Ich wurde kurzfristig (Mitte Dezember) gebeten, die Fortbildung für Fachberater mit anzubieten. Das Thema wurde daraufhin in „Neuere Medien im Ethikunterricht“ geändert. In Absprache mit Herrn Schmidt hatten wir also die Themen Web 2.0 und Spiel- und Kurzfilme (plus deren Analyse) auf dem Programm. Trotz 8 Anmeldungen waren am Ende nur 3 Teilnehmer anwesend. Das fand ich etwas enttäuschend, zumal wir mit solch einer Anzahl auch keine unserer schön vorbereiteten Methoden durchführen konnten…. Mit meinen Ausführungen zum Mitmachnetz konnte ich kaum jemand hinter dem Ofen hervorlocken. Trotz schöner Beispiele und praktischer Einsatzmöglichkeiten ist die Hemmschwelle so etwas im Unterricht zu nutzen immer noch sehr hoch (und das, nachdem das WWW inzwischen älter ist als alle Schüler, die bei uns in der Schule sitzen). Es scheint so, als ob es immer noch die Nerd-Nische gibt, die sich zweifelhaft vergrößert, aber es ist eben noch kein „Mainstream“. E-Mail: ja, aber mehr nicht.

Fast denke ich, als wäre es so ähnlich wie das Sein/Sollen-Problem: nur weil jemand weiß, wie wichtig (Medienkompetenz!!!) und praktisch etwas ist, muss es noch lange nicht umgesetzt werden.

Im zweiten Teil stießen wir dann auf mehr Begeisterung: Kurzfilme. Spielfilme ließen wir gleich sausen. Die Gruppenarbeiten und Workshops zu den Kurzfilmen waren hinfällig, sodass wir zu den jeweiligen nur Einsatzmöglichkeiten im Unterricht diskutierten.

Zwischendrin hatten wir einen Vortrag zum Thema Medienrecht von Herrn Hickfang vom MPZ Leipzig. Er war sehr interessant und wichtig.

Außerdem konnten der Herr Schmidt und ich die Chance nutzen und das eine oder andere Gläschen Wein im Schlosskeller trinken. Nebenbei stormten unsere Gehirne und spukten einen gar wundervollen Semesterplan aus 🙂

m1Inhaltliches gibts im Fobi-Blog, eine kleine Nachbetrachtung im Blog von Donat.