Categotry Archives: Medien

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Lehrerblogs 2014

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Ich bloggte schon in einer Zeit als ich noch kein Lehrer war, noch nichtmal im Referendariat. Als ich anfing war ich noch vor dem 1. Staatsexamen. Insofern ist mein Blog kein echtes Lehrerblog, wird es wohl auch nie. In letzter Zeit häufen sich zwar die Einträge zu Medien im Unterricht. Ich nehme mir aber nicht vor, dass es so bleibt.

Es gibt aber eine ganze Reihe von guten Lehrerblogs. 2009 gab es schon mal eine Wahl zum besten Lehrerblog in verschiedenen Kategorien, organisiert vom Lehrerfreund. Walter Böhme (@fontanefan) hat sich vorgenommen, 2014 wieder eine solche Prämierung vorzunehmen. In erster Linie geht es natürlich um die Hervorhebung und Kennzeichnung von guten Blogs. Andererseits geht es auch um die Vernetzung – viele Lehrerblogs kenne ich gar nicht oder stoße mehr oder weniger durch Zufall drauf. Manche interessieren mich auch nicht, weil mir die Schreibweise oder die Themen nicht gefallen, aber um so zu urteilen, muss man sie kennen. Darum ist es meine Meinung nach ein gutes Ziel, diese Lehrerblogs irgendwo gebündelt abrufen zu können. Walter hat sich auch gleich bereit erklärt, eine aktuelle Liste zu erstellen. Helft ihm: Tragt eure Blogs dort ein oder nominiert Blogs für die Wahl. Vernetzt euch! 😉

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Blogkonfusion

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Ich blogge mit Schülern. Das ist nichts neues, das mache ich schon seit 5 Jahren. Dieses Jahr erreicht das Ganze aber eine etwas andere Dimension in Sachen Kooperation. Nicht nur, dass in meinen beiden Ethik-Kursblogs jeweils ein anderer Kurs mit schreibt (ich berichtete), nein, inzwischen schreiben einige Schüler auch in beiden Blogs.

Ich versuche zu entwirren:

Der Kurs der Klassenstufe 11 (bei uns heißt das K1 für Kursstufe 1) schreibt zusammen mit einem Kurs der Kaiserin Augusta Schule in Köln. Da ich gelegentlich Beiträge twittere, kommen auch Kommentare von Nicht-Schülern dazu. Oder besser gesagt: von Nicht-Schülern und nicht von unseren Schülern – denn mit dMUEL/@rapplD hat sich ein Schüler aus Frankfurt zu Wort gemeldet (der dortige Reli-Kurs bloggt auch). Soweit.

Der Kurs der Klassenstufe 12 (bei uns: K2) wird begleitet von einem Kurs des Petrinum in Dorsten. Da mein Kurs gerade mitten im Abiturstress steckt, fällt die Blogaktivität geringer aus. Ausnahme ist hier ein Schüler, der seine Vorbereitung der Präsentationsprüfungsthemen nutzt und seine Rechercheergebnisse bzw. seine Gedanken zu den Themen in Blogbeiträge verwandelt.

Der K2-Kurs hat nun entdeckt, dass die Themen im K1-Weblog viel breiter und interessanter sind. Daher stammt ein Teil der letzten Kommentare im K1-Weblog vom K2-Kurs. Ich bin, nebenbei bemerkt, sehr begeistert von dieser Art der Kooperation und Kommunikation.

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ZUM e.V.

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Seit etwas mehr als 8 Jahren bin ich im Verein und inzwischen etwa 3 Jahren im Vorstand der Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e.V.. Und seit heute gibt es nun auch einen kurzen Film, der zeigt, was die ZUM ist und was wir da so machen.

[youtube=http://youtu.be/u-eJYyz29fM]

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Das Ende des Frontalunterrichts?

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Bildung im Web 2.0 – Interessanter Artikel in der taz.

Ab nächster Woche startet das Seminar „Ethikunterricht im Web 2.0“ an der TU Dresden. Es ist ein virtuelles Seminar, d.h. es gibt lediglich eine Präsenzveranstaltung, ansonsten läuft alles im Internet ab. Vorrangiges Ziel ist es, die Studierenden mit einzelnen Plattformen/Anwendungen vertraut zu machen und Potentiale für den Ethikunterricht aufzuzeigen bzw. zu entwickeln und zu diskutieren. Wie ausschweifig und weitreichend das getan wird, entscheidet sich in den ersten beiden Seminarwochen, wenn ungefähr klar wird, welche Vorraussetzungen die Seminarteilnehmer mitbringen. Ich werde von LE aus etwas mitmischen 😉

Seminarweblog, Twitter/philoweb

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Weblog-Experiment

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Seit Anfang des Schuljahres experimentiere ich mit Weblogs im Unterricht. Zeit, ein kleines Fazit zu ziehen.

1. Als begleitendes Weblog, das ausschließlich von mir gefüllt wird, hatte ich das GK-11-Blog angelegt. Ich habe dort weiterführende Links, Material aus dem Unterricht (das digital verfügbar war und nicht abgeschrieben werden musste), den Kurzfilm Balance (der im UR angeschaut und mit dem gearbeitet wurde) sowie Anregungen zum Weiterdenken verlinkt. Wie gesagt: es war von vornherein klar, dass nur ich dort rein schreibe und die Schüler konsumieren. Inzwischen finde ich das etwas schade, denn der interaktive Charakter geht dadurch verloren. Ich bekam vor oder nach dem Unterricht gelegentlich die Rückmeldung, dass es gelesen/genutzt wurde. Das finde ich mittlerweile etwas wenig. Beim nächsten Mal muss ich unbedingt die Schüler mehr mit einbeziehen! (ich unterrichte nicht mehr in dem Kurs)

2. Im Weblog der Klasse 7 wird richtig gearbeitet! Zu jeder Stunde muss ein Schüler ein Ergebnisprotokoll schreiben. (das hängt gerade etwas – ich hoffe die fehlenden folgen bald!) Außerdem soll jeder mindestens 5 Kommentare (kommentierte Links, eigene Gedanken, etc.) schreiben. Daraus ergibt sich dann eine Note. Bis zum 26.2. haben die Schüler eine langfristige Hausaufgabe auf: die Mehrheit der Klasse stellt eine christliche Persönlichkeit (jeder eine andere, versteht sich), ein Kloster oder eine andere Ausprägung christlichen Lebens vor. 9 Schüler haben die Aufgabe, bei mindestens zwei Beiträgen zu kommentieren. Dadurch soll z.B. direkt Lob oder Kritik geäußert werden. Die Aufgabe steht seit über einer Woche – bis jetzt tut sich leider noch nicht so viel.

Es sind auch noch immer nicht alle Schüler angemeldet – bei dem einen funktioniert dieses nicht, bei dem anderen jenes. In der letzten Stunde hatte ich während des normalen Unterrichts den Computer an (der seit neuestem in unserem Ethikzimmer steht), sodass immer ein Schüler sich mit meiner Hilfe anmelden konnte (nebenbei habe ich normal unterrichtet) – plötzlich ging es weitgehend problemlos…

Ein schönes Erlebnis war, als die Schüler die Hausaufgabe hatten, folgenden Satz zu ergänzen „Es gibt (k)einen Gott, weil…“ Ich hatte die Aufgabe getwittert, sodass sich dort viele viele Kommentare fanden, die nicht von Schülern stammten. Auch wenn meine Schüler nicht auf die Kommentare eingegangen sind, so haben viele sie doch gelesen. Entscheidend ist aber die Erkenntnis, dass es ein öffentliches Weblog ist. Das hatte ich gefühlte 138 Mal gesagt, aber so richtig verstanden haben es anscheinend die wenigsten. Bei der Auswertung dieser Hausaufgabe wurde das sehr deutlich! (ich wollte mit der Hausaufgabe vorrangig erreichen, dass die Schüler sich argumentativ äußern – die meisten haben das gut gemeistert!).

Insgesamt bin ich mit der Weblogarbeit bisher zufrieden. Es läuft über das ganze Schuljahr. Der letzte Lernbereich heißt „Medien – ein Spiegel der Wirklichkeit“ – dort werde ich das Weblogexperiment nochmal gezielt auswerten, momentan sind es im Unterricht immer nur kleine Zwischenauswertungen zum Stand der Dinge und den Erfahrungen damit. Sicherlich würde der Weblogeinsatz bei derselben Klasse im nächsten Schuljahr richtig Spaß machen, weil sie dann daran gewöhnt sind und sich gut auskennen. Gegenwärtig habe ich das Gefühl, noch zuviel dafür kämpfen zu müssen.

Positiver Nebeneffekt: Mein Problem von Anfang an war, dass ich die Ethikklassen nur EIN MAL für 45 Minuten pro Woche sehe. Durch die Arbeit mit dem Weblog ist die Klasse mir viel präsenter als die anderen. (ob das umgedreht bei dem einen oder anderen auch so ist?).

Negative Einsicht: Eigentlich wollte ich das Weblog in meinen beiden 7. Klassen einsetzen, damit diese auch untereinander interagieren. Leider hat sich das als nicht umsetzbar erwiesen, da die zweite 7. weder an Schule noch an sonstigem interessiert scheint. Sie ist ohne Motivation und Lernkultur: cool ist, wer fünfen und sechsen bekommt… Ich hatte zuviel Bammel, dass ich dann nur noch mit dem Löschen von unsinnigen Einträgen beschäftigt bin. Deshalb also nur mit einer 7. Klasse.

Übrigens finde ich es immer wieder interessant bei den Protokollen, was für die Schüler in der Stunde am wichtigsten bzw. einprägsamsten war… Ich bereite meine Stunden am Schreibtisch vor und überlege bereits, wie die Klasse darauf reagiert bzw. wie ich sie motivieren kann etc. Wie das bei den Schülern ankommt, kann ich dann im Protokoll nachlesen – auch mal ganz nett, denn als Lehrer bekommt man selten so ein direktes Feedback.

Also insgesamt ein positives Zwischenfazit – es gibt noch viel zu verbessern, aber es etabliert sich langsam 🙂

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