Categotry Archives: gelesen

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Gelesen: Paulo Coelho – Aleph

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Ich gestehe: ich werde kein Coelho-Fan. 11Minuten fand ich noch ganz ok, Krieger des Lichts und Alchemist an vielen Stellen super. Mit Aleph kann ich gar nichts anfangen. Ich finde die Rahmenhandlung phantastisch: eine Reise durch Russland mit der Transsib, eine Reise, in der man sich über sich selbst, seine Ziele und Motive klar wird, immer in Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld, welches im Zug einem kleinen Soziotop gleicht. Allerdings, und da ist der Haken, verbindet es Coelho mit der Reise durch die Zeit, mit seinen früheren Existenzen. Und genau das ist der Punkt, an dem es für mich unnachvollziehbar wird: mir fehlt der Glauben an frühere, erinnerbare Existenzen. Schade schade, das minimierte das Lesevergnügen ungemein.

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gelesen: Haruki Murakami – Gefährliche Geliebte

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Nachdem ich vor drei Jahren die „Wilde Schafsjagd“ las, wollte ich mal wieder was von Haruki Murakami lesen. Kurz zur Geschichte: der Ich-Erzähler beschreibt sein Leben und hier besonders die Frauen, die ihn auf unterschiedliche Art prägten. Es begann mit einem Mädchen Shimamoto im Alter von 12 Jahren. Sie taucht immer wieder in seinem Leben auf und verändert es allein durch ihre Anwesenheit.  Es folgen Izumi, Izumis Cousine und Yukiko. Mit der letzten Frau, die er mit 30 traf, änderte sich sein Lebenslauf: aus einem gelangweilten, einsamen Schulbuchverlagsmitarbeiter wurde ein Vater von 2 Töchtern, Besitzer und Geschäftsführer von 2 erfolgreichen Jazz-Bars.  Die Erinnerung an Shimamoto bleibt erhalten und mit ihr die Sehnsucht nach etwas tief verborgenen. Die Ereignisse überschlagen sich als sie wieder auftauchte.

Ein sehr spannendes Buch, ich habe es an einem Tag ausgelesen, weil ich natürlich wissen wollte, wie es weitergeht. Sehr schöne Beobachtungen und sehr bildreiche Sprache.

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gelesen: Harry Mulisch – Die Elemente

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Geschichte: ein Mann Mitte/Ende Dreißig macht mit seiner Frau und den beiden halbwüchsigen Kindern Urlaub auf Kreta. Eine Vorzeigefamilie, die allerhand Probleme im zwischenmenschlichen Bereich hat. Als Leser wird man direkt angesprochen und ins Geschehen einbezogen – das ist etwas ungewohnt. Zwischendurch bekommt man Lektionen über die griechische Antike und Mythologie. Das ist auch in „Die Entdeckung des Himmels“ vom selben Autor so, dort aber weniger störend. Gegen Ende passieren dann wunderliche Dinge die als „Spielball der Götter“ verstanden werden sollen.

–> Die Geschichte war schnell gelesen, es ist ja auch nur ein „Kleiner Roman“, wie es auf dem Cover steht. Sonderlich begeistert hat mich die Geschichte aber nicht. (Im Gegensatz zur „Entdeckung des Himmels“, was mich damals sehr begeisterte. Wohl deshalb kaufte ich auch dieses Buch.)

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gelesen: Vernetzt euch!

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Vernetzt euch!
Vernetzt euch!, .

(für die interne Statistik)

Ich fand das kleine Büchlein sehr rasant zu lesen. Eine gute Beschreibung der Ereignisse in Tunesien aus persönlicher Sicht. Das Buch ist chronologisch aufgebaut, es geht aber kaum über die Beschreibung hinaus. Lediglich die letzten beiden Seiten verdienen den Titel „Streitschrift“, denn erst darin wird das Anliegen von der bloßen Beschreibung abstrahiert und in einen allgemeineren Rahmen gestellt. Schade, vom Titel (und der Reihe, in der das Buch rauskam) hatte ich mir mehr erhofft.

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gelesen: zweitausendeins. Der Versand.

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Das Buch von Mathias Bröckers erzählt, wie sich der immer noch erfolgreiche Versandhandel entwickelt hat, wie er zwischenzeitlich Standortbestimmungsprobleme hatte (Versand? Verlag? Neckermann für Intellektuelle?) und generell von seinem Selbstverständnis. Dabei schreibt Herr Bröckers recht amüsant, verknüpft geschichtliche Ereignisse und deutet sie nach zweitausendeins-Manier um („2001: das Jahr, das nach uns benannt wurde“ oder auch „1988: Das Jahr, als wir die CD erfanden“).  Nebenbei erfährt man einiges über das Verlagswesen in Deutschland sowie über den Umgang mit Autoren.

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gelesen: Krieg

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von Janne Teller, Untertitel: Stell dir vor, er wäre hier.

Ein Perspektivwechsel als Gedankenexperiment: wenn hier in Deutschland Krieg wäre und wir darauf angewiesen wären, in fremden Ländern Asyl zu suchen. Welche Widerstände würden uns treffen? Dahinter steht immer die Frage: Welche Steine legen wir Fremden in den Weg, die zu uns kommen?

Ein schön geschriebenes (recht kurzes) Buch. Es wurde zunächst als Essay veröffentlicht und später als Buch wie ein Pass gestaltet. Es bietet außer dem angesprochenen Perspektivwechsel keine wirklich neuen Erkenntnisse und Einblicke und ist in weniger als einer Stunde durchgelesen, aber die beklemmende Frage bleibt:

„Denn wenn es eines Tages doch so käme, wäre es dann nicht sehr tröstlich, die gefahrvolle Suche nach Zuflucht und einem besseren Leben in vollem Vertrauen auf die Erkenntnis anzutreten, dass damals, als wir selbst in Sicherheit waren, jeder Einzelne dazu beitrug, die ethischen Grundsätze menschlicher Zivilisation zu sichern und zu verbreiten, dass alle Menschen gleich geschaffen wurden und jeder die Menschen so behandeln soll, wie er selbst von ihnen behandelt werden will?“

(Die Autorin hat auch Nichts, was im Leben wichtig ist geschrieben. Das liegt ganz oben auf meinem Lesestapel)

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35

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(Rolf Dobelli: Fünfunddreißig. Eine MidlifeStory)

Ein ganzes Buch voll von Erinnerungsfetzen, Vereinfachungen, Erkenntnissen, gemischt mit phänomenologischen Analysen eines verregneten Nachmittags/Abends auf einer Parkbank am Züricher See. Alles nur gedacht vom Protagonisten Gehrer. Ich bin (noch) keine 35, aber in einigen Gedanken fand ich mich doch auch schon wieder…

Hier noch ein Absatz zu Gedanken:

„Alles Denken hilflos. Statt dessen Wiederkäuen von Schon-Gedachtem. Fetzen von Schon-Gehofftem, Schon-Erlebtem. Kaleidoskopische Langeweile auch ohne Symmetrie. Amorphes Denken, richtungslos und öd. Warum Denken, wenn es zu keinen neuen Einsichten führt? Manchmal die bange Frage, wer es ist, der da denkt, wenn er denkt.“

Der Autor, so habe ich gelesen, soll sich an Max Frisch orientieren. Hier noch mehr seiner Bücher.

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