Categotry Archives: gelesen

0

ZDPE

by

Die Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik (ZDPE – die Homepage ist leider immer veraltet.) ist eine der beiden großen Didaktikzeitschriften für Ethik/Philosophie und erscheint vierteljährlich (neben der Ethik & Unterricht). In der ZDPE findet man eher didaktische Hintergrundartikel und viele Blicke über den Tellerrand des eigenen Lehrplans, wissenschaftliche Beiträge, weniger konkret unterrichtspraktische Materialien. Zur Umsetzung im Unterricht eignen sich aber viele der Ideen und Gedanken. Und genau das gefällt mir an der Zeitschrift: ich habe keine fertigen Konzepte, sondern viele Anregungen die zu mehreren Themen passen. Gelegentlich sind auch mal fertige Unterrichtssequenzen im Heft.
Die Layoutänderung mit der aktuellen Ausgabe habe ich mal zum Anlass genommen, meine alten Ausgaben durchzusehen und nach Layoutänderungen zu schauen. Ich habe nicht seit 1992 alle Hefte, sondern später ältere Ausgaben dazu gekauft. Im Abo habe ich die Zeitschrift etwa seit 2008, glaube ich.

20130414-094927.jpg

Schon das letzte Layout gefiel mir ganz gut. Das aktuelle, hin auch zu mehr Seiten übrigens, finde ich auch sehr gelungen, wenngleich mir das Braun gar nicht zusagt. Da wäre mir eine Kombination mit hellblau angenehmer gewesen.
Abgesehen vom Layout bietet die Zeitschrift die gewohnten Rubriken: zum Thema, Philosophieren im Unterricht, philosophische Meisterstücke (gibts inzwischen auch als Buch), Berichte – Diskussionen – Materialien, Rezensionen und Denkbild. In der Herausgeberschaft hat sich einiges geändert, z.B. ist ein ehemaliger Kommilitone Donat Schmidt in den Kreis gerückt.
Gelesen habe ich aus dem aktuellen Heft bisher den Artikel von Patrick Baum zu den philosophischen Cafés, den Beitrag zum Ethikunterricht in Bayern (erschreckend!) sowie die Rezensionen. Ich stellte fest, dass ich einen Teil der vorgestellten Medien bereits habe, einen anderen Teil auf den Wunschzettel gesetzt 😉

Von mir sind bisher zwei Artikel in der ZDPE erschienen, das ist aber auch schon ewig her.

0

Gelesen: Paulo Coelho – Aleph

by

Ich gestehe: ich werde kein Coelho-Fan. 11Minuten fand ich noch ganz ok, Krieger des Lichts und Alchemist an vielen Stellen super. Mit Aleph kann ich gar nichts anfangen. Ich finde die Rahmenhandlung phantastisch: eine Reise durch Russland mit der Transsib, eine Reise, in der man sich über sich selbst, seine Ziele und Motive klar wird, immer in Auseinandersetzung mit dem sozialen Umfeld, welches im Zug einem kleinen Soziotop gleicht. Allerdings, und da ist der Haken, verbindet es Coelho mit der Reise durch die Zeit, mit seinen früheren Existenzen. Und genau das ist der Punkt, an dem es für mich unnachvollziehbar wird: mir fehlt der Glauben an frühere, erinnerbare Existenzen. Schade schade, das minimierte das Lesevergnügen ungemein.

20130219-163129.jpg

0

gelesen: Haruki Murakami – Gefährliche Geliebte

by

Nachdem ich vor drei Jahren die „Wilde Schafsjagd“ las, wollte ich mal wieder was von Haruki Murakami lesen. Kurz zur Geschichte: der Ich-Erzähler beschreibt sein Leben und hier besonders die Frauen, die ihn auf unterschiedliche Art prägten. Es begann mit einem Mädchen Shimamoto im Alter von 12 Jahren. Sie taucht immer wieder in seinem Leben auf und verändert es allein durch ihre Anwesenheit.  Es folgen Izumi, Izumis Cousine und Yukiko. Mit der letzten Frau, die er mit 30 traf, änderte sich sein Lebenslauf: aus einem gelangweilten, einsamen Schulbuchverlagsmitarbeiter wurde ein Vater von 2 Töchtern, Besitzer und Geschäftsführer von 2 erfolgreichen Jazz-Bars.  Die Erinnerung an Shimamoto bleibt erhalten und mit ihr die Sehnsucht nach etwas tief verborgenen. Die Ereignisse überschlagen sich als sie wieder auftauchte.

Ein sehr spannendes Buch, ich habe es an einem Tag ausgelesen, weil ich natürlich wissen wollte, wie es weitergeht. Sehr schöne Beobachtungen und sehr bildreiche Sprache.

0

gelesen: Harry Mulisch – Die Elemente

by

Geschichte: ein Mann Mitte/Ende Dreißig macht mit seiner Frau und den beiden halbwüchsigen Kindern Urlaub auf Kreta. Eine Vorzeigefamilie, die allerhand Probleme im zwischenmenschlichen Bereich hat. Als Leser wird man direkt angesprochen und ins Geschehen einbezogen – das ist etwas ungewohnt. Zwischendurch bekommt man Lektionen über die griechische Antike und Mythologie. Das ist auch in „Die Entdeckung des Himmels“ vom selben Autor so, dort aber weniger störend. Gegen Ende passieren dann wunderliche Dinge die als „Spielball der Götter“ verstanden werden sollen.

–> Die Geschichte war schnell gelesen, es ist ja auch nur ein „Kleiner Roman“, wie es auf dem Cover steht. Sonderlich begeistert hat mich die Geschichte aber nicht. (Im Gegensatz zur „Entdeckung des Himmels“, was mich damals sehr begeisterte. Wohl deshalb kaufte ich auch dieses Buch.)

0

gelesen: Vernetzt euch!

by

Vernetzt euch!
Vernetzt euch!, .

(für die interne Statistik)

Ich fand das kleine Büchlein sehr rasant zu lesen. Eine gute Beschreibung der Ereignisse in Tunesien aus persönlicher Sicht. Das Buch ist chronologisch aufgebaut, es geht aber kaum über die Beschreibung hinaus. Lediglich die letzten beiden Seiten verdienen den Titel „Streitschrift“, denn erst darin wird das Anliegen von der bloßen Beschreibung abstrahiert und in einen allgemeineren Rahmen gestellt. Schade, vom Titel (und der Reihe, in der das Buch rauskam) hatte ich mir mehr erhofft.

0

gelesen: zweitausendeins. Der Versand.

by

Das Buch von Mathias Bröckers erzählt, wie sich der immer noch erfolgreiche Versandhandel entwickelt hat, wie er zwischenzeitlich Standortbestimmungsprobleme hatte (Versand? Verlag? Neckermann für Intellektuelle?) und generell von seinem Selbstverständnis. Dabei schreibt Herr Bröckers recht amüsant, verknüpft geschichtliche Ereignisse und deutet sie nach zweitausendeins-Manier um („2001: das Jahr, das nach uns benannt wurde“ oder auch „1988: Das Jahr, als wir die CD erfanden“).  Nebenbei erfährt man einiges über das Verlagswesen in Deutschland sowie über den Umgang mit Autoren.

1 2 3 4 5 6 7 8 9