einem Tag las ich Agota Kristófs Roman „Das große Heft“ aus dem Jahr 1986. Es ist der erste Teil einer Trilogie. Immer wieder musste ich es weglegen, weil die Bilder, die es erzeugte zwar sachlich erzählt aber gleichzeitig zu erschütternd waren.

Das große Heft ist ein Heft, welches sich zwei Jungen, Zwillinge zulegen, um ihre Erlebnisse darin zu notieren. Während des 2. Weltkrieges werden sie von ihrer Mutter aus „der großen Stadt“ zu ihrer Großmutter, die von allen „die Hexe“ genannt wird, in die kleine Stadt geschickt. Dort sind sie, im Alter von 8 oder 9 Jahren, weitgehend auf sich allein gestellt. Sie erschaffen sich ihre eigene Welt indem sie sich gegenüber physischen und psychischen Schmerzen durch „Übungen“ immun machen. Sie verstärken sich gegenseitig und richten sich nach ihren eigenen moralischen Maßstäben. Gefühle versuchen sie sich bewusst abzutrainieren. Die einzelnen Kapitel des Buches sind kurze Aufsätze, die sie sich gegenseitig als Aufgabe stellen und korrigieren. Erst wenn die Aufsätze vom anderen als „gut“ bewertet werden, dürfen sie ins große Heft. Kriterien dafür sind die sachliche Richtigkeit und die Unabhängigkeit von Gefühlen. Die Sprache im Roman ist demzufolge sehr sachlich und emotionslos. Unglaublich grausame Ereignisse, gerade im Leben von Kindern, werden so nüchtern erzählt, dass ich das Buch öfters aus der Hand legen musste. Denn die Sprache erstellte in meinem Kopf eigene Bilder, die ich nicht einfach so wegschieben konnte. Dennoch hatte ich den Roman am Abend ausgelesen. Das Ende – ganz ehrlich: es hallt immer noch nach. Solch eine Grausamkeit wird so neutral erzählt. Unglaublich!

Der Roman wurde vor 2 Jahren verfilmt.

Zu Agota Kristóf: Eine ungarische Schriftstellerin, die 1953 in die Schweiz emigrierte, dort jedoch nie ihre Heimat fand. 2011 starb sie in der Schweiz. (wikipedia)

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Twitterfavs im April 2014

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Ich mag Twitter. Ich werde versuchen, mich monatsweise in die Reihe der Dokumentatoren (Link folgt) einzufügen. Das hier sind nicht alle meine besternten Tweets im April, aber doch einige. Manche sind auch nicht besonders lustig, sondern regten mich zum Nachdenken und Nachrecherchieren an. Eine gute Möglichkeit, das Fav-Archiv nochmal durchzuschauen. Ich habe jetzt 198 Tabs offen mit Seiten, die ich mir schon lange sichten wollte …

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Rechercheübung

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Zur Vorbereitung der Präsentationsprüfung (bei uns die mdl. Prüfung im Abi) übe ich mit meinem Neigungskurs das Recherchieren. Natürlich haben sie das im Laufe ihres Schullebens schon geübt und kennen die meisten Seiten. Dennoch hat es sich als hilfreich erwiesen, so kurz vor der eigenständigen Erarbeitung der Präsentationsthemen nochmal an die gängigen Recherchetipps zu erinnern.

Zunächst spielen wir ein Google-Quiz, das ich bei Learning-Apps gefunden habe:

Zur Vertiefung habe ich eine Prezi zur Rechercheübung erstellt. Darin werden die gängigen Plattformen gezeigt und anhand des Schnitzel-Beispiels geübt. Die Prezi habe ich nun schon ein paar Mal verwendet und immer wieder verändert. Sicher ist auch diese nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber jetzt kommt sie erstmal ins Blog hier. Die Idee der Schnitzeljad auf Grundlage von Schnitzeln habe ich aus dem COER13 🙂

(Meine Prezi steht unter CC-by-Sa!)


 

 

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Open Street Map in der Projektwoche II

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Nachdem ich mich über Open Street Map (OSM) allgemein schon etwas schlau gemacht habe, tauchten immer mehr Informationen auf.

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(wird noch ergänzt)

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