Categotry Archives: Menschen

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wie man fremden menschen eine freude machen kann

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heute: gesprächsstoff für den langweilen weihnachtsabend 🙂

ich steige mit zwei voll beladenen taschen in den bus. es ist genügend platz, also setze ich mich auf eine zweier bank, auf einen sitz mich und auf den anderen meine taschen und meine jacke, weil ich ziemlich lange fahren muss (damit ich dann draußen nicht friere, hab ich so gelernt gekriegt 🙂 ). der bus fährt los, ich schaue zum fenster raus, träume vor mich hin … und krieg natürlich nicht mit, dass sich der bus langsam füllt. irgendwann höre ich in lästerlichem ton den satz „hat sogar ihre jacke ausgezogen, scheint ihr wohl zu warm zu sein“. nach kurzem überlegen bin ich der meinung, dass das wohl über mich gesagt wurde. da die dame (mitte 50) nicht weit weg steht, frage ich sie, ob sie damit ein problem hat. sachlich erkläre ich ihr mein gründe fürs jackeausziehen während einer langen busfahrt. jetzt kommt sie – und ihr mann- natürlich erst richtig in fahrt … ob ich denn auch zwei plätze bezahlt hätte, was ich mir dabei denke, zwei wertvolle plätze zu belegen, usw. ich entgegne dann, dass sie ja wie jeder andere offensichtlich einen mund hat, mit dem sie mich nett darauf ansprechen könnte… sie regt sich weiter auf, die leute drehen sich schon nach uns um… ich räume den zweiten platz frei und biete ihr den platz an. da ich dies schon mit leicht belustigter stimme tat, entgegenete ihr mann trotzig, dass ER sich jetzt hier nicht hinsetzt. (darauf ist mir hinterher auch noch ein netter kommentar eingefallen, natürlich zu spät -spontanität will wohl überlegt sein). als sie dann neben mir saß, konnte ich mir natürlich nicht verkneifen zu sagen, dass sie doch froh sein soll, so hat sie wenigstens zu hause was zu tratschen, wie schlecht die jugend doch ist … nach zwei stationen stieg sie übrigens aus und da sich der bus insgesamt leerte, hatte ich wieder zwei plätze 🙂

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1. Bloggertreffen

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weblogger – frühstück

vorgestern erhielt ich folgende mail:

Hallo Dresdner Weblogger,

nachdem mittlerweile ja schon Provinzstädte wie Berlin

ein Bloggertreffen haben, wollen wir am Sonntag 10:00 in der Saite

(DD Neustadt, Seitenstr. 4b) ein kleines Weblogfrühstück

veranstalten.

Habt Ihr Lust, teilzunehmen? Es gibt ein schon getestetes

Brunch für ca. 8 EUR, welches ganz empfehlenswert ist.

update: der brunch scheint nur noch 6,80 zu kosten 🙂

eine antwort habe ich gerade verfaßt (wem mein umständliches geschreibsel zuviel sein sollte, der möge nur das dick geschriebene lesen 😉 )

jetzt habe ich die ganze zeit hin und her überlegt, ob ich mich trauen kann,

wildfremde menschen zu treffen, mit denen ich nur eine tätigkeit gemeinsam

habe. möglicherweise aber auch noch etwas anderes. wahrscheinlich mache ich

das zu kompliziert, aber nun bin ich doch zu dem schluß gekommen, dass ich

mich wahrscheinlich die ganze nächste woche in den hintern beißen würde,

wenn ich nicht am sonntag vorbeikomme. einfach nur, um nicht mehr neugierig

zu sein, was für andere weblogger es hier so gibt 🙂

nach dieser umständlichen erklärung jetzt noch mal ganz kurz: ja, ich komme am sonntag früh in die saite. (falls mich nicht doch noch der mut verläßt, aber ich werde mir diese mail hier ausdrucken und in den terminkalender

heften …)

mehr infos bei christine

soso. bin ja schonmal gespannt.

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zweites strickerlebnis

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die zweite socke für die schwester ist nun endlich auch fertig 🙂 ein glückliches sockenpaar. passen übrigens gut an meine füße und sind schön warm *g* da es bei den sockenstrickerinnen so einen brauch gibt, allen socken einen namen zu geben … nenne ich sie merlot. ich denke das paßt ganz gut, weil wenn man eine kerze hinter das glas stellt, schimmert der wein auch in verschiedenen rottönen wie die socke eben 🙂 (edit: vorher stand hier brombeerkuchen, aber das gefiel mir doch nicht… merlot ist besser *g*)

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mensch und tier

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gestern war ich zu einer (eigentlich dreitägigen) tagung mit dem titelanthropologie des tieres – zoologie des menschen„, wo ich zwei sektionen (von insgesamt sechs) mitbekommen habe.

die erste stand unter dem titel „krieg, arbeit, maschine“. ich fand die vorträge sehr interessant, besonders den von einer frau dr. jauch aus zürich. es ging um die maschinisierung von tieren und von menschen. bereits bei descartes und lamettrie – also am beginn der neuzeit. was ich an lamettrie interessant fand: der gedanke, dass der mensch mehr automat/maschine sein kann als jedes tier – als beispiel hat er einen naturwissenschaftler namens haller gebracht, der seine emotionalität und sensibilität vollständig wegschiebt, ihn interessieren nur fakten und zahlen um jeden preis. zweites beispiel: armeen von soldaten, die abgerichtet zu automaten ihren dienst in der kriegsmaschine verrichten, mit systematischer grausamkeit. (zu der kein tier fähig ist).

die zweite sektion war unter das thema „liebe, moral, politik“. in einem vortrag – von einem psychoanalytiker – wurde das phänomen der tierliebe erläutert: wenn man haustiere hat, dienen sie eigentlich nur der bedürfnisbefriedigung des eigenen selbst. tiere werden instrumentalisiert, um einen unmöglichen inneren dialog zu führen, um z.b. die eigene aggressivität auszuleben, oder um absolute treue und anerkennung zu geben, die man im echten leben unter menschen nicht erhält. tiere können sich im gegensatz zu menschen nur in geringem masse dagegen wehren. bei dem zweiten vortrag dieser sektion bin ich fast eingeschlafen (…), aber der dritte war wieder sehr interessant. es ging um rechte von tieren. am anfang stand übrigens der satz, dass menschen tiere sind, die sich von der illusion leiten lassen, etwas anderes als tiere zu sein. im folgenden hat der dozent erklärt, dass das verhältnis zu tieren sowohl -ganz nietzsche – einer herren-als auch einer sklavenmoral folgt, meist als mischform in einer person. am ende stand die frage, warum tiere rechte bekämen, wenn sie keine pflichten übernehmen können.

außerdem ungeklärt -in meinen augen, aber mir fehlen ja auch zwei tage (an denen es aber weniger philosophisch zugegangen sein soll) – bleibt die frage nach der genauen definiton von mensch, tier und maschine – bzw. deren abgrenzung.

am ende kam übrigens noch eine ältere dame aus dem publikum von einer tierschutzorganisation zu wort, die sich persönlich angegriffen fühlte, weil sie sich für tiere einsetzte und damit angeblich nur eigene bedürfnisse befriedigt bzw. einer sklavenmoral folgt. da dachte ich, dass jetzt die -bis dahin- wirklich anspruchsvolle philosophische diskussion zu einer selbsthilfegruppe abrutscht. dem war nicht so 🙂 hab ich schon zuoft in uni-seminaren erlebt…

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orte der worte

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nachdem ich letzte woche 3 volle tage arbeiten war und gestern irgendwie nix für meine examensarbeit gemacht habe, ging es heute nur sehr schleppend voran. wieviel man doch in vier tagen vergißt … dafür hatte ich heute zum ersten mal das erlebnis, punkt neun uhr mit einem pulk von menschen kurz nach öffnung in die bibo zu strömen, wird wohl nicht so schnell wieder vorkommen. hab es dafür auch nur bis 17 uhr ausgehalten. leider war auch niemand meiner persönlichen bibo-connection in reichweite, sodass ich sogar allein kaffeetrinken musste … sei es drum. für morgen ist der kaffee gesichert 🙂

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