Categotry Archives: Rückblick

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ZDPE

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Die Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik (ZDPE – die Homepage ist leider immer veraltet.) ist eine der beiden großen Didaktikzeitschriften für Ethik/Philosophie und erscheint vierteljährlich (neben der Ethik & Unterricht). In der ZDPE findet man eher didaktische Hintergrundartikel und viele Blicke über den Tellerrand des eigenen Lehrplans, wissenschaftliche Beiträge, weniger konkret unterrichtspraktische Materialien. Zur Umsetzung im Unterricht eignen sich aber viele der Ideen und Gedanken. Und genau das gefällt mir an der Zeitschrift: ich habe keine fertigen Konzepte, sondern viele Anregungen die zu mehreren Themen passen. Gelegentlich sind auch mal fertige Unterrichtssequenzen im Heft.
Die Layoutänderung mit der aktuellen Ausgabe habe ich mal zum Anlass genommen, meine alten Ausgaben durchzusehen und nach Layoutänderungen zu schauen. Ich habe nicht seit 1992 alle Hefte, sondern später ältere Ausgaben dazu gekauft. Im Abo habe ich die Zeitschrift etwa seit 2008, glaube ich.

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Schon das letzte Layout gefiel mir ganz gut. Das aktuelle, hin auch zu mehr Seiten übrigens, finde ich auch sehr gelungen, wenngleich mir das Braun gar nicht zusagt. Da wäre mir eine Kombination mit hellblau angenehmer gewesen.
Abgesehen vom Layout bietet die Zeitschrift die gewohnten Rubriken: zum Thema, Philosophieren im Unterricht, philosophische Meisterstücke (gibts inzwischen auch als Buch), Berichte – Diskussionen – Materialien, Rezensionen und Denkbild. In der Herausgeberschaft hat sich einiges geändert, z.B. ist ein ehemaliger Kommilitone Donat Schmidt in den Kreis gerückt.
Gelesen habe ich aus dem aktuellen Heft bisher den Artikel von Patrick Baum zu den philosophischen Cafés, den Beitrag zum Ethikunterricht in Bayern (erschreckend!) sowie die Rezensionen. Ich stellte fest, dass ich einen Teil der vorgestellten Medien bereits habe, einen anderen Teil auf den Wunschzettel gesetzt 😉

Von mir sind bisher zwei Artikel in der ZDPE erschienen, das ist aber auch schon ewig her.

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Das Jahr 2012 in Bildern

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Januar 

Winter am Meer, immer wieder toll. #Büsum

1

Februar

Fasching in der neuen Wahlheimat. Da blüht die Stadt auf. 2

März3

April

Hessigheimer Felsengärten
4

Mai

Münster in Ulm. Ich war nur bis zu dieser Aussicht. Gotische Architektur ist gut gegen Wohlfühlgefühl.5

Juni

Projekttage in der Schule. Ich habe filzen angeleitet.6

Juli

K2 ist schon 5

7

August

Kindergeburtstagsparty K1 (8)8

September

Folklorum in Einsiedel9

Oktober

Herbst-Bastelei aus Fundstücken10

November

Adventskalender11

Dezember

Orte mit vielen Erinnerungen #Heimat
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Wikis und Weblogs im Unterricht

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Ich war im September beim Barcamp in Stuttgart #bcs5. Nachdem ich vorletztes Jahr recht spontan noch eine Session zum Einsatz von Wikis und Weblogs gemacht habe, hatte ich mich vergangenes und dieses Jahr etwas vorbereitet – ich habe mir zumindest ein paar Links aufgeschrieben, die ich zeigen könnte. Eigentlich ist meine Intention, so eine Session anzubieten, dass ich von den Social-Media-Menschen ein paar zusätzliche Tipps und Anwendungsbeispiele erfahre. Inzwischen habe ich festgestellt, dass das in meiner eigenen Session eher weniger der Fall ist. Vermutlich sind die Kontexte (Wirtschaft-Schule) zu verschieden (?). Wenn ich in anderen Sessions sitze, die über Tools etc. berichten, fällt es mir zuweilen recht leicht, Szenarien zu entwickeln, wo ich diese Tools auch einsetzen könnte. Aber zurück zu meiner Session: durch den anderen Blickwinkel und die gezielten Fragen bzgl. des Mediums helfen mir solche Sessions,  eine andere Perspektive zu sehen. Dadurch kommt eine andere Reflexionsebene zustande. Diese Rückmeldungen sind für mich sehr wichtig, da ich meine Schüler irgendwann ins echte Leben rauslassen soll… Was ich in meiner Session so alles erzählt habe, hat M.L.Höfer mitprotokolliert.

Im Oktober waren Maria und ich beim Educamp in Ilmenau #ecil12. Auch dort gab es am Sonntag morgen eine Mini-Session zum Thema ZUM, Wikis, außerdem trafen wir uns am Samstagabend zu einem längeren Gespräch mit Elly Köpf und Christian Spannagel um die Möglichkeiten der Zusammenarbeit von ZUM-Wiki und Wikiversity zu verbessern und um auszuloten, wo welche Potentiale liegen. Zum Educamp insgesamt habe ich in der Unity schon zweimal ausführlicher gebloggt.

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“Wie kommt man nur dazu, Philosophie zu studieren?”

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(dieser Blogbeitrag ist ursprünglich im Weblog für meinen Ethikkurs erschienen)

Diese Frage bekam ich am vergangenen Donnerstag angesichts eines, zugegebenermaßen recht langen, Mill-Textes. Ich habe noch einmal über diese Frage nachgedacht und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass sie -aus meiner Perspektive- falsch herum gestellt ist. Für mich stellt sich nicht die Frage, wie man DAS studieren kann (mit genau der Entrüstung in der Stimme), sondern wie man es nicht kann. Ich meine damit nicht zwangsläufig das Studium, sondern eine Art “philosophischen Blick” auf die Dinge zu haben – wie kann man als Mensch Mensch sein ohne sich darüber (planvoll) Gedanken zu machen, woher man kommt, wie Entscheidungen zustande kommen, seine eigenen Ziele und Handlungsoptionen zu reflektieren, die Entscheidungen sowie Antworten von anderen zu hinterfragen, etc.

Für mich ergab sich daraus gegen Ende meiner Schulzeit die logische Schlussfolgerung, Philosophie zu studieren und mich damit zu beschäftigen, was andere vorher gedacht haben, wie diese Gedanken zustande kamen, welche Folgen sie haben. Das Studium ist keine zwangsläufige Folge, die ein “philosophischer Blick” mit sich bringt, für mich hingegen, war es damals (und auch heute noch) die einzig richtige Entscheidung. Da ich mir das Berufsbild eines Philosophen nur schwer vorstellen konnte und ich zudem auch noch ganz gern unterrichtet hätte, habe ich Philosophie und Ethik auf Lehramt studiert. Die Unterschiede im Studium von Lehramt und Philosophie/Magister im Hauptfach (entspricht, glaube ich, dem heutigen Masterstudium) waren minimal, sodass ich genau das gefunden hatte, was ich wollte. Die langen, schwierigen Texte haben mich übrigens nie abgeschreckt – im Gegenteil! Ich wollte ja gerade mich in Texte hineindenken, die Gedanken nachvollziehen, mit anderen darüber diskutieren – und sei es nur über einen Nebensatz oder eine Fußnote und was der Autor damit gemeint hat bzw. welche Folgen das für die gesamte Theorie hat.

Die Fragen, die ein “philosophische Blick” aufwirft, sind bei mir während des Studiums im Detailreichtum und der Vielfalt aller gelesenen Gedanken in den Hintergrund gerückt. Erst seit ich unterrichte, begegnen sie mir verstärkt wieder – in den Fragen meiner Schüler (und den Fragen meiner eigenen Kinder). Dann merke ich, wie richtig die Entscheidung für mich war, Lehrerin zu werden (-: Nach und nach aber drängten sich diese existentiellen Fragen auch bei mir wieder auf und ich beobachte, wie viel ich durch das Philosophiestudium dazu gewonnen habe. Nicht nur, dass die Fragen sich wiederholen – ich habe eine Fülle von Antworten und weiterführenden Fragen im Kopf.

Ich hoffe, ich kann euch so einen Blick ein Stück weit mitgeben – indem ich euch Anlässe gebe, kurz Distanz zur aktuellen Situation einzunehmen und darüber nachzudenken, Fragen zu formulieren, Antworten gemeinsam im Gespräch oder allein zu finden und diese zu reflektieren.

(Ich hoffe, ich habe die Frage nun hinreichend beantwortet, auch wenn ich weiß, dass sie nicht ganz so ernst gemeint war, wie ich sie nun beantwortet habe.)

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Wechselburg

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3 Tage im Kloster Wechselburg verbracht.Es ist ein Benediktinerkloster, insgesamt leben 6 Mönche dort. Angesichts dieser kleinen Zahl ist es erstaunlich, was sie alles auf die Beine stellen.

Es waren drei arbeitsreiche Tage. Da es die ganze Zeit regnete, war das auszuhalten. Wir waren 5 Referendare (2m, 3w) plus die Ausbilderin. Wir nahmen an Andachten teil, an der Messe, hatten ein sehr interessantes Gespräch mit einem Mönch, lernten viel über das wie und warum, konnten viele Fragen loswerden und erhielten auch einige Antworten. Zum Kloster dazu gehört eine romanische Basilika mit einem gotischen Dach und einem Lettner aus dem 13. Jahrhundert, alle sichtbaren Teile aus Rochlitzer Porphyr, also rot. Das allein schon ist sehr sehenswert! Das dazugehörige Kloster (ursprünglich als Augustiner Chorherrenstift gegründet, zwischendurch lange Zeit Schloss für ortsansässige Adlige, seit 1993 „Außenstelle“ des Klosters Ettal) ist ein Barockschloss, das auf den Grundmauern des alten, romanischen Klosters errichtet wurde.

Nebenbei konnte ich die Seminargruppe besser kennen lernen (ich bin ja die Neue) und einige Tage den Fokus auf etwas anderes richten als auf Alltag/Kinder. Ich bekam viele viele Eindrücke, insgesamt wenig Schlaf, eine gute Einstimmung auf das Thema Christentum (im Lehrplan Ethik Klasse 7 drin, ich unterrichte das also zwei Mal dieses Schuljahr, übernächste Woche gehts los), ich hörte viele Witze (die ich natürlich sofort vergessen habe, bis auf einen – aber Cleo wusste natürlich, dass die Giraffe erst aus dem Kühlschrank raus muss, bevor der Elefant rein kann…ist ja auch logisch ;-)), und und und.

(aus unserem Fenster fotografiert – es regnet, wie die ganze Zeit. Vorn links ist die Basilika, hinten rechts ein Teil des Barockschlosses – Eingang des Jugendhauses.)

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