Categotry Archives: Projekte

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Hintergrund: ZUM-Interviews

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Immer wieder wenn ich bei Tagungen oder Konferenzen bin, stelle ich durch die Rückfragen fest, dass kaum jemand weiß, wer sich hinter der ZUM verbirgt. Der Name Zentrale für Unterrichtsmedien e.V. führt da wohl auch etwas in die Irre: man stellt sich ein renommiertes Institut vor, bei dem Menschen in einem Großraumbüro hinter ihren Computern sitzen und arbeiten. Doch weit gefehlt: die ZUM ist ein Verein von ehrenamtlich arbeitenden Lehrern, Hochschuldozenten, etc. Alle haben einen Job und die ZUM ist sozusagen ihr Hobby. Jeder hat eine andere Motivation, mitzuarbeiten. Die ZUM gibt es seit 1997, der Verein hat aktuell 246 Mitglieder. Mitgliedsbeiträge gibt es keine, wichtig ist uns die aktive Mitarbeit auf den ZUM-Seiten. Was die Menschen bewegt sich bei der ZUM zu engagieren, an welchen Seiten sie arbeiten und welche Seiten sie unbedingt weiterempfehlen würden erfrage ich zur Zeit in wöchentlichen ZUM-Interviews. Dabei stellen sich ganz unterschiedliche Menschen vor und auch für mich ist es interessant zu lesen, was sie auf meine Fragen antworten. Die Fragen schickte ich per Mail und nach und nach kann man nun die Antworten auf unserem neuen ZUM-Portal im ZUM-Blog lesen. Bisher gab es 12 Interviews, morgen vormittag veröffentliche ich das 13.:

  1. Heinz-Willi Jansen – Mr. Schach
  2. Marco Bakera – arbeitet im Wiki an Mathe- und Informatikseiten mit
  3. Walter Böhme – er initiierte die Lehrerbloggerliste im ZUM-Wiki
  4. Margit Fischbach – die ZUM-Gründerin
  5. Nadine Anskeit – im Vorstand, arbeitet schon in der Grundschule mit Wikis
  6. Andreas Kalt – ein Geographiekollege, der auch mit seinen Kursen in Wikis arbeitet
  7. Andrea Hoffkamp – Gründerin eines Mathematikwikis
  8. Dieter Welz – erstellte die DWU-Materialien
  9. Jean-Pol Martin – Begründer von Lernen durch Lehren (LdL)
  10. Bettina Louis – im Bereich der Erwachsenenbildung tätig
  11. Alexander Imig – DaF-Lehrer in Japan
  12. Thomas Nolte – Religionslehrer, betreut u.a. die Relpaed-Mailingliste
  13. Dieter Umlauf – erstellt ITunesU-Kurse

Lest ruhig mal rein 😉 Die ZUM-Interviews sollen zeigen, dass es ganz unterschiedliche Menschen sind, die sich bei der ZUM einbringen und dass jeder seine eigene Motivation hat. Außerdem zeigen sie sehr schön, dass jeder an seinem Rechner zu Hause arbeitet, es aber ganz viele Schnittpunkte gibt. Echte Begegnungen finden z.B. beim jährlichen Mitgliedertreffen statt. Die persönliche Begegnung von Gleichgesinnten ist immer wieder eine Bereicherung. Als Lehrer kocht man ja doch öfter sein eigenes Süppchen, der Blick in andere Schularten ist eher gering und auch die Digitalisierung ist in den Schulen noch nicht so weit fortgeschritten, wie sie sein könnte. Gerade letzteres spielt bei den Treffen keine Rolle – jeder ist in Digitalien zu Hause. In der ZUM bringt jeder seine Stärken ein und der Austausch motiviert weit über die Treffen hinaus.

 

Und das schreibe ich heute, da gerade das ZUM-Wiki-Seminar an diesem Wochenende statt fand, an dem ich wegen Kind3 nicht teilnehmen konnte. Ich hoffe auf das ZUM-Treffen im Herbst 🙂

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Blogserie Kurzfilme: What is that?

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(Hier geht’s zur gesamten Blogserie)

What is that? (Τι είναι αυτό;) 2007 from MovieTeller on Vimeo.

Heute könnt ihr euch den kompletten Kurzfilm anschauen. Er ist griechisch mit englischen Untertiteln. Alles ist recht leicht verständlich. Der Kurzfilm geht fünfeinhalb Minuten.

Der Film handelt von einem alten Vater, der mit seinem Zeitung lesenden Sohn auf einer Gartenbank sitzt. Vor den beiden hüpft und fliegt ein Spatz durch den Garten. Der Vater fragt „Was ist das?“, der Sohn antwortet: „Ein Spatz“. Der Vater fragt dieselbe Frage jedoch immer wieder. Irgendwann wird der Sohn sehr ungehalten bei seiner Antwort. Da steht der Vater leise auf und holt ein Tagebuch, das er schrieb, als der Sohn sehr klein war. Er stellte damals auch immer wieder dieselben Fragen und der Vater beschrieb, wie er geduldig und liebevoll antwortete. Einsicht des Sohnes, Ende.

Ich nutze den Kurzfilm in der Klassenstufe 9 beim Thema Altern. Zunächst gebe ich 4 Screenshots der Schlüsselszenen auf einem A4-Blatt aus und lasse die Schüler eine eigene Geschichte dazu erfinden. Diese werden besprochen.  Es geht nicht darum, die Geschichte vorher schon so gut es geht zu erraten, sondern genau zu überlegen, was könnte der Auslöser für den Zorn des Sohnes und für die anschließende Versöhnung sein.  Dann schauen wir uns den Film gemeinsam an. Im Unterrichtsgespräch wird der Kurzfilm nacherzählt und die verschiedenen Reaktionen analysiert. Anschließend thematisiere ich meist die Rolle der Generationen – was können wir von älteren Menschen lernen, wie sollten wir ihnen begegnen, was könnten wir älteren Menschen beibringen, etc.

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Digitalien gebündelt in einer Stunde #edchatde

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Ich schrieb vor einiger Zeit schon mal über den #EdchatDE, den wöchentlichen Twitterchat für Lehrende, Bildungsinteressierte, Lehramtsstudenten, etc. Inzwischen hat sich der Edchatde etabliert, alle bisherigen Themen und der Ablauf können hier nachgelesen werden. Wöchentlich nehmen zwischen 50 und 75 Teilnehmern / Teilgebern teil (je nach Thema schwankt die Zahl) und schreiben in einer Stunde etwa 800 – 1100 (Rekord gestern: 1155) Tweets.

Um einen Einblick in meine Edchatde-Gewohnheiten zu geben, fotografierte ich gestern kurz nach dem Ende des Edchatde mein Setting zu Hause:

edchatde

 

Ich habe auch schon Edchats nur mit Ipad bestritten, war dann aber regelmäßig frustriert, dass ich nicht mal das Gefühl hatte, irgendwas mitzubekommen. Deshalb also:

  • auf dem großen Bildschirm ist Tweetdeck im Chrome, mit v.l.n.r.: meiner normalen Timeline (@ma_y), der #Edchatde – Suche, dann die @Mentions (beide Accounts in einer Spalte – seeehr praktisch!) und die Timeline von @ZUMTeam, die letzten beiden Spalten sind die Direktnachrichten und meine Favoriten. Alles passt komplett auf den großen Bildschirm.
  • auf dem Laptopbildschirm hatte ich gestern erstmals die Fragen aus dem Edchat-Blog, dazu unten mehr, sonst war dort die Twitterseite vom @Edchatde-Account, weil ich die Fragen sonst im Strom manchmal verpasse.
  • auf dem Ipad habe ich Mitteilungen offen, also auch RTs und Favs. Ist nicht unbedingt nötig, gibt aber einen Überblick über die „stillere“ Interaktion. (das würde ich mir hinterher sowieso anschauen, so erspare ich mir das und sehe es kontextnah).
  • und schließlich das Fairphone, das jedesmal brummt, wenn eine Nachricht rein kommt. Außerdem konnte ich so nebenbei noch mit einem Edchatde-Neuling etwas schreiben 😉
  • Tee und Nüsse müssen sein 😉

Kompletten Überblick habe ich trotzdem nicht, weil ich zwischen 20 und etwa 20:20 mein Kleinvolk ins Bett bringe. Das heißt, alle Tweets, die in dieser Zeit geschrieben werden, gehen an mir vorbei. Wenn jemand auf einzelne Tweets reagiert oder sie retweetet, wenn ich dann am Rechner sitze, sehe ich zumindest einen Teil. Gelegentlich lese ich die Tweets nach, meist schaffe ich das aber nicht.

Für mich war es deshalb gut, dass die Fragen vorher schon veröffentlicht waren. So konnte ich wenigstens meine (von @ma_y und gestern auch, da thematisch sehr passend, von @ZUMTeam) Antworten auf die konkreten Fragen vorher posten und zeitlich vorplanen. Auf Reaktionen darauf konnte ich dann später eingehen. Leider fehlen mir so aber die Tipps und Tricks der anderen aus den ersten 15-20 Minuten, außer sie wurden retweetet oder jemand fragte nach, etc.

Eine weitere Unterbrechung im Nachrichtenstrom, die dem Überblick entgegenwirkt, sind Gespräche. Sobald ich auf einen Tweet klicke, um zu antworten, kann ich dem Tweetstrom an sich nicht mehr folgen. Ich habe mich entschieden, diese Lücken zu akzeptieren und trotzdem nehme ich noch eine Menge aus dem Edchatde mit. Schon allein die Tatsache, dass auch andere mit digitalen Medien im Unterricht experimentieren lässt mich jede Woche hoffen, dass der Einsatz im Schulalltag bald ganz normal wird. Von gestern habe ich trotzdem noch einige Tabs offen, die ich mir noch anschauen muss.

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auf ZUM machen!

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ZUM-Treffen 2014

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Im Oktober fand das jährliche Mitgliedertreffen der ZUM erstmals in Schmerlenbach (nahe Aschaffenburg) statt. Schon die Hinfahrt gestaltete sich sehr interessant, da ich mit dem Auto den Kocher flußabwärts zu Jörg Lohrer (rpi-virtuell) fuhr, wo ich mich mit Klaus Dautel (ZUM-Gründungsmitglied und im Vorstand für die Finanzen zuständig, nebenbei u.a. mit tollen Deutsch-Materialien auf zum.de) traf. Gemeinsam fuhren wir durch den schönen Odenwald und entlang des Mains in Richtung Aschaffenburg. Schon auf der Fahrt reichten die Themen von Smartphoneverbot in der Schule über Geocaching bis hin zum Sinn der OER-Bewegung in Deutschland. Eine schöne Einstimmung aufs ZUM-Treffen!

Angekommen in Schmerlenbach wurde ich schon für einen Podcast erwartet. Jöran, Klaus und ich sprachen über 18 Jahre ZUM.de. (Demnächst auf pb21.de hörbar.) Dadurch kamen wir etwas verspätet zum ZUM-Treffen, die Vorstellungsrunde war schon halb durch, die Tagesordnung war schon besprochen (diese kannten wir ja vorher ;)).

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(Foto von Jöran Muuß-Merholz)

Nach der Vorstellungsrunde hielt Dr. Martin Lindner seinen Vortrag zum Thema „Die Bildung und das Netz“. Einen Teil meine Mitschrift seht ihr hier (anklicken für größer):

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Danach wurde es etwas thesenhafter, sodass es mir schwer fiel, geordnet mitzuschreiben (einige Teilnehmer schrieben gemeinsam hier mit.) Anschließend ging es in Arbeitsgruppen um die Anwendung bzw. Ausweitung der Thesen und deren praktische Anwendung. Ich schloss mich der Gruppe „innovatives Potential digitaler Medien“ an und es gab erstaunlich viel, was uns dazu eingefallen ist. Insgesamt war es eine sehr konstruktive Runde, einiges nahm ich zum Nacharbeiten und Weiterrecherchieren mit. 
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Nebenbei bemerkt: In den Kaffeepausen gab es immer GEPA-Tee :-).

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Nach gemeinsamem Abendessen und Abschluss in der ortsansässigen Klosterkneipe beendete ich den Tag recht bald (solche Tage sind nicht ganz unanstrengend, wenn man im 7. Monat schwanger ist…). Mein Zimmer habe ich diesmal zwar nicht fotografiert (nebenbei: der Tagungsort ist toll – ein auf den alten Grundmauern aufgebautes Kloster), dafür aber meinen Ausblick am frühen Sonntagmorgen:

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Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Vereinsarbeit: Tätigkeitsbericht des Vorstandes, Kassenbericht, Beiträge der Mitglieder, Diskussion über das neue ZUM-Portal, etc. Nach dem gemeinsamen Mittagessen und dem Fund eines Geocaches mit Jörg im Klosterhof ging es wieder heimwärts. Und wie jedes Jahr: die Motivation, gleich an diversen Projekten in der ZUM weiterzuarbeiten steigt nach solchen Treffen enorm. Außerdem ist es immer wieder schön, zu den Mails und teilweise auch zu den Twitternamen ein paar (neue und bekannte) Gesichter zu treffen und in echt zu plauschen 🙂

Linktipp: Im ZUM-Wiki gibt’s die entsprechenden Präsentationen, das offizielle Protokoll, etc..

Hier noch das Gruppenbild vom Samstag:

 

ZUM-Treffen_2014_2a(Foto von J. Leupold, CC-by-Sa, Quelle)

 

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Mein Bücherregal

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Dies ist ein Beitrag zur Blogparade „Mein Bücherregal“ vom minimamuse-Blog. Ich weiß, ich bin damit zu spät, aber egal 😉

Als erstes ein Blick ins Bücherregal: nicht erschrecken:

Regal 001

Ja, ich habe meine Bücher nach Farben sortiert. Es ist ein Versuch. Bis letzte Woche waren sie nach Autor und etwas nach Genre (Märchen, Romane, Gedichte, etc.) sortiert. Mir gefiel es nicht mehr und ich wusste nicht, wohin ich neue Bücher ordnen soll. Wenn ein Autor z.B. ein Kinderbuch geschrieben hatte UND Romane hatte ich schon ein Sortierproblem. Also ordnete ich neu und entschied mich für für die farbliche Variante. Ich bin gespannt, wie lange es dabei bleibt. (Ganz rechts im Bild in wüster Unordnung die Bücher in A4-Größe, die mir sonst immer den Regalplatz sprengten) Kinderbücher, Geographie-Bücher im weitesten Sinne (also auch Stadtführer, etc.), Fotoalben, Gartenbücher, Spiele und Kochbücher sind jeweils in einem extra Fach gemeinsam. Ein Großteil der Bücher ist in diesem Regal (3 breite Billys nebeneinander), etwa 30% (grobe Schätzung) sind z.T. in andere Regale ausgelagert.

Hier sehen wir noch die Philosophie-Abteilung. Nur der Nietzsche hat sich in den Farbverlauf geschlichen, weil die Höhe der Regalböden gerade dafür gereicht hat. Philosophen sind grob nach Zeit geordnet, Einführungs- und Überblickbücher stehen zusammen, ebenso Bereichsethiken und spezielle Philosophiebücher. Es ist noch etwas Platz…

Regal 002

 

Schulbücher und Verwandtes stehen logischerweise im Arbeitszimmer, die hier fotografierten Regale befinden sich im Wohn-Ess-Spiel-Lebensraum, genannt „Giraffensaal“. Davor steht ein gemütliches Sofa, das zum Lesen einlädt 🙂 Bücher aussortieren und weggeben kann ich nur schwer. Dafür leihe ich mir öfter Bücher aus und kaufe nicht jedes. Mein Blog ist dabei eine gute Gedankenstütze, was ich gelesen habe. (Wobei ich es auch nicht immer schaffe, etwas drüber zu schreiben.) Ich lese gern analoge Bücher (und mache Anmerkungen dran) und ich schaue auch gern in bereits gelesene Bücher nochmal rein. Ich merke, wie ich mich z.B. bei Romanen immer wieder in die beschriebenen Geschichten voll reinziehen lasse. Oft verleihe ich auch Bücher und sehe sie dann nie wieder. Das finde ich (außer bei Philosophiebüchern!!!) gar nicht so schlimm, nur bei manchen fällt es mir später wieder ein.

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Sommerferienprojekt: Digitalisierung des Arbeitszimmers – 2

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Ich digitalisiere gerade mein Arbeitszimmer (ich berichtete). Und so sieht der aktuelle Stand aus:

IMG_20140814_160931Hier oben sieht man die ganzen leeren Ordner, es sind inzwischen noch etwa 5 dazu gekommen. Ich habe viele Blätter weggeworfen, die ich mehrfach oder bereits im Computer hatte, da ich sie selbst erstellte. Den aufzubewahrenden Rest habe ich nach Themen sortiert in Bündeln in die Schule zum Scannen getragen. Dieser Stapen hier drunter links hat etwa 45 Minuten gedauert. Insgesamt war ich für alles etwa 2h beschäftigt.

IMG_20140813_175216Das OCR / Durchsuchungsproblem habe ich noch nicht gelöst. Ich weigere mich dagegen, wie in den 90er Jahren meine Ordner nach Fächern & Themen zu sortieren. Inzwischen müsste die Technik um einiges weiter sein. Ich habe einige Programme getestet, die pdfs durchsuchbar machen, allerdings musste ich feststellen, dass mein Laptop dafür leider zu langsam ist. Inzwischen habe ich technische Unterstützung bekommen und wenn alles glatt läuft, bekomme ich bald eine Lösung (keine perfekte, aber immerhin eine. Ich werde berichten.)

Mein Arbeitszimmer ist jetzt übrigens wieder schön luftig. Schulbücher und Hefte / Zeitschriften habe ich behalten (schade, dass es von den meisten noch keine digitalen Alternativen gibt!). Beim Durchblättern meiner Unterlagen fand ich wahre Schätze, die ich schon lange vergessen hatte und wohl auch seit 10 Jahren nicht angeschaut hatte.

So sieht mein Regal nun aus – das ist eines von dreien. Hier stehen die Schulbücher, zu denen ich im kommenden Schuljahr keine Klassen habe bzw. die Bücher, die in meinem Bundesland nicht zugelassen sind. Ich verwende sie, um gelegentlich andere Herangehensweisen oder Inspirationen zu holen. Gerade in Ethik gibt es viele Möglichkeiten die verschiedenen Themen zu bearbeiten, deshalb nehmen die Ethikbücher auch den größten Raum ein.

Für jedes Fach richtete ich eine Kiste mit Hängeregistern ein. Darin befindet sich bereits vorbereitetes Unterrichtsmaterial, z.B. fertige Stationenarbeiten, die sich als sinnvoll erwiesen haben und die genau so wieder verwendet werden können. Das ist wirklich überschaubar.

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Geschreddert habe ich auch ziemlich viel. Mal sehen, ob uns die Motivation packt und wir schöpfen in den Ferien noch etwas Papier daraus.

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Sommerferienprojekt: Digitalisierung des Arbeitszimmers – 1

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In den Sommerferien habe ich viel freie Zeit. Diese möchte ich jedes Jahr für etwas sinnvolles nutzen. Dieses Jahr digitalisiere ich mein Arbeitszimmer. Ich hatte das schon länger vor, bisher fehlte mir jedoch die Zeit. Insbesondere die Frage nach der sinnvollen Ablage und Durchsuchbarkeit ist noch offen.

Bestandsaufnahme:
Fairphone 197In meinem Arbeitszimmer befinden sich 34 8cm-dicke Ordner und 18 5cm-dicke Ordner voll mit Unterrichtsmaterial (von mir, von ehemaligen Mitreferendaren), Mitschriften vom Studium, Zeitschriftenartikeln, von denen ich dachte, dass sie sinnvoll für meinen Unterricht sind. Ziel ist es, die Ordner auszusortieren und das, was ich wirklich benötige einzuscannen, um digital darauf zugreifen zu können.

Vorgehen:

Schon lange bevor ich anfing, recherchierte ich nach sinnvollen Dokumentenmanagementsystemen. Als ich nicht weiter kam, schickte ich andere Menschen in die Spur. Was ich suche ist aus meiner Sicht recht simpel: ich habe viele Dateien (pdfs, Worddokumente, jpgs, Videos, mp4, etc.) in einem Ordner und will, dass sie durch das System durchsucht werden können und mir situativ angezeigt werden. (jpgs, Videos und mp4 könnte ich verschlagworten, der Text sollte komplett durchsucht werden können). Das heißt: wenn ich eine Unterrichtsstunde zu Nietzsche und Religionskritik mache, möchte ich alle Dokumente dazu angezeigt bekommen. Außerdem wäre es schön, wenn meine Dokumente in sinnvollen Unterordnern automatisch (virtuell) abgelegt werden, z.B. der Nietzsche beim Thema Religionskritik aber auch im Ordner Wahrheit (z.B. meine Notizen zu „Wahrheit und Lüge im außermoralischen Sinn“). Beide sollten aufeinander verweisen, das Dokument aber nur an einer Stelle liegen für den Fall, dass ich es bearbeite.

Für Mac gibt es sowas kompaktes, für Windows gab es so etwas bis Februar 2014 (Es hieß Doo und hier ist ein Interview mit dem Chef über die Gründe, warum es eingestellt wurde. Ganz ehrlich: ich hätte auch Geld dafür bezahlt. Schade schade.)  Soweit ich das bisher sehe, bleibt mir nun nur Evernote, was zumindest einen Teil davon kann, was ich will. Allerdings muss ich alle meine Dokumente auf den Evernote-Server schieben und a) meinen Account mit lauter Zeugs belasten, in das ich vielleicht nicht nochmal reinschaue und b) es dann alles online liegt. Letzteres ist auch ein Vorteil, weil ich von überall darauf zugreifen könnte, aber es ist eben auch ein Nachteil aus meiner Sicht.

Soweit also dasFairphone 191 Problem der Archivierung. Mit dem Aussortieren und Einscannen komme ich ganz gut voran. Ich nutze zum Scannen den Kopierer in der Schule, der mir alles in pdfs auf meinen Stick speichert. (Leider ohne Texterkennung, das ist der nächste Schritt oder damit.) Das Scannen geht sehr schnell. Ich muss nur alle Ordner in die Schule tragen und wieder zurück.

Beim Aussortieren fand ich z.B. handgeschriebene Folien zu einem Vortrag, den ich in der Oberstufe über Nietzsche hielt oder auch Mitschriften aus einer Vorlesung über Nikolaus von Kues. Fairphone 192Außerdem die Quellenangabe unter einem Handout (ebenfalls als ich in der Oberstufe war) aus der Zeit bevor das Internet als Quelle schnell und einfach verfügbar war. Vieles davon wandert in die Altpapierkiste, da ich es seit 15 oder 20 Jahren nicht ein Mal angeschaut habe, es nur immer mit mir umgezogen ist. Meine Bücher behalte ich übrigens alle. Im Gespräch mit einer älteren Kollegin heute erfuhr ich, dass sie auch ihren Bücherbestand von Zeit zu Zeit ausmistet. Soweit bin ich aber noch nicht.

Fairphone 199Fazit bisher:

Ich habe bereits sechs dicke Ordner aussortiert, dreieinhalb blieben noch übrig zum einscannen. Drei davon sind bereits eingescannt. Das Problem mit der Archivierung und Wiederfindbarkeit bleibt vorerst bestehen.  

To do:

Ich schaue mir ein paar weitere Dokumentenmanagementsysteme an. Bisher bin ich mit keiner Lösung wirklich zufrieden. Leider erwarten alle, die ich bisher fand, dass ich meine Dokumente dort hochlade (z.B. Filee, Gini). Das möchte ich nicht. Leider sieht es beim Elektronischen Leitzordner nicht so aus, als könne man Dokumente an mehreren Stellen ablegen. Wie macht ihr das mit der Ablage?

 


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Lernen mit Wikis

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Beim Educamp in Frankfurt wurde ich am Sonntag direkt nach der Vorstellungs- und Sessionanpreisungsrunde von Jöran Muuß-Merholz  angesprochen, ob ich mit ihm und Nando Stöcklin für pb21.de über Wikis reden möchte. Da Nando schon mittags wieder fuhr, musste es sofort sein. Das war einerseits ganz gut, denn so konnte ich gar keine Bedenken erst ausbrühten, andererseits hatte ich auch keine Gelegenheit vorher darüber nachzudenken, was ich sagen soll. Da ich einen Tag vorher noch beim ZUM-Wiki-Seminar war, war ich zwar direkt im Thema drin, aber ein paar Gedanken wären wohl schon ganz sinnvoll gewesen…
Hier also der Link zu meinem ersten Podcast.

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