Categotry Archives: digitalWorkflow

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Sommerferienprojekt: Digitalisierung des Arbeitszimmers – 2

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Ich digitalisiere gerade mein Arbeitszimmer (ich berichtete). Und so sieht der aktuelle Stand aus:

IMG_20140814_160931Hier oben sieht man die ganzen leeren Ordner, es sind inzwischen noch etwa 5 dazu gekommen. Ich habe viele Blätter weggeworfen, die ich mehrfach oder bereits im Computer hatte, da ich sie selbst erstellte. Den aufzubewahrenden Rest habe ich nach Themen sortiert in Bündeln in die Schule zum Scannen getragen. Dieser Stapen hier drunter links hat etwa 45 Minuten gedauert. Insgesamt war ich für alles etwa 2h beschäftigt.

IMG_20140813_175216Das OCR / Durchsuchungsproblem habe ich noch nicht gelöst. Ich weigere mich dagegen, wie in den 90er Jahren meine Ordner nach Fächern & Themen zu sortieren. Inzwischen müsste die Technik um einiges weiter sein. Ich habe einige Programme getestet, die pdfs durchsuchbar machen, allerdings musste ich feststellen, dass mein Laptop dafür leider zu langsam ist. Inzwischen habe ich technische Unterstützung bekommen und wenn alles glatt läuft, bekomme ich bald eine Lösung (keine perfekte, aber immerhin eine. Ich werde berichten.)

Mein Arbeitszimmer ist jetzt übrigens wieder schön luftig. Schulbücher und Hefte / Zeitschriften habe ich behalten (schade, dass es von den meisten noch keine digitalen Alternativen gibt!). Beim Durchblättern meiner Unterlagen fand ich wahre Schätze, die ich schon lange vergessen hatte und wohl auch seit 10 Jahren nicht angeschaut hatte.

So sieht mein Regal nun aus – das ist eines von dreien. Hier stehen die Schulbücher, zu denen ich im kommenden Schuljahr keine Klassen habe bzw. die Bücher, die in meinem Bundesland nicht zugelassen sind. Ich verwende sie, um gelegentlich andere Herangehensweisen oder Inspirationen zu holen. Gerade in Ethik gibt es viele Möglichkeiten die verschiedenen Themen zu bearbeiten, deshalb nehmen die Ethikbücher auch den größten Raum ein.

Für jedes Fach richtete ich eine Kiste mit Hängeregistern ein. Darin befindet sich bereits vorbereitetes Unterrichtsmaterial, z.B. fertige Stationenarbeiten, die sich als sinnvoll erwiesen haben und die genau so wieder verwendet werden können. Das ist wirklich überschaubar.

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Geschreddert habe ich auch ziemlich viel. Mal sehen, ob uns die Motivation packt und wir schöpfen in den Ferien noch etwas Papier daraus.

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Sommerferienprojekt: Digitalisierung des Arbeitszimmers – 1

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In den Sommerferien habe ich viel freie Zeit. Diese möchte ich jedes Jahr für etwas sinnvolles nutzen. Dieses Jahr digitalisiere ich mein Arbeitszimmer. Ich hatte das schon länger vor, bisher fehlte mir jedoch die Zeit. Insbesondere die Frage nach der sinnvollen Ablage und Durchsuchbarkeit ist noch offen.

Bestandsaufnahme:
Fairphone 197In meinem Arbeitszimmer befinden sich 34 8cm-dicke Ordner und 18 5cm-dicke Ordner voll mit Unterrichtsmaterial (von mir, von ehemaligen Mitreferendaren), Mitschriften vom Studium, Zeitschriftenartikeln, von denen ich dachte, dass sie sinnvoll für meinen Unterricht sind. Ziel ist es, die Ordner auszusortieren und das, was ich wirklich benötige einzuscannen, um digital darauf zugreifen zu können.

Vorgehen:

Schon lange bevor ich anfing, recherchierte ich nach sinnvollen Dokumentenmanagementsystemen. Als ich nicht weiter kam, schickte ich andere Menschen in die Spur. Was ich suche ist aus meiner Sicht recht simpel: ich habe viele Dateien (pdfs, Worddokumente, jpgs, Videos, mp4, etc.) in einem Ordner und will, dass sie durch das System durchsucht werden können und mir situativ angezeigt werden. (jpgs, Videos und mp4 könnte ich verschlagworten, der Text sollte komplett durchsucht werden können). Das heißt: wenn ich eine Unterrichtsstunde zu Nietzsche und Religionskritik mache, möchte ich alle Dokumente dazu angezeigt bekommen. Außerdem wäre es schön, wenn meine Dokumente in sinnvollen Unterordnern automatisch (virtuell) abgelegt werden, z.B. der Nietzsche beim Thema Religionskritik aber auch im Ordner Wahrheit (z.B. meine Notizen zu „Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn“). Beide sollten aufeinander verweisen, das Dokument aber nur an einer Stelle liegen für den Fall, dass ich es bearbeite.

Für Mac gibt es sowas kompaktes, für Windows gab es so etwas bis Februar 2014 (Es hieß Doo und hier ist ein Interview mit dem Chef über die Gründe, warum es eingestellt wurde. Ganz ehrlich: ich hätte auch Geld dafür bezahlt. Schade schade.)  Soweit ich das bisher sehe, bleibt mir nun nur Evernote, was zumindest einen Teil davon kann, was ich will. Allerdings muss ich alle meine Dokumente auf den Evernote-Server schieben und a) meinen Account mit lauter Zeugs belasten, in das ich vielleicht nicht nochmal reinschaue und b) es dann alles online liegt. Letzteres ist auch ein Vorteil, weil ich von überall darauf zugreifen könnte, aber es ist eben auch ein Nachteil aus meiner Sicht.

Soweit also dasFairphone 191 Problem der Archivierung. Mit dem Aussortieren und Einscannen komme ich ganz gut voran. Ich nutze zum Scannen den Kopierer in der Schule, der mir alles in pdfs auf meinen Stick speichert. (Leider ohne Texterkennung, das ist der nächste Schritt oder damit.) Das Scannen geht sehr schnell. Ich muss nur alle Ordner in die Schule tragen und wieder zurück.

Beim Aussortieren fand ich z.B. handgeschriebene Folien zu einem Vortrag, den ich in der Oberstufe über Nietzsche hielt oder auch Mitschriften aus einer Vorlesung über Nikolaus von Kues. Fairphone 192Außerdem die Quellenangabe unter einem Handout (ebenfalls als ich in der Oberstufe war) aus der Zeit bevor das Internet als Quelle schnell und einfach verfügbar war. Vieles davon wandert in die Altpapierkiste, da ich es seit 15 oder 20 Jahren nicht ein Mal angeschaut habe, es nur immer mit mir umgezogen ist. Meine Bücher behalte ich übrigens alle. Im Gespräch mit einer älteren Kollegin heute erfuhr ich, dass sie auch ihren Bücherbestand von Zeit zu Zeit ausmistet. Soweit bin ich aber noch nicht.

Fairphone 199Fazit bisher:

Ich habe bereits sechs dicke Ordner aussortiert, dreieinhalb blieben noch übrig zum einscannen. Drei davon sind bereits eingescannt. Das Problem mit der Archivierung und Wiederfindbarkeit bleibt vorerst bestehen.  

To do:

Ich schaue mir ein paar weitere Dokumentenmanagementsysteme an. Bisher bin ich mit keiner Lösung wirklich zufrieden. Leider erwarten alle, die ich bisher fand, dass ich meine Dokumente dort hochlade (z.B. Filee, Gini). Das möchte ich nicht. Leider sieht es beim Elektronischen Leitzordner nicht so aus, als könne man Dokumente an mehreren Stellen ablegen. Wie macht ihr das mit der Ablage?

 


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Prüfungsvorbereitungs-MindMap zur Sterbehilfe

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In meinen Präsentationsprüfungen hatte ich dieses Jahr wieder lauter spannende Themen. Die Prüfungen sind nun rum, sodass ich nach und nach meine Vorbereitungen veröffentlichen kann. Meine Mindmaps sind keinesfalls vollständig und umfassend!

Da ich ein großer MindMap-Fan bin, habe ich dieses Jahr erstmals auch mit den Mindmaps von XMind in den Prüfungen gearbeitet. In den letzten Jahren hatte ich immer nur Fragen vorbereitet. Bei den diesjährigen Prüfungen habe ich ganz gute Erfahrungen mit meinen Mindmaps gemacht: Ich habe die Punkte, wenn sie genannt wurden, abgehakt. (Ein weiterer Punkt in meiner Mindmap war noch: „weitere Fragen“, das habe ich fürs Blog raus genommen. Eventuell habe ich das Thema ja nochmal in den nächsten Jahren ;)) Allerdings war die gesamte Mindmap auf ein A4-Blatt gedruckt, sodass ich zwischendurch echt genau schauen musste. Da muss ich mir was anderes überlegen (notfalls groß kopieren, aber evtl. gibt es elegantere Lösungen). Aber jetzt zum Thema Sterbehilfe:

Überblick:

Hier ist meine kurze Zusammenfassung, die ich mir im Vorfeld der Präsentationsprüfung gemacht habe. Die Quellen seht ihr unten.Sterbehilfe2

 

Links/Literatur:

außerdem:

  • Philosophie-Magazin 3/2014
  • Pfeifer, Volker (Hrsg.): ethisch argumentieren, Schöningh 2009
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Rechercheübung

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Zur Vorbereitung der Präsentationsprüfung (bei uns die mdl. Prüfung im Abi) übe ich mit meinem Neigungskurs das Recherchieren. Natürlich haben sie das im Laufe ihres Schullebens schon geübt und kennen die meisten Seiten. Dennoch hat es sich als hilfreich erwiesen, so kurz vor der eigenständigen Erarbeitung der Präsentationsthemen nochmal an die gängigen Recherchetipps zu erinnern.

Zunächst spielen wir ein Google-Quiz, das ich bei Learning-Apps gefunden habe:

Zur Vertiefung habe ich eine Prezi zur Rechercheübung erstellt. Darin werden die gängigen Plattformen gezeigt und anhand des Schnitzel-Beispiels geübt. Die Prezi habe ich nun schon ein paar Mal verwendet und immer wieder verändert. Sicher ist auch diese nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber jetzt kommt sie erstmal ins Blog hier. Die Idee der Schnitzeljad auf Grundlage von Schnitzeln habe ich aus dem COER13 🙂

(Meine Prezi steht unter CC-by-Sa!)


 

 

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Open Street Map in der Projektwoche II

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Nachdem ich mich über Open Street Map (OSM) allgemein schon etwas schlau gemacht habe, tauchten immer mehr Informationen auf.

Schulprojekte

Hilfen für meine Region

Weiterverwendung

See full screen

 

(wird noch ergänzt)

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Open Street Map in der Projektwoche

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Vorbemerkung: Ich habe vor, in der diesjährigen Projektwoche mit den Schülern meiner Gruppe „irgendwas mit“ Open Street Map zu machen. Daher beschäftige ich mich momentan damit. Meine Fortschritte werde ich hier dokumentieren. Neben dem Lesen im Internet sprach ich beim Educamp in Frankfurt mit Chantal Pannacci (@anachorete), die mir ein paar gute Tipps gab.

Was ist Open Street Map (OSM)?

Es ist ein freies Projekt, dass für jeden nutzbare Geodaten sammelt (Open Data) und in Karten darstellt. (In der Wikipedia gibt es einen langen Artikel darüber.) Das spannende daran ist, dass (wie in der Wikipedia auch) jeder mitmachen kann. Man kann sich z.B. genauso wie in der Wikipedia anschauen, wer in welcher Region gearbeitet hat. Das Projekt gibt es seit 2004, mittlerweile gibt es weltweit über 100.00 Benutzer. Die Daten sind als Creative Commons (CC-by-SA 2.0) lizensiert, d.h. man darf sie mit Hinweis auf Quelle, Urheber (OSM) und den Lizenztext unter dieser Lizenz weiter verwenden. Gerade bei Karten gibt es ganz strenge Grenzen hinsichtlich Urheberrecht und Weiterverwendung.

Berichte und Neuigkeiten gibt es im OSM-Blog. Dort werden viele spannende Projekte von anderen OSM-Nutzern sowie Beispiele, wo OSM-Karten verwendet werden vorgestellt. Außerdem gibt es die Termine der OSM-Stammtische in verschiedenen Orten. Ich beobachte das mal, vielleicht gibt es ja einen hier in der Nähe in nächster Zeit.

Wie kommen die Daten in die Karte?

Dafür gibt es grob zwei Möglichkeiten: das reale Abschreiten – also z.B. sehe ich einen Briefkasten oder eine Parkbank und ich trage sie mittels eines Editors (auf dem Smartphone mit GPS-Ortung und Schlagworten (Tags)) ein. Ich habe den Editor Vespucci für Android getestet und komme damit ganz gut zurecht. Eine gute Möglichkeit zum Anfangen ist das Korrigieren von Fehlern – in meiner kleinen Stadt beispielsweise wurde im vergangenen Jahr eine Kreuzung zum Kreisverkehr umgebaut. Der Kreisverkehr ist inzwischen drin, nicht aber der daran anschließende Stadtgarten mit zum Verweilen einladenden Bänken.

Die zweite Möglichkeit ist die Arbeit am Computer. Es gibt frei verwendbare Luftbilder (z.B. von Bing), die in einem OSM-Editor im Browser hinter die Karte gelegt werden können. Daraus kann man z.B. Häuser und deren Umrisse entnehmen und auf der Karte eintragen.

Warum könnte das nützlich sein?

Grundsätzlich ist die OSM-Karte sympathischer als GoogleMaps, da sie neben den reinen Informationen auch so genannte Points of Intrests (POI) zeigt – d.h. Punkte, die für andere Nutzer interessant erscheinen, z.B. die Leerungszeiten des lokalen Briefkastens. Die OSM-Community ist inzwischen auch so groß, dass Fehler recht schnell korrigiert werden. Das Wikipedia-Argument: weil jeder was eintragen kann, ist bestimmt viel falsches drin, ist sowohl bei Wikipedia als auch bei OSM inzwischen überholt.

Die Kartendaten stehen zum Herunterladen bereit, d.h. sie können gut weiterverwendet werden. Eine Möglichkeit wäre, dass die Gemeinde auf Grundlage der Karte eine „Senioren-Karte“ heraus gibt, in der die Parkbänke und die rollator- und rollstuhlgerechten Restaurants eingetragen sind. Ein ähnliches Ziel verfolgt übrigens ein anderes freies Projekt: WheelMap ist eine Karte für rollstuhlgerechte Orte.  Die App Komoot greift z.B. auf OSM zu um Touren in der Umgebung anzuzeigen. (Eine Region kann kostenlos zum Ausprobieren freigeschaltet werden.)

Eine weitere Anwendung findet OSM z.B. in der Entwicklungshilfe. Dazu gibt es einen Beitrag beim DLF. Mit Hilfe von Luftbildern kann auch von zu Hause aus kartiert werden.

Wie bereits erwähnt: im OSM-Blog sind immer auch Verwendungsmöglichkeiten nachzulesen, z.B.:

Gemeinsame Anstrengungen mit rekordverdächtigem Ergebnis – 68 Mappern gelingt es in 29 Stunden die komplette Stadt Mamou mit 20105 Häusern in OSM verfügbar zur machen. Die Karten werden für “Ärzte ohne Grenzen” anlässlich der Ebola-Epidemie in Guinea benötigt.

 

und nun?

Für meine Projekttage bin ich nun schon ein Stück weiter. Ich habe es selbst ausprobiert und festgestellt, dass unsere kleine Stadt kaum kartiert ist. Außerdem kann ich das Projekt zumindest ein Stück weit erklären. Die Fragen, die für mich noch offen sind, ist die grundsätzliche Entscheidung, ob wir eher draußen oder drinnen arbeiten (oder beides) und für welche Klassenstufen ich das Projekt anbiete – ab 5. Klasse oder erst ab z.B. 9. Klasse.

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Wiki Wiki Wiki

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Nachdem am Sonntag beim Educamp in Frankfurt eine Moodle-Session angeboten wurde, fühlte ich mich innerlich gezwungen, eine Wiki-Austausch-Session zu initiieren. Ja, ich nutze auch Moodle, werde damit aber nicht warm.

Eine erste Umfrage in der Session ergab, dass viele Wikis kannten, teilweise auch benutzten, aber an praktischen Einsätzen mit Schülern interessiert waren. Da die Session recht spontan entstanden ist, hatte ich mir vorher nur kurz im zugehörigen Etherpad ein paar Beispiele rausgesucht, die ich kurz ansprechen wollte.

Grob lässt sich die Nutzung unterteilen in:

  • Lehrer tauschen Material mit Kollegen aus
  • Lehrer stellen Material für Schüler bereit
  • Schüler arbeiten selbständig im Wiki, die Lehrer begleiten die Arbeit.

Fragen kamen hauptsächlich in Richtung Copy-and-Paste-Verhalten der Schüler. Die anwesenden wikinutzenden Lehrer bestätigten meine Vorgehensweise: Schüler dafür sensibilisieren, dass auch im digitalen Kontext eigenes Denken erforderlich ist, Urheberrechtsverstößen grundsätzlich auf den Grund gehen (Plagiatsuchmaschinen gibt es inzwischen einige) UND die Aufgabenstellungen entsprechend so gestalten, dass das Kopieren aus z.B. Wikipedia-Seiten nicht möglich ist.

Eine weitere Frage war: wie bekommt man Kollegen dazu, ein Wiki aktiv zu nutzen? Darauf habe ich keine Antwort. Ich habe u.a. Fortbildungen angeboten, die von einem Bruchteil der Kollegen wahrgenommen wurde, die vorher Interesse signalisierten. Generell bin ich dazu übergegangen, Wikis ganz normal als Medium zu nutzen (den Zielen und Methoden untergeordnet) und bekomme von den Kollegen gelegentlich rückgemeldet, dass meine Schüler den Nutzen eines Wikis erkannt haben und fragen, warum es im Unterricht von Kollege xy nicht verwendet wird ;).

In meiner Session hatte ich die Wikiarbeit natürlich nicht so schön unterteilt. Ich werde die Beispiele entsprechend zuordnen:

1. Lehrer tauschen Material mit Kollegen

Dafür eignet sich das ZUM-Wiki sehr gut – Ideen, Unterrichtseinheiten, Arbeitsblätter. Alles wird durch den Kontext (Fächer, Verlinkung durch umliegende Themen, etc.)  und die Kategorien gut auffindbar. Einige Beispiele ergänze ich hier noch – jeder möge für seine Fächer genauer schauen (und die bestehenden Seiten ergänzen ;)).

2. Lehrer stellen Material für Schüler bereit

Auch dafür gibt es viele Beispiele:

  • Indien und China im Vergleich
  • Lernpfade Mathematik – Lernpfade nutzen die Möglichkeiten der Einbindung verschiedenster Medien ins Wiki (z.B. lerningapps.org) um den Schüler durch vorgegebene Schritte zum Erarbeiten eines Themas / zum Üben / Wiederholen zu bringen. Lernpfade sind vergleichbar mit Stationenarbeiten, gekennzeichnet durch eine vorgegebene Reihenfolge und die Nutzung verschiedener Medien und damit auch das Lernen über verschiedene Kanäle: Hören, Lesen, selber machen, etc.  / Lernpfade gibt es auch für andere Fächer – ich hatte in der Session noch den Lernpfad zum Thema Okkultismus gezeigt. (die Besonderheit dabei: der Lernpfad entstand durch Studierende im Rahmen eines Uni-Didaktikseminars und ersetzte die doch meist theoretische Hausarbeit)
  • Im Zusammenhang mit den Lernpfaden Mathematik wies ich auf die Neuerung bei den GeoGebra-Dateien hin. Am Vortag stand dieses Thema auf der Agenda und es konnte eine Lösung gefunden werden, die es ermöglicht, dass alle Dateien wieder angezeigt und neuerdings auch auf dem Ipad (Java-verweigerer) genutzt werden können. Mehr dazu auf der Wikiseite zu Geogebra.
  • Auf der Übersichtsseite zu den Quiz‚ gibt es viele verschiedene Beispiele, welche spielerischen Formen man im Wiki einsetzen kann.

3. Schüler arbeiten selbständig im Wiki

4. Klassen- und Schulwikis

Klassen- und Schulwikis beinhalten typischerweise alle drei (oder wenigstens zwei) der o.g. Formen. Deshalb stelle ich einige Beispiel hier vor, doch auch hier gibt es viele viele weitere Beispiele.

  • Christiane Schicke zeigte ihr Klassenwiki – auch die Eltern nutzen das Wiki, um z.B. über Hausaufgaben informiert zu sein.
  • Beim Wiki zur Afrika-Projektwoche arbeiteten viele Schüler am selben Thema. Im Wiki findet sich sowohl inhaltliches als auch dokumentarisches aus der Woche.
  • Ich zeigte noch das RMG-Wiki, als eines der ältesten Schulwikis. Auf der Projekt-Seite bekommt man einen guten Einblick in die Vielfalt der Arbeit mit Wikis.
  • Kurs- und Klassenseiten gibt es inzwischen einige im ZUM-Wiki. In der Session saß Monika Heusinger, die aktiv mit ihren Schülern die Kursseiten nutzt.

Wenn ein Schulwiki gewünscht ist, können interessierte Lehrer eine Mail an uns schicken und wir richten gern ein Wiki in unserer Wiki-Family ein. Die Bedingungen und weitere Beispiele sind hier zu finden.

Soweit zur Wiki-Session, ich hoffe ich habe nichts wichtiges vergessen.

 

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Im Alltag bloggen

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Herr Larbig schrieb darüber, wie er das Bloggen in den Alltag integriert. Da ich momentan zwei aktive, öffentliche Blogs und ein privates habe, machte ich mir darüber ein paar Gedanken.

Zunächst zu diesem Weblog hier: es füllt sich ähnlich wie bei Herrn Larbig. Er schreibt, dass es das Nebenprodukt von Gedanken oder Ergebnissen ist. Bei mir ist das ähnlich. Meist schreibe ich darüber, was ich in der Schule gemacht habe, was ich gelesen oder gesehen habe oder manchmal auch wie ich etwas im Unterricht mache. Der Anstoß dazu, es als Blogbeitrag auszuformulieren kommt meist von außen – in Form von Tweets, Anfragen per Mail oder Telefon. Hier muss ich leider gestehen: hätte ich mehr Zeit, könnte ich mehr aufschreiben. So ein Blogbeitrag richtig ausformuliert und mit Screenshots und verständlichen Erklärungen dauert einfach seine Zeit. Das mache ich oft früh morgens, wenn ich mit Unterricht vorbereiten fertig bin. Unterrichtsideen oder Materialien schreibe ich nicht hier ins Weblog, sondern ins ZUM-Wiki (der Hobbes in Balance war eine Ausnahme, vermute ich).

Für das Weblog „Leben mit Kindern“ bereite ich montags ein paar Blogbeiträge vor, die sich aus der voran gegangenen Woche ergeben und plane sie so, dass sie verteilt über die kommende Woche online gehen. Die Beiträge ergeben sich meist aus Tweets oder aus Instagram-Bildern. Ich lese viele Blogs in denen es um Nähen, Basteln, Kochen, Kinder etc. geht. Das ist eine wahre Inspirationsquelle für Dinge, die ich ausprobieren möchte. Im Blog erscheinen dann die Ergebnisse und meine Erfahrungen damit. Außerdem ist momentan Kind2 ein wahrer Fundus für Sprüche, die ohne Kontext funktionieren (meist gibt es den auch gar nicht, weil Kind2 zu schnell die Themen wechselt). Geheimes Ziel dieses Blogs ist es, meiner Kollegin (die dort auch mit bloggt, aber bisher noch sehr selten) zu zeigen, dass bloggen ganz einfach ist, damit sie sich irgendwann traut, ein Weblog mit Schülern zu nutzen ;)).

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25. Edchatde

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Morgen findet der 25. Edchatde statt. Da ich regelmäßig teilnehme (nicht immer, aber fast), setzte ich mich heute morgen daran, endlich eine Seite über den Edchat im ZUM-Wiki zu erstellen. Das war nicht ganz so einfach, weil die Informationen zwar fast alle da sind, sich aber auf unterschiedlichen Plattformen verstreuen und dazu noch recht unübersichtlich sind. Ich bin mit dem Ergebnis ganz zufrieden. 🙂

Gerade eben fiel mir noch ein, dass noch die Zwischenüberschrift „Besonderheiten“ rein muss. Darunter können spezielle Eigenheiten des Edchat gesammelt werden, z.B. dass @tastenspieler jeden Teilnehmer einzeln begrüßt. Welche Besonderheiten fallen euch noch ein?

Ach ja: Herzlichen Glückwunsch zum 25. Edchatde!

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Hobbes in Balance

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Thomas Hobbes beschäftigt uns immer wieder im Ethikunterricht der Klassenstufe 10 (früher 11) mit seinem Leviathan. Es ist eine der ersten Vertragstheorien der Neuzeit, sie ist noch nicht so kompliziert wie die späteren. Wir begeben uns mit ihr an einen Punkt des abendländischen Denkens, (der aus heutiger Sicht) wichtig für nachfolgende Philosophen erscheint. Hobbes lebte im 16. und 17. Jahrhundert, seine Lebenszeit ist einerseits geprägt von Kriegen, andererseits von technischen Fortschritten (und damit einhergehend: Änderungen des Weltbildes).

von Anarkman at fr.wikipedia [Public domain], vom Wikimedia Commons

Zum Leviathan ganz kurz: Ausgangspunkt ist ein (gedachter) Naturzustand, in dem die Menschen zusammenleben. Dieses Leben ist gekennzeichnet von Angst um das eigene Wohl und um das Eigentum, denn jeder hat ein Recht auf alles und kann sich und das Seine verteidigen. Ein Kampf aller gegen alle besteht. Diesem Kriegszustand setzt Hobbes einen Gesellschaftsvertrag entgegen: Jeder gibt sein Recht auf Selbstverteidigung (und in Teilen damit auch seine Freiheit) und und erhält die Garantie seiner Sicherheit sowie das Recht auf Eigentum. Die Menschen geben also ihren Einzelwillen ab und gehen im Gemeinschaftswillen auf. Diese Gemeinschaft wird repräsentiert durch den Leviathan, sehr schön auf dem Deckblatt des Buches als Herrscher über alle Menschen (Köpfe machen den Körper) in weltlicher und kirchlicher Macht dargestellt. Spannend sind auch das Menschenbild (egoistisch, gewalttätig, etc.) und die aus dem Vertrag folgenden ethischen Maßstäbe (ethischer Egoismus).

Die Beschäftigung mit Hobbes lief bisher in meinem Unterricht jedes Jahr anders ab: ein Vortrag, den Text komplett lesen, die Texte in Gruppen lesen, die Radio-Wissen-Sendung von Bayern2 hören, etc. Dieses Jahr probiere ich es mal mit einem Kurzfilm zu Balance (den Film findet ihr auf Youtube unter wechselnden Adressen). Balance ist ein Kurzfilm von 1989, der eine Gemeinschaft von 5 monochromen Personen darstellt, die zunächst in Harmonie leben (dargestellt am Angeln). Eine der Personen angelt eine Kiste, die sich als rotes Musikabspielgerät entpuppt. Der Kampf aller gegen alle beginnt. Das Ende verrate ich euch nicht, der Kurzfilm geht nur 8 Minuten (und hat übrigens sogar einen Kurzfilm-Oscar bekommen) ;). Die Aufgabe, nach der Analyse der verschiedenen Elemente des Films und mögliche Deutungsebenen, besteht für meine Schüler nun darin, die Theorie von Hobbes zur „Lösung“ des Kampfes zu nutzen und neu filmisch umzusetzen. Zunächst zeichnen die einzelnen Gruppen (je 3-4 Schüler) ein Storyboard bevor sie mit dem Filmen beginnen. Dabei nutzen die Schüler die digitalen Endgeräte, die sie sowieso in der Tasche haben.

Die einzelnen Schritte der Aufgabe:

  1. Analysiere die einzelnen Gegenstände sowie deren Bedeutung im Kurzfilm Balance. –> Besprechung im Plenum
  2. Lies den Text zu Hobbes‘ Theorie und ergänze die Übersicht. –> Besprechung in der Gruppe und im Plenum
  3. Informiere dich darüber, wie und warum ein Storyboard gezeichnet wird. 
  4. Sammelt in der Gruppe erste Ideen für euren Kurzfilm (Figuren, Umgebung, Handlung).
  5. Erstellt in der Gruppe ein Storyboard und diskutiert es (einzelne Szenen aufteilen und jeder zeichnet seinen Teil).
  6. Dreht euren Kurzfilm (evtl. Nachbearbeitung am Computer) –> Besprechung und Präsentation im Plenum

Heute, ausgerechnet am Tag des digitalen Lernens steht der letzte Schritt an. Ich bin gespannt! Für mich notiere ich zumindest schon mal eine Aufgabe: ich werde die Möglichkeiten mit dem Ipad kurze Filme zu drehen ausloten. Da gibt es sicher ganz tolle Apps, die ich mir bisher aber noch nicht angeschaut habe.

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