Categotry Archives: Wiki

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auf ZUM machen!

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ZUM-Treffen 2014

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Im Oktober fand das jährliche Mitgliedertreffen der ZUM erstmals in Schmerlenbach (nahe Aschaffenburg) statt. Schon die Hinfahrt gestaltete sich sehr interessant, da ich mit dem Auto den Kocher flußabwärts zu Jörg Lohrer (rpi-virtuell) fuhr, wo ich mich mit Klaus Dautel (ZUM-Gründungsmitglied und im Vorstand für die Finanzen zuständig, nebenbei u.a. mit tollen Deutsch-Materialien auf zum.de) traf. Gemeinsam fuhren wir durch den schönen Odenwald und entlang des Mains in Richtung Aschaffenburg. Schon auf der Fahrt reichten die Themen von Smartphoneverbot in der Schule über Geocaching bis hin zum Sinn der OER-Bewegung in Deutschland. Eine schöne Einstimmung aufs ZUM-Treffen!

Angekommen in Schmerlenbach wurde ich schon für einen Podcast erwartet. Jöran, Klaus und ich sprachen über 18 Jahre ZUM.de. (Demnächst auf pb21.de hörbar.) Dadurch kamen wir etwas verspätet zum ZUM-Treffen, die Vorstellungsrunde war schon halb durch, die Tagesordnung war schon besprochen (diese kannten wir ja vorher ;)).

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(Foto von Jöran Muuß-Merholz)

Nach der Vorstellungsrunde hielt Dr. Martin Lindner seinen Vortrag zum Thema „Die Bildung und das Netz“. Einen Teil meine Mitschrift seht ihr hier (anklicken für größer):

digimed

Danach wurde es etwas thesenhafter, sodass es mir schwer fiel, geordnet mitzuschreiben (einige Teilnehmer schrieben gemeinsam hier mit.) Anschließend ging es in Arbeitsgruppen um die Anwendung bzw. Ausweitung der Thesen und deren praktische Anwendung. Ich schloss mich der Gruppe „innovatives Potential digitaler Medien“ an und es gab erstaunlich viel, was uns dazu eingefallen ist. Insgesamt war es eine sehr konstruktive Runde, einiges nahm ich zum Nacharbeiten und Weiterrecherchieren mit. 
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Nebenbei bemerkt: In den Kaffeepausen gab es immer GEPA-Tee :-).

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Nach gemeinsamem Abendessen und Abschluss in der ortsansässigen Klosterkneipe beendete ich den Tag recht bald (solche Tage sind nicht ganz unanstrengend, wenn man im 7. Monat schwanger ist…). Mein Zimmer habe ich diesmal zwar nicht fotografiert (nebenbei: der Tagungsort ist toll – ein auf den alten Grundmauern aufgebautes Kloster), dafür aber meinen Ausblick am frühen Sonntagmorgen:

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Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Vereinsarbeit: Tätigkeitsbericht des Vorstandes, Kassenbericht, Beiträge der Mitglieder, Diskussion über das neue ZUM-Portal, etc. Nach dem gemeinsamen Mittagessen und dem Fund eines Geocaches mit Jörg im Klosterhof ging es wieder heimwärts. Und wie jedes Jahr: die Motivation, gleich an diversen Projekten in der ZUM weiterzuarbeiten steigt nach solchen Treffen enorm. Außerdem ist es immer wieder schön, zu den Mails und teilweise auch zu den Twitternamen ein paar (neue und bekannte) Gesichter zu treffen und in echt zu plauschen 🙂

Linktipp: Im ZUM-Wiki gibt’s die entsprechenden Präsentationen, das offizielle Protokoll, etc..

Hier noch das Gruppenbild vom Samstag:

 

ZUM-Treffen_2014_2a(Foto von J. Leupold, CC-by-Sa, Quelle)

 

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Lernen mit Wikis

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Beim Educamp in Frankfurt wurde ich am Sonntag direkt nach der Vorstellungs- und Sessionanpreisungsrunde von Jöran Muuß-Merholz  angesprochen, ob ich mit ihm und Nando Stöcklin für pb21.de über Wikis reden möchte. Da Nando schon mittags wieder fuhr, musste es sofort sein. Das war einerseits ganz gut, denn so konnte ich gar keine Bedenken erst ausbrühten, andererseits hatte ich auch keine Gelegenheit vorher darüber nachzudenken, was ich sagen soll. Da ich einen Tag vorher noch beim ZUM-Wiki-Seminar war, war ich zwar direkt im Thema drin, aber ein paar Gedanken wären wohl schon ganz sinnvoll gewesen…
Hier also der Link zu meinem ersten Podcast.

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Open Street Map in der Projektwoche II

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Nachdem ich mich über Open Street Map (OSM) allgemein schon etwas schlau gemacht habe, tauchten immer mehr Informationen auf.

Schulprojekte

Hilfen für meine Region

Weiterverwendung

See full screen

 

(wird noch ergänzt)

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Open Street Map in der Projektwoche

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Vorbemerkung: Ich habe vor, in der diesjährigen Projektwoche mit den Schülern meiner Gruppe „irgendwas mit“ Open Street Map zu machen. Daher beschäftige ich mich momentan damit. Meine Fortschritte werde ich hier dokumentieren. Neben dem Lesen im Internet sprach ich beim Educamp in Frankfurt mit Chantal Pannacci (@anachorete), die mir ein paar gute Tipps gab.

Was ist Open Street Map (OSM)?

Es ist ein freies Projekt, dass für jeden nutzbare Geodaten sammelt (Open Data) und in Karten darstellt. (In der Wikipedia gibt es einen langen Artikel darüber.) Das spannende daran ist, dass (wie in der Wikipedia auch) jeder mitmachen kann. Man kann sich z.B. genauso wie in der Wikipedia anschauen, wer in welcher Region gearbeitet hat. Das Projekt gibt es seit 2004, mittlerweile gibt es weltweit über 100.00 Benutzer. Die Daten sind als Creative Commons (CC-by-SA 2.0) lizensiert, d.h. man darf sie mit Hinweis auf Quelle, Urheber (OSM) und den Lizenztext unter dieser Lizenz weiter verwenden. Gerade bei Karten gibt es ganz strenge Grenzen hinsichtlich Urheberrecht und Weiterverwendung.

Berichte und Neuigkeiten gibt es im OSM-Blog. Dort werden viele spannende Projekte von anderen OSM-Nutzern sowie Beispiele, wo OSM-Karten verwendet werden vorgestellt. Außerdem gibt es die Termine der OSM-Stammtische in verschiedenen Orten. Ich beobachte das mal, vielleicht gibt es ja einen hier in der Nähe in nächster Zeit.

Wie kommen die Daten in die Karte?

Dafür gibt es grob zwei Möglichkeiten: das reale Abschreiten – also z.B. sehe ich einen Briefkasten oder eine Parkbank und ich trage sie mittels eines Editors (auf dem Smartphone mit GPS-Ortung und Schlagworten (Tags)) ein. Ich habe den Editor Vespucci für Android getestet und komme damit ganz gut zurecht. Eine gute Möglichkeit zum Anfangen ist das Korrigieren von Fehlern – in meiner kleinen Stadt beispielsweise wurde im vergangenen Jahr eine Kreuzung zum Kreisverkehr umgebaut. Der Kreisverkehr ist inzwischen drin, nicht aber der daran anschließende Stadtgarten mit zum Verweilen einladenden Bänken.

Die zweite Möglichkeit ist die Arbeit am Computer. Es gibt frei verwendbare Luftbilder (z.B. von Bing), die in einem OSM-Editor im Browser hinter die Karte gelegt werden können. Daraus kann man z.B. Häuser und deren Umrisse entnehmen und auf der Karte eintragen.

Warum könnte das nützlich sein?

Grundsätzlich ist die OSM-Karte sympathischer als GoogleMaps, da sie neben den reinen Informationen auch so genannte Points of Intrests (POI) zeigt – d.h. Punkte, die für andere Nutzer interessant erscheinen, z.B. die Leerungszeiten des lokalen Briefkastens. Die OSM-Community ist inzwischen auch so groß, dass Fehler recht schnell korrigiert werden. Das Wikipedia-Argument: weil jeder was eintragen kann, ist bestimmt viel falsches drin, ist sowohl bei Wikipedia als auch bei OSM inzwischen überholt.

Die Kartendaten stehen zum Herunterladen bereit, d.h. sie können gut weiterverwendet werden. Eine Möglichkeit wäre, dass die Gemeinde auf Grundlage der Karte eine „Senioren-Karte“ heraus gibt, in der die Parkbänke und die rollator- und rollstuhlgerechten Restaurants eingetragen sind. Ein ähnliches Ziel verfolgt übrigens ein anderes freies Projekt: WheelMap ist eine Karte für rollstuhlgerechte Orte.  Die App Komoot greift z.B. auf OSM zu um Touren in der Umgebung anzuzeigen. (Eine Region kann kostenlos zum Ausprobieren freigeschaltet werden.)

Eine weitere Anwendung findet OSM z.B. in der Entwicklungshilfe. Dazu gibt es einen Beitrag beim DLF. Mit Hilfe von Luftbildern kann auch von zu Hause aus kartiert werden.

Wie bereits erwähnt: im OSM-Blog sind immer auch Verwendungsmöglichkeiten nachzulesen, z.B.:

Gemeinsame Anstrengungen mit rekordverdächtigem Ergebnis – 68 Mappern gelingt es in 29 Stunden die komplette Stadt Mamou mit 20105 Häusern in OSM verfügbar zur machen. Die Karten werden für “Ärzte ohne Grenzen” anlässlich der Ebola-Epidemie in Guinea benötigt.

 

und nun?

Für meine Projekttage bin ich nun schon ein Stück weiter. Ich habe es selbst ausprobiert und festgestellt, dass unsere kleine Stadt kaum kartiert ist. Außerdem kann ich das Projekt zumindest ein Stück weit erklären. Die Fragen, die für mich noch offen sind, ist die grundsätzliche Entscheidung, ob wir eher draußen oder drinnen arbeiten (oder beides) und für welche Klassenstufen ich das Projekt anbiete – ab 5. Klasse oder erst ab z.B. 9. Klasse.

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Wiki Wiki Wiki

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Nachdem am Sonntag beim Educamp in Frankfurt eine Moodle-Session angeboten wurde, fühlte ich mich innerlich gezwungen, eine Wiki-Austausch-Session zu initiieren. Ja, ich nutze auch Moodle, werde damit aber nicht warm.

Eine erste Umfrage in der Session ergab, dass viele Wikis kannten, teilweise auch benutzten, aber an praktischen Einsätzen mit Schülern interessiert waren. Da die Session recht spontan entstanden ist, hatte ich mir vorher nur kurz im zugehörigen Etherpad ein paar Beispiele rausgesucht, die ich kurz ansprechen wollte.

Grob lässt sich die Nutzung unterteilen in:

  • Lehrer tauschen Material mit Kollegen aus
  • Lehrer stellen Material für Schüler bereit
  • Schüler arbeiten selbständig im Wiki, die Lehrer begleiten die Arbeit.

Fragen kamen hauptsächlich in Richtung Copy-and-Paste-Verhalten der Schüler. Die anwesenden wikinutzenden Lehrer bestätigten meine Vorgehensweise: Schüler dafür sensibilisieren, dass auch im digitalen Kontext eigenes Denken erforderlich ist, Urheberrechtsverstößen grundsätzlich auf den Grund gehen (Plagiatsuchmaschinen gibt es inzwischen einige) UND die Aufgabenstellungen entsprechend so gestalten, dass das Kopieren aus z.B. Wikipedia-Seiten nicht möglich ist.

Eine weitere Frage war: wie bekommt man Kollegen dazu, ein Wiki aktiv zu nutzen? Darauf habe ich keine Antwort. Ich habe u.a. Fortbildungen angeboten, die von einem Bruchteil der Kollegen wahrgenommen wurde, die vorher Interesse signalisierten. Generell bin ich dazu übergegangen, Wikis ganz normal als Medium zu nutzen (den Zielen und Methoden untergeordnet) und bekomme von den Kollegen gelegentlich rückgemeldet, dass meine Schüler den Nutzen eines Wikis erkannt haben und fragen, warum es im Unterricht von Kollege xy nicht verwendet wird ;).

In meiner Session hatte ich die Wikiarbeit natürlich nicht so schön unterteilt. Ich werde die Beispiele entsprechend zuordnen:

1. Lehrer tauschen Material mit Kollegen

Dafür eignet sich das ZUM-Wiki sehr gut – Ideen, Unterrichtseinheiten, Arbeitsblätter. Alles wird durch den Kontext (Fächer, Verlinkung durch umliegende Themen, etc.)  und die Kategorien gut auffindbar. Einige Beispiele ergänze ich hier noch – jeder möge für seine Fächer genauer schauen (und die bestehenden Seiten ergänzen ;)).

2. Lehrer stellen Material für Schüler bereit

Auch dafür gibt es viele Beispiele:

  • Indien und China im Vergleich
  • Lernpfade Mathematik – Lernpfade nutzen die Möglichkeiten der Einbindung verschiedenster Medien ins Wiki (z.B. lerningapps.org) um den Schüler durch vorgegebene Schritte zum Erarbeiten eines Themas / zum Üben / Wiederholen zu bringen. Lernpfade sind vergleichbar mit Stationenarbeiten, gekennzeichnet durch eine vorgegebene Reihenfolge und die Nutzung verschiedener Medien und damit auch das Lernen über verschiedene Kanäle: Hören, Lesen, selber machen, etc.  / Lernpfade gibt es auch für andere Fächer – ich hatte in der Session noch den Lernpfad zum Thema Okkultismus gezeigt. (die Besonderheit dabei: der Lernpfad entstand durch Studierende im Rahmen eines Uni-Didaktikseminars und ersetzte die doch meist theoretische Hausarbeit)
  • Im Zusammenhang mit den Lernpfaden Mathematik wies ich auf die Neuerung bei den GeoGebra-Dateien hin. Am Vortag stand dieses Thema auf der Agenda und es konnte eine Lösung gefunden werden, die es ermöglicht, dass alle Dateien wieder angezeigt und neuerdings auch auf dem Ipad (Java-verweigerer) genutzt werden können. Mehr dazu auf der Wikiseite zu Geogebra.
  • Auf der Übersichtsseite zu den Quiz‚ gibt es viele verschiedene Beispiele, welche spielerischen Formen man im Wiki einsetzen kann.

3. Schüler arbeiten selbständig im Wiki

4. Klassen- und Schulwikis

Klassen- und Schulwikis beinhalten typischerweise alle drei (oder wenigstens zwei) der o.g. Formen. Deshalb stelle ich einige Beispiel hier vor, doch auch hier gibt es viele viele weitere Beispiele.

  • Christiane Schicke zeigte ihr Klassenwiki – auch die Eltern nutzen das Wiki, um z.B. über Hausaufgaben informiert zu sein.
  • Beim Wiki zur Afrika-Projektwoche arbeiteten viele Schüler am selben Thema. Im Wiki findet sich sowohl inhaltliches als auch dokumentarisches aus der Woche.
  • Ich zeigte noch das RMG-Wiki, als eines der ältesten Schulwikis. Auf der Projekt-Seite bekommt man einen guten Einblick in die Vielfalt der Arbeit mit Wikis.
  • Kurs- und Klassenseiten gibt es inzwischen einige im ZUM-Wiki. In der Session saß Monika Heusinger, die aktiv mit ihren Schülern die Kursseiten nutzt.

Wenn ein Schulwiki gewünscht ist, können interessierte Lehrer eine Mail an uns schicken und wir richten gern ein Wiki in unserer Wiki-Family ein. Die Bedingungen und weitere Beispiele sind hier zu finden.

Soweit zur Wiki-Session, ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen.

 

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ZUM-Wiki-Seminar 2014

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Angekommen am Freitag Abend war die Einstimmung in vollem Gange. Nach der gewohnt herzlichen Begrüßung, wurden die brennendsten Fragen und Probleme angesprochen. Außerdem wurde ein grobes Programm für das Wikiseminar erstellt. Das Programm ist modular aufgebaut, sodass sich Arbeitsphasen in der Gruppe mit Plenumsphasen abwechseln können.
Inzwischen ist der Samstag in vollem Gange. Der Teilnehmerkreis ist sehr breit gefächert: es finden sich darunter Lehrer mit unterschiedlichsten Fächern und Arbeitsschwerpunkten, Hochschuldozenten sowie Technik-Experten. Es haben sich die Arbeitsgruppen Geogebra, Hilfeseiten, Grundschulwiki und Layout formiert. In den Plenumsphasen wurde jeweils von den Arbeitsergebnissen berichtet und es kam Input von den anderen Teilnehmern. Die modulare Struktur hat sich als sehr sinnvoll erwiesen. Bisher wurde die Zeit effizient und sinnvoll genutzt.

In der ZUM-Unity habe ich etwas ausführlicher über den Tag berichtet.

Gruppenfoto von allen Teilnehmern heute:

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25. Edchatde

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Morgen findet der 25. Edchatde statt. Da ich regelmäßig teilnehme (nicht immer, aber fast), setzte ich mich heute morgen daran, endlich eine Seite über den Edchat im ZUM-Wiki zu erstellen. Das war nicht ganz so einfach, weil die Informationen zwar fast alle da sind, sich aber auf unterschiedlichen Plattformen verstreuen und dazu noch recht unübersichtlich sind. Ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. 🙂

Gerade eben fiel mir noch ein, dass noch die Zwischenüberschrift „Besonderheiten“ rein muss. Darunter können spezielle Eigenheiten des Edchat gesammelt werden, z.B. dass @tastenspieler jeden Teilnehmer einzeln begrüßt. Welche Besonderheiten fallen euch noch ein?

Ach ja: Herzlichen Glückwunsch zum 25. Edchatde!

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Seminarrückblick: Philosophieren mit dem Web 2.0

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Im Wintersemester 2013/14 war ich Teil eines Seminarleiterteams (zusammen mit Donat Schmidt) am Institut für Philosophie der TU Dresden. Unser Seminar hieß Philosophieren mit dem Web 2.0 und beschäftigte sich praktisch und auch etwas theoretisch mit der Nutzung von Social Media im Ethik- und Philosophieunterricht. Grundlage des Seminars waren wöchentliche Aufträge, die die Studierenden im Seminarblog bekamen und allein oder in Gruppen innerhalb einer Woche bearbeiteten. Je nach Aufgabe fassten wir anschließend die Ergebnisse zusammen, gaben Hilfestellungen oder Tipps. Erst ganz am Ende in der letzten Seminarwoche (vorgestern) trafen wir uns „in echt“. Ich werde ein paar Punkte zum Seminar ansprechen, sicher einiges vergessen. Wenn ihr Fragen habt, bitte gern.

Zur Organisation der Seminarleitung: Kurz vorweg: Donat und ich wohnen etwa 350km auseinander, der Weg zur TU ist für mich mit 400km zu veranschlagen. Deshalb nutzten wir natürlich auch modernere Medien um unser Seminar zu organisieren. Wir sprachen uns im Vorfeld über die Themen ab und erstellten mit dem ZUMPad einen ersten Plan. Dieser wurde immer weiter konkretisiert und die Themen auf uns beide aufgeteilt. Anschließend nutzten wir ein Evernote-Notizbuch um für die einzelnen Wochen Links, Aufgabenideen, etc. zu sammeln. Schlussendlich legte einer von uns beiden (wer für das Thema zuständige war) Weblogartikel an und speicherte sie als Entwurf – jeweils einen Aufgabenartikel und einen Zusammenfassungsartikel für die Woche. Das geschah meist am Wochenende, wir mailten oder trafen uns zum Hangout am Montag Vormittag, die Artikel wurden überarbeitet und gingen schließlich am Dienstag früh online. (Der Anspruch war, den Zusammenfassungsartikel VOR den neuen Aufgaben zu veröffentlichen). Um auch einen Kanal für nicht-öffentliche Fragen und Ankündigungen zu haben, gab es neben dem Seminarblog zusätzlich eine Google+-Gruppe. Diese wurde zwar, aber eher selten genutzt. Entweder waren die Aufgaben selbsterklärend oder die Handhabung mit Google+ zu umständlich. Wir hatten auch angeboten bei Problemen Google-Hangouts oder Skypegespräche zu machen. Von diesem Angebot wurde nie Gebrauch gemacht.

Für die Zusammenfassung las ich die Blogs der Studierenden (im Feeedreader Feedly) sowie schaute auf die entsprechenden Plattformen. Da sich die verschiedenen Plätze, wo die Arbeitsergebnisse veröffentlicht werden sollten, in Grenzen hielt, war das ganz gut machbar. Beim letzten Seminar (im Sommersemester 2009) war ein Kritikpunkt seitens der Studierenden, dass wir als Seminarleitung mehr Hilfen und Kommentare abgeben sollten. Es fiel mir damals schon schwer, es nicht zu tun (die Kompetenz der Studierenden sollte mehr genutzt werden), deshalb haben wir das diesmal natürlich geändert – gerade da ich über einige praktische Erfahrung verfüge. Die Zusammenfassungstexte schrieb meist ich und Donat ergänzte bzw. formulierte um.

Am vergangenen Freitag fand die einzige Präsenzsitzung statt. Der Termin wurde in der Google+ – Gruppe nach ein paar Einschränkungen unsererseits festgelegt: 7.2., 9:20-10:50 (2. DS). Dankenswerter Weise wurde ich von meiner Schule für den Tag freigestellt, sodass ich am Donnerstagabend nach Dresden fuhr. Das Seminar schrumpfte während des Semesters bzw. einzelne waren wegen Krankheit verhindert, sodass wir insgesamt zu zehnt waren. Es begann mit einer kurzen Vorstellungsrunde – Studiengang, Fächer. Anschließend füllten die Studierenden einen Evaluationsbogen aus, auf dem Satzanfänge standen, die ergänzt werden sollten. Außerdem sollten die einzelnen Themen beurteilt werden. Die Satzanfänge bezogen sich sowohl inhaltlich auf das Seminar als auch auf unsere Aktivitäten als Seminarleitung. Insgesamt fiel das Feedback sehr positiv aus (dazu im Seminarblog im Laufe der Woche etwas mehr).

Der Hauptteil der Präsenzsitzung bestand aus der Vorstellung der Arbeitsergebnisse der Projektphase. Es sollten Lernpfade oder Unterrichtsreihen erstellt und bereits von den anderen kommentiert werden. Der / die Ersteller stellten ihre Gedanken und Ideen kurz vor – das half sehr, manche Aufgaben sowie Materialien zu verstehen bzw. Alternativen vorzuschlagen. Vorher dachte ich: eigentlich ist hier eine Dopplung drin – alle sollten sich die Arbeitsergebnisse schon vorher anschauen und auf den Wiki-Diskussionsseiten kommentieren und dann werden sie nochmal vorgestellt und darüber diskutiert. Aber hier zeigte sich der Mehrwert einer Präsenzsitzung: von Angesicht zu Angesicht ist es einfacher, Tipps und Hilfen zu geben, da sie a) weniger Missverstanden wird und b) man die Gedanken des Erstellers dazu hörte. Abgerundet wurde das Seminar (es war dann schon kurz vor halb 12…) von einer Blitzlichtrunde zum weiteren Einsatz von Social Media im Ethikunterricht. Einige Male wurde als grandiose Neuentdeckung das ZUM-Wiki genannt (auch wenn man sich erst in die Syntax einarbeiten muss). Im Großen und Ganzen war diese thematische Rückmeldung geprägt von Neugierde auf die verschiedenen (und auch auf andere) Tools und auch der Wille, diese sinnvoll einzusetzen und auszuprobieren. Und ganz ehrlich: das war das Ziel des Seminars 🙂

Für mich nehme ich die Erkenntnis mit, dass solche Themen an der Uni anscheinend unglaublich zu kurz kommen. Außerdem hat es mir wieder bewusst gemacht, wie gut online-Zusammenarbeit funktioniert (man muss sich nicht real kennen, wenn man ein gemeinsames Thema hat), wie wichtig aber auch echte Begegnungen sind. Wir hatten uns bei der Seminarplanung bewusst gegen eine frühere Präsenzsitzung entschieden, um auszuprobieren, ob online-Zusammenarbeit auch ohne dieses echte Kennen funktioniert (einige der Studierenden kannten sich selbstverständlich). Das echte Zusammentreffen am Ende war jedoch wichtig, könnte jedoch auch 2-3 Wochen früher stattfinden. Jetzt ist das Seminar zu Ende und aus den ZUM-Treffen weiß ich, dass diese realen Treffen meist nochmal Motivation und Ansporn bringen, weiterzuarbeiten. Diese wird bei uns lediglich genutzt, um die Lernpfade und Unterrichtsreihen zu überarbeiten und zu perfektionieren.

Zu guter Letzt nehme ich für mich noch ganz „materiale Dinge“ mit: drei tolle Unterrichtsreihen / Lernpfade, die ich ausprobieren werde.

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OER im ZUM-Wiki erstellen #sooc1314

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Am Dienstag (17:30-19:00) werde ich im Rahmen des SOOC 13/14 – einem offenen online Kurs zum Lehren und Lernen mit neuen Medien – über das ZUM-Wiki sprechen und die Fragen der Kursteilnehmer beantworten. Hoffentlich klappt die Technik (ich glaube, dass ist bei solchen Formaten immer die größte Schwierigkeit) und meine Kinder laufen nicht all zu oft durchs Bild (arbeiten unter Extrembedingungen ;)).

Meine Präsentation seht ihr hier – ich habe mein Board natürlich gespeichert. Wenn ihr also Sachen ändern bzw. ergänzen wollt, könnt ihr das gern tun. Vielleicht habe ich auch was wichtiges vergessen?

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