Categotry Archives: Menschen

2

Rückblick 2016

by

2016 war ganz ok.

Im Februar endete meine Elternzeit mit K3. Danach stieg ich wieder mit 18 Unterrichtsstunden ein. Das ging ganz gut, auch wenn die Umstellung am Anfang etwas holprig war. Seit dem neuen Schuljahr habe ich viele viele Freistunden, sodass ich einen Großteil des Unterrichts in der Schule vorbereiten kann. Der Nachteil ist, dass viel Zeit fest verplant und gebunden ist. Meine Unterrichtsvorbereitung geht inzwischen ganz locker flockig mit Evernote (konkrete Unterrichtsstunden) und Devon Think (Materialbox). Da ich die Materialsammlung für Geographie betreue, schreibe ich meinen Kollegen monatlich eine Mail mit den neuangekommenen Sachen sowie tollen Links. Bestes Tool (nicht nur) für letzteres ist für mich nach wie vor Twitter (aktueller Followerstand: 1038).

Dieses Schuljahr unterrichte ich alle Ethikklassen in meiner Schule (7,9,10,11,12) sowie einige in Geographie (5,10,11 (GK),12 (GK)). Dazu kommt, dass ich weiterhin die AG Schülerzeitung leite. Letztes Schuljahr gab es insgesamt 3 Ausgaben, dieses kommen wir, bedingt durch die Dokumentation der Projekttage, wahrscheinlich auf 4. Mit Scribus komme ich inzwischen ganz gut zurecht. Die Erstellung des Layouts dauert trotzdem noch recht lang.

Für die ZUM bin ich weiterhin 1. Vorsitzende. Unseren Rechenschaftsbericht haben wir hier im Rahmen des ZUM-Treffens im November online gestellt. 2017 wird die ZUM 20 Jahre alt. Wir beginnen langsam, dieses Jubiläum vorzubereiten.

Geredet habe ich viel in der Schule. Im Dezember verschlug es mir einige Male die Sprache, was allerdings hauptsächlich an meiner Erkältung lag. Außerdem sprach ich über digitale Medien im Ethikunterricht bei der Landestagung des Fachverbands.

Geschrieben habe ich auch etwas. Mein Vorsatz, jeden Monat wenigstens einen Blogbeitrag zu veröffentlichen hat in 11 Monaten geklappt (wenn ich diesen Beitrag noch im Dezember veröffentliche ;)). Meine Publikationsliste hat auch Zuwachs bekommen: Digitale Medien. in: Pfister / Zimmermann: Neues Handbuch des Philosophieunterrichts, 2016 S. 357 ff. Außerdem habe ich einen Beitrag für die Praxis Philosophie / Ethik geschrieben (Heft Migration und Moral, kommt 2017 raus). Ich merke jedoch, dass das im laufenden Unterrichtsbetrieb ganz schön stressig ist. Im Rahmen der Flüchtlingshilfe hier im Ort habe ich einige Blogbeiträge geschrieben, die meisten jedoch vorgefertigt bekommen und nur noch publizieren müssen. Dafür habe ich bei jedem Treffen der Orga-Gruppe (ca. aller 3 Wochen) das Protokoll geschrieben. Mein Arbeitskreis hat auch ein klein wenig Arbeit geleistet. Beim wöchentlichen Edchatde habe ich schon lange nicht mehr teil genommen, weil meine Kinder erst gegen 20:40 alle im Bett sind. Dann noch reinzukommen, habe ich ein paar Mal versucht, ist aber verdammt schwierig. Dafür habe ich beim Team Saar+ ordnungsgemäß die Tweets eingesammelt. Immerhin etwas Teilgabe.

Gereist bin ich zum ZUM-Workshop, zum Educamp nach Leipzig, zum ZUM-Vorstandstreffen und zum ZUM-Treffen. Virtuell reise ich jeden Monat zum virtuellen Treffen in Form des monatlichen Calls des Bündnis freie Bildung, ein echtes Treffen ist für Januar geplant.

Gelesen habe ich leider wieder nicht so viel. Auf der Gelesen-Liste stehen 9 Bücher, wobei die ersten beiden realistischerweise noch zu 2015 gehören. Viel Spaß macht mir übrigens immer das Lesen der Kommentare zu meinen versteckten Geocaches. Ich habe 13 eigene, davon ein Multi. Mein Ziel war es, 2016 auf 100 gefundene Caches zu kommen. Aktuell habe ich 157. Ziel erreicht 🙂

Ausblick 2017: Ich habe einige Projekte bereits geplant, u.a. einen Wiki-Workshop bei der GEW-Tagung zu digitalen Medien, ein Seminar zu einer Ringvorlesung an der TU-Dresden sowie wieder einen Beitrag für die Praxis Philosophie/Ethik. Außerdem, wenn alles gut geht, wird Ende Juli Kind4 auf die Bühne treten.

Link: Rückblick 2015

0

Pläne und Projekte: Schuljahr 2016 / 17

by

Das neue Schuljahr steht vor der Tür und schon jetzt wirft es seine Schatten voraus. Ich schreibe hier etwas über meine Pläne und Projekte in diesem Schuljahr, soweit sie jetzt schon fest stehen.

  • Unterrichten: Selbstverständlich steht das an erster Stelle. Ich unterrichte 75%, darunter alle Ethikklassen (7,9,10,11,12) sowie Geographie in Klasse 5, 10, 11 und 12, außerdem führe ich die SchülerzeitungsAG weiter. Meinen Stundenplan habe ich auch schon, er sieht ganz gut aus 🙂
  • Bloggen: Im Rahmen des Unterrichts werden die Ethikblogs weitergeführt, erstmals von beiden Oberstufenkursen. (Auch dieses Blog hier führe ich natürlich weiter. Ich habe aber keinen Redaktionsplan, etc. sondern schreibe, wenn es was zu schreiben gibt.)
  • Schreiben: ein geheimes Buchprojekt, zu dem ich einen klitzekleinen Teil beigetragen habe, außerdem schreibe ich an einem Artikel für eine Didaktikzeitschrift.
  • Vortragen: Eine Seminarveranstaltung im Rahmen einer Ringvorlesungsreihe zu Schlüsselproblemen der Gegenwart für Lehramtsstudenten ist in Planung. Mein Seminar dazu findet im Februar statt.
  • Bewerten: Ich darf Ethik-Referendare und ihre Lehrproben besuchen. Ich bin gespannt!
  • Rumreisen: Ich versuche, zum Frühjahrs-Educamp zu fahren, da es in BW statt findet (trotzdem 2h Fahrt für mich). Außerdem fahre ich natürlich zum ZUM-Mitgliedertreffen.
  • Zumeln: Das ist kein echtes Verb, schon klar – bei uns bedeutet es: ich arbeite für die ZUM. Der 1. Vorsitz bringt einiges an Mailaufkommen, etc. mit sich, sodass ich fast täglich dafür Zeit einplane. Außerdem findet im Oktober unser Mitgliedertreffen statt, s.o., welches sich mit der Vorbereitung des 20. Vereinsgeburtstages beschäftigt. Durch die ZUM bin ich ins Bündnis freie Bildung gerutscht, auch dafür braucht es etwas Zeit.
3

Educamp Leipzig #ecle16

by

Wegen des riesigen Korrekturstapels auf einem Schreibtisch rang ich mich dazu durch, nur einen Tag beim Educamp in Leipzig zu verweilen. Ganz verzichten wollte ich jedoch nicht.
Das Educamp war mein drittes, nach Ilmenau und Stuttgart.  Es war mein xtes Barcamp.
Die Location in Leipzig war sehr schön – wobei ich wirklich nur den Samstag, also nur den offiziellen Teil besucht habe. Die Veranstaltungen fanden zum Teil in der Zentralbibliothek und zum anderen Teil im Institut für Geisteswissenschaften direkt gegenüber statt. Ich muss zugeben, trotz dass ich drei Jahre in Leipzig gelebt habe und dort auch mein Referendariat gemacht habe, war ich noch nie in diesen zwei Gebäuden. Sehr eindrucksvoll waren sie jedenfalls. Das Finden der Räume war nicht ganz so einfach, da vor allem das Institut natürlich seine eigenen Abkürzungen und Systematiken pflegt.

Gegenüber den anderen beiden Educamps, die ich besuchte, war das in Leipzig weniger durchgestylt und insgesamt graswurzeliger. Das fand ich persönlich sympathischer. Gleich zu Beginn durfte jeder im Foyer des Instituts selbst kreativ werden und sich aus den an Unis im Überfluss vorhandenen kostenlosen Postkarten ein Namensschild basteln.
IMG_20160416_141534
Anschließend ging es zur Begrüßung, Vorstellungsrunde und Sessionplanung in einen großen Saal der Bibliothek. Kristin Narr führte souverän durch die anstehenden Programmpunkte. Auch ich konnte schlecht schätzen, ob die anvisierten 90 Teilnehmer auch wirklich da waren. Es gab jedenfalls sehr viele Sessionangebote und ich habe mich gefühlt bei 20 Sessionvorstellungen gemeldet, weil sie alle interessant klangen. Letztlich kann man sich nicht zerteilen und muss immer eine Auswahl treffen. Das finde ich immer wieder am blödesten an Barcamps 😉 Ich habe folgende Sessions besucht:
  • Storytelling und Minecraft
    • Da ich gar keine Ahnung von Minecraft habe, aber immer wieder davon höre, setzte ich mich dazu und lauschte. Ich erfuhr, was Minecraft ist und wozu es einige Kollegen im Unterricht sowie in der außerschulischen Bildung nutzen. Es waren einige begeisterte Spieler da, die über die seltsam anmutende Grafik und deren Vorteile sprachen. Wenn ich mal Zeit habe, schaue ich mir das etwas genauer an, Ideen für meinen Unterricht hätte ich 😉
  • OER mit und ohne Geld
    • Das war meine eigene Session und es waren einige interessante Sessions parallel, die ich selbst gern besucht hätte. Meine Session war sehr überschaubar, wir waren zu viert. Ich wollte eine Diskussionsrunde mit Erfahrungsberichten starten. Die anderen Teilnehmerinnen waren alle aus unterschiedlichen Kontexten mit verschiedenen Erfahrungen. Das war sehr spannend. Gemeinsam stellten wir fest, dass OER aus reinem Idealismus und ganz ohne Geld nicht geht. Auch die ZUM hat beispielsweise den technischen Support professionalisiert und an Idea Sketch ausgelagert. Zur Finanzierung nutzen wir Werbung und Spenden. Andere Ideen, die angesprochen wurden, Geld zu bekommen: Förderung durch EU (Erasmus plus) und BMBF, außerdem durch Spendenaufrufe auf Startnext etc. oder Wirtschaftsförderung. Strukturen im OER-Bereich gibt es keine, jeder wurschtelt so vor sich hin. So war zumindest auch nach der Session mein Eindruck.
  • OER mit und für Studenten
    • Bei der Session wurde das Projekt Histo-digitaLE vorgestellt. Dabei werden jedes Semester mehrere Partner mit Quellen einbezogen: Museen, Archive, etc. Sie stellen einige Quellen unter einer freien Lizenz zur Verfügung. Die Studenten bekommen die Aufgabe, daraus in Gruppen Unterrichtsideen zu entwickeln. Lehrer können diese dann im Unterricht einsetzen und den Studenten über die Kommentare Rückmeldung geben. Das war genau die Idee, mit der wir im Arbeitskreis damals angetreten waren: praktische Einheiten entwickeln, die wir praktisch nutzen können. Anja macht das Ganze noch mit OER-Materialien und stellt es in einem WordPress-Blog den Lehrern zur Verfügung. Schöner wäre es natürlich, sie würde die Ergebnisse ins ZUM-Wiki setzen, so wie wir damals mit unserem Web 2.0-Seminar 😉
  • Bildung 4.0
    • Hier war ich tatsächlich in der falschen Session. Es ging um den Bildungsbegriff (im Unterschied zu Ausbildung) und was Schule leisten muss / sollte. Ich diskutiere das gern anhand von Bieri mit meinen Schülern. In der Session kam leider nichts neues dazu.

  • code your life – Programmieren mit Kindern ab 10 Jahren
    • Bevor mein Zug abfuhr hatte ich noch 30 Minuten für eine Session Zeit und entschied mich für diese. Es wurde Code your life vorgestellt. Alles sehr spannend, wenn ich mal Zeit habe…

Zusammenfassend für mich ein sehr schönes Educamp. Schade, dass ich nur einen Tag dabei sein konnte. Auch am Sonntag waren einige interessante Sessions im Plan.

Ich habe mich sehr gefreut, einige bekannte Gesichter wieder zu sehen und ein paar Edchater neu kennen zu lernen:

Meine Twitter-Timeline ist auch um einige neue Gesichter bereichert worden 😉

Auffällig war, dass ganz selbstverständlich viele Kinder beim Educamp dabei waren, auch in Sessions und im Foyer. Nebendran gab es auch noch eine nette Kinderbetreuung in einem Raum, der als Chill-Ecke auch von den Erwachsenen genutzt wurde, sodass die Kinder nicht separiert waren, sondern immer mittendrin 🙂 Bleibt nur noch eins zu sagen:

0

Twanalog

by

Meine Twitter-Timeline schreibt analog. Das klingt erstmal paradox, ist aber schnell erklärt: jemand schickt einen Tweet auf einem Zettel per echter Post an jemand anderen. Dieser postet ein Bild mit dem Hashtag #Twanalog und fragt, wer als nächstes Post möchte. Die Adressen werden per Direktnachricht ausgetauscht. Auf den Zettel mit dem Tweet wird der Ort, aus dem er kam, vermerkt. Manche Zettel haben schon eine längere Wegstrecke hinter sich, da sie immer wieder retweetet (also weitergeschickt) werden. Bob Blume hat mit der Idee angefangen.

Ich bekam vor Ostern einen Brief mit insgesamt 3 Tweets.

Auf meinen Aufruf hin meldeten sich auch genau drei Adressaten, die gern Post bekommen. Wie von Zauberhand eingefädelt konnte ich also genau drei Briefe schreiben und die Tweets weiterschicken.

Ich wollte aber selbst auch Tweets losschicken, also habe ich auch jeweils zwei Zettel pro Brief losgeschickt: einen, den ich zugeschickt bekam und einen, den ich selber aufgeschrieben habe. Die drei selbst aufgeschriebenen sind auf thematisch passendem Papier ;), darunter einer von mir und zwei, die ich retweete. Im Gegensatz zu denen, die ich bekam, sind es keine Zitate von wichtigen Menschen, sondern von echten Twitterern. Ich gebe zu, ich hatte einige Schwierigkeiten, mich auf drei zu begrenzen…

Twanalog

Ich schreibe gern echte Post und habe mich sehr gefreut, als ich auch mal wieder welche im Briefkasten hatte.  Meine Umschläge habe ich selbst gemacht (hoffentlich kommen sie an, sie sind etwas kleiner als normale).

Herr Mess hat schon einen Hang zu haptischem bei digital arbeitenden Menschen ausgemacht. Bei mir ist das von Anfang an so. Ich brauche ein Gleichgewicht zwischen analogen und digitalen Dingen. Den ganzen Tag nur am Rechner sitzen, könnte ich nicht. Der Twanalog war eine gute Gelegenheit, beides miteinander zu verbinden.

 

0

2015 in Bildern

by

01-15Das Jahr 2015 in Bildern 🙂 Natürlich schreibe ich auch etwas dazu. Dieser Rückblick ist von etwas privaterer Natur als der Rückblick auf die geleistete Arbeit.

Der Januar begann an der Ostsee, mit K3 noch im Bauch.

 

Im Februar wurde K3 geboren und meiner neu entstandenen Sketchnote-Liebe folgend zeichnete ich die wesentlichen Daten auf ein Plakat, legte K3 in die Mitte und schoss ein Foto. Dieses wurde als Karte an Verwandte und Bekannte geschickt um ihnen die freudige Nachricht zu übermitteln. Bei all den CTG-Terminen sah ich mich verschiedensten Geburtskarten gegenüber und der Wunsch in mir wuchs, eine andere Art zu gestalten ;).02b-15

Im März freuten wir uns auf den Frühling. Bis Anfang März lag fast durchgehend Schnee. Ein wahrlich winterlicher Winter. 03-15

Der April führte uns in die alte Heimat – und gleich mal in den IKEA. (Nur Kleinigkeiten gekauft, klar, oder?)04-15

Mit K3 im Tragetuch ging es außerdem auf die Bastei (durch die Schwedenlöcher) um der Elbe beim Mäandrieren zuzuschauen. Was für ein toller Blick aufs Elbsandsteingebirge!04b-15

 

 

 

 

 

05-15

Im Mai nahm ich an Frau Hölles Sketchnote-Challenge teil. 30 kleine Bildchen entstanden. Zwischenzeitlich zeichnete ich auch manchmal ganze Tageszusammenfassungen.

 

 

06-15Im Juni besuchten wir den Büchermarkt im Schloss zu Kirchberg. Jedes Jahr ein Vergnügen. 06c-15

Außerdem fuhr ich allein mit den Kindern in den Pfingstferien ein paar Tage an den Kaiserstuhl. Ich zeichnete einen Urlaubsplan, nach der Anregung in Mike Rohdes Sketchnote-Buch. Weil hier drumrum zu viel privates stand, hier nur der mittlere Kasten. Der Sommer brachte uns auch Erdbeeren im Schokofondue. Was für eine Schlemmerei!06b-15

Juli: K2 wurde 8. Kindergeburtstag incl. Schatzsuche. 07-15

August: K1 wurde 11. Kindergeburtstag incl. Nachtwanderungsschatzsuche und Übernachtung im Zelt. 08-15

Im September fuhren wir alle auf einen Ponyhof in Ostfriesland und auf dem Rückweg noch bei Freunden am Steinhuder Meer vorbei. Hier wieder ein Teil unserer Urlaubs-Sketchnotes. Wir zeichneten außerdem jeden Tag jeder eine Sketchnote vom Tag in ein A4-Ringbuch (quer), jeder auf einer halben Seite. Dann blieben einige Seiten frei auf die ich später Fotos klebte. So schnell hatte ich noch nie ein Urlaubsbuch fertig!
09-15 09b-15

Bei unserem Besuch in Ostfriesland machten wir einen Abstecher nach Langeoog und trafen @frandevol 🙂 Schön, Twitterer in echt zu treffen! Am Steinhuder Meer besuchten wir dann auch noch die Dinos09c-15

Der Oktober brachte eine tolle Cachertour und eine Veröffentlichung.10-15 10b-15

 

 

 

 

 

Ende Oktober/ Anfang November fand das ZUM-Mitgliedertreffen statt. Immer wieder ein Erlebnis!

10c-15

11-15Die Elternzeit brachte es mit sich, dass der Adventskalender für K1&2 schon eine Woche vor dem 1. Dezember fertig war. Keine Nacht- und Nebel-Aktion wie sonst 😉

 

 

 

12b-15Dezember: Das 1. Weihnachten für K3. Wir feierten nicht wie sonst in der alten Heimat, sondern in der neuen.Anschließend ging es noch an die Wirkungsstätte von Alfred Wegener (wahrscheinlich finden das nur Geographielehrer spannend ;)). Mit Sightseeing und so. Marburg. 12c-15 12-15

Liebe Blogleser und Kommentatoren, ich wünsche euch einen guten Start ins neue Jahr 2016. Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren 🙂

früher:

0

Rückblick 2015

by

2015 war ein gutes Jahr. Auf Grund der Elternzeit mit K3 habe ich recht viel freie Zeit und Muße, um verschiedene Projekte anzugehen, die sonst länger liegen geblieben wären. Teilweise war auch etwas äußerer Zwang da, aber das ist ja bekanntlich ein guter Motivator.

Scribus. Ich habe mich in Scribus eingearbeitet und dort erste Dokumente zur Veröffentlichung erstellt. So ist beispielsweise unsere erste Schülerzeitung und ein Display für die ZUM entstanden.

Apropos ZUM. Da wir bei Tagungen, z.B. bei Educamps oder bei anderen Zusammentreffen, häufiger Missverständnisse ausräumen müssen, wie die ZUM funktioniert und wie wir arbeiten, habe ich dieses Jahr begonnen, Interviews mit ZUMlern zu führen. Inzwischen sind 33 Interviews erschienen und alle sind lesenswert! Sie machen deutlich, dass jeder eine andere Motivation hat, Unterrichtsmaterialien online zu stellen und dass jeder einen anderen Kontext hat, in dem er das tut. Für alle gilt: jeder arbeitet ehrenamtlich, neben seinem Job – meist als Lehrer oder Dozent an einer Uni. Wir haben kein Büro, sondern arbeiten vom heimischen Schreibtisch aus. Diese Reihe wird in loser Folge auch im nächsten Jahr fortgesetzt.

Und nochmal ZUM: Im November wurde ich zur 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Ich bin seit 6 Jahren im Vorstand und arbeite seit 10 Jahren im Wiki. Jetzt eine größere Verantwortung zu übernehmen, war ein großer Schritt für mich. Wir werden sehen, wie die Bilanz in 2 Jahren aussieht und ob ich mich dann soweit organisiert habe, dass meine Arbeit für die ZUM effektiver läuft als bisher. Dadurch bin ich in die Zusammenarbeit mit dem Bündnis freie Bildung sowie dem OER-Award hineingestolpert. All diese spannenden Entwicklungen hätte ich Anfang des Jahres nicht für möglich gehalten.

Seit September leite ich die AG Schülerzeitung meiner Schule. Das war der Hauptgrund für die Einarbeitung in Scribus. Bisher hatte ein Kollege den Hut auf, der die Schule im letzten Schuljahr verließ. Mit ihm verließ fast das gesamte Team mit ihrem Abi im Gepäck die Schule. Die neue Redaktion fand sich in den 6. Klassen. Ich bin überrascht und erstaunt, wie motiviert die Kinder schreiben, wie gut sie in Teams arbeiten können, wie elegant sie auch schon (mit etwas Hilfe) formulieren können. Vor Weihnachten wurde die erste Ausgabe verkauft und es ist kein Exemplar mehr übrig.

Überhaupt, das Schreiben. Ich habe in der Elternzeit wieder einiges selbst geschrieben: einen Artikel, zusammen mit Donat Schmidt, über digitale Medien im Ethikunterricht für das Handbuch Philosophie und Ethik. Nächstes Jahr wird außerdem ein weiterer Artikel von mir allein in einem ähnlichen Buch zum selben Thema erscheinen. Dafür habe ich vor Weihnachten die letzten Korrekturen fertig gestellt. Alles sehr aufregend! Schön zu sehen, dass das Thema endlich Eingang in die Fachdidaktik findet. Im Juni werde ich dazu einen Vortrag bei der Tagung des Landesverbandes Ethik halten.

Neben dem Schreiben habe ich auch viel gezeichnet. Ich steckte meine Familie mit Sketchnotes an. Wir haben 2 Urlaubsbücher mit Sketchnotes illustriert. Dazwischen kleben inzwischen Fotos. Eine schöne Erinnerung.

Geredet habe ich auch, z.B. mit Jöran Muuß-Merholz. Er hat daraus einen Artikel für eine 10-teilige Reihe über „Chancen der Digitalisierung für individuelle Förderung im Unterricht – 10 gute Beispiele aus der Praxis“ gemacht. Und ich bin eins von diesen Beispielen.

Versteckt wurde gerade in den letzten Wochen einiges: ich habe nicht nur Geocaches gesucht, sondern auch inzwischen insgesamt 9 hier in der kleinen Stadt versteckt. Bisher war hier nur einer. Dabei gibt es durchaus viele Ecken, die man sich anschauen kann.

Gesammelt habe ich auch einiges, z.B. die Tweets des Edchatdes im Team Saar+.

Mein Plan, in der Elternzeit Teilzeit arbeiten zu gehen hat sehr gut funktioniert. (Ich habe darüber schon etwas ausführlicher geschrieben.) Für mich, für meine Familie war es ganz gut, dass ich noch weitere Aufgaben hatte. Ganz beiläufig habe ich die Devon Think – Datenbank für Geographie für mich sinnvoll aufgebaut und damit zu arbeiten geschätzt. (Ethik steht noch aus.). Ich genieße die Zeit mit meiner Familie und freue mich auch auf die Unterrichtsstunden bei meinem Abikurs. Und überhaupt: K3 läuft und erobert die Welt. Das ist soooo schön zu erleben und anzuschauen! Nebenbei habe ich genäht, die Geheimnisse des Fotografierens erforscht (wird fortgesetzt) und die Organisation unserer Familientermine optimiert. Wie gesagt: ein gutes Jahr. Ich freue mich, wenn es einfach so weitergeht und ich etwas von dem Schwung in die arbeitsreiche Zeit ab Februar (Ende der Elternzeit) mitnehmen kann.

Pläne für 2016 habe ich auch einige. Ich habe beispielsweise angefangen, für die hiesige Flüchtlingshilfe ein Blog aufgesetzt, das gefüllt werden will. Geschrieben wird auch wieder und natürlich geredet. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit bei der ZUM sowie auf das Educamp in Leipzig.

2

warum digitale Medien nutzen?

by

Ich sitze gerade über einem Artikel zur Nutzung digitaler Medien im Ethikunterricht. Es fällt mir leicht zu erklären, wie ich digitale Medien nutze, welche Tools ich einsetze, etc. Probleme habe ich zu erläutern, warum ich sie nutze. Für mich ist es einfach selbstverständlich.

Also fragte ich heute Nachmittag meine Twitter-Timeline. (Klar, oder?)

Das war meine Frage:

Nach kurzer Zeit bekam ich die ersten Antworten:


Nach und Nach wurden es immer mehr:

Vielen Dank für euere tollen Antworten! Leider passen sie nicht so richtig in den Kontext meines Artikels, da mir erst später aufgefallen ist, das ich meine Frage unpräzise gestellt habe. Aber nun fühle ich mich immerhin mehr bestätigt, gute Argumente zu finden um noch mehr Lehrer, Studierende, Referendare zu motivieren digitale Medien im Unterricht einzusetzen 🙂

0

Educamp Stuttgart #ecstg15

by

Am vergangenen Wochenende fand das Educamp erstmals im Süden von Deutschland statt, in Stuttgart. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen! Da Kind3 noch recht klein ist, meldete ich mich/uns für Samstag an. In einem Anflug von Tatendrang trug ich mich in die Helferliste für den Empfang ab 8:30 Uhr ein. So fuhr ich kurz vor 7 Uhr los. Da die Straßen frei waren, kam ich sogar schon recht früh an und wurde gleich zum Pfeile-malen eingeteilt:

Anschließend stand ich mit Jörg Lohrer am Empfang, zeitweise mit K3. Das Foto allerdings entstand ohne ihn:

Nach der obligatorischen Stärkung mit dem leckeren Frühstück von Esskultur gab es die Eröffnungsrunde. Wie bei jedem Barcamp in Stuttgart stand Jan Theofel auf der Bühne und erklärte, was ein Barcamp ist, wie der Tag abläuft, wer die Sponsoren sind, etc. Es folgte die Vorstellungsrunde der Teilnehmer. Meine Tags waren #ZUM.de #Philosophie und #Wiki, die Tags von K3 waren #essen #schlafen #kacken. Damit waren seine Tätigkeiten beim Educamp vollständig umrissen 😉 Bei der Vorstellung der Sessions merkte ich schon, dass es da ein kleines Problem gibt:

Folgende Sessions besuchte ich:

Aus den von mir besuchten Sessions (auch die, in denen ich nur kurz drin war), nahm ich viele Anregungen mit. So finde ich z.B. André Hermes‘ Strategie, das Digitale an seine Kollegen heran zu bringen ganz spannend und ich werde mir einiges davon aufgreifen. Neben den Sessions war auch genügend Zeit für Pausen – super! jeweils eine halbe Stunde!. In diesen Pausen konnte ich einen Teil meiner Twitter-Timeline kennen lernen oder wieder treffen. Nun habe ich wieder ein paar mehr Gesichter zu den Tweets. Außerdem hat sich meine Liste der Twitterer, denen ich folge, nach dem Educamp wieder etwas gefüllt. Danke den Organisatoren und Sponsoren des Educamps. Es war wieder ein Erlebnis! 🙂

2

Hintergrund: ZUM-Interviews

by

Immer wieder wenn ich bei Tagungen oder Konferenzen bin, stelle ich durch die Rückfragen fest, dass kaum jemand weiß, wer sich hinter der ZUM verbirgt. Der Name Zentrale für Unterrichtsmedien e.V. führt da wohl auch etwas in die Irre: man stellt sich ein renommiertes Institut vor, bei dem Menschen in einem Großraumbüro hinter ihren Computern sitzen und arbeiten. Doch weit gefehlt: die ZUM ist ein Verein von ehrenamtlich arbeitenden Lehrern, Hochschuldozenten, etc. Alle haben einen Job und die ZUM ist sozusagen ihr Hobby. Jeder hat eine andere Motivation, mitzuarbeiten. Die ZUM gibt es seit 1997, der Verein hat aktuell 246 Mitglieder. Mitgliedsbeiträge gibt es keine, wichtig ist uns die aktive Mitarbeit auf den ZUM-Seiten. Was die Menschen bewegt sich bei der ZUM zu engagieren, an welchen Seiten sie arbeiten und welche Seiten sie unbedingt weiterempfehlen würden erfrage ich zur Zeit in wöchentlichen ZUM-Interviews. Dabei stellen sich ganz unterschiedliche Menschen vor und auch für mich ist es interessant zu lesen, was sie auf meine Fragen antworten. Die Fragen schickte ich per Mail und nach und nach kann man nun die Antworten auf unserem neuen ZUM-Portal im ZUM-Blog lesen. Bisher gab es 12 Interviews, morgen vormittag veröffentliche ich das 13.:

  1. Heinz-Willi Jansen – Mr. Schach
  2. Marco Bakera – arbeitet im Wiki an Mathe- und Informatikseiten mit
  3. Walter Böhme – er initiierte die Lehrerbloggerliste im ZUM-Wiki
  4. Margit Fischbach – die ZUM-Gründerin
  5. Nadine Anskeit – im Vorstand, arbeitet schon in der Grundschule mit Wikis
  6. Andreas Kalt – ein Geographiekollege, der auch mit seinen Kursen in Wikis arbeitet
  7. Andrea Hoffkamp – Gründerin eines Mathematikwikis
  8. Dieter Welz – erstellte die DWU-Materialien
  9. Jean-Pol Martin – Begründer von Lernen durch Lehren (LdL)
  10. Bettina Louis – im Bereich der Erwachsenenbildung tätig
  11. Alexander Imig – DaF-Lehrer in Japan
  12. Thomas Nolte – Religionslehrer, betreut u.a. die Relpaed-Mailingliste
  13. Dieter Umlauf – erstellt ITunesU-Kurse

Lest ruhig mal rein 😉 Die ZUM-Interviews sollen zeigen, dass es ganz unterschiedliche Menschen sind, die sich bei der ZUM einbringen und dass jeder seine eigene Motivation hat. Außerdem zeigen sie sehr schön, dass jeder an seinem Rechner zu Hause arbeitet, es aber ganz viele Schnittpunkte gibt. Echte Begegnungen finden z.B. beim jährlichen Mitgliedertreffen statt. Die persönliche Begegnung von Gleichgesinnten ist immer wieder eine Bereicherung. Als Lehrer kocht man ja doch öfter sein eigenes Süppchen, der Blick in andere Schularten ist eher gering und auch die Digitalisierung ist in den Schulen noch nicht so weit fortgeschritten, wie sie sein könnte. Gerade letzteres spielt bei den Treffen keine Rolle – jeder ist in Digitalien zu Hause. In der ZUM bringt jeder seine Stärken ein und der Austausch motiviert weit über die Treffen hinaus.

 

Und das schreibe ich heute, da gerade das ZUM-Wiki-Seminar an diesem Wochenende statt fand, an dem ich wegen Kind3 nicht teilnehmen konnte. Ich hoffe auf das ZUM-Treffen im Herbst 🙂

1 2 3 4 5 6