Categotry Archives: Schule

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Bewertung von Weblog-Beiträgen -1

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Ich habe schon einiges über die Weblog-Arbeit geschrieben. Aktuell schreibt nur noch ein Kurs Weblog, der andere hat inzwischen sein Abi in der Tasche. Ich erkläre euch in diesem Beitrag, wie die Schüler ihre Noten für die Weblogarbeit bekommen. In einem zweiten Beitrag gehe ich dann auf die praktische Durchführung dieser Tätigkeit ein.

Jedes Halbjahr steht für mich die Weblog-Bewertung an. Von Anfang an ist klar, dass ich in meinem Fach keine Hausaufgaben gebe. Dafür muss jeder Schüler, bei eigener Zeiteinteilung und je nach Interesse bestimmte Aufgaben (in jedem Kurshalbjahr) im Weblog erfüllen:

  • eine Zusammenfassung einer Doppelstunde
  • 1 Beitrag, der sich zur Diskussion eignet (je nach eigenen Interessen)
  • 5 Kommentare zu Beiträgen (diese sollten mehr als „ja, find ich auch“ beinhalten – ist aber aus den Kriterien ersichtlich.)

Jeder Schüler bekommt von mir meinen Bewertungsbogen am Anfang des Schuljahres ausgeteilt, er wird ausführlich besprochen. (Im Grunde kann dann jeder selbst ausrechnen, wie viele Notenpunkte erreicht werden (können).)

Hier für euch: der Bewertungsbogen zum Download. Er basiert auf einer Vorlage von Donat Schmidt. #OER #CC

Weblog-Bewertung

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Die einzelnen Bereiche (Zusammenfassung, Beitrag, Kommentare) sind klar unterschieden, jedem Bereich sind mehrere Kriterien zugeordnet, die durch verschiedene Punktzahlen unterschiedlich gewichtet werden. Wenn ein Schüler bei seinem Beitrag kein weiteres Medium einbezieht, fällt auch der Quellennachweis raus, d.h. in diesem Bereich sind dann nur 18 Punkte zu erreichen, insgesamt 68.

Die 5 „weitere aufgabenbezogene Kriterien“ – Punkte sind der Schlüssel zu 15 Punkten: Wer z.B. mehr als die 5 Kommentare schreibt oder extra Fotos für seinen Beitrag fotografiert hat oder anderen bei der Weblogarbeit hilft o.ä. bekommt hier entsprechend eine kleine Anerkennung. Ohne diese 5 Punkte sind rein rechnerisch maximal 14 Punkte erreichbar.

Im 2. Teil dieses Beitrages erzähle ich euch, wie die Bewertung so zeiteffizient wie möglich abläuft.

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Rechenblatt

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Ich bin ja nicht nur Lehrerin, sondern habe auch ein Kind in der Grundschule. Vom Mathelehrer bekam sie ein paar zusammengeheftete Blätter, auf denen „Mathemarathon“ stand. Jedes Blatt hatte etwa 50 Aufgaben und wiederholte die Grundrechenarten. Sie hat jeden Tag ein Blatt gerechnet, doch irgendwann waren die Blätter voll. Da ich diese Art der Übung sehr sinnvoll finde, habe ich im Internet geschaut, wo ich weitere Übungsaufgaben her bekomme. (Natürlich kann ich mir die auch selber ausdenken und aufschreiben – aber: ganz ehrlich – dafür ist meine Zeit etwas zu knapp.) Ich wurde natürlich schnell fündig – eine gute Adresse ist da die Hamsterkiste. Dort gibt es verschiedene Aufgaben, z.B. Sachaufgaben, Rechenmauern. usw. (übrigens sind dort auch Übungsblätter für andere Fächer) – Doch auch diese Aufgabenblätter sind irgendwann erschöpft.

Dann fand ich das großartige Programm Rechenblatt. Ich habe viele Möglichkeiten die Schwierigkeitsstufen anzupassen – von der Auswahl der Rechenarten über die Auswahl, welche Malreihen geübt werden  sollen (bis 20er) und sogar in welcher Gewichtung die einfachen / schwierigen vertreten sein sollen und und und. Ich bin total begeistert von dem Programm und habe gleich mal 20 Blätter gedruckt. Ich kann mit denselben Einstellungen auch mehrere verschiedene Aufgabenblätter erstellen und drucken.

rechenblatt

Korrigieren muss ich sie natürlich trotzdem noch selbst. Man kann sich zwar rechts eine Lösungsspalte mit draufdrucken lassen und umknicken oder abschneiden. Aber momentan krieg ich das noch hin 😉

rechenblatt2

Und: ich habe auch schon 10€ als Mikrospende überwiesen, da leider kein Flattr eingebunden ist.

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Terminabstimmung mit Doodle

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Im letzten Jahr war ich meist reichlich frustriert, weil die Absprache der Termine mit Doodle nur selten funktionierte. Dieses Jahr habe ich weniger Schüler, die bei mir Präsentationsprüfung machen und ich habe wieder allen den Link zu meiner Doodle Umfrage geschickt, da wir gemeinsam die Themen formulieren und festlegen müssen. Ich trug also alle meine Hohlstunden über die gesamten letzten Wochen an und ließ zu jedem Termin zwei Personen zu, so dass ich für die Schüler noch eine Sicherung eingebaut habe. Der Kritikpunkt nämlich, den ich vom letzten Jahr mitgenommen habe, war der, dass die Schüler unsicher waren, ob der Termin jetzt fest ist oder nur ein Vorschlag. Das führte dazu, dass ich gewartet habe und niemand auftauchte. Dieses Jahr habe ich es deshalb so gemacht, dass sich die Schüler eingetragen haben und ich mich jeweils dazu getragen habe – so war allen klar, dass ich es gesehen habe und auch da sein werde. (Ihr seht also genau, welche Zeile auf dem Sceenshot meine ist.) Die Termine habe ich jeweils auf 15 Minuten festgelegt, es meinen Schülern aber auch freigestellt, mehrere Zeiten hintereinander für sich zu belegen.
Auf dem IPad haben sich meine Eintragungen automatisch mit meinem Kalender synchronisiert, sodass meine zugesagten Termine auch wirklich nicht vergessen werden konnten 😉

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Nebenbei habe ich die Gespräche in der Bücherei geführt und sie damit gleich zur Recherche für alle geöffnet. (Was auch genutzt wurde, für meine Prüflinge war es ja einsehbar, wann ich Gespräche habe.)

Damit bin ich nun aber immer noch nicht zufrieden. Es gab eine Schülerin, die zu keiner meiner vorgeschlagenen Zeiten frei hatte. Schön wäre es gewesen, wenn diese Schülerin von sich aus hätte einen oder zwei Terminvorschläge eintragen können – sozusagen eine Mischung aus der normalen Doodle-Umfrage und der Meet me-Variante.

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Wochenende!

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@herrlarbig hatte es am Montag bereits festgehalten:

Die Arbeitswoche ist so losgegangen, als müsste alles bis Mittwoch erledigt sein, weil dann Wochenende ist. Und der Kalender sagt: So ist’s.

(Link zum Tweet)
Genau so ging es mir diese Woche auch. Alles musste bis Mittwoch erledigt werden, terminlich besonders dringend waren die Themenabsprachen für die Präsentationsprüfungen. Nun ist aber alles weitgehend in trockenen Tüchern und wir starten ins Wochenende. (Den unterrichtsfreien, beweglichen Ferientag heute verbrachte ich mit Abi-Zweitkorrekturen.)

Schönes ….!

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#COER13 – Startwoche

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Ich nehme aktuell teil am #Coer13, einem offenen Kurs (MOOC) zum Thema OpenEducationalRessources (OER). In der ersten Woche geht es um die Sondierung der Lage, um Teilnahmebedingungen (es gibt keine), um Voraussetzungen für Leistungsnachweise (ich brauche keine) und mit welchen Plattformen gearbeitet wird (Forum, Twitter, Blogs, die Kursseite).

In der ersten Woche ist die Motivation bekanntlich am größten, deshalb gleich mein erster Blogbeitrag 😉

was ich diese Woche im Rahmen des COER13 getan habe:

  • Ich habe das Programm für diese Woche gelesen und die letzten beiden Videos mir angeschaut (was OER sind und wie die CC-Lizenz zusammengesetzt ist, weiß ich). Das Vorstellungsvideo fand ich zu lang, da war ich versucht zwischendrin abzuschalten. Via Twitter habe ich mich vorgestellt:

  • Ich versuchte, an der Live-Veranstaltung mit Adobe Connect teilzunehmen, nach etwa 20 Minuten habe ich leider aufgeben müssen. Allerdings muss ich auch gestehen, dass das was ich gehört habe, nicht so interessant war. Es wurden die Badges erklärt und wie man im Forum arbeitet. Ich nehme an, dass ich die Aufzeichnung nicht noch anschauen werde.
  • Nach der Idee von Birgit Lachner habe ich am Dienstag auch einen Aushang im Lehrerzimmer gemacht. Die einzige, die mich bisher darauf ansprach (es aber vorher schon in meinem Twitterstream gesehen hatte) war die netzaffine Kunstlehrerin.
  • Ich las die überaus interessanten Blogartikel von Damian Duchamps: Auf den Punkt gebracht – Warum Lehrer OER nutzen (und erstellen) sollten sowie von Jörg Lohrer bei rpi-virtuell Die Evolution einer neuen Lernkultur im COER13, außerdem den Artikel Offene Bildungsressourcen: frei zurgänglich und einsetzbar von Sandra Schön und Martin Ebner
  • Außerdem habe ich in meinem Weblog die CC-Lizenz eingebunden und mich gefreut, dass die Aussagen zur Lizenz und OER im ZUM-Wiki ganz nach oben gesetzt wurden.
  • Im ZUM-Wiki haben wir inzwischen auch eine Seite zum #COER13. Dort gibt es auch einen Abschnitt, in dem sich ZUMler eintragen können, die am #COER13 teilnehmen, damit auch wir uns etwas besser vernetzen können.
  • In meinen Twittertools habe ich die Suche #COER13 gespeichert und sehr oft darin gelesen.

was ich diese Woche im Rahmen des COER13 gelernt habe:

  • Adobe Connect und meine Internetverbindung scheinen auf Kriegsfuß zu stehen. Der Ton war minutenlang nicht zu hören, danach nur abgehackt. 
  • OER sind im echten Leben / in der echten Schule bisher kein Thema. Das ist schade.
  • Die Menschen hinter #COER13 sind sehr engagiert.

was ich mir diese Woche im Rahmen des COER13 wünsche:

  • dass noch mehr Teilnehmer dem Aufruf folgen und sich vorstellen – sei es durch Twitter oder im Forum. Bisher habe ich nur wenige Lehrer im Beruf (schon gar nicht mit meinen Fächern) entdeckt.

(wird evtl. noch ergänzt)

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Doodle, neuer Versuch

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Heute habe ich die diesjährige Doodle-Terminabstimmung zur Besprechung der Präsentationsprüfungsthemen fürs Abi angelegt.
Letztes Schuljahr war ein Kritikpunkt, dass Schüler keine Bestätigung ihrer Termine erhielten und sie deshalb auch nicht als bindend ansahen. Habe dieses Jahr für jeden Termin 2 Menschen zugelassen (und auch so erklärt): je einen Schüler und mich. Wenn ich mich dazu eintrage, ist der Termin bestätigt. Bin gespannt, ob es angenommen wird.

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Elternsprechtag

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In den letzten beiden Wochen konnte ich den Elternsprechtag aus zwei verschiedenen Perspektiven erleben: als Lehrerin und als „Elter“. Beides zusammen genommen erleichtert die Reflexion – da ich mich nicht in die andere Rolle hineinversetzen muss. Ich habe sie beide inne.

Als Lehrerin habe ich dieses Schuljahr 107 Schüler, davon etwa zwei Drittel in der Oberstufe (also 10.-12. Klasse), 76 um genau zu sein. Zum Elternsprechtag hatte ich 5 Anmeldungen. Während des Elternsprechtages bekam ich telefonisch eine Absage wegen Krankheit, was ich allerdings erst hinterher sah, da ich in meinem Raum und nicht im Lehrerzimmer war. Diese 4 Gespräche waren verteilt auf 2 Stunden. Eigentlich ist der Elternsprechabend 4 Stunden lang (17-21 Uhr), für jedes Gespräch sind 10 Minuten vorgesehen. Es gibt einige Kollegen, die tatsächlich eine komplett volle Liste hatten. Ich hatte meine Gespräche bis 19 Uhr begrenzt, da ich a) wusste, dass meine Liste selbst für die 2 Stunden nicht voll wird und b) ich meine Kinder dabei hatte.

Ich hatte an meine Tür den Vorbereitungsbogen von Corinna Lammert gehängt, einige Eltern haben ihn sich auch weggenommen. Vermutlich müsste man das Blatt vorher rausgeben. So war die Zeit meist zu kurz um vor dem Gespräch noch über die Fragen nachzudenken. Zu meiner Vorbereitung hatte ich mir zu jedem Schüler die bisherigen Noten aufgeschrieben sowie einige Stichpunkte zur Person – Stärken, Arbeitsweise in der Gruppe, Reserven, etc.. Während der Gespräche machte ich immer deutlich, dass das mein Eindruck ist – keine allgemein feststehende Tatsache. Die meisten Eltern kamen um zu hören, wie es so läuft. Es wurden also weniger Probleme erörtert, sondern Eindrücke abgeglichen. Das finde ich sehr wichtig, da ich so mitbekomme, wie meine pädagogische Arbeit in den Erzählungen bzw. der Reflexion der Schüler wahrgenommen wird. (Meine Schüler befrage ich natürlich auch direkt, auch das ist wichtig – die Nuancen sind doch unterschiedlich. Das ist sehr spannend!) Insgesamt waren die Gespräche zwar kurz, aber ohne Hektik.

Anschließend durften meine Kinder plus die Tochter der Kollegin/Freundin noch die Tafel voll malen – so wurden auch die Klassen der nächsten 5 Schultage erfreut. Ich habe es gestern abgewischt, es traute sich niemand….

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Als ich selbst als Mutter beim Elternsprechtag war, hatte ich mich nur bei einer Lehrerin (nicht dem Klassenlehrer) angemeldet. Ich bin mit einem konkreten Gesprächsthema / einem Problem hingegangen und habe mir vorher bereits meine Gedanken dazu gemacht. Wenn man nur ein Gespräch, so wie ich, an diesem Nachmittag hat, ist man besser vorbereitet – noch dazu, wenn es um das eigene Kind geht. Ich habe mir recht genau überlegt, was ich sage, schließlich will ich weder das Fach noch die Lehrerin kritisieren noch mein Kind irgendwelchen Benachteiligungen aussetzen. So bin ich recht konsequent beim Problem geblieben, obwohl die Lehrerin immer wieder allgemein über die Klassensituation, ihre Situation, mein Kind sprechen wollte. Erst ganz am Ende fragte ich sie direkt nach ihrem Eindruck von meinem Kind. Auch sie sprach über Noten und die Stärken, wie sie sie wahrnimmt. (Es deckt sich mit meinen Beobachtungen.) Eine Lösung für mein Problem habe ich leider nicht. Unzufrieden bin ich damit aber nicht, immerhin konnte ich die Lehrerin auf das Problem aufmerksam machen. (Ihr war es vorher nicht bewusst).

Für mich ergibt sich aus den verschiedenen Perspektiven: 1.) Als Elternteil möchte man konkrete Aussagen zum eigenen Kind – keine allgemeinen Aussagen. Für mich als Lehrerin bedeutet das, dass ich die Schüler sehr genau beobachten und begleiten muss. Das ist eine sehr große Herausforderung. In einem Kurs mit 14 Schülern ist das freilich einfacher als in einer Klasse mit 28 Schülern bei einer Wochenstunde. Für letzteres habe ich noch keine adäquate Lösung gefunden. Meine Beobachtungen sind so fragmentarisch, dass sie oft nur durch Austausch mit Kollegen ein Bild ergeben. Das ist dann zwar eine Hilfe, aber es sind nicht mehr meine Beobachtungen. Und 2.) Wenn Eltern konkrete Probleme ansprechen, sollte man ihnen bei der Lösung helfen – auch wenn das heißt, dass sie vertagt wird. Ich, als Mutter, erwarte keine Instant-Lösungen, sondern nachhaltiges Handeln von Lehrern, insofern kann ich auch eine gewisse Zeit abwarten, bis wir gemeinsam eine Lösung, die für alle sinnvoll ist, erarbeitet haben. Der Weg dahin sollte aber transparent sein. 3.) Den Eltern genau zuzuhören und durch gezieltes Fragen heraus zu bekommen, was ihr konkretes Anliegen ist, will auch geübt sein. Als Eltern umgedreht bedeutet das: klar formulieren. In der Kürze der Zeit ist es oft nicht einfach, zu einem gemeinsamen Ziel zu kommen, wenn dieses unterschiedlich ist.

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Wikis und Weblogs in der Schule

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Ich weiß, diesen Titel hatte ich schon mal. Nun kommt der aktuelle Stand für das Schuljahr 2012/13.

Wikis

Meine beiden Geographie-Neigungskurse arbeiten jeweils in einem eigenen (geschützten) Wiki. Wikispaces bietet dafür Edu-Accounts an, die ich nutze. Wir arbeiten dort nach Themen und haben einen Heftersatz. Die meisten meiner Tafelbilder entstehen im Wiki oder wandern anschließend per Foto dorthin.

Die Idee dafür habe ich von Andreas Kalt, der auch regelmäßig über Wikis und seinen Einsatz schreibt.

Hier mal ein Screenshot des Neigungskurses, der dieses Jahr Abi macht. Man sieht, auch ein Wiki kann persönlich werden 😉

Wiki-Abi13

 

Weblogs

  • Der Ethikkurs (Abi 2013) schreibt seit Beginn der Oberstufe (September 2011) in diesem Weblog. Seit etwa Ende November 2012 ist ein zweiter Kurs hinzugekommen, nämlich aus Dorsten. Der zweite Kurs wird von Frau Mittag geleitet. Wir kennen uns „in echt“ vom Studium – wir haben zusammen im Arbeitskreis Ethik Ideen für unseren (späteren) Unterricht ausgeheckt.
  • Der Ethikkurs (Abi 2014) schreibt im Philokursblog. Dieses Weblog haben wir zusammen mit zwei Ethikgruppen der Kaiserin-Augusta-Schule (KAS) in Köln gestartet. Dieses #Blogprojekt kam zustande, nachdem ich einen Aufruf auf Twitter gestartet hatte, ob jemand mit mir gemeinsam im Fach Ethik/Philosophie bloggen will. Nachdem ich bereits zwei Weblogs (Klasse 7 und Abi 2012, beide inzwischen geschützt) und ein Wiki (Abi 2013) allein ausprobiert hatte, wollte ich etwas neues wagen. @Tastenspieler von der KAS stellte dann zu einer Philosophiekollegin seiner Schule den Kontakt her und seit dem bloggen wir gemeinsam hochmotiviert. Und ganz ehrlich: wir haben noch ganz viele Ideen zur gemeinsamen Arbeit 🙂

 

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Bloggen im Unterricht

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Vor einigen Wochen erhielt ich eine nette Mail von einer Studentin, die für eine Studienarbeit über Bloggen mit Schülern forschen. Kurze Zeit später erhielt ich dieselbe Mail nochmal. Anscheinend war ihnen nicht aufgefallen, dass beide Blogs von derselben Person betreut wurden / werden 😉 Ich habe ihren Fragebogen natürlich umgehend beantwortet und auch die Erlaubnis erhalten ihn komplett hier im Blog zu veröffentlichen. Was sie daraus an wissenschaftlichen Erkenntnissen gezogen haben, wurde mir leider nicht verraten.

Befragung zur Nutzung von Blogs im Unterricht

1. Über welchen Zeitraum erstrecken sich Ihre Erfahrungen mit der Arbeit von Blogs im Unterricht? Werden Sie Blogs auch zukünftig in Ihren Unterricht mit einbeziehen?

 Ich setze Blogs seit 2008 im Unterricht ein und werde es auch weiterhin tun. 

2. Welche positiven Ergebnisse können Sie zur Arbeit mit Blogs anführen?

Die Schüler haben mehr Zeit, ihre Gedanken schriftlich zu formulieren, sie machen die Hausaufgaben nicht nur für einen (im Idealfall liest es der Lehrer, manchmal wird nur kurz verglichen) bzw. für den Papierkorb, ihr Horizont wird durch den Austausch mit anderen Mitschreibern (momentan habe ich zwei Blogs mit meinen Kursen und jeweils einem anderen Kurs einer anderen Schule, wir lernen uns schreibend kennen) bzw. Lesern, die kommentieren erweitert, sie üben schriftlich zu argumentieren und zu reflektieren. Ich war schon oft überrascht, wie gut meine Schüler schreiben, argumentieren können und wie verantwortungsvoll sie mit der Öffentlichkeit umgehen. Es ist eine Chance für die „Stillen“ bzw. für jene, die ihre Gedanken langsamer in Worte fassen – der Unterrichtsverlauf ist dann schon fortgeschritten und sie kommen nicht mehr zum Zug. Das ist schade, für alle Seiten. Das Weblog hat jederzeit „offen“ und kann  solche Gedanken aufnehmen.

 Außerdem bietet das Weblog die Möglichkeit, Diskussionen aus dem Unterricht weiter zu führen oder gar andere Themen, für die keine Zeit ist, anzureißen.

3. Welche negativen Ergebnisse können Sie zur Arbeit mit Blogs anführen?

Bisher keine.

Der erhöhte Arbeitsaufwand des fast täglichen Überfliegens wird dadurch kompensiert, dass ich keine Hausaufgaben aufgebe, die ich lesen und bewerten muss. 

4. Hat die anfängliche Motivation der SuS für die Arbeit mit Blogs mit fortschreitender Nutzung nachgelassen?

Die Motivation hat nicht nachgelassen. Manchmal sind andere Sachen wichtiger, Klausuren, etc. Aber jene Schüler, die von Anfang an gern geschrieben haben, schreiben nach zeitlichen Engpässen recht schnell weiter. Das Weblog ist kein cooles Gimick, es ist normaler Bestandteil meines Unterrichts.

5.  Ist/ War eine Leistungssteigerung bei den SchülerInnen erkennbar?

ja, allerdings kann ich sie nicht nachweisen, da ich es nicht wissenschaftlich genug dokumentiert habe. Meine Schüler schreiben über die gesamte Oberstufe hinweg ihre Weblogbeiträge. Ich persönlich habe das Gefühl, dass sie in der 12. Klasse sicherer im Umgang mit eigenen Texten werden, flüssiger und konsistenter.

Viele Schüler können urheberrechtliche Fallen umgehen (und wissen auch Alternativen).

6. Auf welche Art und Weise integrieren Sie Blogs in Ihren Unterricht?

Organisatorisch: die Weblognote (für ein Halbjahr jeweils) geht zu 20% in die Endnote für das Fach Ethik ein. Anforderungen dafür sind: 1 Zusammenfassung einer Unterrichtsstunde, 1 Beitrag zu einem beliebigen ethischen Thema ihrer Wahl, 5 Kommentare. Dazu habe ich eine Bewertungsmatrix, die ich am Anfang austeile und bespreche.

Inhaltlich: Diskussionen werden zur Weiterführung ins Weblog verlagert, inhaltliche Anregungen aus dem Weblog werden aufgegriffen. Im Unterricht werden teilweise Aufgaben im Weblog erarbeitet. Die Arbeitsergebnisse stehen immer allen im Weblog zur Verfügung. Dadurch wird weniger mitgeschrieben, mehr mitgedacht.

7. Ist eine motivierte und aktive Mitarbeit der SchülerInnen am Blog (z.B. durch Kommentare,  etc.) erkennbar?

Na ja, wie gesagt: es geht in die Note ein.  Trotz aller selbstorganisierten Arbeit steht auch ein gewisser Druck dahinter. Manche schreiben mehr als gefordert ist. Einige Schüler haben selbst mit Bloggen angefangen.

8. Haben Sie weitere Anmerkungen zu der Arbeit mit Blogs im Unterricht?

außerdem:

  • Ethikunterricht im Web 2.0 – Wikis und Weblogs optimal eingesetzt, ZDPE 2/2008

  • Das Weblog: das Ende der Privatheit von Unterricht, Ethik und Unterricht 2/2011

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Klausur mit Hefter

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Im Fach Ethik geht es um vielerlei Kompetenzen. Es geht um Textrezeption (philosophische Texte) und Textproduktion, reflexive Urteilskompetenz, verschiedene Gesprächsformen, unterschiedliche Varianten des ethischen Argumentierens, kreativer und kritischer Medienumgang und so fort. Ich versuche, so viele wie möglich davon im Unterricht einzuüben. Die logische Konsequenz dessen ist, diese Fähigkeiten auch zu überprüfen. Manche eignen sich dafür mehr, andere weniger. Ein weiteres Hindernis sind die 3 Anforderungsbereiche, die abgedeckt werden wollen.
Um demnach meine Schüler nicht vor unlösbare Aufgaben zu stellen, bin ich dazu übergegangen, vor jeder Klausur anonym im Kursweblog abstimmen zu lassen, ob sie mit oder ohne Hefter geschrieben werden soll. Bei dieser Vorgehensweise können die Schüler den Umfang des Lernstoffs abschätzen und danach entscheiden.
Für den Hefter spricht:

  • kein Auswendiglernen, was nach der Klausur sowieso wieder vergessen wird
  • Die Schüler können ihre Fähigkeiten besser zeigen
  • Die Vorbereitung besteht darin, seinen Hefter durchzusehen, zu ordnen, evtl. eine Zusammenfassung schreiben, auf Vollständigkeit prüfen, wichtiges von unwichtigem trennen, etc.
  • die Verwendung des Hefters verleiht eine gewisse Sicherheit
  • nicht zu unterschätzen ist, dass die Klausuraufsicht für mich entspannter verläuft 😉

Ohne Hefter zu schreiben hat den Vorteil, dass ein Grundsockel an Punkten durch reines Auswendiglernen zu schaffen ist. Weil dafür schon entsprechend Zeit veranschlagt werden muss, bleibt weniger Raum um die Anforderungsbereiche 2&3 abzudecken.

Meine Erfahrungen damit sind sehr unterschiedlich. Im einen Ethikkurs entscheidet sich seit Anfang an die Mehrheit für die Hefterklausur, im anderen Kurs wurde bisher ohne Hefter geschrieben. Vom Durchschnitt her sind die Klausurergebnisse vergleichbar.

In den letzten Wochen hatte ich im Kursraum einen Aushang mit beiden Klausuren und den entsprechenden Vorteilen gemacht, um die Unterschiede zu verdeutlichen. Ich bin gespannt, ob die Abstimmungen bei den nächsten Klausuren anders ausfallen.

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(Dieser Blogartikel wurde notwendig aufgrund eines Tweets von Andreas Kalt und dem daran anschließenden Erfahrungsaustausch.)

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